Sascha Lobo in guter Form

Sascha Lobo hat es bei Teilen der Internet Community schwer. Seine Aktionen und Aussagen werden oft mit Missgunst betrachtet und mit Spott überzogen.

Im Endoplasmatischen Reticulum habe ich heute den Link auf eine fast halbstündige Talk-Show gefunden, in der besagter Sascha Lobo eine gute Figur macht. Klug und gewitzt argumentiert er zum Thema „Gewalt, Sicherheit und Wahlkampf im Netz“.

Links-Rechts

Gewalt, Sicherheit und Wahlkampf im Netz

Links-Rechts - Gewalt, Sicherheit und Wahlkampf im Netz
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Kosovo-Albaner von Abschiebung bedroht?

Die Kreistagsfraktion Sauerländer Bürgerliste befürchtet, dass seit vielen Jahren im HSK lebende Roma akut von Abschiebung in den Kosovo bedroht sein könnten.

Das Fraktionsmitglied Matthias Schulte-Huermann richtete heute eine Anfrage an den Landrat in der es heißt(Hervorhebungen von mir):

In der Ausgabe der taz vom 16.09.2009 ist eine Titelgeschichte über die geplante Abschiebung von Kosovo-Roma erschienen. Darin wird der UNO Hochkommissar für Flüchtlinge zitiert, dass alle Minderheiten aus dem Kosovo „ernsthaften Gefahren ausgesetzt sind, die ihr Leben und ihre grundlegenden Freiheiten bedrohen“.

Es war eine alarmierende Rede, die Navanethem Pillay gestern vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf hielt. In der Bilanz des ersten Jahres ihrer Amtszeit warnte die aus Südafrika stammende UN-Hochkommissarin für Menschenrechte vor dem Erstarken des Antiziganismus in Europa. Roma seien in Ungarn „tödlichen Angriffen“, in der Slowakei „schweren Misshandlungen durch die Polizei“ und in Italien „erniedrigender Behandlung“ ausgesetzt. In Bulgarien werde die ethnische Minderheit aus dem Gesundheitssystem und in der Tschechischen Republik aus dem Bildungssystem ausgeschlossen. „Gewaltsame Vertreibungen, direkte oder indirekte Diskriminierung“ von Roma gebe es in 17 europäischen Ländern, darunter Finnland, Frankreich, Schweden und Großbritannien. „Wir müssen viel mehr tun, um all dies zu beenden“, schloss Pillay.

Amnesty International meldete am 30. Juni 2009,  Ende Mai hätte Hessen den ersten Roma in den Kosovo abgeschoben. „Die deutschen Innenminister bereiten weitere Abschiebungen von Roma vor, obwohl Roma 10 Jahre nach dem Krieg immer noch diskriminiert und mehr denn je aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Vor und während des Krieges haben mehr als 235.000 Roma und Angehörige von anderen Minderheiten durch Flucht und Vertreibung ihren Wohnsitz verloren. Etwa 23.000 Roma leben heute in Deutschland und haben hier einen Ort gefunden, der ihnen einen gewissen Schutz bietet – vorübergehend“, so Amnesty International.
Aus diesen Gründen fragt die Sauerländer Bürgerliste:

  1. Wie viele Kosovo-Roma leben im HSK?
  2. Welchen Status haben sie?
  3. Beabsichtigt der Hochsauerlandkreis in nächster Zeit Kosovo-Roma abzuschieben?

Heute vor 36 Jahren: Victor Jara ermordet

Am 11. September 1973, während des Militärputsches gegen die Regierung Allende, wurde Victor Jara festgenommen und fünf Tage lang, wie auch viele seiner Leidensgenossen, im Stadion von Santiago gefoltert. Seine Peiniger zerquetschten ihm die Hände, damit er nicht mehr Gitarre spielen konnte. Ungebrochen, so wie er es in seinem Lied Manifest beschworen hatte, hob Victor Jara dennoch seine Stimme, um das Lied der Unidad Popular (Venceremos – „Wir werden siegen“) zu singen. Daraufhin wurde er zusammengeschlagen und getötet … alles lesen bei hpd

Flashback: Gerne im Auto sitze ich, wenn …

… es Mittwoch ist und im Deutschlandradio Kultur von 20.05 bis 21.30 „in concert“ gesendet wird. Heute waren es beispielsweise Uriah Heep, die ich eigentlich schon in das Archiv für verstaubte Gruppen der 70er Jahre gestopft hatte.

Hey, aber live klangen einige Songs heute aus dem Auto-Radio gar nicht schlecht und den verdammt fixen Bass hatte ich „damals“ gar nicht wahrgenommen..

Für den 21. Oktober merke ich mir The Nice live at Fillmore East 1969 vor.

Umleitung: Wolfgang Abendroth, Wahlen, Mobiltelefone im Unterricht, Jazz und Feiern in Olsberg.

Gedenktag: Wolfgang Abendroth … hpd

Wahl I: Vom Spiel der politischen Spielräume … wdr5

Wahl II: unnützer Abend mit Anne Will … endoplast

Unterricht: mit Mobiltelefonen? … ruhrbarone

Bigband: Sundern – Jazz Fazz in der Alten Molkerei … ruhrtalcruising

Heimatzeitung: Vier Gründe zum Feiern … wpOlsberg

Die Yes Men regeln die Welt

The Yes Men fix the world - Wer sonst?
The Yes Men fix the world – Wer sonst?

Das war besser als Michael Moore. Heute Abend von 21 Uhr lief „Die Yes Men regeln die Welt“ auf Arte. Die Yes Men – das sind die mit der gefakten New York Times.

Mir gefällt diese Art der subversiven politischen Aktion, die nicht nur auf Enthüllung setzt, sondern die Menschen auch bewegen will, etwas zu tun.

Mockumentary oder bitterer Ernst? DIE YES MEN REGELN DIE WELT stellt sich als burlesker, satirischer Dokumentarfilm dar, in dem Filmemacher Andy Bichlbaum, Mike Bonnano und ihr Team mit absurden Mitteln einige erschreckende Wahrheiten aufdecken. Ihr Dokumentarfilm gehörte zur offiziellen Auswahl beim Sundance Film Festival 2009 und erhielt den Publikumspreis der Sektion «Panorama» auf der Berlinale 2009 und den Publikumspreis beim Warschauer Festival Planet Doc Review 2009 …

So verkündet Andy Bichlbaum im Namen von Dow Chemical vor laufender Kamera bei der BBC, dass die Opfer der Katastrophe von Bhopal endlich die Entschädigungszahlungen von Dow Chemical erhalten, auf die sie bereits seit über 20 Jahren warten. Sofort fielen Aktienkurse des Unternehmens drastisch und die Aufmerksamkeit wurde nach Jahren des Vergessens wieder auf die Missstände in Bhopal gelenkt.
Ein anderes Mal verteilen die Yes Men im Namen von ExxonMobile auf einer Konferenz Kerzen aus Menschenfleisch – als Pilotprogramm zur Nutzung alternativer Kraftstoffe. „Wenn wir der freien Marktwirtschaftssekte weiterhin die Kontrolle über die Welt überlassen, wird es bald keine Welt mehr geben, die man retten könnte,“ so die Yes Men.

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In meinem Briefkasten: Experten-Meinung im Kreishaus nicht gefragt …

… jedenfalls nicht in Punkto „Schulentwicklungsplanung“.

heißt es in einer Pressemitteilung der Sauerländer Bürgerliste, die ich im Folgenden widergebe:

Die Kreistagsfraktion Sauerländer Bürgerliste beantragte am 1.
September beim Landrat, den Schulexperten Dr. Rösner und weitere
Fachleute in Sachen Schule zur nächsten Sitzung des Schulausschusses
einzuladen. Mit Hilfe der Experten sollte nach Auffassung der SBL
erörtert werden, ob das dreigliedrige Schulsystem ausgedient hat und
welche Lösungsansätze es für die Schullandschaft im Hochsauerlandkreis
gibt.

Leider lautet der Beschlussvorschlag der Verwaltung: „Der
Schulausschuss lehnt den Antrag der Kreistagsfraktion Sauerländer
Bürgerliste ab.“ Unter anderem  wird als Begründung angegeben, dass der
Wunsch nach einer „ortsübergreifenden Schulentwicklungsplanung“ bis
heute von kommunaler Seite nicht an den Hochsauerlandkreis herangetragen
worden sei. Im Hinblick auf die Bedarfsplanung für eine oder mehrere
Gesamtschulen verweist die Verwaltung auf die Bürgermeister, die
einmütig ihre „Planungshoheit“ bekräftigt hätten. Dabei ist der
Kreis nach dem Schulgesetz (§§ 78, 80) verpflichtet, sich an der
Schulentwicklungsplanung zu beteiligen, wenn in einzelnen Gemeinden
bestehende weiterführende Schulen nicht fortgeführt werden können. Dies
ist wegen der bis 2025 um etwa 30% zurückgehenden Schülerzahl absehbar.
Der Kreis sollte sich daher frühzeitig mit diesem Thema befassen – wie
es in anderen Kreisen selbstverständlich ist.

Merkwürdig, dass das Thema „Gesamtschule“ im Sauerland ein so heikles
ist. Über kurz oder lang werden auch die Städte und Gemeinden im HSK von
der Wirklichkeit eingeholt, so wie es beispielsweise Anfang dieses
Jahres in Hemer geschah. Dort setzten die Eltern gegen die Mehrheit des
Stadtrates und Bedenken der Bezirksregierung die Errichtung einer
Gesamtschule durch. Am 06.02.2009 lagen in Hemer 186 Anmeldungen für die
Gesamtschule vor, davon 42 Schüler mit einer Empfehlung für das
Gymnasium.

Und soeben trifft eine Pressemitteilung ein, wonach die Stadt Lippstadt
im Schuljahr 2010/11 eine Gesamtschule einrichten will.
„Koordinierungsgruppe plant Profil der städtischen Gesamtschule“ lautet
die Überschrift.

Von den Wünschen der Eltern, von bedarfsgerechter Schulplanung in
Anbetracht sinkender Schülerzahlen und von vielem mehr hätte der
Schulexperte Dr. Rösner den Mitgliedern es HSK-Schulausschusses
berichten können.

Lafontaine, Trittin und Westerwelle: Kurzauswertung

Ich habe mir den „Dreikampf“ gerade im Radio auf WDR5 angehört. Es hat sich gelohnt. Lafontaine, Trittin und Westerwelle haben eine politische Auseinandersetzung um Steuern, Arbeitsplätze, Energiewirtschaft … geführt. Die Positionen waren transparent. Die Argumente klar und verständlich. Die Moderation war gut.

Während der ganzen Zeit lief es mir wie ein Mantra durch den Kopf: Wer nach gestern(Steinmeier und Merkel) und heute noch SPD oder CDU wählt, hat nicht zugesehen oder zugehört.

Heute drei lebendige Politiker, gestern zwei Polit-Zombies.

Ginge es nach der Performance in den Medien, ich würde heute sagen, nein rufen oder besser schreien:

Wählt die Kleinen! Nicht CDU oder SPD!

Durch Lafontaine, Trittin und Westerwelle ist mir im Kontrast die ganze Erbärmlichkeit des gestrigen Duell-Theaters deutlich geworden.

Noch einmal zum Mitschreiben:

Rot, Grün, Piraten und wenn es denn sein muss auch FDP!

Auf keinen Fall CDU oder SPD – die brauchen Feuer unterm Arsch – diese bräsigen, selbstgefälligen Machtbesitzer.

Sorry für den Ausbruch, aber mensch muss sich auch mal ausdrücken – im Blog.

Gute Nacht 😉

Der Horizont ist die Zusammenprallung von Himmel und Erde: Bushido trifft Karel Gott

Auf der Flucht vor den Aufregungen der Wahlkampfpolitik bin ich durch die Blogosphäre gedriftet und habe mich irgendwann beim Endoplasmatischen Reticulum über Van der Graaf Generator verhaspelt. Eine sympathisch schräge Seite auf der ich auch den Link zum Duett von Bushido und Karel Gott gefunden habe.

Ach wenn meine Mutter doch Internet hätte 😉