Umleitung: vom Moers Festival bis zu Armin Müller-Stahl, dazwischen der Klimawandel, die SPD und die Funke Mediengruppe

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37 Gedanken zu „Umleitung: vom Moers Festival bis zu Armin Müller-Stahl, dazwischen der Klimawandel, die SPD und die Funke Mediengruppe“

  1. … und das Video bei „Youtube“ wurde soeben „privat“ gemacht:

    ich hatte schon vermutet, dass es nicht „legal“ ist, solange die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten das Video nicht freigeben

    aber PR-Aktionen von Axel-Springer muss man natürlich unterstützen …

  2. Höre ich da Ironie heraus? ;-)

    Die BILD-EUPHORIE der Ruhrbarone teile ich nicht, allerdings wollte ich meine Quelle, nämlich den Kommentar dort, nicht verschweigen.

    Manch einer mag die Gunst der Stunde genutzt haben, um sich das Video zu sichern. Wer weiß das schon?

  3. … „Ironie“ würde ich es nicht mehr nennen:

    es ist ein „Tabu“, Axel Springer zu unterstützen

    ich gehe davon aus, dass es illegal ist, das Video ohne Genehmigung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zu zeigen, aber die „Bild“ einfach darauf pfeift, ihre Rechtsabteilung in Anschlag gebracht hat, und sowieso genug Geld hat, die Strafe zu zahlen

    doppelter Nutzen für „Bild“:

    – die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten diffamieren

    – die hardcore pro-Israel-Politik von Axel Springer puschen

    1. Die Diffamierung der öffentlich-rechtlichen ist in dieser Form unhaltbar. Für den Finger, den die Springer-Freunde auf die Öffentlichen richten, zeigen drei auf die BILD zurück.

      Zu dem anderen Punkt später.

    2. Der Fehler liegt wohl eher beim WDR und bei ARTE, es sei denn es stellte sich noch ein überraschender und plausibler Grund für die Nichtausstrahlung heraus.

      Dass Springer mit seinem Redaktionsstatut („pro Israel“) die Steilvorlage aufnimmt, kann ich dem Verlag nicht zum Vorwurf machen.

      Der Film ist nun auf YouTube gegenüber heute Morgen mit einem „BILD“-Vorspann versehen worden.

      Nun ja, ich werde mir die Dokumentation in Ruhe ansehen.

  4. @ zoom

    ist ein Sender verpflichtet einen Film auszustrahlen, der nicht den eigenen Ansprüchen genügt?

    Diese Interpretation finde ich abenteuerlich …

    bzw. „befremdlich“, wie arte sagt – die arte-Pressemitteilung:

    http://www.presseportal.de/pm/9021/3658895

    „Pressestatement zur Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“

    13.06.2017 – 11:26

    Strasbourg (ots) – ARTE hat zur Kenntnis genommen, dass Bild.de die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt. Der Hass auf Juden in Europa“ in eigener Verantwortung online gestellt hat. Auch wenn diese Vorgehensweise befremdlich ist, hat ARTE keinen Einwand, dass die Öffentlichkeit sich ein eigenes Urteil über den Film bilden kann.

    ARTE kann und will den Film jedoch nicht durch eine eigene Ausstrahlung nachträglich legitimieren, da er, ohne dass ARTE darüber informiert wurde, gravierend von dem verabredeten Sendungskonzept abweicht. Eine solche Vorgehensweise kann ARTE in diesem wie in jedem anderen Fall nicht akzeptieren.

    Die Unterstellung, der Film passe aus politischen Gründen nicht ins Programm ist schlichtweg absurd: Der ursprünglich von der Programmkonferenz genehmigte Programmvorschlag sah ausdrücklich das Thema des unter dem Deckmantel der Israelkritik versteckten Antisemitismus vor – entsprechend der editorialen Linie von ARTE als europäischer Sender aber nicht im Nahen Osten, sondern in Europa.“

  5. @Axel S.

    Noch ein Versuch:

    Gut, dass dies in den Statuten des Springerverlags steht. Stelle dir vor, diese Mauer stünde nicht.

  6. @ zoom

    mein Antwortkommentar wurde nicht veröffentlicht …

    weiter viel Spass beim Applaudieren für die „Bild“-Zeitung !

  7. 1. Ich sehe im gesamten Backend keinen weiteren Kommentar von dir.

    2. Ich applaudiere der BILD-ZEITUNG nicht.

    3. Ich bin gerade bei 1:58:58 des Films, und er ist interessant.

  8. @ zoom

    ich habe den Kommentar per mail geschickt, als screenshot, weil er nicht veröffentlicht wurde. Ich schreib ihn jetzt nicht noch mal. Ich bin nicht weiter an einer Diskussion interessiert.

    Nur noch dazu: „3. Ich bin gerade bei 1:58:58 des Films, und er ist interessant.“

    ob der Film „interessant“ ist, ist nicht die „arte“-Frage, Zitat:

    „(…) Die Unterstellung, der Film passe aus politischen Gründen nicht ins Programm ist schlichtweg absurd: Der ursprünglich von der Programmkonferenz genehmigte Programmvorschlag sah ausdrücklich das Thema des unter dem Deckmantel der Israelkritik versteckten Antisemitismus vor – entsprechend der editorialen Linie von ARTE als europäischer Sender aber nicht im Nahen Osten, sondern in Europa.“

    Pressemitteilung arte: http://www.presseportal.de/pm/9021/3658895

    1. @Axel S.

      Wenn dir die Pressemitteeilung von arte reicht, dann ja … was soll ich dann sagen?

      Ich habe mir jetzt die Doku angeschaut und gesehen, dass sie ihre Aufgabe gut gelöst hat, jedenfalls für mich als Zuschauer.

      Du zitierst: „… entsprechend der editorialen Linie von ARTE als europäischer Sender aber nicht im Nahen Osten, sondern in Europa.“

      1. Das ist eine äußerst dumme Ausrede, da der Antisemitismus in Europa eng mit dem Nahen[sic!] Osten verwoben ist und gerade diesen Aspekt arbeitet die Dokumentation gut heraus.

      2. „editoriale[n] Linie“ – Linientreue ist das letzte Argument

      Seit die Diskussion angelaufen war, wollte ich den Film sehen, jetzt habe ich ihn gesehen.

  9. @ zoom

    durch einen groben copyright-Verstoss der rechten Hetzpresse „Bild“ konntest du ein Video sehen …:

    https://mobile.twitter.com/kaffeebeimir/status/874659335879761920?p=v

    „vera bunse

    Schön, dass #LSR-Erfinder #Springer so viel Applaus für die #Urheberrecht|sverletzung bekommt. (arte & WDR wollen sie dulden.)“

    jetzt hetzt Du auch noch selber gegen arte, stellst die arte-Macher als verblödet dar, Zitat zoom: „dumme Ausrede“, „Linientreue“

    das kannst Du zusammen mit Frau Ditfurth machen, nicht mit mir, ich hoffe, Du sprichst mich nicht noch mal in einem Kommentar an …

    1. @Axel S.

      Leider antwortest du nicht direkt auf die Inhalte in meinem Kommentar.

      Den Tweet von Vera Bunse habe ich selbst geliket. Und zur BILD-Zeitung hatte ich weiter oben auch etwas geschrieben. Was Jutta Ditfurth gerade macht, weiß ich nicht.

      Cetero Censeo, dass der Film gut ist.

  10. @ zoom

    ich finde es _unhöflich_ mich weiter anzusprechen, und mich damit zu _nötigen_ weiter an einer Diskussion teilzunehmen, die keine mehr ist:

    ich wüßte nicht, wo ich nicht auf Inhalte eingegangen wäre.

    Ob Du – Du – den Film „gut“ findest, ihn“interessant“ findest, ist Deine Privatsache. Ich werde ihn mir sicher nicht anschauen, ich boykottiere die „Bild“ und Axel Springer.

    1. @Axel S.

      Ich habe dich an keiner Stelle genötigt, hier im Blog zu kommentieren.

      „ich boykottiere die „Bild“ und Axel Springer.“

      Ich wüsste nicht, dass „Bild“ oder „Axel Springer“ die Doku gedreht hätten.

      Da du dich nicht mit dem Film auseinandersetzen willst – „Ich werde ihn mir sicher nicht anschauen“ – ist für mich die Diskussion beendet.

  11. Du boykottierst ja nicht die „Bild“ oder „Axel Springer“, Du unterstützt sie, indem Du geklaute Videos mit PR-Aufmacher von „Bild“ veröffentlichst …

    damit war die Diskussion – von Anfang an – beendet …

  12. Am Abend die Doku via YouTube angesehen und für gut befunden. Warum sie im „ö. r. Giftschrank“ unter Verschluss gehalten werden soll, will sich mir nicht erschließen.
    Zur „Prime Time“ senden und daran eine kompetente(!) Diskussionsrunde anhängen (min. 90 Minuten oder „open end“).

    Vorgenanntes Verfahren wurde in 1979 bei Ausstrahlung der TV-Serie „Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss“ erfolgreich praktiziert.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Holocaust_%E2%80%93_Die_Geschichte_der_Familie_Weiss

    Zur Erinnerung an die Gemengelage bzgl. der „Holocaust“-Serie ist die Lektüre des SPIEGEL-Artikels „Holocaust: Die Vergangenheit kommt zurück“ (29.01.1979) hilfreich.
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40350860.html

    1. @gp

      Genau so sehe ich es auch. Es sind viele Inhalte in der Doku, die nach Ausstrahlung in einer kompetenten(!) Diskussionsrunde besprochen werden könnten, sollten, müssten. Das sollte man nicht der BILD überlassen.

  13. @zoom

    Es sind viele Inhalte in der Doku, die nach Ausstrahlung in einer kompetenten(!) Diskussionsrunde besprochen werden könnten, sollten, müssten.

    Tja, das würde Programmdirektoren, ltd. Redakteure … mit „Rückgrat“ erfordern.

    Irgendwie kommt mir

    S. J. warf einst einem berliner Redakteur vor: »Aber bei euch genügen doch schon vier Beschwerdebriefe, und jeder von euch kann herausfliegen!«
    Der Redakteur erwiderte tief-ernst: »Herr Jacobsohn, Sie irren sich. Es genügt schon einer.«

    in den Sinn … :-(

    Ignaz Wrobel | Die Weltbühne, 31.05.1932, Nr. 22, S. 813.
    http://www.textlog.de/tucholsky-redakteure-1.html

  14. @ gp

    „Warum sie im „ö. r. Giftschrank“ unter Verschluss gehalten werden soll …“

    ist das eine Bewerbung bei der „Bild“?

    arte hat Gründe genannt, warum der Film nicht gezeigt wurde – und nach der „Bild“-Aktion erst recht nicht gezeigt werden wird –, aber die passen wohl nicht ins Bild von „gp“ und „zoom“:

    http://www.presseportal.de/pm/9021/3658895

    „Pressestatement zur Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“

    13.06.2017 – 11:26

    Strasbourg (ots) – ARTE hat zur Kenntnis genommen, dass Bild.de die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt. Der Hass auf Juden in Europa“ in eigener Verantwortung online gestellt hat. Auch wenn diese Vorgehensweise befremdlich ist, hat ARTE keinen Einwand, dass die Öffentlichkeit sich ein eigenes Urteil über den Film bilden kann.

    ARTE kann und will den Film jedoch nicht durch eine eigene Ausstrahlung nachträglich legitimieren, da er, ohne dass ARTE darüber informiert wurde, gravierend von dem verabredeten Sendungskonzept abweicht. Eine solche Vorgehensweise kann ARTE in diesem wie in jedem anderen Fall nicht akzeptieren.

    Die Unterstellung, der Film passe aus politischen Gründen nicht ins Programm ist schlichtweg absurd: Der ursprünglich von der Programmkonferenz genehmigte Programmvorschlag sah ausdrücklich das Thema des unter dem Deckmantel der Israelkritik versteckten Antisemitismus vor – entsprechend der editorialen Linie von ARTE als europäischer Sender aber nicht im Nahen Osten, sondern in Europa.“

  15. @ zoom

    was machst Du eigentlich in der Schule mit einem Aufsatz, der das Thema verfehlt, und Dir irgendwie trotzdem gefällt?

    Und was machen die Eltern? Kommen die dann, und sagen: „Herr Lehrer, unser Kind hat so einen interessanten Aufsatz geschrieben, den sollte die ganze Schule diskutieren …“

    („Thema verfehlt“ ist die Kurzfassung der arte-Presemitteilung, siehe oben)

  16. @ zoom

    Du hast gesagt, was Du mit einem Aufsatz machst, der „Das Thema verfehlt“?

    wo denn?

  17. Ich fasse die Beiträge des Diskutanten „Axel S.“ mal mit einem Sir Alec Guinness zugeschriebenen Bonmot zusammen:

    „Schlechte Argumente bekämpft man am besten, indem man ihre Darlegungen nicht stört.“

  18. @ gp

    schauen Sie sich ZAPP das Medienmagazin an, das hatte heute auch nur „schlechte Argumente“ …

    1. Ja, ich habe mir gerade die äußerst peinliche und schlechte Stellungnahme von Anja Reschke angesehen. Sie hätte sich entsprechend der satirisch-aufklärerischen Ausrichtung von ZAPP besser an WDR/arte statt an BILD abarbeiten sollen. Stattdessen macht sie die Drecksarbeit für ihre Chefs. WDR/ARD/NDR reiten sich immer weiter in die Peinlichkeiten.

  19. @ zoom

    „Drecksarbeit für ihre Chefs. WDR/ARD/NDR …“

    ich sehe gerade die große antisemitische Weltverschwörung …

    nur BILD sagt noch die Wahrheit …

    vielleicht redest Du mal mit jemand ausserhalb des Blogs, ausserhalb der jüdischen Welt, ausserhalb des Ditfurth-Universums, um wieder runterzukommen …

    „der satirisch-aufklärerischen Ausrichtung von ZAPP“:

    auch da verwechselst Du was: ZAPP ist keine Satire …

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