Dieselgate dokumentiert: Acht Fragen an Dirk Wiese, und die Antwort

Es hat hier im Blog Kommentare und Fragen zur Rolle unseres heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten im “Dieselgate”-Untersuchungsausschuss gegeben.

Ich habe daraufhin vor gut einer Woche einen Brief an Dirk Wiese geschrieben. Die Anfrage enthielt acht Fragen.

Während ich diese Zeilen schreibe, berichten die Nachrichten über die Betrügereien von AUDI, und Donald Trump verabschiedet sich aus dem Klimaschutzabkommen.

Ich bin auf den Bericht des Untersuchungsausschusses selbst gespannt und werde ihn nach Veröffentlichung im Blog thematisieren.

Der Schriftwechsel:

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Sehr geehrter Herr Wiese,

Sie waren bis zu Ihrem Ausscheiden Mitglied (07.07.2016 bis 27.01.2017 ) des 5. Untersuchungsausschusess (Abgas): http://www.spdfraktion.de/abgeordnete/wiese
Es werden seit einigen Wochen “geleakte” Vorabinformationen über den zu erwartenden Abschlussbericht in den Medien diskutiert (z. B. Welt vom 4.5.2017
“Jetzt hat Dieselgate auch noch einen skandalösen Freispruch”: https://www.welt.de/wirtschaft/article164271516/Jetzt-hat-Dieselgate-auch-noch-einen-skandaloesen-Freispruch.html )

Ich möchte Sie bitten, mir schriftlich folgende Fragen zu beantworten:

Welche Position haben Sie zu den nachfolgenden in den Medien ventilierten Aussagen (u. a. taz vom 10.5.2017 https://www.taz.de/Untersuchungsausschuss-zu-Dieselgate/!5408608/ ) der Mehrheit des Untersuchungsausschusses?

1. „Das Handeln der Bundesregierung war nicht zu beanstanden“.

2. Kritiker hätten niemals Beweise für Tricksereien vorgelegt

3. die Hauptschuld für die Misere in Brüssel – die Regeln seien nicht eindeutig genug, um die Schummeleien zu unterbinden

4. die Regierung entlasse „die Hersteller aus der Verantwortung für die Einhaltung der Vorschriften“.

5. fehlt im Bericht der Koalition „jeder Anflug von Selbstkritik bei Tausenden Toten, Millionen von betrogenen Kunden und einer Autoindustrie, die unter Druck geraten ist“.

6. Es gebe in Deutschland „keine toxikologisch bedenklichen NO2-Werte“ und „keine wissenschaftlich erwiesenen Zahlen“ über Tote oder Kranke durch zu hohe NO2-Belastung. Teilen Sie diese Position?

7. Hat die Epidemologie-Expertin Annette Peters vom Helmholtz-Zentrum München Recht?

Die Schätzung von jährlich 10.000 zusätzlichen Todesfällen durch NO2 in Deutschland kommt von der Europäischen Umweltagentur und kann – wie alle Abschätzungen der Epidemologie – keine „adäquate Kausalität“ zeigen, wie es der Bericht verlangt. Bedeutsam für die Belastung der Bevölkerung sind auch nicht toxikologische, sondern diese epidemologischen Daten. Die Epidemologie-Expertin Annette Peters vom Helmholtz-Zentrum München, die als Zeugin aufgetreten war, erklärte, sie werde in dem Bericht falsch zitiert.”

8. Laut Tagesschau vom 4.5 (http://www.tagesschau.de/inland/abgasskandal-u-ausschuss-101.html) monierte der  Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) die Mehrheitsposition, zu der auch die SPD gehört: “Die Einschätzung, es hätte den Untersuchungsausschuss nicht gebraucht, ist ein Schlag ins Gesicht aller unter den hohen Stickoxid-Belastungen leidenden Menschen.” Teilen Sie diese Meinung?

Mit freundlichen Grüßen

Hans J. Schiebener

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Sehr geehrter Herr Schiebener,

 

vielen Dank für Ihre Anfrage. Meine Mitgliedschaft im Untersuchungsausschuss „Abgas“ endete mit meiner Ernennung zum Parlamentarischen Staatssekretär. Während meiner Mitgliedschaft habe ich nur an einem Teil der Zeugenbefragungen, nicht aber an der Erstellung des Abschlussberichts mitgewirkt.

 

Ich habe den Ausschuss auch vor den beiden aus meiner Sicht wichtigsten Zeugenbefragungen verlassen: Der von Bundeskanzlerin Merkel und der von Bundesverkehrsminister Dobrindt. Da ich mir deshalb kein abschließendes Urteil bilden konnte, bitte ich um Verständnis, dass ich ihre Fragen nicht beantworten kann.

 

Gerne teile ich Ihnen aber die aus meiner Sicht wichtige Erkenntnis mit, die ich während meiner Mitgliedschaft gewinnen konnte: Wir müssen dringend das Instrument der Musterfeststellungsklage einführen. Denn nur so können Verbraucherorganisationen Verbraucherrechte wirksam und auf Augenhöhe vor Gericht durchsetzen. Die Verbraucher können dann das Musterverfahren, das in einem elektronischen Klageregister öffentlich bekannt gemacht wird, nutzen, um zentrale Streitfragen vorab verbindlich zu klären. Leider wird die Musterfeststellungsklage derzeit von der CDU/CSU blockiert, allen voran Bundesminister Dobrindt. Hier ein Link zum Hintergrund: www.tagesschau.de/inland/sammelklage-dobrindt-101.html

 

Beste Grüße
Dirk Wiese

 


48 Comments
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Michael S.
4 Jahre her

Herr Wiese,

denken Sie gar nicht an ihre Kinder?

Oder kaufen Sie mit dem vielen geld, das Sie bei ihrer “Arbeit” verdienen, Ärzte?

gp
4 Jahre her

Nun will Audi eine merkwürdige Software „entdeckt“ haben.

Die zwischen Automobilherstellern und (amtl.) Aufsichts-/Genehmigungsgremien angelegten Rechtfertigungsketten bzgl. „Manipulation von Abgaswerten? – Wir wussten nicht davon.“ erinnern irgendwie an Eschers „Drawing Hands“.
https://de.wikipedia.org/wiki/Drawing_Hands

Interessierte Kreise/Lobby-Clans versuchen immer noch hartnäckig, den Sachverhalt in einer „seltsamen Schleife“ zu parken.

Apropos „Seltsame Schleife“ mit viel Charme und deshalb unvergessen:
(„Wimpy“ Bochum, ca. 1976, unüberhörbarer Dialog vor Eingangstür)

„Wo gehsse?“
„Im Kino am Bannoff.“
„Wat läuft?“
„Quo Vadis.“
„Und wat heisst das?“
„Wo gehsse?“

Don Vito Corleone
4 Jahre her

@ Dirk Wiese

ich habe Sie als meinen Nachfolger vorgeschlagen. Allerdings weiß ich nicht, ob die Verdienstmöglichkeiten unserer ehrenwerten Gesellschaft Ihren Vorstellungen entsprechen.

no name
4 Jahre her

Der „Spiegel“ berichtet in einem Artikel darüber, was das ZDF in seinem Beitrag „ZOOM: Geheimakte VW – Wie die Regierung den Konzern schützt“ am 7.6.2017 enthüllte: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/vw-abgasskandal-auch-umgeruestete-diesel-weiter-dreckig-a-1150977.html „VW-Abgasskandal Erfolglos umgerüstet Mit einem einfachen Software-Update wollte Volkswagen manipulierte Diesel sauber machen. Experten waren skeptisch. Interne Dokumente belegen nun, dass auch umgerüstete VW Dreckschleudern bleiben – und VW das wusste. … Mit der neuen Software von Volkswagen bekamen die Dieselautos gleich mehrere Abschalteinrichtungen installiert, die zu hohen Stickoxidemissionen im Straßenverkehr führen. Abschalteinrichtungen können laut EU-Verordnung nur ausnahmsweise erlaubt sein. Doch das Kraftfahrt-Bundesamt KBA genehmigte die neue Software mit dem Hinweis: „Die vorhandenen… Read more »

no name
4 Jahre her

„Diesel-Affäre Behörden haben gründlich versagt Zwischen Automobilindustrie und Politik herrscht ein besonderes Verhältnis. Das zeigt sich auch am Abschlussbericht zur Diesel-Affäre. Doch die „deutsche Melange“ schadet Kunden. Ein Kommentar von Martin Gent, WDR Wenn der Abgas-Untersuchungsausschuss eines nahelegt, dann die besondere deutsche Melange zwischen Automobilindustrie und Politik. Bei Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt ist sie direkt greifbar. Gern spricht er von „wir“ und „uns“, wenn er die Automobilindustrie meint – macht sich als Vertreter der Bundesregierung eins mit den Herstellern. Dabei wäre es sein Job, die Autokonzerne zu beaufsichtigen und zu kontrollieren. Hier hat er, hier haben seine Behörden, aber gründlich versagt.… Read more »

no name
4 Jahre her

@ zoom

hat Dirk Wiese im Auftrag von Angela Merkel “die Fakten zerstäubt”?

no name
4 Jahre her

„Diesel-Skandal

Ermittlungen auch gegen Porsche

10.07.2017

Nach der Festnahme eines Audi-Managers vergangene Woche zieht der Abgasskandal weitere Kreise: Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ein Verfahren gegen unbekannte Mitarbeiter der VW-Tochter Porsche wegen möglicher Manipulationen bei Diesel-Fahrzeugen eröffnet …“

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/porsche-ermittlungen-101.html

Mitgefangen
4 Jahre her

Wenn man als Politiker, wenn auch nur zeitweise, in einem Untersuchungsausschuss gesessen hat, der die anscheinend kriminellen Machenschaften deutscher Automobilkonzerne zum Gegenstand hat, kann man sich nicht einfach aus der Verantwortung stehlen: mitgefangen – mitgehangen! Dirk Wiese hatte geantwortet: “Ich habe den Ausschuss auch vor den beiden aus meiner Sicht wichtigsten Zeugenbefragungen verlassen: Der von Bundeskanzlerin Merkel und der von Bundesverkehrsminister Dobrindt. Da ich mir deshalb kein abschließendes Urteil bilden konnte, bitte ich um Verständnis, dass ich ihre Fragen nicht beantworten kann.” Selbst ohne diesem UA angehört zu haben hätte der Politiker Wiese die Pflicht, sich eine Position zu “Dieselgate”… Read more »

Gerhard
4 Jahre her

@ Mitgefangen

Dirk Wiese ist Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium: er ist in dieser Position bestens über die Vorgänge im Zusammenhang mit “Dieselgate” informiert. Dirk Wiese dürfte sogar weit besser informiert sein, als mancher Politiker, der die ganze Zeit im Untersuchungsausschuß saß. Wenn Dirk Wiese jetzt nicht zur Aufklärung beiträgt, trägt er Mitverantwortung am Tode Tausender, die die illegalen Dieselabgase weiter einatmen müssen.

gp
4 Jahre her

Betr.: “Dieselgate”-Kartell ff. …

Beim Betrachten dieses Fotos http://cdn1.spiegel.de/images/image-1168438-860_poster_16x9-wvpw-1168438.jpg kommt unwillkürlich Grönemeyers “Lächeln”-Song in den Sinn.
(Foto-Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/volkswagen-audi-porsche-bmw-und-daimler-unter-kartellverdacht-a-1159052.html)

https://www.youtube.com/watch?v=_sANQeN-vhE

Inwieweit sind z.B. eigentlich Typen wie Matthias Wissmann https://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Wissmann, Eckart von Klaeden https://de.wikipedia.org/wiki/Eckart_von_Klaeden und Konsorten “Teil des Problems”?

Lesenswert/Hörenswert: Kommentar von Gerhard Schröder (DLF) | 21.07.2017:
http://www.deutschlandfunk.de/diesel-skandal-ein-ungeheuerlicher-verdacht.720.de.html?dram:article_id=391730

no name
4 Jahre her

@ gp entscheidend diese Gesichtspunkte: – “Dabei geht es nicht um Bagatelldelikte. Nach Berechnungen der Europäischen Umweltbehörde sterben jedes Jahr über 10.000 Menschen in Deutschland an den Folgen überhöhter Stickoxidemissionen.” aus: http://www.deutschlandfunk.de/diesel-skandal-ein-ungeheuerlicher-verdacht.720.de.html?dram:article_id=391730 Wie ist das strafrechtlich zu bewerten? Ist das noch “Wirtschaftskriminalität” oder “Mord”? – es müssen sehr viele an dem Betrug beteiligt gewesen sein, nicht nur die Politiker, die aus der Politik in die Wirtschaft gewechselt sind: erstaunlich, dass nicht eher aufgeklärt wurde, irgendjemand hätte doch mal “auspacken” können. Gilt die folgende Berechnung nicht für Diesel-Deutschland? “Einer hätte die Wahrheit längst ausgeplaudert … Im Fachmagazin “Plos One” stellt Grimes… Read more »

gp
4 Jahre her

Wenn das Trickser-Kartell die Allgemeinheit bescheisst, ist das okay. Wenn ein Mitglied des Trickser-Kartells den Rest der Automobil-Gang austrickst, bringen die ausgetricksten Mit-Kartellisten urplötzlich “moralische Begrifflichkeiten” ins Spiel: BMW fühlt sich von Daimler hintergangen Der in München ansässige Autokonzern BMW hat nach Informationen der Süddeutschen Zeitung Gespräche mit Daimler über neue Kooperationen ausgesetzt. Damit reagiert BMW auf die Kartellvorwürfe gegen die deutschen Autohersteller, die auch auf einer Art Selbstanzeige von Daimler bei der EU-Kommission in Brüssel beruhen. Diese Selbstanzeige, die Daimler offenbar schon 2014 gestellt hat, sorgt bei BMW für große Verärgerung. “Das Vertrauen ist total beschädigt”, heißt es aus… Read more »

Nofretete
4 Jahre her

Letztendlich war es ja schon lange klar. Aber irgendwie will niemand klar sehen. Nehmen wir einmal nur VW. Da haben die Jung’s (natürlich heißen sie regulär Manager..) doch ohne Vorbehalt mit einer Diktatur zusammen gearbeitet. Arbeiter aus ihren Werken verhaften, foltern, möglicherweise umbringen lassen… Macht ja nix, sind ja nur Arbeiter (noch dazu in der sogenannten Dritten Welt!) kommen andere nach. Aber wozu gibt es Aufsichtsräte ? Zum Beispiel bei VW ? 20 Prozent Beteiligung SPD im Land Niedersachsen…??? !!! Das Wesen eines “Kartells” ist Schweigen. Das wissen wir seit Grisham oder Crichton; kommt also aus den USA. Zuckt der… Read more »

no name
4 Jahre her

„Das Wesen eines „Kartells“ ist Schweigen.“

Wiese schweigt.

no name
4 Jahre her

@ Dirk Wiese können Sie mir die Meldung der tagesschau erklären? verstehe ich das richtig, dass die Autokonzerne jahrzehntelang betrogen haben, und jetzt dafür Geld vom Steuerzahler bekommen? http://www.tagesschau.de/wirtschaft/diesel-mueller-hendricks-101.html “Politik und Autoindustrie Ein Anschein von Kumpanei … Erneuter Kuschelkurs vor der Wahl? Darüber hinaus hat Bundesverkehrsminister Dobrindt angekündigt, gemeinsam mit der Industrie ein Diesel-Rettungspaket schnüren zu wollen. Laut mehreren Medienberichte soll dafür ein 500-Millionen-Euro-Fonds aufgelegt werden – zur Hälfte gespeist durch den Staat, die andere Hälfte stemmt die Industrie. Offenbar fürchtet die Bundesregierung, kurz vor der Wahl den Zorn der Wähler auf sich zu ziehen. Immerhin sind in Deutschland 15… Read more »

Gabi
4 Jahre her

Wahrplakat – Hier kann man/frau gucken, wie sämtliche „unserer“ Abgeordneten z.B. in Punkto TTIP und CETA, Vorratsdatenspeicherung und Diätenerhöhung abgestimmt haben:

https://wahrplakat.abgeordnetenwatch.de/

gp
4 Jahre her

Porsche verwendet für die Diesel-Variante des Cayenne Motoren der anderen VW-Tochter Audi.
( … )
Audi muss deshalb 24.000 Fahrzeuge zurückrufen. Das Unternehmen bestätigte, dass die nun betroffenen Porsche Cayenne von Audi zugelieferte Motoren haben. Volkswagen kündigte an, den von Dobrindt geäußerten Verdacht mit Blick auf sein Modell Touareg zu prüfen.
Quelle: http://www.dw.com/de/dobrindt-verbannt-porsche-modelle/a-39864879

So denn den Diesel-Versionen der Fahrzeuge „Porsche Cayenne“ und „VW Touareg“ die Betriebsgenehmigung verwehrt wird stellt sich die Frage, wie zukünftig nicht wenige Kindergarten- bzw. Grundschulkinder ihre Bildungseinrichtung erreichen sollen. ?

no name
4 Jahre her

@ gp

die Rechenaufgabe für die Schule:

„Wie viele Kindergarten- bzw. Grundschulkinder werden ihre Bildungseinrichtung nie erreichen, da durch die Nichtaufklärung des Diesel-Skandals ihr Tod in Kauf genommen wird?“

Zusatzaufgabe: „Wie hoch ist der Profit pro gestorbenes Kind?“

Nofretete
4 Jahre her

Also ist es jetzt Mercedes böse auf Daimler, oder ist es doch andersrum ?! Egal, man schaue auf andere Teile der Welt. Da geht es nicht mehr darum, welche “Eliten” auf welche “Eliten” böse oder sauer sind. Oder zuwenig von den gestohlenen Milliarden abbekommen haben. Da geht es darum, dass sich die Bürger, das Volk, die Arbeiter, die Ausgebeuteten schlechthin so etwas nicht mehr gefallen lassen (wollen). Und auch nicht mehr müssen. Es gibt relativ einfache Mittel dagegen. “Alle Macht geht vom Volke aus”… Das merken momentan Putin, Maduro – es werden irgendwann auch Trump und Jong etc. merken. Das… Read more »

zoom
4 Jahre her

Diesel-Skandal – Ist Vergiften auch Terror?

Wer Autos anzündet, muss sich als Terrorist bezeichnen lassen. Wie aber soll man diejenigen nennen, die uns heimlich mit Gift verseuchen? Der Leitartikel.

http://www.fr.de/politik/meinung/leitartikel/diesel-skandal-ist-vergiften-auch-terror-a-1322822?GEPC=s3

no name
4 Jahre her

„Kommentar: Ergebnisse des Dieselgipfels unzureichend und absolut enttäuschend

02. August 2017 | BUND-Vorsitzende Hubert Weiger:

„Erneut haben sich die Autohersteller gegen die Interessen von Verbrauchern und Umweltschützern durchgesetzt. Die Bundesregierung hat es versäumt, die Verantwortlichen des Abgasskandals angemessen in die Pflicht zu nehmen und starke Maßnahmen gegen die hohe Stickoxidbelastung zu ergreifen.

Mit der Entscheidung für reine Software-Updates, die nicht einmal verpflichtend sind, werden Fahrverbote unausweichlich …“

https://www.bund.net/aktuelles/detail-aktuelles/news/kommentar-ergebnisse-des-dieselgipfels-unzureichend-und-absolut-enttaeuschend/

zoom
4 Jahre her

Luftverschmutzung Mooswände, Wucherpreise und Verbote

Die Belastung durch Stickoxide in deutschen Städten ist immer noch zu hoch. Dabei zeigen andere europäische Länder, wie die Schadstoffkonzentration reduziert werden kann: Durch hohe Zusatzkosten für Autofahrer.

http://www.tagesschau.de/inland/staedte-luft-stickoxide-101.html

gp
4 Jahre her

DLF-Kommentar, 02.08.2017: Hektischer Tag, spärliches Ergebnis

„(…) Die Pressekonferenz verzögerte sich schlussendlich um zwei Stunden. Das hinderte den Verband der Automobil-Industrie aber nicht daran, seine Sicht der Dinge schon vorab per E-mail zu verbreiten. Da drängt sich schon die Frage auf, wer eigentlich an so einem Tag die Informationshoheit an sich reißt. (…)“

http://www.deutschlandfunk.de/diesel-gipfel-hektischer-tag-spaerliches-ergebnis.720.de.html?dram:article_id=392589

no name
4 Jahre her

ein Blick auf die Statistik, und die Frage:

wer kontrolliert eigentlich die Automobilindustrie?

oder kontrolliert die Automobilindustrie die Politik?

http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/diesel-in-deutschland-101.html

…………………………..

Euro-4-Norm:

Grenzwert: 250

Realwert: 674

…………………………..

Euro-5-Norm:

Grenzwert: 180

Realwert: 906

…………………………..

Euro-6-Norm:

Grenzwert: 80

Realwert: 507

gp
4 Jahre her

„Is was?! – Aufreger der Woche“ | DLF | Corso | 04.08.2017

Sigrid Fischer im DLF über Läusemittel im Ei, Enttäuschung über die mageren Ergebnisse des Dieselgipfels und dann verliert auch noch der FC Bayern München und das gleich zweimal … – ?

http://www.deutschlandfunk.de/is-was-aufreger-der-woche.807.de.html?dram:article_id=392747

no name
4 Jahre her

Überrascht folgendes noch irgendjemand (ausser Dirk Wiese, der natürlich berufsüberrascht ist):

“Dieselaffäre

Zeugen belasten Audi-Chef schwer

Hat Audi-Chef Stadler von den Abgasmanipulationen erst hinterher erfahren, wie er beteuert? Nein, sagen Zeugen. Recherchen von NDR, WDR und SZ zufolge behinderte er gar die Aufklärung der Behörden …”

http://www.tagesschau.de/ausland/schweige-kartell-dieselaffeare-101.html

no name
4 Jahre her

[ … gelöscht … bitte keine Unterstellungen ] http://www.tagesschau.de/wirtschaft/weil-vw-rede-101.html „Weil-Rede vorab bei VW Rechtlich geprüft oder weichgespült? Ein Unternehmen prüft eine Regierungserklärung. Laut Medienbericht so geschehen im Jahr 2015. Niedersachsens Ministerpräsident Weil wollte eigenen Angaben zufolge rechtliche Fragen klären lassen, als er VW seine Rede zur Diesel-Affäre vorab schickte. Die „Bild am Sonntag“ berichtet nun, dass es dabei nicht blieb. … Die „Bild am Sonntag“ berichtete dagegen, VW-Mitarbeiter hätten den Text im Sinne des Konzerns umgeschrieben. „Das war kein Faktencheck, wir haben die Rede umgeschrieben und weichgespült“, sagte ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter, der an dem Vorgang beteiligt war, dem… Read more »

no name
4 Jahre her

VW und die Politik: „Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt. Ein Freund bleibt immer Freund, auch wenn auch die ganze Welt zusammen fällt …“ http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/VW-Formulierungshilfen-auch-fuer-McAllister,vw3874.html „VW: Formulierungshilfen auch für McAllister? … „Steilpässe“ zwischen VW und Ministerpräsident McAllister So soll sich das Fachreferat der Staatskanzlei im Jahr 2011 mit folgender Bitte an einen VW-Mitarbeiter gewandt haben. „Wäre toll, wenn Du das aktuelle VW-Wording einfügen könntest.“ Zum Umgang mit Medien zum Thema Volkswagen wandte sich die Pressestelle der Staatskanzlei mit folgenden Worten in einer E-Mail an das Fachreferat der Staatskanzlei: „Wichtig ist in… Read more »

no name
4 Jahre her

„Das Handeln der Bundesregierung war nicht zu beanstanden“

also alles richtig gemacht, wenn in den folgenden Städten Fahrverbote kommen sollten:

Stuttgart

München

Reutlingen

Köln

Limburg a.d. Lahn

Düsseldorf

Darmstadt

Wiesbaden

Mainz

Berlin

Frankfurt am Main

Offenbach am Main

Essen

Bonn

Aachen

Gelsenkirchen

Heilbronn

Backnang

Esslingen am Neckar

Ludwigsburg

Mühlacker

Ravensburg

Herrenberg

Tübingen

Leinfelden-Echterdingen

Leonberg

Pleidelsheim

Mannheim

Heidenheim an der Brenz

Kuchen

Nürnberg

Augsburg

Hamburg

Marburg

Gießen

Hannover

Oldenburg

Osnabrück

Hildesheim

Düren

Hagen

Dortmund

Bochum

Paderborn

Wuppertal

Bielefeld

Siegen

Oberhausen

Hürth

Leverkusen

Herne

Witten

Neuss

Mülheim an der Ruhr

Schwerte

Mönchengladbach

Ludwigshafen

Dresden

Halle

Kiel

Norderstedt

Nofretete
4 Jahre her

Sicher, sie machen immer alles richtig. Jetzt jedoch wird der Druck erhöht: Bundesumweltministerin Hendricks beharrt auf einer Umrüstung in Hardware. Logisch. Die smarten Herren der Automobilbranche wollen das verhindern. „Bitte schön , aber die Kosten. Wo bleiben da unsere Boni…“ So oder so ähnlich muss man sich das vorstellen. Aber eigentlich benötigt man nicht einmal Phantasie oder Vorstellungskraft. Man schaue nur auf den sogenannten „Diesel-Gipfel“ zurück. Es begann mit der Einfahrt der schwarzen (wahrscheinlich schmutzigen) Flotte zum Bundeswirtschaftsministerium. Da hatte Greenpeace schon mal vorsorglich ein Banner entrollt: „Willkommen in Fort NOX 2“. Schreckstarre – Umkehr des Konvois in Richtung Bundesinnenministerium.… Read more »

no name
4 Jahre her

@ Nofretete

„unternehmerisches Versagen werde man sich nicht nachsagen lassen“

war ja auch kein „Versagen“ sondern „Vorsprung durch Technik“ …

und die Technik funktionierte wie von den Bossen geplant:

„… Demzufolge wusste der gesamte Audi-Vorstand einschließlich Stadler seit mehr als sieben Jahren vom Abgasproblem bei Dieselfahrzeugen des Konzerns.

Noch viel früher, nämlich am 9. Oktober 2006, soll der damalige Audi-Chef Winterkorn, der wenig später die VW-Führung übernahm, von grundlegenden Problemen mit der Dieselabgas-Reinigung unterrichtet worden sein …“

http://www.fr.de/wirtschaft/diesel-skandal-ein-audi-manager-packt-aus-a-1335653

no name
4 Jahre her

Würde mich freuen, wenn die folgende Meldung von anderen kommentiert wird – ich selber bin sowas wie „sprachlos“:

„Christian Lindner im Interview

FDP stellt Grenzwerte für Luftqualität infrage

27. August 2017

Die FDP stellt die Grenzwerte für Luftqualität in deutschen Städten infrage. „Mit Medizinern und Ingenieuren sollte geklärt werden, ob die Grenzwerte nicht auch langsamer erreicht werden können als sofort“, sagte FDP-Chef Christian Lindner unserer Redaktion.

müsse jetzt eine Debatte darüber geführt werden „ob die Grenzwerte wirklich verhältnismäßig sind“, betonte der FDP-Chef. Es gebe viele Hebel, die gezogen werden könnten, um Fahrverbote zu verhindern …“

http://www.rp-online.de/politik/deutschland/bundestagswahl/fdp-chef-christian-lindner-stellt-grenzwerte-fuer-luftqualitaet-infrage-aid-1.7039244

gp
4 Jahre her
Reply to  zoom

Das Produkt Lindner zeigt (auch) die Macht der Suggestion und das Geschick einer Werbeagentur.

Der Agentur ist anscheinend nachfolgendes Video nicht bekannt. Songtext mit FDP-Floskeln anpassen, Clip mit aktuellen FDP-Größen nachstellen … – und fertig ist das ultimative FDP-WahlVideo mit Poser Lindner als Frontmann ?
https://www.youtube.com/watch?v=gUjcjUF-urU&w=640&h=390

gp
4 Jahre her
Reply to  zoom

„They never come back?“ … – Falsch. Poser/Blender ala Guttenberg können sich in einem fruchtbaren Biotop tummeln. Karl-Theodor zu Guttenberg: „Jetzt ist auch mal irgendwann gut“ Bei seinem ersten Wahlkampfauftritt für die CSU erklärt der frühere Verteidigungsminister seine Plagiatsaffäre für abgeschlossen: „Ich habe alle Konsequenzen ertragen.“ ZEIT-online, 31.08.17 | 00:48 Uhr http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-08/karl-theodor-zu-guttenberg-plagiatsaffaere Allein dieses Foto http://img.zeit.de/politik/deutschland/2017-08/karl-theodor-zu-guttenberg-kulmbach-2/wide__820x461__desktop ruft zwingend einen Rückgriff auf das Max Liebermann zugeschriebene Zitat hervor: „Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte.“ Dieser Herr v. Guttenberg hat nix begriffen … – dieser Herr v. Guttenberg hat als Minister der BRD den Souverän – das „Wahlvolk“… Read more »

no name
4 Jahre her

Ein Satz, des das Denken von Wirtschaft und Politik – Wirtschaftspolitikern wie Wiese – charakterisiert:

„Mit Blick auf die Kosten kommt das Umweltbundesamt darüber hinaus zu einer verheerenden Bilanz: 3,7 Milliarden Euro müssten die Hersteller ausgeben, um hinreichend viele Dieselfahrzeuge nachzurüsten. Dem stünden laut dem Bericht Einsparungen von nur 293 Millionen Euro im Gesundheits- und Umweltsektor gegenüber.“

Geld. Nur Geld. Menschen zählen nur als Geld.