Nach der großen Hitze: Willkommen in den Nuhnewiesen.

Informationstafel Parkplatz „Am Friedhof“ Hallenberg. Informative Broschüren stecken im kleinen Kasten rechts. (foto: zoom)

Wenn die große Hitze vorbei ist, könnt ihr auf einer kleinen Naturentdeckerrunde von drei Kilometern in den Nuhnewiesen bei Hallenberg herumstöbern, möglichst bevor die Wiesen gemäht werden.

Der Einstieg ist gegenüber dem Parkplatz „Am Friedhof“, Ortsausgang Hallenberg Richtung Bromskirchen. Vorsicht beim Überqueren der Bundesstraße!

Ich hatte das Naturschutzgebiet schon länger auf dem Schirm, denn der erste Teil des Weges führt über den Radweg Richtung Fledermaustunnel. Der weite Blick über das Tal der Nuhne mit dem dahinterliegenden flachen Bergrücken („Wache“) hatte mich jedesmal angenehm berührt, aber Radfahren verträgt sich nicht mit einer detailverliebten Exkursion durch das größte zusammenhängende Mähwiesengebiet Nordrhein-Westfalens.

Wer gerne Gräser bestimmen mag, ist in den Nuhnewiesen bis zur Sommermahd goldrichtig. (foto: zoom)

Es hat dann mehrere Jahre (!) gedauert, bis ich den Plan endlich umsetzte.

Zur Zeit findet ihr auf den Nuhnewiesen auch meine alte Bekannte, die Schwarze Teufelskralle, die ich schon auf den Winterberger Bergwiesen bewundert hatte:

https://www.schiebener.net/wordpress/die-schwarze-teufelskralle/

Am Rand des Naturschutzgebiets fraß sich eine Schafherde durch die Weide.

Schäfer, Hund und Herde (foto: zoom)

Wenn man nach etwas mehr als einem Kilometer den asphaltierten Radweg verlässt, um im Zickzack und in weiten Bögen die eigentliche Wiesenlandschaft zu erkunden, beginnt die kleine Wanderung entspannend und spannend zu werden.

Die Feldlerchen zwitschern, die Wiesenblumen leuchten, Schmetterlinge flattern, die Gräser wiegen sich im Wind und in den Bäumen verpuppen sich die Pflaumen-Gespinstmotten in ihren weißen Netzen.

Nehmt Lupe, Fotoapperat sowie Bestimmungsliteratur bzw. Apps mit und ihr werdet für die drei Kilometer mindestens zwei, wenn nicht drei Stunden benötigen. Die Zeit wird trotzdem wie im Fluge vergehen.

Der Kleine Fuchs speist. (foto: zoom)

Auf dem Rundweg sind insgesamt 10 Stationen ausgeschildert, jeweils auch mit QR-Code. Wir haben es vorgezogen, uns aus der kleinen Broschüre vorzulesen, die es (hoffentlich stets!) an der Info-Tafel am Parkplatz in einer kleinen Box zum Mitnehmen gab.

Den Flyer kann man sich auch auf der Website der Biologischen Station Hochsauerland als PDF herunterladen:

https://biostation-hsk.de/images/Flyer_Naturweg_Nuhnewiesen.PDF

Wer es ländlich-romantisch und rostig rot mag, für den steht auch was am Wegrand. (foto: zoom)

Sollte die Sonne scheinen, was ich euch wünsche, nehmt eine Kopfbedeckung mit, denn gerade in der offenen Wiesenlandschaft wird der Schädel doch arg bestrahlt. Außerdem: Trinken nicht vergessen!

Senkrecht an der Wand: reife Erbeeren an der alten Eisenbahnbrücke. (foto: zoom)

Unsere Tour hatte gestern am späten Nachmittag begonnen und endete am frühen Abend vor den wilden Erdbeeren an der Mauer der alten Eisenbahnbrücke.

Wir haben die Früchte hängen lassen – für euch. Viel Spaß auf der Runde!

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