Der DJV-Bloggertag 2015 im Haus Busch in fünf Bildern und einigen Tweets.

Man kann es so sehen, aber auch vollkommen anders, (fotos: zoom)
Man kann es so sehen, aber auch vollkommen anders. (fotos: zoom)

Am Samstag trafen Lokalblogger und andere Medienleute auf Lokalblog-Macher aus NRW.

Unter Moderation von Kai Heddergott, der bereits durch den zweiten Bloggertag geführt hat, ging es zu Beginn noch einmal, wie schon beim zweiten Bloggertag, um das Trägermodell “Genossenschaft”. Dr. Stefan Touchard vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband erläuterte, welche wirtschaftlichen und rechtlichen Voraussetzungen es bei der Gründung einer Genossenschaft gibt.


Im Mittelpunkt der Veranstaltung sollte allerdings die Frage stehen, wie unabhängiger Journalismus in Dörfern und Städten geht, ohne dass man mit seinem „Unternehmen Lokalblog“ abhängig von Anzeigen, Anzeigen-Kunden oder zahlenden Lesern wird.

Wie sie diesen Spagat meistern, erklärte zuerst Sven Oliver Rüsche von den Onlineportalen Oberberg-Nachrichten und Südwestfalen-Nachrichten mit seinem Geschäftsmodell vor. Rüsche ging mit kaufmännischem Entusiasmus darauf ein, wie sich seine seit sechs Jahren bestehenden Nachrichtenportale finanzieren.

In einem leider nichtöffentlichen letzten Referat präsentierte ein münsterländer “Digital-Entrepreneur” sein Konzept zur Zukunft des lokalen Journalismus.

Die Bloggertage von Haus Busch in Kooperation mit dem DJV-NRW sollten ursprünglich auch eine Reaktion auf die zusehends wachsende Zahl der Ein-Zeitungskreise im Land sein. Oft, so heißt es in der Pressemappe des Hauses, sicherten dort Lokalblogger die Meinungsvielfalt. Das Journalisten-Zentrum Haus Busch habe es sich auf die Fahnen geschrieben, diesen Bloggern Treffpunkt und Heimat zu sein.

Inhaltlich haben sich die Bloggertage aber immer mehr dem Thema “digitale Publikationsplattformen” auch fernab der sogenannten Bloggerszene genähert.

Das Geschäftsmodell Sven Oliver Rüsche könnte beispielsweise nicht weiter vom Konzept des vernetzten Lokalbloggers oder Bloggerin entfernt sein. Es hörte sich eher wie die digitale Variante der gedruckten Reklamezeitungen an.

Interessanter war der nichtöffentliche Vortrag und das dort vorgestellte Modell, welches zwar nichts mit der Bloggerszene, aber viel mit Journalismus zu tun hatte.

Bitte vormerken und anmelden: Dritter Bloggertag im Journalisten-Zentrum Haus Busch – Geschäftsmodell Lokalblog?

Kai Heddergott wird auch den dritten Bloggertag im Haus Busch moderieren. (foto: zoom)
Kai Heddergott wird auch den dritten Bloggertag im Haus Busch moderieren. (foto: zoom)

Für (Lokal-) Blogger in Nordrhein-Westfalen und Umgebung ist der dritte Bloggertag im Journalisten-Zentrum Haus Busch am 5. September 2015 von 12 Uhr bis 17 Uhr interessant.

Ich selber habe an den beiden ersten Bloggertagen mit Gewinn teilgenommen.

Hier ein Storify zum ersten Bloggertag Anfang Dezember 2014:

http://www.fitfuerjournalismus.de/das-war-der-bloggertag-haus-busch/

Einen Bericht vom zweiten Bloggertag im März 2015 kann man hier nachlesen:

http://www.hausbusch.de/index_bloggertag.html

Worin bestand bzw. besteht der Gewinn?

  • Erstens im Kennenlernen anderer BloggerInnen, man sieht sie dann mal “in echt”.
  • Zweitens erfährt man die verschiedenen Motive und Ansätze anderer BloggerInnen.
  • Drittens kann man sich über die Frage der “Monetarisierung” von Blogs Gedanken machen.
  • Viertens kann man seine journalistischen Ansprüche “abchecken”.
  • Fünftens lernt man unterschiedliche Organisationsformen von Blogs kennen.
  • Sechstens fällt mir bestimmt noch später ein …

Beim dritten Bloggertag geht es um das Thema “Geschäftsmodell Lokalblog?”.

Hier der Einladungstext auf der Website des Deutschen Journalisten Verbands (DJV):

Das Programm für den dritten Bloggertag NRW steht. Am Samstag, 5. September 2015, treffen Lokalblogger aus NRW auf Lokalblog-Macher aus NRW. Von 12 bis 17 Uhr geht es dann im Journalistenzentrum Haus Busch in Hagen um spannenden Lokaljournalismus.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage: Wie geht unabhängiger Journalismus in Dörfern und Städten, ohne dass man mit seinem „Unternehmen Lokalblog“ abhängig von Anzeigen, Anzeigen-Kunden oder zahlenden Lesern wird?

Wie sie diesen Spagat meistern, erklären Sven Oliver Rüsche von den Onlineportalen Oberberg-Nachrichten und Südwestfalen-Nachrichten und Dr. Stefan Brües von VOIS (Vor Ort in Steinfurt). Beide stellen ihre jeweiligen Geschäftsmodelle vor. Rüsche geht in einem Impuls u.a. darauf ein, wie sich seine seit sechs Jahren bestehenden Nachrichtenportale finanzieren. Brües, Professor für Digitale Medientechnik an der Bergischen Universität Wuppertal, stellt sein Konzept zur Zukunft des lokalen Journalismus vor.

Unter Moderation von Kai Heddergott aus Münster, der bereits durch den zweiten Bloggertag geführt hat, geht es im September auch noch einmal um das Trägermodell Genossenschaft. Zu Gast ist dieses Mal Dr. Stefan Touchard vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband. Er erläutert, welche konkreten Anforderungen es hinsichtlich der wirtschaftlichen und rechtlichen Voraussetzungen bei der Gründung einer Genossenschaft gibt.

Anmeldungen zum dritten Bloggertag NRW sind bereits jetzt möglich: Wer Interesse hat, mit anderen Lokalbloggern zu diskutieren und sich zu vernetzen, ist am 5.9. herzlich willkommen. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung aber unbedingt erforderlich. Dazu einfach eine formlose Mail an lokalblog@hausbusch.de schreiben.

Hintergrund:

Die Bloggertage von Haus Busch in Kooperation mit dem DJV-NRW sind auch eine Reaktion auf die zusehends wachsende Zahl der Ein-Zeitungskreise im Land. Oft sichern dort schon heute Lokalblogger die Meinungsvielfalt. Das Journalistenzentrum Haus Busch hat sich auf die Fahnen geschrieben, diesen Bloggern Treffpunkt und Heimat zu sein.

Infos auch auf www.hausbusch.de