Werkstattgespräche der SPD Winterberg gehen mit dem Thema „Wirtschaft“ in die dritte Runde

Die Akteure und Akteurinnen des Abends von links: Patrick Arnold, Andreas Ott, Fritz Kelm, Ulrich Schilling, Anja Licher-Stahlschmidt, Anke Schmidt, Jörg Burmann (foto: zoom)

Bei der 2. Veranstaltung “Werkstattgespräch Soziales” am 10. Mai im Hotel “Weigel’s Bergfreiheit” in Silbach hatten Winterberger Bürgerinnen und Bürger erneut die Gelegenheit in kleinen Runden mit verschiedenen Impulsgebern ins Gespräch zu kommen.

(Pressemitteilung der SPD Winterberg)

Wie wichtig das Thema Soziales für unsere Stadt ist, zeigten einige Fakten zu Beginn der Veranstaltung. So sind beispielsweise 9 Prozent der Kinder und knapp 5 Prozent der Jugendlichen in Winterberg von Armut betroffen.

Ulrich Schilling von der Caritas Brilon begleitete das Thema Armut und Ehrenamt. Bei seiner Vorstellung, in der er abwechselnd in die Rolle “Armut” und “Reichtum” schlüpfte und jeweils deren Sichtweise in kurzen Sätzen dem Publikum vortrug, hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Hier wurde jedem vor Augen geführt, was Armut bedeuten kann.

Es wurden Lösungen für Familien mit einem Alleinverdiener im Niedriglohnsektor diskutiert.

Zum Thema Ehrenamt wurde die Ehrenamtskarte für die Feuerwehr als positives Beispiel genannt, die nach Meinung der Anwesenden auch für engagierte Bürgerinnen und Bürger aus den Bereichen Jugend- und Sozialarbeit eingeführt werden sollte. Generell würde auch die Einführung einer Bürgerkarte als positives Signal an die Winterberger Bevölkerung gesehen werden.

Auch Tourismusdirektor Michael Beckmann beteiligte sich zu Beginn der Veranstaltung. (foto: zoom)

Als Impulsgeber für den Themenbereich Kinder und Familie konnte Anke Schmidt vom DRK-Kindergarten in Winterberg Einblicke in die Arbeit des Kindergartens und Familienzentrums mit der U3-Betreuung, und den speziellen Beratungsangeboten geben. Hier wurden unter den Anwesenden besonders das Thema der Finanzierung der Einrichtungen diskutiert. Zudem konnte Anke Schmidt von den unterschiedlichsten Lebenssituationen und den täglichen Herausforderungen der Kinder und ihren Familien berichten.

(siehe auch hier im Blog.)

Patrick Arnold vom DRK-Seniorenzentrum “Josef-und-Herta-Menke” Haus aus Silbach konnte umfassend vom Pflegealltag im Seniorenheim und den Herausforderungen zum Leben im Alter berichten.

Diskutiert wurden die zukünftig benötigten Pflegeplätze, Alternativen zur bestehenden Versorgung in Winterberg und der Bedarf und die Vergütung von Fachkräften im Bereich der Pflege sowie Lösungsansätze im Kampf gegen den Fachkräftemangel.

Eine Imagekampagne analog zum aktuellen Projekt „Hand ans Werk“ der Städte Hallenberg, Medebach und Winterberg wird von den Gästen des Abends und vom Veranstalter als konsequenter nächster Schritt befürwortet, um dem Fachkräftemangel in den Pflegeberufen entgegenzuwirken.

Als weiterer Impulsgeber stand Andreas Ott vom Jobcenter des HSK zur Verfügung. Viele gesetzliche Regelungen führen in der täglichen Arbeit beim Jobcenter immer wieder zum Gefühl der Ungerechtigkeit.

In diesem Zusammenhang wurden die Aufgaben der Kommune diskutiert. In Winterberg beziehen ca. 260 Haushalte „Hartz 4“ -Leistungen. Jugendliche in einer Jugendhilfeeinrichtung müssen zum Beispiel bei Aufnahme einer bezahlten Tätigkeit 75 Prozent der Einkünfte abgeben, um so zur Finanzierung der Einrichtung beizutragen. Welche Kinder müssen schon vergleichbare Anteile von Ihrem erarbeiteten Geld beim Ferien- oder Nebenjob an die Eltern abgeben?

“So wird jedenfalls nicht vermittelt, dass sich Arbeit lohnt”, waren sich die Gäste des Abends einig.

Drittes Werkstattgespräch am 29. Mai im DRK-Kindergarten

Das dritte Werkstattgespräch am 29.05.2019 ab 18:00 Uhr im DRK-Kindergarten in Winterberg, Am Rad 16 oberhalb des Kirmesplatzes befasst sich mit dem Thema Wirtschaft. Wir freuen uns auf einen interessanten Abend mit Jürgen Bröker von Bröker Objekteinrichtungen, Dunja Tepel von greenline TRAINING, Christoph Klante von der Klante GbR und Michael Hoffmann vom ARQUS Ingenieurbüro GmbH & Co. KG . In den Gesprächen wird es Impulse und einen Austausch zu den Themen Handwerk, Entwicklungen des Ski-Tourismus, Qualifizierung von Mitarbeitern und Schulformen sowie Arbeitssicherheit und Umwelt- und Energiemanagement geben.

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Wenn Sie Fragen an die Impulsgeber haben und an dem Termin nicht können, schreiben Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff “Wirtschaft” an kontakt@spd-winterberg.de.

8 Comments
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2 Jahre her

aus Mitleid gibt es heute mal keinen Kommentar …

2 Jahre her

Selbstzerstörungs-Profis-Deutschlands:

“SPD-Partei- und Fraktionschefin

Nahles kündigt Rücktritt an”

https://www.tagesschau.de/inland/spd-nahles-129.html

gp
2 Jahre her

“SPD-Partei- und Fraktionschefin Nahles kündigt Rücktritt an”

Laut Medienberichten will sie sich auch “komplett” aus der Politik zurückziehen.

Nun ja, Frau Nahles ist 48 Jahre alt/jung.

Als strategisch denkende Zeitgenossin wird sie im Vorfeld des Rücktritts auch über die “Zeit nach der Politik” nachgedacht haben.

Frau Nahles wird keine “Bewerbungen” in Richtung Gelderwerb schreiben müssen.
Vermutlich ist das schon alles eingetütet …

Rüdiger Schauerte
2 Jahre her
Reply to  gp

@ gp

Randbemerkung.

Warum wohl spricht sich die wohl Mehrheit der SPD–Mitglieder für einen Verbleib in der Groko aus und ist strikt gegen Neuwahlen?

Man riskiert doch nicht seinen gut dotierten Job als Bundestagsabgeordnete/r …

Nofretete
2 Jahre her

Was Frau Nahles und ihre Tränen , aber auch ihre Konsequenz anbelangt, bin ich echt gespaltener Auffassung. Da schiessen mir nur Sprüche durch den Kopf: ” Wer austeilt muss auch einstecken können.” “Hochmut kommt vor dem Fall.” Oder “Man muss nur lange genug am Fluss sitzen, um die Leichen seiner Feinde vorbei treiben zu sehen…” (altes chinesisches Sprichwort – bezieht sich wahrscheinlich auf Geduld, eine aus der Mode gekommene Tugend Anm. der Redaktion) und ist aus der Sicht von Martin Schulz und Siegmar Gabriel zu sehen. Desweiteren denke ich, dass der Vorwurf der Frauenfeindlichkeit in der SPD ( von wegen… Read more »

gp
2 Jahre her

-> (…) Natürlich wird sie keine “Bewerbung Richtung Gelderwerb” schreiben müssen (…) Habe(n) niemals die persönliche Integrität der Andrea Nahles ange(zw)eifelt. Aber eine ehemalige Spitzenpolitikerin wird nicht zu den “Kunden*Innen” einer ehemals von ihr geleiteten Agentur gehören. Und immerhin hat sie – im Gegensatz zu aktuellen “Polit-Stars” (Hallo Blender-Paul) – eine abgeschlossene Berufsausbildung. In diesem Bereich beruflich tätig zu sein wäre mit fundiertem Hintergrundwissen auch eine Option??? Unterm Strich: Andrea Nahles hat seit Jugendzeiten freiwillig “Schwimmkurse im Haifischbecken Politik” gebucht. —- Und ja, wenn denn dann ein immer Weihwasser pinkelnder “Demokrat” namens Patrick Sensburg sich am fehlenden Erfolg einer mehr… Read more »

Nofretete
2 Jahre her

Das sstimmt und diese Stimmen werden täglich mehr und mehr und mehr. Gleichzeitig steigt die Angst vor Neuwahlen.
Schauen sie doch schon auf die Landtagswahlen in den drei Ost-Ländern wie das Kaninchen auf die Schlange und können intellektuell offenbar nicht begreifen, dass man was 30 Jahre versäumt wurde nicht in drei Monaten aufholen kann.
Zu Patrick Sensburg : Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.
Das hat Frau Dr. Merkel besser drauf. Aber eben da zeigen sich intellektuelle Unterschiede größeren Ausmaßes…

gp
2 Jahre her

Kommen eben vom Besuch bei Freunden zurück. Kurz vor Rückfahrt noch “heute journal” (ZDF) angeschaut.
Aufmacher am 04.06.2019 (natürlich) Zustandsbeschreibung SPD.

Intro-Sequenz “Spargelfahrt des Seeheimer Kreises”.
Frau Schwesig spricht und hinter ihr steht Johannes Kahrs.

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-vom-4-juni-2019-100.html

Sorry, ist dieser immer fluffige Herr Kahrs mittlerweile die “graue Eminenz” der SPD …?

Dieser strippenziehende Chef des Seeheimer Kreises taucht immer dann ab, wenn es zum Schwur kommt / kommen könnte.

Wie ist Herr Kahrs zu beschreiben?
Er ist ein grandioser Intrigant!

Leider ist der lokale BT-Abgeordnete Dirk Wiese auch Mitglied bei den “Seeheimern”.