Vor drei Tagen habe ich diesen Sonnenuntergang über dem Hochsauerland im Vorübergehen aufgenommen.
Heute komme ich dazu, ihn vorzuzeigen.
Es ist spät. Die vergangenen Tage waren anstrengend. Müde. Gute Nacht!
das Sauerland und mehr
Der Urlaub ist zu Ende. Schade eigentlich. Die Zeit war zu kurz, um meine rudimentären Dänisch-Kenntnisse weiter zu entwickeln.
Außerdem: Dansk er et meget svært sprog.
Kein Wort wird gesprochen, wie es geschrieben steht. Laute werden geschliffen. Buchstaben, Silben und ganze Lautgruppen fallen einfach weg. Gefühlt 70 Prozent des Dänischen bestehen aus verlorener Sprache, die nicht gesprochen wird. Tricky.
Immerhin sprechen weltweit 5 bis 6 Millionen Menschen Dänisch als Muttersprache. Andererseits beherrschen die meisten Däninnen und Dänen ein vorzügliches Englisch.
Aber was hilft’s. Zu Hause werden demnächst die Ärmel hochgekrempelt, der Bleistift gespitzt und das Lehrbuch Vi snakkes ved! unerbittlich weiter bearbeitet.
Ein methodischer Kniff hat mich hier in Dänemark ein wenig weiter gebracht: Kinderbücher aus der Bibliothek ausleihen. Dänisch buchstabieren und lesen.
Jetzt kenne ich immerhin die Biografien von Tove Ditlevsen, H.C Andersen und Astrid Lindgren in kindgerechter Sprache.
Über die dänischen Bibliotheken werde ich in einem anderen Beitrag erzählen, denn die Sonne ist schon lange untergegangen. Seeluft macht müde.
Måske drømmer jeg på dansk i nat?
Die Sonne ist heute laut DWD-Kalender um 16.51 Uhr untergegangen. Hinter den Bergen verschwindet sie immer noch ein wenig früher. Die letzten Sonnenstrahlen erwischt man oberhalb der Täler.
Während Siedlinghausen schon im Schatten liegt, eilen wir hinauf zur SGV-Hütte „Am Röbbeken“, wo uns der alternde Pan erwartet.
Auf einer kleinen Hochfläche wächst ein fotogener Baum. Noch halten sich die herbstlich gefärbten Blätter an seinen Zweigen, die Farben wechseln mit dem Lauf der Sonne.
Schnell werden die Schatten länger, es wird kühler und die Sonne verschwindet dramatisch hinter dem Bergrücken.
Am Röbbeken endet der Kreuzweg. Trotz schöner Aussichten und faszinierender Sonnenuntergänge, ist es meist sehr ruhig. Obwohl sehr viele Bänke auf der Hochfläche zum Verweilen einladen, herrscht wohltuende Einsamkeit.
Nichts für ungut, aber von mir aus kann es so bleiben.
Gestern Abend bin ich während des Sonnenuntergangs die Strand-Promenade in Travemünde entlanggeschlendert. Meine Simmung melancholisch, die Fotos auf der dunklen Seite.
Die Mondphase bewegte sich auf Vollmond zu. Es fehlte lediglich ein halber Tag.
Als sich Schiff und Mond am Leuchtturm trafen, habe ich ein letztes Foto geknipst.
Danach ging es zurück zur Ferienlektüre: Scott Alexander Howard, Das andere Tal. Ich bin zur Hälfte der über 400 Seiten durch, mein Urteil steht noch aus.
Ob ich heute den Vollmond zu sehen bekomme? Meine DWD-Wetter-App sagt: Wolken, keine Sonne, 3 mm Niederschlag. Meine Erfahrung: am Meer kann es immer anders kommen.
Heute haben wir endgültig den Sommer verloren. Noch gestern Abend überraschte uns ein wunderschöner Sonnenuntergang mit interessanten Wolkenformationen am Kattegat, heute sitzen wir bibbernd im Hochsauerland und freuen uns, dass im Briefkasten der letzten zwei Wochen keine unangenehme Post zu finden ist.
Rechnungen und Bescheide halten sich in Grenzen, die Zeitungen stapeln sich, aber dieses Pensum ist zu bewältigen.
Die Zimmerblumen haben überlebt, und was das Kraut im Garten macht, werde ich erst bei Tageslicht begutachten können. Ins Blaue geraten: Löwenzahn, Gräser und die ganzen Pflasterritzengemeinschaften werden den Regen im Hochsauerland ausgenutzt haben.
Noch ein wehmütiger Meerblick zurück an den Strand von Seeland/DK. Spätestens Montag geht der Alltag wieder los. Die erste 60-Grad-Wäsche dreht sich heute Abend in der Maschine.
Gute Nacht und angenehme Träume!
Das Schöne am Strand ist, dass man nichts als das Rauschen des Meeres hört.
Keine Motorräder, Autos, Ketten-, Kreissägen, Rasenmäher. Am Abend schweigen selbst die Möwen.
Die beiden Bilder sind nahezu zeitgleich kurz vor dem Sonnenuntergang entstanden. Klick und einmal um die Achse gedreht klack.
Wo sind die Menschen auf den Bildern? Sie waren nicht da, nur die Wellen, zwei leere Stühle und was man sonst vom Strand erwarten darf.
Gute Nacht!

Nach dem kleinen Hamburg-Ausflug habe ich mich heute wieder im Sauerland akklimatisiert. Dazu gehörte es, eine Menge Löwenzahn und Moos aus den Pflasterritzen zu kratzen; aber nicht zuviel, damit morgen noch etwas zu tun ist.
Unser Auto habe ich aus der Inspektion geholt, und weil ich nicht zwei Autos gleichzeitig fahren kann, bin ich auf dem Hinweg die sieben Kilometer über den Berg ins Nachbartal zu Fuß gegangen.
Am Wegrand blühten die üblichen Verdächtigen. Vier Blüten bzw. Blütenstände habe ich mit dem Smartphone aufgenommen.
Wer mag, darf raten, um welche Arten es sich handelt.
Was sonst noch geschah, bleibt unter uns; bis auf den Sonnenuntergang. Der war mal wieder ganz ansehnlich.
Und damit bin ich wieder im Hochsauerland angekommen. Ihr findet mich morgen beim Pflasterritzenkratzen.

Hamburg hatte sich in den letzten Tagen von der fiesen Seite gezeigt: Regen, Hagel und Sturm.
Gestern Nachmittag klarte der Himmel auf. Spaziergang am Stadtparksee in Winterhude. Sonnenuntergang.
Mehr später …

Alles schon unzählige Male gesehen; jeden Baum im Gegenlicht, die untergehende Sonne. Es ist nichts los auf dem Kahlen Asten, auch heute Abend nicht, als die Sonne spektakulärer als üblich unterging.
Die Luft ist klar. Über uns brummt ein Luftbildfotograf, wahrscheinlich Hans Blossey, und nutzt die Gunst der Stunde.
Die entspannte Langeweile bringt uns am Ende der Woche runter. Die Gastronomie im Turm ist geschlossen.
Wir werden uns vom Glanz und Elend der Arbeit ohne ein gepflegtes Bier bis Montag verabschieden, heute zum ersten Mal gegen den Uhrzeigersinn um die flache Kuppe.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.