11.02.1978: Debüt-LP der „Nina Hagen Band“ erscheint

„Nina Hagen Band“ ist das erste offizielle Studioalbum von Nina Hagen und der Nina Hagen Band.

https://www.youtube.com/watch?v=NGaaklAEGtw

Das Album entstand, nachdem Hagen sich 1977 nach ihrer Übersiedlung aus Ost- nach West-Berlin (mit kurzem Intermezzo in Großbritannien) mit den Musikern Herwig Mitteregger, Reinhold Heil, Bernhard Potschka und Manfred Praeker zusammengefunden hatte und die Band gründete. Es erhielt überwiegend positive Bewertungen in der Musikpresse und gilt als ein bedeutendes Album der deutschen Rockmusik. Viele bezeichnen es als einen Anstoß für die spätere Entstehung der Neuen Deutschen Welle.
Quelle: Wikipedia | Nina Hagen Band (Album)

MDR KULTUR, 08.02.2018:

40 Jahre Nina Hagen Band – Wie Nina Hagen ihre Fans schockierte

Nach ihrer DDR-Ausreise 1976 startete Nina Hagen im Westen richtig durch. Ihre Nina Hagen Band schlug 1978 ein wie eine Bombe. Doch Nina Hagen wollte noch mehr – und verließ zur Überraschung vieler Fans die Band.

1978 befand sich Nina Hagen auf dem vorläufigen Höhepunkt ihrer noch jungen Karriere. Das Mädchen aus dem Osten des Landes hatte die damalige DDR im November 1976 verlassen, um Karriere zu machen. Und nun spielte sie das erste Konzert mit ihrer Nina Hagen Band im völlig ausverkauften West-Berliner „Quartier Latin“. Vor ihr 800 erwartungsfrohe Fans, aber die eigentliche Sensation stellten weitere 2.000 Fans dar, die vergeblich versuchten reinzukommen.

Jeder musikinteressierte Mensch im Berliner Westen schien heiß auf Nina Hagen zu sein – und im westdeutschen Bundesgebiet war es kaum anders. Das selbstbetitelte Debüt-Album der Nina Hagen Band landete aus dem Stand auf Platz 11 der deutschen Album-Charts und blieb 46 Wochen in den Charts.
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» 40 Jahre Nina Hagen Band – Das Debüt aus heutiger Sicht
MDR KULTUR, 08.02.2018 | Audio

» Nina Hagen Band | Rockpalast 1978 (YouTube-Clip)

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Ach ja:
Nina Hagen + Lokomotive Kreuzberg (tlw.) = Nina Hagen Band,
Nina Hagen Band Nina Hagen = Spliff
… auch zig Dekaden später immer noch Rock/Pop-Mucke vom Feinsten „Made in Western Germany“ ;-)

Fast eine Blogpause … dann sind da aber noch die neue Website der Stadt Winterberg und die Frage der Westfalenpost zum Attentat in Altena

Duisburg: Erst stirbt die Industrie, dann rostet der Stahl und schließlich blüht die Phantasie. (foto: zoom)

Ich habe momentan kaum Zeit zu bloggen, aber zwei kleine Gedanken will ich heute Abend loswerden.

Die Stadt Winterberg hat ihre Website überarbeitet. Alles ist bunter, größer und überwältigender geworden. Die Lokalpresse schreibt:

Neue Webseite für Winterberg setzt Fokus auf Emotionen

Wie Nina Hagen schon 1978 feststellte: „Ist ja alles so schön bunt hier“.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=4HLAfX1Xtwk

Nina Hagen hat damals noch TV geglotzt, heute, fast 40 Jahre später, würde sie Internet glotzen.

Mich interessiert das Ratsinformationssystem der Stadt Winterberg, die politische Schnittstelle zwischen BürgerInnen und Rat.

Alles schön bunt, aber es hat sich ansonsten nichts geändert.

Auf Facebook habe ich kommentiert:

„Die Unterlagen für den Bau- und Planungsausschuss am 4.12. sind nicht im Ratsinformationssystem eingestellt. Die Ratssitzung am 8.12 ist ebenfalls noch leer.

Ein Fortschritt wäre es wenn die Unterlagen des Ratsinformationssystems zugänglicher gemacht würden, wie es bspw. bei der Stadt Moers üblich ist.

https://www.moers.de/de/rathaus/offene-daten-moers/

Großformatige bunte Bilder ersetzen keine Inhalte.“

Soweit mein erster spontaner Kommentar zur „weniger Text, mehr Gefühl“- Website der Stadt Winterberg.

Ein anderes Thema aus dem Sauerland bewegt mich zur Zeit besonders: Das Attentat auf den Bürgermeister von Altena.

Was macht die Westfalenpost auf Facebook?

Berichten?

Nein, die Leser fragen:

#Messerangriff auf Andreas Hollstein: Der Bürgermeister von Altena, Nordrhein-Westfalen, Germany ist für seine Flüchtlingspolitik bekannt. Was denkst Du darüber?

Das scheint dieser „neue“ Click-Baiting-Journalismus im Lokalen zu sein. Bevor wir einen recherchierten Artikel einstellen, stellen wir uns einfach mal doof und fragen die LeserInnen:

„Was denkst Du darüber?“

Emotionen abschöpfen … ich bin zu alt für diese Art von Nicht-Journalismus und verspreche der Westfalenpost auch für das nächste Jahr ein Nicht-Abo.

„Was denkst Du darüber?“