Umleitung: Krieg, Buch, Depression, Mastodon, Fußball & Literatur, Bahn, Verbraucherzentrale und erneut ein Unfall im Bikepark Winterberg.

Heute Morgen um 7:45 Uhr in Niedersorpe. Wer als Radfahrer im Hochsauerland den Motorrädern ein Schnippchen schlagen will, sollte losfahren, bevor die Biker gefrühstückt haben. Danach kann es nicht nur im Sorpetal ungemütlich werden. (foto: zoom)

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Buchpräsentation: Das große Beginnergefühl – Wien, Berlin, Stroheim, Kassel … misik

Depressionen sind keine Einbildung: Für Außenstehende sind Depressionen oft schwer nachzuvollziehen. Für die Betroffenen ist es schwierig zu erklären was mit ihnen los ist. Was wirklich im Gehirn passiert und wieso eine Depression mehr ist als nur ein bisschen Traurigkeit … scilogs

Mastodon – Fazit nach 2 Monaten: Im April haben ich mich bei Mastodon angemeldet und dieses Schritt bis heute nicht bereut. Ganz im Gegenteil, ich habe dort mein Social-Media-Zuhause gefunden. Tolle Menschen, Interaktion ohne Ende, gute Diskussionen und eine interessante Timeline, die nicht von einem Algorithmus gesteuert wird … jansenspott

Ein gelungener Pass ist wie ein gelungener Satz: Was Fußball und Literatur verbindet … revierpassagen

Von elektrischen Zügen und elektrischen Autos: Kaum gibt es ein billiges Ticket für die Züge, da kaufen sich Millionen Menschen(!) eines. Der sonst typische Pfingststau wird zu einem Bahnstau und alle gucken irritiert … unkreativ

Verbraucherzentrale startet Online-Angebot für Fragen rund um Energie: Steigende Energiepreise und der Wunsch vieler Verbraucher nach klimafreundlichen Lösungen führen aktuell der Verbraucherzentrale NRW zu einer großen Nachfrage nach Energieberatung. Um möglichst viele Ratsuchende kompetent und kurzfristig zu informieren, startet nun ein neues Online-Beratungsformat … doppelwacholder

Gefährliches Hobby: Erneut Unfall im Bikepark Winterberg … polizeihsk

19 Gedanken zu „Umleitung: Krieg, Buch, Depression, Mastodon, Fußball & Literatur, Bahn, Verbraucherzentrale und erneut ein Unfall im Bikepark Winterberg.“

  1. Es gibt kein Mindestalter für die Nutzung des Bikepark. Erstaunlich. Letzte Woche sind zwei Mountainbiker schwer gestürzt, einer war gerade einmal 11 Jahre alt und verletzte sich schwer. Ende Mai kam ein 49-jähriger Fahrer ums Leben. Was ist das für ein Sport mit so vielen Schwerverletzten und sogar einem Toten innerhalb von drei Wochen? Müssten nicht zumindest die Minderjährigen vor schweren Verletzungen geschützt werden?

    1. Genau das wundert mich auch immer. Und es wird ja auch nicht ausreichend darüber berichtet. Eigentlich wird das Thema vermieden. Was ist das für ein Sport, war die Frage. Ist es überhaupt Sport? Auf jeden Fall wollen die, die ihn betreiben den Kick. Ok. Ob man ausgerechnet diesen Kick 11-16jährigen zugestehen sollte, ist wieder eine andere Frage. Da tun mir, ehrlich gesagt, die Eltern leid. Aber da in dieser „Freiheitsgesellschaft“ fast nichts verboten werden sollte, sind auch die Regeln ziemlich aufgeweicht.

  2. Mit der Suche nach dem Kick lässt sich Profit generieren. Das ist die Freiheit.

    Jeder Kinderspielplatz würde geschlossen, wenn die Sicherheitsstandards für die Schaukeln nicht eingehalten würden.

    Radeln im Bikepark ist eine Hochrisikosportart. Da gerade 11-16-jährige kein ausgeprägtes Risikobewusstsein haben, ist es die ideale Sportart für diese Altersgruppe.

    1. Stimmt. Aber dafür gibt es keine Lobby. Das ist ja auch so etwas – mit dem Lobbyismus. Zum Beispiel Gas. Doofes Thema im Sommer, ich weiss. Aber Wirtschaftsminister Habeck, in Schlips und Kragen und mit sehr ernster Miene hat heute irgendeine Gasstufe 2 ausgerufen. Weil Putin drosselt. Natürlich drosselt er, und er wird noch mehr drosseln oder abschalten je näher der Winter kommt. Und was haben wir im Westen eigentlich erwartet? Dass Honig und Milch fließen auf immerdar? Wie irgendwann mal in der Bibel beschrieben? Wir sind, ich nehme mich da nicht aus, so verdummt worden.
      Und jetzt wieder Kohle und Atom- wie müssen sich die fühlen, die ein Leben lang dagegen gekämpft habe?
      Baerbock und Habeck voran – obwohl, kein Leben lang. Dafür sind sie zu jung.

      1. Ich korrigiere: auch nicht „gekämpft“ eher geredet. Immer gelabert sozusagen. Und jetzt ändern sie halt ihre Strategie. Sind ja auch Minister jetzt.

        1. Habe gerade eine CD von Wecker, Wader aus dem Jahr 2000 in den Verstärker geschoben. Soviel Revolutionsromantik muss sein.

          Derweil kämpft der Sauerländer weiterhin verbissen gegen Windräder. Studie: 80 Prozent der TouristInnen haben nix gegen Windenergie im Hochsauerland. Bürgermeister sinngemäß: Wir wollen aber auch das Geld der anderen 20 Prozent.

          Meine Projektidee: Ein Windpark auf dem Kahlen Asten mit Besucher-Windrad. Aufzug bis in die Spitze. Rundumblick. 20 Euro.

          Der Astenturm wird zu einem Mitmach-Projektmuseum „Energiewende“ umgestaltet. Alles voll öko.

    2. Kleine Ergänzung: Ich habe gerade ‚Transit‘, auch unter ‚Rückkehr von den Sternen‘ bekannt, von Stanislaw Lem gelesen. Darin wird eine Gesellschaft geschildert, in der jegliches Risiko ausgeschaltet ist.

      Das ist interessant, auch und gerade in diesem Zusammenhang.

      In Deutschland gibt es mehr als 23 Bikeparks, manche mit einem Höhenunterschied von einem halben Kilometer. Winterberg ist da mit 100 bis 200 Metern mittlere Oberklasse.

      Der Markt ist für diese Risikosportart jedenfalls vorhanden. Eine weitere Risikosportart ist übrigens das Skifahren.

      1. Und es wird sich erledigt haben. Man schaue sich die Temperaturen an, den Wassermangel etc. Da glauben die Grosskopferten sie könnten noch bei Plus-Temperaturen Schnee machen? Können sie, ich weiß. Übrigens der erste der damit angefangen hat war der jetzt so verhasste Putin. Winterspiele unter Palmen war damals das Motto (Sotschi). Da haben sie ihm noch alle, und ich betone alle, gehuldigt. Die Zeiten sind vorbei. Sowas von vorbei…

        1. Ja, der Skitourismus ist völlig aus der Zeit gefallen. Sagt nur niemand, solange es noch Gewinne zu machen gibt, denn diejenigen, die unsere Wasserversorgung sicherstellen werden, sind andere als die, die Profite mit dieser Art des Tourismus erwirtschaften.

          Die Argumentation war, wenn ich mich erinnere, folgendermaßen:

          1. Es gibt keinen Klimawandel.

          2. Der Klimawandel ist nicht sicher belegt.

          3. Es gibt Wissenschaftler, die sagen, es gibt keinen Klimawandel.

          4. Winterberg ist vom Klimawandel nicht betroffen, die Alpen sind es.

          5. Der Klimawandel ist gut für Winterberg, weil dann im Winter mehr Niederschläge in Form von Schnee fallen.

          6. Wir können die Saison mit Kunstschnee verlängern

          7. Die Kunstschneeproduktion ist ökologisch, weil wir ja der Wiese das Wasser aus den Speicherteichen zurückgeben.

          8. Die Skihänge sind ökologisch wertvolle Habitate, weil wir dort eine seltene Pflanzenart gefunden haben.

          9. Die Wasserversorgung in Winterberg ist sicher.

          10. Wir wussten schon immer, wie schlimm der Klimawandel wird und haben frühzeitig auf alternativen Tourismus gesetzt (in zehn Jahren, wenn alles zu spät ist).

          11. Unsere Töchter waren schon immer bei Fridays for Future, wir haben heimlich den Grünen gespendet und unsere Gewinne aus dem Skitourismus haben wir sicher in Betongeld und Investmentfonds angelegt.

          12. „Sensen! Sensen! Wer will Sensen kaufen? Beste Winterberger Qualität!“

          Danke für die Erinnerung an Sotschi. Guter Punkt!

  3. Und ich meine genau drei Maschinen, die diese Eiskristalle (es ist ja kein Schnee) produzieren können, stehen in Winterberg… Und im globalen Süden, wie sie es jetzt nennen, betteln die Menschen um Wasser… Was für eine Welt.

  4. Cool Ihre Argumentation Herr Zoom. Das erinnert mich an längst vergangene Zeiten. Verleugnung ist so ein Thema. Zum Beispiel: Aids in den 80ger und 90ger Jahren. Nein, das kommt nicht über die Mauer. Geht gar nicht. Da stehen ja unsere Genossen mit Kalaschnikow. Und wenn sie nicht gestorben sind – stehen sie heute noch. Nur weiter weg: in der Ukraine oder Russland.

  5. Oder reden wir über Kriegsverbrechen. Derer gibt es genug. Kosovo, Afghanistan, Ruanda etc. Da haben die angeblich Mächtigen dieser Welt versagt. Sie wollen es heute nicht mehr hören und gehen nach Katar, um um Gas zu betteln. Dabei war es doch genau dieser Prinz der den Journalisten Kashogi praktisch zerteilen und verschwinden ließ. Vergessen? Vergeben? Niemals. Er wollte heiraten und bat um eine Urkunde.
    Ich glaube, ich bitte niemals mehr irgendwo auf der Welt um ein Sch…. Dokument.

    1. Dreistufen-Skandal-Therapie der Politik:

      Empörung aufbauen – Empörung halten – Empörung abfließen lassen …

      gefolgt von der weiten Ebene der Realpolitik …

      …. bis zum nächsten Skandal, Mord, Verbrechen …

      Empörung aufbauen – Empörung halten – Empörung abfließen lassen …

      gefolgt von …

      ad infinitum oder Finis

  6. Ja, verstehe ich . Wir sind doch aber anders sozialisiert. Angehalten Gutes zu tun und zu denken. Das kann einem aber auch verdammt schwer fallen. Nehmen wir Murat Kurnatz. Auf Guantanamo x-Jahre inhaftiert. Nur weil er so aussah wie, wie wer? Ein Terrorist, ein Taliban? Gibt es jetzt den sensationellen Film über seine Mutter und den Rechtsanwalt, die ihn rausgeboxt haben. Soviel Versagen auf höchster Ebene. Und da war ja noch Frau Dr. Angela Merkel, die ihren Vasallen einen bemerkenswerten Satz entgegengeschleudert hat: „Holt den Jungen da raus.“ Ist verbrieft. Aber was ist mit den anderen Jungen?

  7. Noch etwas aus dem Nähkästchen: Unser Eierlieferant vom Bauernhof hat auch die Preise erhöht. Nicht schlimm. Noch bezahlbar. Aber ein anderer Kunde von ihm fragte: „Wie kommt das? Hat Dir Putin etwa in den Hühnerstall geschossen?“ Könnte als Witz durchgehen, wenn es nicht so traurig wäre.
    Und wenn für jegliches Versagen hier, jetzt der Ukraine-Krieg herhalten muss. Glaubt eh‘ keiner mehr.

  8. Kleiner Nachtrag: Ich schrieb von dem sensationellen Film. Der ist wirklich gut und hat Preise abgeräumt. Da muss man ihn auch nennen. „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“. Das ist nicht nur weil das jetzt nochmal hochkam. Diesen Fall verfolge ich schon seit fast Anbeginn. Und ich finde ihn sehr tragisch. Keiner von uns würde das aushalten. „Er wurde gefoltert wie im Mittelalter“ und zu Unrecht. Wegen Eurem Wahn. Ich empfehle das Lied von Reinhard May: „Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht“.

  9. Und was meint Reinhard May mit „Eurem Wahn…“? Zur Erklärung, wir haben es noch richtig gelernt, Gedichte, Balladen, Liedtexte oder Theaterstücke zu interpretieren, sezieren, auseinanderzunehmen, What ever? Was wollte der Künstler uns damit sagen? Eines der meistgesprochenen Sätze in meiner Schulzeit, von den Lehrern. Ich glaub, das machen die heute gar nicht mehr, weil es so wenig Sinn hat. Für mich hat es Sinn gemacht. Und irgendetwas habe ich immer gefunden. Und bei dem Lied von May finde ich: Ich halte sie alle für extrem geistesgestört – Trump, Erdogan, Orban, Kronprinz Bin Salam, Putin, Johnson … etc. Sie wissen es oder wissen es nicht, was sie der Menschheit damit antun. Und die hochgelobten Demokratien im Westen lassen sich in diesen Sog ziehen. Warum? Wegen Profit, wegen Geld – dass man eh‘ nicht essen kann, wenn hier alles verdorrt oder in die Luft fliegt.

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