Geschwister-Scholl-Gymnasium Winterberg: kastriert!

Nichts wollte ich heute mehr schreiben. Dann bin ich noch im Dorf essen gegangen. Das kann hier bei uns recht gemütlich sein, und lecker. War es auch. Und entspannend. Bis mir jemand sagte, dass das Geschwister-Scholl-Gymnasium Winterberg gar nicht unter diesem, seinem Namen im Telefonbuch stehe.

Kastriert: Geschwister-Scholl-Gymnasium Winterberg
Kastriert: Geschwister-Scholl-Gymnasium Winterberg

Stimmt! Da steht geschrieben:

Städt. Gymnasium Ursulin-24 9216-0

Das bedeutet ausgeschrieben:

Städtisches Gymnasium Winterberg

Ursulinenstraße 24

59955 Winterberg

Telefon: 02981-9216-0

Städtisches“ hört sich ja auch seriöser an als „Geschwister-Scholl„.

Waren das nicht solche Aufwiegler? Gehören die überhaupt in ein Telefonbuch?

Ironie Ende: Ist das eigentlich bisher niemandem aufgefallen? Keinem Geschichtslehrer? Keinem Lehrer überhaupt? Keinem Winterberger im Besonderen?

Gewiss gibt es dafür eine bürokratische Erklärung, gewiss, gewiss …

Wer kümmert sich darum? Oder ist das egal?

WAZ-Protest: zurück aus Soest …

Vor einer Stunde bin ich aus Soest zurückgekehrt. Mein erster Eindruck. Es war in Ordnung. Die beiden besten Redner kamen zum Schluss. Der Bürgermeister von Soest und der Chefredakteur der Westfalenpost Soest der Betriebsratsvorsitzende der WP.

Da ich mich während der Demonstration auch um die Familie kümmern musste, war ich mental nicht 100 % im Geschehen, aber physisch voll anwesend.

Aufschreiben konnte ich nichts. Aber es waren so viele Reporter, Fotografen und Kameraleute dabei, dass kein Detail verloren gegangen sein wird 😉

Daher hoffe ich darauf, dass irgendwer ein lesbares Transkript der beiden oben genannten Redebeiträge für zum Beispiel einen Bericht im Protest-Blog hingezaubert bekommt.

Ein paar erste Fotos (meine Spiegelreflex war die Kleinste 😉 ) zum Schluss dieses Kurzberichts:

Bei der Auftaktveranstaltung
Teilnehmer bei der Auftaktveranstaltung
Eines der meist fotografiertesten Motive
Eines der meist fotografierten Motive
Durch die Gassen der Soester Innenstadt zur WP
Durch die Gassen der Soester Innenstadt zur Westfalenpost
Am Rande des Zuges
Am Rande des Zuges
Der Bürgermeister von Soest
Eine engagierte Rede: Der Bürgermeister von Soest
Fand deutliche und bewegende Worte: Der Betriebsratsvorsitzende der WP
Fand deutliche und bewegende Worte: Der BR der WP

Weitere lokale Medien in der Linkliste: Briloner Anzeiger und olsberg-mittendrin

Im Briloner Anzeiger ist ein Artikel über den Auftritt von Bodo Zapp erschienen. Siehe dazu Artikel plus Kommentare hier im Blog. Man gelangt vom Briloner Anzeiger ebenfalls zur Website „olsberg-mittendrin“. Dort hat die Autorin den selben Artikel noch einmal veröffentlicht und darüber hinaus mit mehreren Bilder von „Bodo Zapp and friends“ angereichert.

Der Briloner Anzeiger ist ein Anzeigenblatt, das bis heute außerhalb meiner Wahrnehmung lag, denn mein Wohnort gehört nicht zum Verbreitungsgebiet dieser Wochenzeitung. Da der Briloner Anzeiger weder zum WAZ-Konzern noch zum Sauerlandkurier-Imperium gehört, nehme ich ihn ab heute in meine Linkliste auf, in erster Linie, um mich selbst daran zu erinnern, mal öfter nachzuschauen, ob es einen nennenswerten Journalismus jenseits der Westfalenpost und des Sauerlandkuriers gibt.

In die Blogroll kommt der Briloner Anzeiger nicht, da er erstens kein „Blog“ ist und auch keine Blog-Funktionen bereit hält und zweitens kein laufendes Internetangebot bereit hält, sondern zum großen Teil die Print-Ausgabe spiegelt.

Verbandelt mit dem Briloner Anzeiger ist anscheinend die Website „olsberg-mittendrin“. Auch diese Site hält keine Kommentarfunktionen bereit, obwohl sie sich von der Aufmachung her dazu eignen würde. Sprich: Kommentarfunktion unter den Artikeln, darum: ab in die Linkliste und nicht zur Blogroll.

Genug gemäkelt. Ich werde ab und zu nachlesen. Versprochen.

Das Superwahljahr 2009: Fangen wir mal an …

Europawahlen, Kommunalwahlen, Bundestagswahlen – irgendwann stehe ich wieder in irgendeiner Schule und mache mein Kreuzchen.

Bei der Bundestagswahl weiß ich so ungefähr, was ich wählen soll, aber gilt das auch für den engen Horizont zwischen den Bergen?

Ich weiß es nicht. Deswegen fange ich besser frühzeitig mit dem Nachdenken an. Und das mache ich so:

  • Sammeln
  • Sortieren
  • Bewerten
  • Wählen

Heute geht das erste Sammeln los: Wer ist überhaupt da?


Die CDU: Ich sage nichts. Wir sind ja erst beim Sammeln.

fdp_logo

Die FDP: Kommt jetzt nach dem Alphabet.

Die Grünen: Kommen nach „F“.

Die Linke: Wir sind beim Sammeln.

sbl_logo

Sauerländer Bürgerliste: Im „S“ vor dem „P“.

Die SPD: Als letzte Partei im Alphabet.

Die Parteien und Gruppen habe ich nun erst einmal aufgezählt und verlinkt.

Jetzt kann jeder, der will, auf die Verweise klicken oder auch nicht. Sollte ich jemanden vergessen haben, bitte melden. Das Sortieren kommt eh später.

Zwischen Regen und Schnee: ein Hauch von Frühling

Jens vom Pottblog hat pünktlich am Sonntag mit einem Strauß bunter Olfener Krokusse den meteorologischen Frühlingsbeginn erblühen lassen. Ob meteorologisch oder kalendarisch, der Frühling beginnt bei mir erst an dem Tag, an dem ich das Auto stehen lasse und mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre.

15 Kilometer zum großen Teil das Negertal bergab zur Ruhr hin, ein „bisschen Raboti“ und dann 15 km erst leicht, dann steil bergauf zurück geradelt.

Und das war heute am 3. März. Mein persönlicher Frühlingsbeginn.

Hinten zwischen den Bergrücken liegt das Negertal
3. März: hinten zwischen den Bergrücken verläuft das Negertal

Der Bauernhof geradeaus liegt auf einem kleinen Bergrücken hoch über dem dahinterliegenden Negertal. Der Blick geht gen Norden Richtung Olsberg. Links vor dem Bauernhof ist eine Fichtenplantage zu sehen. Dort wachsen zukünftige Weihnachtsbäume. Die Bahnlinie von Winterberg nach Dortmund kann man als dünnen Strich am unteren Bildrand erahnen.

Irgendwo weit hinten im Bild ist der Zusammenfluß von Neger und Ruhr. Wenn man sich an Mündung der Ruhr in den Rhein noch ein wenig rheinabwärts wendet, landet man irgendwann zwischen Eppinghoven und Götterwickerhamm. Dort sah es am Sonntag, pünktlich zum meteorologischen Frühlingsbeginn, so aus:

Der Niederrhein bei Götterswickerhamm, unterhalb des Strandhaus Ahr
Der Niederrhein bei Götterswickerhamm, unterhalb des Strandhaus Ahr am 1. März 2009

Der 1. März am Niederrhein war warm, aber bis auf den gestrandeten Stuhl noch reichlich grau und ohne Frühlingsfarben.

Übermorgen soll es laut Wettervorhersage im Hochsauerland wieder schneien. Ist es eine dieser „politischen“ Wettervorhersagen, die das touristisch interessante Wort „Schnee“ enthalten?

Dann kommen am Wochenende viele Niederländer und Ruhrpöttler ins Hochsauerland und mildern die Finanzkrise.

Was wollte ich nun eigentlich gesagt haben?

Vielleicht: Schaut her, ich arbeite und wohne da, wo andere Urlaub machen und so eine Art Frühling haben wir auch.

Jetzt auch noch Bodo Zapp

Ich wollte eigentlich heute, morgen, übermorgen und bis Samstag nichts mehr über den WAZ-Konzern schreiben, nichts bis Samstag,  nichts bis zur Demonstration in Soest.

Gestern Abend hatte ich den Bodo Zapp schon  auf dem Kieker, aber ich wollte nix dazu schreiben.

Ein Tag ist vergangen und ich habe auch nirgendwo anders darüber gelesen, außer bei der WP:

Bodo Zapp hat in Bigge, das ist der andere Ortsteil neben Olsberg an der Ruhr, beim Unternehmerfrühstück vor 70 geladenen Gästen in der Sparkasse Hochsauerland referiert:

„Zeitungen im Umbruch: Wie Printmedien auf geänderte Marktbedingungen reagieren – auch in Südwestfalen”.

So Zapps Thema vor 70 Unternehmern. Zapps Zeitung, die WP, berichtet durch Zapp himself über die Schließungen  der Westfälischen Rundschau Meschede.

Aber Zapp spricht zu den Lesern durch die Blume, durch siebzig Unternehmer.

Kein guter Start.

Solange Bodo Zapp so hinterrücks zu mir spricht, werde ich die WP nicht abonnieren.

Möge er glücklich werden mit seiner Heimatzeitung und seinen Unternehmern.

Siedlinghausen, Bahnhof – Sif

Mensch kann nicht alles haben: hohe Berge, tiefe Täler, weite Wälder, nette Menschen … Manchmal hat man auch einen Bahnhof:

Teilweise Bahnhof Siedlinghausen
Teilweise Bahnhof Siedlinghausen

Obwohl, so könnte man sagen, ist das nicht ein ironisches Augenzwinkern der Architektur? Ein Mehdorn’sches Meisterwerk: Mein Leben. Was bleibt?

Bahnhof Siedlinghausen - Sif
Bahnhof Siedlinghausen – Sif

Es gibt trotz alledem noch ein Bahnhofsgebäude mit so ziemlich vier Wänden. Die Bahn hat vorsichtshalber auf die Vorderwand „Sif“ draufgeschrieben.

Für das zweite „f“ hat das Geld gefehlt.

Nun – schlimm ist das aber alles noch nicht. Vor Jahren bin ich mit dem Fahrrad im Bahnhof „Schwerte“ umgestiegen. Wer schon einmal dort war, der weiß, wovon ich spreche … Ich bin dort nie wieder umgestiegen.

Westfälische Rundschau Meschede: Klappe – die Letzte …

Was ist von einer Zeitung bzw. einem Zeitungsverlag zu halten, der es nicht für nötig hält, seine Leserinnen und Leser über die Einstellung eines Zeitschriftentitels zu informieren? Welche Glaubwürdigkeit haben Nachrichten und Artikel, die in Zeitschriften eines solchen Verlages gedruckt werden?

Es blieb heute einem Leser überlassen, in der Internetausgabe den allerletzten Artikel der WR-Meschede entsprechend zu kommentieren:

Screenshot vom 28. Februar 2009
Screenshot vom 28. Februar 2009

Das ist ein unwürdiger Abgang und ich frage mich, ob die Redakteure der WR-Meschede nicht die Möglichkeit gehabt hätten, ihre Leser selbst zu informieren. Falls ja, liegt der Verdacht nahe, dass die Schließung berechtigt ist.

Immerhin macht noch die Sauerländer Bürgerliste auf das „Ableben“ der WR-Meschede aufmerksam und bemerkt:

Die Leser der WR haben das nicht aus ihrer Zeitung erfahren. Auch in der heutigen Samstags-Ausgabe findet sich kein eigener Beitrag zu diesem Thema. Anscheinend hat die Lokalredaktion einen Maulkorb auferlegt bekommen. Aber ein bißchen wußte man sich zu helfen: Der Landrat hatte in der gestrigen Kreistagssitzung die Vorgehensweise der WAZ-Zeitungsgruppe deutlich kritisiert. Und das findet sich als wörtliches Zitat im heutigen Bericht über die Sitzung des Kreistags… weiter zum Artikel

Dass es auch anders geht zeigt die WR-Olpe heute hier.

Während sich im WAZ-Protestblog der Gewerkschaften die Gemüter noch über den Veranstaltungsort (Soest) der Demonstration am 7. März 2009 fernab der Konzernzentrale (Essen) erhitzen, setzt die Geschäftsführung nahezu unbehelligt seit Dezember ihre Pläne um, womit die Zahl der zu erwartenden Demonstrationsteilnehmer auf „natürliche Weise“ vemindert wird.

Wenn jetzt noch Fatalismus bei den „verbliebenen Demonstranten“ aufkommt, ist die Strategie und Taktik von Hombach, Reitz und Nienhaus, die von einigen Redakteuren auch schon im November 2008 (siehe z.B. hier im Blog) erkannt und benannt worden war, ziemlich genau aufgegangen, wobei ich nicht weiß, wer von dem Dreigestirn die taktischen Pläne austüfftelt.

Ein Tag ohne Blog-Eintrag

Heute wäre es fast so so weit gewesen:

Ein Tag ohne Blog-Eintrag und die Welt wäre nicht untergegangen.

In den lokalen Printmedien und Internetportalen finde ich partout keine politischen Nachrichten und selbst habe ich auch nichts Politisches erlebt.

Zum Beobachten, geschweige denn Recherchieren hat es heute wieder einmal nicht gereicht, und so muss ich denn aus dem Hochsauerland vermelden: Über allen Wipfeln ist Ruh‘.

Schlägt denn hier keiner eine Schneise durch das Gestrüpp von Nichtigkeiten? Hallo Presse, hallo Welt … wir schweigen zwischen den Fichtenwäldern und vermelden eine Autounfall auf der B236 zwischen Hallenberg und Züschen. Auch Frieda Braun scheint immer noch politikfreies Kabaret zu gestalten.

Trotz alledem: Wir stehen vor der Rückkehr des Politischen in den Alltag. Die achtziger Jahre sind vorbei!

Endlich!

Woher ich das weiß? Tja …