Was würde wohl passieren, wenn in Köln die Kinderlein mit Mobiltelefonen herumlaufen würden, die einen Klingelton hätten, der folgendermaßen funktionierte:
Man hörte das „Vater Unser“ eines katholischen Priesters, abrupt unterbrochen von einer Detonation, und gefolgt von orientalisch anmutenden Gesängen??
Häähh!? Was wäre da wohl los im Ländle?
Benedikt würde bestimmt sagen: „Ist doch alles nur ein unschuldiger kleiner Joke, die kleinen Lümmel wissen doch noch gar nicht, was sie sich da auf’s Handy ziehen.“
Würde er sagen, oder? Würde jeder gute Katholik sagen, oder? Auf jeden Fall!
Denn sonst hätten wir ein Problem. Auf den kleinen unschuldigen Mobiltelefönchen unserer lieben Kleinen – die das mp3chen vom Pappi oder Onkel oder von Herrn Internet haben – wird der katholische Priester verschont.
Statt dessen ruft eine Imam-Karikatur zum Gebet. Ein Schuss und bayerische Blasmusik ertönt: hier
Noch einhundert Meter bis zum Abaton Kino in Hamburg (foto: zoom)
Über den neuen Film „Soul Kitchen“ von Fatih Akin haben inzwischen die benachbarten ruhrbarone berichtet. In der „Konkret“ ist ein Verriss erschienen und im Stern eine lesenswert, liebenswürdige Besprechung.
„“Soul Kitchen“ versteht sich übrigens als Liebeserklärung an Hamburg, Aikins Heimatstadt. Möglich, dass man hier etwas mit dem Film anzufangen weiß.“
Meine Antwort lautet: Es ist nicht nur möglich, sondern es ist tatsächlich so – in Hamburg.
Woanders hilft nur: Angucken. Wirklich.
Niemandem ist, so mir bekannt, bislang aufgefallen, dass der Hauptdarsteller von „Soul Kitchen“ aussieht wie Jim Morisson. Niemandem? Guckst du selbst. In deinem Kino.
Blick vom SGV-Parkplatz übers Tal um 16 Uhr. (foto: zoom)
Das war’s. Der letzte Lauf des Jahres 2009 bei 5° Celsius auf glatten Waldwegen. Schmutziges Weiß, dunkles Grün, ein grauer Himmel und Wolken, die bis ins Tal hängen.
Allen LeserInnen, den angenehmen und umgänglichen KommentatorInnen, sowie den befreundeten Blogs wünschen wir einen Guten Rutsch.
„Unter den Kritikern der Schweinegrippeimpfung tummeln sich allerlei antisemitische Verschwörungstheoretiker“, meint Elke Wittich in der Januar-Ausgabe der Monatszeitschrift „Konkret“.
Die Mail, die eine besorgte Hausärztin namens Juliane Sacher einigen Freunden schickte, las sich bedrohlich: In den Impfstoffen gegen die Schweinegrippe sei mit der Substanz Squalen der Wirkstoff enthalten, der bei US-Soldaten zum sogenannten Golfkriegssyndrom geführt habe. Da war es dann auch kein Wunder, daß die Adressaten dieser Nachricht so alarmiert waren, daß sie die Warnung ihrerseits weiterverbreiteten. Mittlerweile ist daraus eine regelrechte Kettenmail geworden, und die Squalen-Sache wird selbst in Fußballforen aufgeregt diskutiert.
Die sensationelle Enthüllung hat allerdings einen Haken: Der Impfstoff, der Golfkriegssoldaten routinemäßig injiziert wurde, enthielt die Substanz mit dem nach ganz besonders bösartiger Chemie klingenden Namen gar nicht. … alles lesen
Der Artikel passt inhaltlich zu dem gestern von mir verlinkten Beitrag von Ida Lind in der liberalen Jüdischen Zeitung von Dezember 2009.
Heute Mittag an der Remmeswiese: Kaum noch Parkplätze, die Lifte brummen (alle fotos: zoom)
Es ist ein verrücktes Wetter im Hohen Hochsauerland. Gestern zog am Nachmittag dichtes Schneegestöber über die tiefen und hohen Lagen. Es war schwierig eine lockere Abendlaufrunde durch den Wald zu stapfen.
5° Celsius zu Mittag: Marktplatz Winterberg
Kaum zurück, schmatzten von einer zur anderen Minute dicke, warme Regentropfen auf den Schnee und fraßen die weiße Pracht.
Heute Mittag in Winterberg, 200 Höhenmeter weiter, brummte trotz Regen und Plus-Graden der Ski-Betrieb. Die Kunstschneedecke wird aller Voraussicht nach halten. Die Auflage ist dick genug, um eine kürzere Wärmeperiode zu überstehen.
Regenschirme auf dem Wintermarkt in Winterberg
Glaubt man dem Wetterbericht, soll es zu Silvester wieder kalt werden. Bis dahin benötigen Nässe-empfindliche Menschen neben der Skiausrüstung einen Regenschirm 😉
Karin Hendrysiak, Pressesprecherin des BKK Landesverbandes NRW (foto: bkk NRW)
Heute bin ich via twitter auf eine Pressemitteilung der Betriebskrankenkassen in NRW aufmerksam gemacht geworden. Erstaunlich finde ich, dass trotz höherem Druck auf die Arbeitnehmer und größerem Risiko von Arbeitslosigkeit, die Krankschreibungen steigen. Ich hätte vermutet, dass die Krankschreibungen eher abnehmen.
Hier erst einmal der Text der Pressemitteilung NRW:
Trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage auf dem Arbeitsmarkt lassen sich die Arbeitnehmer immer häufiger krankschreiben.
Dabei fiel im vergangenen Jahr jeder Arbeitnehmer in NRW an 14,2 Tagen krankheitsbedingt aus. Bundesweit fehlten die Arbeitnehmer dagegen „nur“ 13,4 Tage. Der durchschnittliche Krankenstand von 3,9 % in NRW lag damit auch höher als die Krankenstände der Vorjahre (3,5 % in 2007; 3,4% in 2006).
Höchste Krankenstände im Ruhrgebiet
Dabei fallen die höchsten Krankenstände in NRW im industriellen Herzen des Ruhrgebietes an, während sie sich in den kreisfreien Städten Münster und Bonn sowie in den ländlicheren Gebieten des Bergischen Landes und an der Lippe weit unter dem Landesdurchschnitt bewegen.
Insbesondere Münster und Bonn sind durch den Hochschulbereich und den Dienstleistungssektor – mit üblicherweise niedrigeren Ausfallzeiten – geprägt. Spitzenreiter mit 18 Arbeitsunfähigkeitstagen (AU-Tage) war Gelsenkirchen, in Münster waren es dagegen nur 10,4 AU-Tage.
Muskel- und Skeletterkrankungen an der Spitze. Psychische Erkrankungen – langwierig und zunehmend
Mit rd. 26% entfielen die meisten Arbeitsunfähigkeitstage im vergangenen Jahr – wie in den Jahren zuvor – auf Muskel- und Skeletterkrankungen. An zweiter Stelle lagen die Atemwegserkrankungen, gefolgt von Verletzungen und Vergiftungen sowie psychischen Störungen. Sie verursachten immerhin in NRW 10% aller Krankheitstage, dem höchsten Anteil in der über 30jährigen Krankheitsberichterstattung. So lag der Anteil der psychischen Erkrankungen im Jahre 1976 bei nur 2 %. Dauert ein durchschnittlicher Erkrankungsfall 12 Kalendertage, so liegen die Fallzeiten bei psychischen Erkrankungen in NRW bei 34 Tagen.
Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung ist der Strukturwandel bei der Wirtschaft: Die Dienstleistungen gewinnen auch in NRW, das produzierende Gewerbe verliert an Bedeutung. Arbeitslose, Telefonisten und Pflegeberufe sind psychisch stark belastet.
Arbeitslose haben die meisten psychisch verursachten Krankentage
Die steilsten Steigerungsraten bei psychischen Krankheiten weisen Arbeitslose auf, in den letzten vier Jahren verdoppelten sich ihre psychisch verursachen Krankheitstage. Sozialarbeiter und Telefonisten leiden darüber hinaus auffällig häufig unter psychischen Erkrankungen. Aber auch in Branchen, die sich generell durch niedrige Krankenstände auszeichnen, haben die Betriebskrankenkassen psychisch bedingte Krankschreibungen festgestellt, die deutlich über dem Durchschnitt liegen, so z. B. im Kredit- und Versicherungsgewerbe und in der Medienbranche.
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