Radfahrende, nehmt euch vor Waschbären in Acht!

Die Geschichte ist mir am Dienstag beim Zwischenstopp in Ostwig erzählt worden. Eine Radfahrer*in sei auf dem Ruhrtalradweg in der Nähe des Austobahnzubringers auf dem Radweg Richtung Bigge mit einem Waschbären zusammengestoßen. Ein übler Unfall mit mehreren Knochenbrüchen.
Dass die Waschbärenpoplation im Hochsauerland zunimmt, hatte ich schon erfahren, aber ein Zusammenstoß mit dem Rad war mir neu.
Wir sind, liebe Mitradelnde, nun also mit einer weiteren Gefahr neben Schlaglöchern, Motorrädern, PKW, LKW, u.a. konfrontiert: kreuzende Waschbären.
Augen auf! Besonders in der Dämmerung.
Ansonsten gab es auf der Runde über Altenfeld, Valmetal, Ramsbeck, Bestwig, Ostwig, Bigge, Olsberg, Assinghausen, Wiemeringhausen, Brunskappel nichts Außergewöhnliches zu vermelden.
Es soll einige Mitbürger*innen geben, die die Kapelle in Obervalme noch nicht gesehen haben.
Auch wenn ihr gerade im Abwärtsrausch Richtung Ramsbeck durch das wunderschöne und meist ruhige Valmetal rollt – bremsen und anhalten lohnt sich.
Die Tür der Kapelle war bislang immer geöffnet. Als neugieriger Atheist und Agnostiker schaue ich stets hinein.
Wikipedia: Nach den Bauplänen des Architekten Tegethoff wurde in den Jahren 1899/1900 in Obervalme eine Kapelle erbaut. Der Rohbau kostete 2202,46 Mark, die Inneneinrichtung 1202,75 Mark. Der Altaraufbau in Valme stammt aus der Zeit um 1900, als man die Gotik wieder aufleben lassen wollte. Die 1899 gegossene Marienglocke mit der Inschrift „Hl. Maria, Mutter Gottes, Hilfe der Christen bitte für uns“ war 62 kg schwer. Wie alle Glocken des Kirchspiels Bödefeld wurde sie 1942 zwangsabgeholt und eingeschmolzen. 1947 erhielt die Kapelle eine neue, 65 kg schwere Glocke. Die Inschrift lautet: „Bitt Gott für uns, Maria“. Die Kapelle wurde der Heiligen Maria, Hilfe der Christen geweiht. Zuletzt 1999 wurde die Kapelle umfassend renoviert. Auch Kreuz und Wetterhahn wurden erneuert. Heute gehört Valme zum Pastoralverbund Meschede Bestwig. Die Kapelle wurde unter Denkmalschutz gestellt.
Weiter ging es nach Ramsbeck, Bestwig, Ostwig, Bigge, Olsberg (s.o.).
Von Olsberg nach Siedlinghausen bin ich nicht den direkten Weg über die L 742 durch das sogenannte Negertal geradelt, sondern bis Wiemeringhausen dem Ruhrtalradweg gefolgt.
Auf diese Weise habe ich den Verkehr auf der viel befahrenen Landstraße vermieden und interessante Ausblicke genossen.
In Wiemeringhausen kann man auf einem Radweg durch Wald und Felder, zum Großteil asphaltiert, vom Ruhr- ins Negertal nach Brunskappel wechseln.
Das letzte Stück (ca. 3 km) habe ich auf der Straße zurückgelegt.
Überraschung: Siedlinghausen hat ein Ersatz-Ortsschild.
Wurde das alte Schild geklaut oder zerstört?
kA = keine Ahnung.
Apropos Birotarii, cavete procyonibus!
Haben die alten Römer*innen schon Waschbären gekannt? Was hat Julius Caesar über das Radfahren im De Bello Gallico geschrieben?




