Ist es nicht schön, am Vorabend des Herbstanfangs von den lichten Höhen der Dinslakener Skyscraper auf das Kraftwerk Walsum zu schauen und sich zu sagen: „…“

das Sauerland und mehr
Durch ein Leck im Sektor 34 des Teilchenbeschleunigers ist gestern eine große Menge Helium in den Tunnel eingedrungen. Zur Reparatur muss der Sektor erst einmal aufgewärmt werden. Mindestens zwei Monate wird der Versuchsbetrieb ruhen.
Wie liest sich das?
„Die herrschende neoliberale Ideologie, wie sie in Deutschland in der so genannten Reformpolitik konkreten Ausdruck gefunden hat, ist nicht nur ungerecht, sie ist ineffizient und zerstörerisch. Wir haben es bei den herrschenden Kreisen mit Versagern zu tun.“
Albrecht Müller kündigt auf seinen NachDenkSeiten eine Serie zur „Strategie im Umgang mit den neoliberalen Versagern“ mit folgenden inhaltlichen Schwerpunkten an.
Am 19. September vor 67 Jahren trat die Polizeiverordnung vom 1. September 1941 in Kraft. Alle Juden im Deutschen Reich wurden gezwungen, den Davidstern zu tragen. Ein Wechsel des Wohnsitzes musste genehmigt werden. Es lohnt sich unbedingt die Tagebücher von Victor Klemperer zu lesen.
Mainzer Soziologen weisen in einer Studie den Einfluß sozialer Herkunft auf den Bildungsweg unserer Kinder nach. Arme Kinder werden selbst bei gleicher Leistung benachteiligt.
Das kann doch nicht sein 😉 Mein Gegenbeweis: Die meisten Lehrerinnen und Lehrer, die ich kenne, richten sich streng nach objektiven Leistungskriterien. Woher ich das weiß? Das sagen die Lehrerinnen und Lehrer selbst, und das, was Lehrerinnen und Lehrer sagen, stimmt!
Auch der heutige Tag sollte nicht unkommentiert bleiben. Aber er wird es wohl, oder auch nicht.
So sei denn gesagt, dass es im Hochsauerland recht kalt geworden ist. Allerdings kann ich noch trefflich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, denn es ist trocken. Die Straße zwischen Siedlinghausen und Steinhelle/Olsberg ist komplett erneuert worden – ohne Radweg.

Auf der glatten Asphaltdecke brettern nun manche Zeitgenossen mit Geschwindigkeiten an mir vorbei, die eher an 150 als an 100 km/h liegen.
Ich hätte euch und Ihnen gerne einen informativen Link auf Siedlinghausen gegönnt, aber leider gibt es nur sowas. Die Termine sind auf jeden Fall sehr übersichtlich. Ich bleibe trotzdem hier wohnen oder auch nicht. 😉
Wenn ich schon plaudere – kennt jemand noch Alexander Mitscherlich? Hier das Zitat aus dem FREITAG: „In ‚Die Unfähigkeit zu trauern‘ deuten Mitscherlich und seine Frau Margarete Mitscherlich-Nielsen die Bereitschaft der meisten Deutschen, den NS-Staat zu unterstützen, psychologisch als „Verliebtheit in den Führer“. Nach 1945 wird das Scheitern des geliebten Führers nicht betrauert, sondern durch „Ungeschehenmachen im Wirtschaftswunder“ abgewehrt. So können die Deutschen in den fünfziger Jahren den Nationalsozialismus wie eine „Infektionskrankheit in Kinderjahren“ betrachten.“
Es fällt mir trotz unserer eigenen Geschichte immer noch schwer, die Grausamkeit der Spezies Mensch zu begreifen:
„Am 11. September 1973, während des Militärputsches gegen die Regierung Allende, wurde Victor Jara festgenommen und fünf Tage lang, wie auch viele seiner Leidensgenossen, im Stadion von Santiago gefoltert. Seine Peiniger zerquetschten ihm die Hände, damit er nicht mehr Gitarre spielen konnte. Ungebrochen, so wie er es in seinem Lied Manifest beschworen hatte, hob Victor Jara dennoch seine Stimme, um das Lied der Unidad Popular (Venceremos – „Wir werden siegen“) zu singen. Daraufhin wurde er zusammengeschlagen und getötet.“ Der ganze Artikel hier. Für die ganz Sentimentalen geht es hier entlang.
Die meisten sogenannten Ganztagsschulen sind nichts anderes als Halbtagsschulen mit anschließender Hortbetreuung. Um echte Ganztagsschulen zu schaffen fehlt es fast überall an Räumen und Personal. Allein die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer müsste um 30 Prozent erhöht werden. Solange dies nicht geschieht, werkeln Eltern, Sportvereine, 400 Euro Kräfte u. a am Nachmittag an unseren Schulen herum. „Ganzer Tag, halbe Kraft„, titelte gestern die Süddeutsche Zeitung.
Nicht schlecht dieses Wissenslog von Mierke Schwabe im Umfeld des Spektrum Verlags. Wer noch glaubt, dass die Versuche im CERN schwarze Löcher hervorbringen werden, die unsere Welt verschlingen, kann sollte mal locker anfangen zu lesen.
Albrecht Müller hat auf seinen Nachdenkseiten nachgelegt. Dort sind weitere gute Informationen und Links zur Letzten Sendung von „Hart aber fair“ und zum Lafontaine-Bashing zu finden. Interessant ist das Gästebuch der Sendung. Zeigt sich doch analog der Aufregung um das gekürzte Putin Interview von Thomas Roth, dass die Medienmacher die Geister, die sie rufen, nicht mehr unbedingt loswerden.