Endorsement: Wir unterstützen die Petition gegen die neue Rechts-vor-Links-Regelung. Unterschriftenlisten zum Download und Ausdrucken.

Tempo-30-Zone
Heute gesehen: vorschriftsmäßig schleichen die drei Autos in die neue Tempo-30-Zone. (foto: zoom)

Ich hatte eine Nacht lang überlegt, ob ich die Petition zur Abschaffung der neuen Rechts-Vor-Links-Regelung in der Tempo-30-Zone der Winterberger Kernstadt unterschreiben soll. Gestern Abend habe ich unterschrieben und ab heute beteiligen wir uns als Blog an der Unterschriftensammlung: Klick hier!

Heute bin ich mit dem Auto aufmerksam durch Winterberg gefahren und habe für mich selbst festgestellt: Tempo 30 ist völlig in Ordnung, aber Rechts vor Links geht an vielen Einmündungen überhaupt nicht.

Gleich zwei Mal innerhalb von wenigen Minuten hätte ich mein Auto “schrotten” lassen können, obwohl ich Vorfahrt hatte. Die Autofahrer, die mir jeweils die Vorfahrt nahmen, hatten noch nicht einmal ein Unrechtsbewusstsein.

Beispiele:

von Cafe Krämer auf Hagenstraße/Am Ring

Verbindungstraße Hagenstraße-Hauptstraße: Hauptstraße muss der klitzekleinen Straße Vorfahrt gewähren

Waltenberg von oben – Nuhnestraße hat Vorfahrt

usw.

Obwohl ich jetzt schon seit über 15 Jahren in Winterberg wohne, glaube ich nicht, dass die Unsicherheit an der fehlenden Gewöhnung meinerseits liegt. Der “straßenbauliche” Eindruck (breite Straße vs. schmale Gasse) spricht an vielen Kreuzungen und Einmündungen intuitiv gegen Rechts vor Links.

Unterschreiben kann man die Petition gegen die neue Rechts-vor-Links-Regelung online im Internet,  inzwischen aber auch in vielen Geschäften Winterbergs auf echten, klassischen Unterschriftenlisten mit dem Kugelschreiber (Baumarkt, Fritz Jeans, Franziskus-Apotheke usw.).

Was passiert, wenn Nicht-Volljährige unterschreiben?

Das Petitionsrecht im Grundgesetz (Art. 17) schließt alle in Deutschland lebenden also auch Minderjährige mit ein. Vorausgesetzt werden sollte, dass Nicht-Volljährige den Inhalt einer Petition verstehen können und aus eigenem Entschluss heraus ihre Willensbekundung abgeben.

Wir stellen an dieser Stelle nach Rücksprache mit dem Initiator der Petition Unterschriftenlisten zum “Selber-Sammeln” zur Verfügung:

Klick hier!

Die Listen bestehen aus einem erklärenden Deckblatt (Seite 1) und den eigentlichen Unterschriftenlisten (Seite 2).

Für Geschäfte gilt die Faustregel: 1x Deckblatt plus 4x Unterschriftenlisten á 10 Namen ausdrucken und auslegen oder einfach anrufen bzw. mailen – wir bringen die Listen dann vorbei.

Für das Einsammeln gilt das Gleiche: einfach anrufen oder mailen. Wir holen die Listen gerne ab oder ihr bzw. Sie werfen mir die Listen in den Briefkasten.

Privatleute verfahren analog.

10 Comments
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Johanna
8 Jahre her

Auf meiner Autofahrt durch Winterberg fuhr ich heute an der Volksbank und Cafe Krämer vorbei und wollte dann wieder auf den Ring nach links einbiegen. Es fuhren drei Autos den Ring von links kommend weiter in Richtung Kaufpark – und kein Fahrer gewährte mir die zustehende Vorfahrt. Eine derart konsequente Missachtung meiner Vorfahrt habe ich bisher noch nicht erlebt.

8 Jahre her

Liebe Johanna,
Wenn du den Ring in Richtung Hagenstraße verlässt dann hast du zu warten!! Da steht ein Vorfahrt-achten-Schild ;) Leider wurden die Vorfahrtsschilder auf der Hagenstraße an besagter Stelle “unabsichtlich” entfernt. Daher ist es etwas irreführend, dennoch besteht für die Hagenstraße an dieser Stelle weiterhin Vorfahrt!!! Soll aber laut heutiger Ratssitzung wohl noch geändert werden

Gruß Markus

Andreas
8 Jahre her

Das ist eine der drei Stellen, an der sich ein abgesenkter Bordstein befindet! Das bedeutet “Vorfahrt achten” wenn man aus Richtung Voba auf die Hagenstraße möchte! :)
Die zwei andern befinden sich 2. von der Feldstraße auf Im Hohlen Seifen einmündend und die 3. vom Drosselweg auf die Nuhnestraße (zwischen Irish-Pub und Dr. Nieswand).

P.S. Ich finde es persönlich sehr erstaunlich, wie viele Winterberger sich schwer mit der Rechts-vor-Links-Regelung tun!?

8 Jahre her

@Andreas: Man muss ja nicht jeden Trend umsetzen, denn die alte Regelung war ja nicht schlechter, im Gegenteil. Gegen zu schnelles fahren gibts ja was das sich Radarfalle nennt ;) Hätte man ja aufstellen können und der Stadt hätte es zusätzlich Geld eingebracht, aber naja…. Und es sind ja eben nicht nur Winterberger. Frag doch mal die Gäste oder nicht Ortskundigen ;) Gleiche Meinung wie die meisten Winterberger: “Was soll denn der Mist..?” , “Puhhh…gefährliches Pflaster hier…”, “Ständig wird einem die Vorfahrt genommen…” Freu mich schon auf den Winter….Das wird echt lustig :D Ich persönlich werde dann die Innenstadt so… Read more »

nofretete
8 Jahre her

Im Winter kann man die Innenstadt von Winterberg nur meiden. Das war aber auch schon vorher so. Keine Parkplätze, viel Schnee und die Geschäfte voller holländischer Großfamilien. Also kein Durchkommen. In Brilon oder Olsberg kauft es sich sehr gut und ruhig ein.

Johanna
8 Jahre her

Die Niederländer sind das Lebenselixier Winterbergs. Ohne sie wäre die Stadt nichts. Sie wäre arm, klein und unbedeutend. Sie hätte weder Bobbahn noch Oversum (was wiederum wahrscheinlich positiv wäre). Sie hätte weder Sechserlifte noch Krankenhaus und außerdem gäbe es niemanden, der in der Kernstadt und den Dörfern die leerstehenden Häuser kaufen würde.
Ich finde dies ‘Holländer-bashing’ echt blöd.

tino
8 Jahre her

holländische großfamilien… holländer-bashing… oje! schwieriges gelände! erfahrungen sind erfahrungen. generalisierungen sind mist. echt und falsch liegen nah beieinander. wir haben alle unsere empfindlichkeiten. wir haben erfahrungen gemacht und versuchen einschätzungen zu formulieren ich habe mir gedankendisziplin verordnet (ist ähnlich wie funkdisziplin). meine gedanken zu den angesprochenen holländern: 1. für deutsche staatsbürger sollte generell der appell gelten: bitte grundsätzlich nur im 1. oder 2. gang urteilen. also leise töne. wegen geschichte. 2. was menschen machen, ist logo reguliert durch nationalkultur. aber auch durch soziale stellung. hier zeigen sich übernational ähnliche verhaltensweisen. 3. als minimal invasiver fahrradtourist habe ich leidvolle erfahrungen mit… Read more »

Andreas
8 Jahre her

@tino: zu 1.: Bitte! Die Vergangenheit (1939-45) darf nie vergessen werden! Sie gibt aber nachfolgenden Generationen auf keinen Fall eine General-(Erb-)schuld!
Zum Rest: Gedankendisziplin ????

nofretete
8 Jahre her

Da hab ich mich missverständlich ausgedrückt. Sorry ! Habe sehr liebe holländische Freunde und Bekannte.
Man kann noch so viele Sechser-oder Achter-Lifte bauen und Wald und Landschaft opfern, wenn die Infrastruktur nicht stimmt, passt es nicht.
Aber was will man verlangen, wenn sogar “Vorfahrtsschilder “vergessen” werden.
Heute in der “WP”: “Der BM räumt ein, dass im Vorfeld der neuen Regelung nicht genügend Öffentlichkeitsarbeit gemacht wurde.” Es wird leider nie Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Bzw. nur genehme…