Wanderung zu geplanten Windkraft-Standorten am Heidkopf – ein Bericht.

Pieper, Assinghausen
Blick vom Heidkopf: eines der fünf Windräder will die Fa. Pieper errichten. (foto: zoom)

Nachdem in der Ratssitzung in Olsberg am 17.10.2013 der „Teilflächennutzungsplan Windenergie“ mit großer Mehrheit befürwortet wurde, hoffen potentielle Investoren, dass sich die Umsetzung ihrer Windenergie-Vorhaben nicht weiter verzögert. Zu diesen Interessenten gehört auch die “Waldinteressenschaft Forstinteressenten Assinghausen“.

Schon ein Jahr vor dem erwähnten Beschluss im Olsberger Rat hatte der Vorsitzende der Assinghauser Waldinteressenschaft Forstinteressenschaft Bernd Simon die Mitglieder der im Kreistag des Hochsauerlandkreises vertretenen Sauerländer Bürgerliste (SBL) zu einer Besichtigung der Windrad-Standorte am Heidkopf eingeladen.

An einem freundlichen, warmen Oktober-Sonntag war es nun endlich soweit. Eine kleine Gruppe Wanderer aus Assinghausen, Brilon, Eslohe, Meschede und Siedlinghausen spazierte lebhaft diskutierend den vom Sturm Kyrill stellenweise leer gefegten Berg hinauf, genoss von fast jedem Standort aus eine beeindruckende Aussicht, stellte einmütig fest, dass am Heidkopf der Wind besonders kräftig pfeift und erfuhr viel Wissenswertes über die Chancen der Windkraftnutzung im Allgemeinen und speziell in Assinghausen.

Fünf Windräder sollen es sein. Die Preis-Kalkulation beläuft sich auf 5 Millionen Euro pro Anlage, also insgesamt auf 25 Millionen Euro. Die Spaziergänger waren sich einig darin, dass Windkraft eine unentbehrliche, zeitgemäße Technologie ist und das nicht erst seit der Katastrophe in Fukushima. Ganz nebenbei erzählten die „Alteingesessenen“ ein paar Anekdoten, z.B. die von einem Forstbeamten, der sich mit seinem nagelneuen, teuren Auto auf einem nassen Waldweg am Heidkopf hoffnungslos festgefahren hatte. Zum krönenden Abschluss des Wander-Nachmittags gab es noch einen kleinen, teils umständehalber alkoholfreien Umtrunk beim Assinghauser Urgestein Reisen Fränzchen.

Die Initiatoren vom Windpark Heidkopf geben nicht nur an Ort und Stelle und in Wanderkluft gerne Auskunft. Auf der „Heidkopf-Internetseite“ findet man detaillierte und fundierte Auskünfte über das Windpark-Projekt, beispielsweise zur Finanzierung, Bürgerbeteiligung und der lokalen Wertschöpfung: http://www.windpark-heidkopf.de

37 Comments
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Interessierter Bürger
7 Jahre her
Interessierter Bürger
7 Jahre her

Nicht nur durch mehrere Korruptionsvorwürfe, sondern auch durch eine Buchveröffentlichung (nach Lage der Dinge eine Kampfschrift) sind die Juwi-Gründer aufgefallen: http://www.wiwo.de/politik/deutschland/mein-unmoralisches-angebot-an-die-kanzlerin-juwi-gruender-will-halbes-unternehmen-verschenken-seite-all/8381684-all.html Zitat aus dem rezensierenden Kommentar: “Ein clever inszeniertes Schlaumeier-Buch, stammend aus der Feder eines ehrgeizigen Unternehmers für Erneuerbare Energieanlagen. Hintergedanklich zweifellos mit der Absicht, eigennützige Eigenwerbung zu betreiben….Offenkundig ist erkennbar, dass die rosarot beschriebenen Ansichten + Visionen von eigennützigem Profitdenken geprägt sind. Realistische, objektive Ansichten vermisse ich und die Umsetzung der Visionen 2020 würden hinsichtlich Strombezahlbarkeit -gerade für Geringverdiener- zweifellos zu einer weiteren Steigerung der existierenden Strompreis-Schmerzgrenze führen und mindestens 1 Mio. Stromsperrungen verursachen….Ohne Rücksicht auf Verluste würden Naturparks… Read more »

Gabi
7 Jahre her

@Interessierter Bürger Ohne dass ich jetzt tiefer in die Materie einsteigen will, stelle ich mal die Frage: „Wie sollen die Mitglieder der Waldgenossenschaft Assinghausen ein solch gewaltiges Projekt ohne know how und Unterstützung eines Fachunternehmens wie z.B. Juwi stemmen?“ Ihre Bedenken gegenüber der Windenergie kann ich nicht teilen, weder was die Optik anbelangt und erst recht nicht grundsätzlich. Windkraft gehört, wenn vielleicht auch nur für ein paar Jahrzehnte, die Zukunft. Schließlich ist sie eine der umweltverträglichsten Varianten der Energie-Erzeugung. Windräder setzen keine Radioaktivität frei, vergiften weder Böden noch Gewässer und das Material ist irgendwann ohne nachhaltige Schäden demontier- und recycelbar.… Read more »

7 Jahre her

Der Unterschied zu den AKWs dürfte in einer Hinsicht klar sein, oder:
http://www.der-postillon.com/2010/03/super-gau-in-windkraftanlage-verstrahlt.html

Interessierter Bürger
7 Jahre her

@ Gabi: Um Ihre Frage umzuformulieren: Warum sollten Mitglieder der Waldgenossenschaft Assinghausen ein solch gewaltiges Projekt mit Auswirkungen auf das ganze Hochsauerland überhaupt stemmen dürfen? Es handelt sich evident um eine Privatisierung von Gewinnen und Sozialisierung von Verlusten und Beeinträchtigungen. Es ist ebenso evident, dass die Anreize in dieser Planwirtschaft völlig falsch gesetzt sind und dass der Projektierer Juwi in reinem Eigeninteresse handelt. Windkrafträder sind nicht etwa wie Sie ausführen vollständig rückbaubar: Die Grundbesitzer bleiben pro Windkraftrad auf 1.500 Kubikmeter Stahlbeton sitzen, die wenigstens 50 Meter in die Erde reichen und den lokalen Wasserhaushalt beeinträchtigen. Die Rückstellungsbildung ist nach Expertenmeinung… Read more »

Interessierter Bürger
7 Jahre her

@ zoom:

Den GAU jedes Müllers kann man schon bei Wilhelm Busch (1832 – 1908) nachlesen:

“Aus der Mühle schaut der Müller, Der so gerne mahlen will.

Stiller wird der Wind und stiller, Und die Mühle stehet still.

So gehts immer, wie ich finde, Rief der Müller voller Zorn.

Hat man Korn, so fehlts am Winde, Hat man Wind, so fehlt das Korn.”

Damals wie heute:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/erneuerbare-energien-flaute-am-windrad-1.1801365

Interessierter Bürger
7 Jahre her

Und um den hoffnungsfrohen Assinghäuser Kommanditisten schon mal die Branchenusancen, die Perspektiven Ihrer Altersvorsorgegroschen und Ihre völlig unzulängliche rechtliche Handhabe aufzuzeigen:
http://www.handelsblatt.com/finanzen/fonds/nachrichten/geschlossene-fonds-die-schmutzigen-tricks-maroder-fonds/8984886.html

Sapere aude statt Tagesausflug mit Bespassung der Initiatoren in Wanderkluft an Ort und Stelle. Komasaufen auch im Alter bei Reisen Fränzchen geht nur, wenn die mühsam erarbeiteten Spargroschen nicht vorher den Bach runter gegangen sind.

Gabi
7 Jahre her

@Interessierter Bürger

Wenn Sie mir nicht glauben und ich Ihnen nicht glaube, möchte ich Ihnen wenigstens eins noch glaubhaft versichern, nämlich, dass wir (und da spreche ich bewusst für mehrere Leute) vom Komasaufen bei Reisen Fränzchen weit entfernt sind und waren. :-)

Interessierter Bürger
7 Jahre her

@ Gabi:

Seien auch Sie versichert, dass ich Ihnen zumindest dies gerne glaube! Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass Sie ausgerechnet im beschaulichen Assinghausen über die Stränge geschlagen hätten…

Doch es sei zu Denken gegeben, dass es nicht nur der Alkohol sein kann, der einem zu Kopf steigt und Projekte wie diese mit rosaroter Brille sehen lässt. Die Winterberger Ratsmitglieder können Ihnen ein Lied davon singen!
;-)

Interessierter Bürger
7 Jahre her

Mit aller Macht stemmen sich die schwarzroten Berliner Büttel gegen die Einsicht, dass sie physikalische Naturgesetze und energiewirtschaftliche Axiome trotz manchen Physikdoktorats der SED-Fakultät nicht mittels einer Energiewende stürzen können. Immerhin aber scheint die Kostenexplosion ihrer Ökoklientelpolitik und die Angst vor der Wut und infolgedessen dem Schafott einer verarmenden, permanentem Wupwupwup der Windkrafträder ausgesetzten Bevölkerung eine annähernd disziplinierende Wirkung zu entfalten. Entsprechend sind erste Indizien einer verschämten Rückbesinnung auf Realpolitik zu bestaunen: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/eeg-reform-union-will-foerderung-der-erneuerbaren-einschraenken/9011222.html Es ist mithin nur eine Frage der Zeit, bis die sakrosankten Subventionszusagen der Erneuerbaren-Energien-Großoffensive der Taktik des politischen Tagesgefechts geopfert werden und sich die Ökoindustriellen deckungslos, d.h.… Read more »

Denkmal
7 Jahre her

Sind Politiker nicht süß? Im Jahr 2007 wurden die fossile Brennstoffe, also für Öl, Gas und Kohle 342 Mrd. $ subventioniert. Erneuerbare Energien erhielten dagegen nur 39 Mrd $. Kurz darauf griff die Krise um sich und beutelte die Weltwirtschaft. Mit der Überwindung der Krise wurde in der Abschlusserklärung des G-20-Gipfels von Pittsburgh erklärt: 1. Wir kommen mitten in der entscheidenden Übergangsphase von der Krise zum Aufschwung zusammen, um die Ära der Verantwortungslosigkeit hinter uns zu lassen und eine Reihe von Maßnahmen, rechtlichen Vorgaben und Reformen zu beschließen, die den Anforderungen der Weltwirtschaft des 21. Jahrhunderts gerecht werden. Und weiter… Read more »

Rothaargebirgsornithologe
7 Jahre her

Eine avifaunistische Begutachtung dieser Anlage dürfte kaum positiv zu bescheiden sein, dies aus zwei ortsbezogenen Gründen:

Erstens: Bekannter Zugvogelkorridor
Zweitens: Bestätigte Rotmilanhorste

Weite Teile der oberen Regionen des Rothaargebirges weisen bei gewissenhafter Begutachtung übrigens zumindest eines der oben genannten zentralen Versagensgründe auf. Die Düsseldorfer Windkraftpläne für das Hochsauerland sind entsprechend befremdlich, fast möchte man sagen verwerflich, jedenfalls aber nicht ökologisch.

Gabi
7 Jahre her

@Rothaargebirgsornithologe

“Bestätigte Rotmilanhorste”

Davon hat Bernd Simon auch berichtet. Bisher ist nicht bekannt, ob das ein Co-Kriterium sein wird.

Nichts desto trotz bin ich der Überzeugung:
Windräder müssen da stehen, wo der meiste Wind weht
Energie muss möglichst dezentral erzeugt werden
und, dass der ein oder andere seine Einstellung “Energieverbrauch ja, aber bitte keine Stromproduktion in meiner Sichtweite” überdenken bzw. überzeugend umweltschonendere und gleichzeitig wirtschaftliche Alternativen darstellen sollte.

Interessierter Bürger
7 Jahre her

@ Gabi: Schon wieder dieses Herumreiten auf der Dezentralität, ein denklich schwaches Argument. Das flächendeckende Stromnetz spricht für sich selbst. Zentralisierte Netzversorgung gewährleistet höhere Netzstabilitäten. Den Dezentralitätsgedanken umgesetzt hätte jedes Dorf seine eigene Kläranlage, eigene Raffinerie etc. Was für ein Unsinn! Es ist vielmehr so, dass in der Zentralisierung jeglicher umweltbeeinträchtigender Produktion ein großer ökologischer Vorteil liegt. Und weil die Umweltbeeinträchtigungen durch Windkraftanlagen erheblich sind, muss sie an optimalen Standorten zentralisiert werden. Dezentralität ist nur bei denjenigen Erneuerbaren Energien sinnvoll und sogar höchst wünschenswert, deren Umweltbeeinträchtigungen minimal sind: Blockheizkraftwerke für Biomasse, Geothermie, Solarenergie etc. Windkraftanlagen sind jedenfalls nichts anderes als… Read more »

Rothaargebirgsornithologe
7 Jahre her

@Gabi: Ich hoffe doch Sie meinen „K.O-Kriterium“ im Sinne von Versagensgrund. Ihre Überzeugungen scheinen mir keine guten Argumente für die Windkraft zu sein: Subjektive und partielle Eindrücke einer Technologie, deren viele nachteilige Auswirkungen in der Gesamtsicht den Nutzen überwiegen, auch wenn ich mir konkret nur eine Beurteilung aus ornithologischer Sicht erlauben will. Nachteilige Auswirkung für die Vogelwelt ist die in mehreren Studien eindeutig dokumentierte Tatsache, dass Vögeln das Gefahrenbewusstsein für den immensen Gefährdungsbereich der Rotorblätter fehlt und sie vom Unterdruck neben/hinter den Radflügeln regelrecht auseinandergerissen werden. Kritische Begrifflichkeiten wie „Vogelschreddermaschinen“ und “industrialisierter Massenmord an Vögeln” haben also durchaus ihre Berechtigung.… Read more »

Gabi
7 Jahre her

@Rothaargebirgsornithologe K.O. – Genau, das ist es was ich meine. ;-) Danke! Ihre Sorge um Natur und Umwelt und um die vom Aussterben bedrohten Arten respektiere ich und kann sie sehr gut nachvollziehen. Energiegewinnung, Reccourcen-Verbrauch und Industrie mit der Umwelt in Einklang zu bringen ist ein Drahtseilakt, vielleicht sogar unmöglich? Misslungene Beispiele gibt es ja auch im Sauerland zuhauf. Historisch gesehen gehört vielleicht auch die Förderung von Erzen dazu, siehe Bleibelastung in Brion. (Man sollte auch mal in Wulmeringhausen Boden- und Gewässerproben ziehen!?) Aktuell denke ich an Weihnachtsbäume und Fichtenmonokulturen und den Einsatz von Pestiziden und anderen Giften. Auch das… Read more »

Interessierter Bürger
7 Jahre her

@ Gabi:

Es mag überraschen, aber Energiesparen und Minimierung des carbon footprint steht bei mir hoch im Kurs, wie insgesamt der Umweltschutz. Aber immer rational und mit Blick auf das Ganze, niemals ideologisch, ökofanatisch und aus reinem Selbstzweck.

Interessierter Bürger
7 Jahre her

Oh, Hoffnungsschimmer! Tatsächlich kehrt offenbar die Berliner Laienschar verschämt zur Realpolitik zurück: “Das Informationspapier aus dem Bundesumweltministerium, das gestern in Umlauf gebracht wurde, enthält weiter Details, die eine radikale Reform der Ökostrom-Förderung bedeuten würden: Demnach soll vor allem der Windrad-Bau an Land gebremst werden. „Überförderungen werden wir schnell und konsequent bei Neuanlagen abbauen“, heißt es in dem Textvorschlag der Union für den Koalitionsvertrag. „In einem ersten Schritt werden wir bei windstarken Standorten daher die Fördersätze deutlich senken, um den Zubau kostengünstiger zu gestalten.“ Und weiter: „Außerdem werden wir die Förderung bundesweit auf die guten Standorte konzentrieren.“ ” Zitiert aus: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/energiewende-neue-details-aus-oekostrom-papier-des-umweltminsiteriums-12652322.html… Read more »

Gabi
7 Jahre her
7 Jahre her
Reply to  Gabi

@Gabi
Ich denke, dass man/frau unabhängig von der eigenen Meinung die Argumente gegen Windenergie-Anlagen im HSK sehr ernsthaft prüfen muss.

Die “Volkszorn”-Konnotation ist ja zweischneidig.

Daher wäre ich für eine Diskussion jenseits der Emotionen.

7 Jahre her

“Union und SPD wollen bei Förderung der Windkraft kürzen Union und SPD haben sich bei ihren Koalitionsverhandlungen in Berlin auf Kürzungen bei der Windenergie-Förderung geeinigt. Die SPD-Verhandlungsführerin, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Kraft, erklärte, das Ausbauziel für Windparks in Nord- und Ostsee werde deutlich gedrosselt. Zudem wolle man bei der Windkraft an Land die Fördersätze senken. Unions-Verhandlungsführer, Bundesumweltminister Altmaier, sagte, CDU, CSU und SPD wollten die Umsetzung der Energiewende planbarer, berechenbarer und auf Dauer bezahlbarer machen. Strittig blieb bei den Verhandlungen das Ziel des Anteils erneuerbarer Energien am Strommix bis 2030. Diese Frage soll in der großen Koalitionsrunde am Montag besprochen werden. In… Read more »

Interessierter Bürger
7 Jahre her

Hätten die Windkraftbefürworter ihre Hausaufgaben „emotionslos“ gemacht, dann wüssten sie um die Irrelevanz des allgegenwärtigen Dezentralitätsarguments, um Zufallsstromproduktion, Überproduktion, fehlende Speicherkapazität, tiefe Stahlbetonfundamente, ungelöste Rückbauprobleme, Immissionen etc. pp. So allerdings sind sie ideologisch verblendete, viel zu willfährige Diener der interessierten Kreise. Befremdlich wird es insbesondere dann, wenn man (beispielsweise wie oben) Betroffenheit gegenüber den Umweltsünden der Vergangenheit und deren Gesundheitsgefahren vorschützt, selbst eben solche Gefahren für die Gesundheit aber ausgerechnet für die eigene Utopie blindlings einzugehen bereit ist, und (bezeichnenderweise!) auch noch der ökologische Beitrag im globalen Kontext geradezu marginal und die Verhältnismäßigkeit völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Eben… Read more »

Denkmal
7 Jahre her

Ich bezweifle seit langen eine politisch gewollte Energiewende. Es gibt insgesamt viel zu wenig Bewegung in diese Richtung. Großer Verbrauch wird mit günstigen Tarifen belohnt, Kommunen werden fürs Energiesparen z.B. LED-Straßenleuchten bestraft.

http://www.agora-energiewende.de/themen/effizienz-lastmanagement/detailansicht/article/staedte-und-gemeinden-sollen-fuers-energiesparen-nicht-mehr-bestraft-werden/

Wo die Energiewende trotzdem noch stattfindet
oder
um es mit den Worten von RWE-Chef Peter Terium zu sagen:

“Die Energiewende hat zum ersten Mal deutlich gemacht, es geht auch ohne uns.”

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/energiewende-dramatische-umwaelzung/8716024-2.html

Interessierter Bürger
7 Jahre her

Ah doch, jetzt klappt’s auch bei mir mit den dorfinfo-Kommentaren. Putzig, diese “Wutbürger”! Angesichts der weitreichenden Konsequenzen, die die Windkraftpläne für unser Leben und unsere Landschaft haben, fällt die Empörung der Hochsauerländer viel zu gering aus. Auch der sauerländer Michel betäubt sich eben lieber mit Wetten dass, DSDS und Bundesliga, zumindest außerhalb der Schützenfestsaison. Im Durchschnitt werden übrigens allein schon Pachtpreise je Anlage von 40.000 Euro pro Jahr gezahlt. Kein Wunder also, dass Waldinteressenten da schwach werden und das dem deutschen Steuerzahler inzwischen wohlbekannte Geschäftsmodell auf ihre Verhältnisse zurechtschneidern: Gewinne privatisieren, Beeinträchtigungen sozialisieren, und die in der nahen Umgebung wohnenden… Read more »

Interessierter Bürger
7 Jahre her

@ Denkmal:

Sie zweifeln berechtigt. Die Energiewende ist eine einzige unsystematische, von Partikular- und Finanzinteressen fehlgeleitete Flickschusterei.

Im Kern lässt sie sich allerdings auf eine DDR-sozialisierte, führungsschwache, visionslose und opportunistisch agierende “Mutti” zurückführen, die sich einem fehlgeleiteten, linksgrünen Mainstream anbiedern will.

Hier mal ein Denkanstoß:
http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-angela-merkel-was-wohl-kommen-wird/9028420.html

Gabi
7 Jahre her

Der BUND Landesverband NRW kritisiert den der alten Schwarz-Gelben Landesregierung geschuldeten schleppenden Ausbau der Windenergie in NRW. Windkraftanlagen im Wald sind für den Verband nicht tabu. Allerdings formuliert er Einschränkungen wie: “Windkraftanlagen im Wald nicht generell ausschließen: Nach Ansicht des BUND NRW kann die Nutzung des Waldes für WEA dann genehmigungsfähig sein, wenn eine Gemeinde über keine eigenen anderen vorrangig geeigneten Flächen für WEA verfügt. Es muss allerdings nachgewiesen werden können, dass geeignete Vorranggebiete (z. B. auch in bestehenden Industriegebieten) tatsächlich nicht zur Verfügung stehen. Im Wald kommen danach insbesondere solche Standorte in Frage, die bereits infrastrukturell genutzt werden oder… Read more »

Interessierter Bürger
7 Jahre her

Auch die Verlautbarungen aus dem Propagandaministerium der Jahre 1933 bis zumindest 1943 schienen vielen in allen Punkten einleuchtend, waren dennoch ohne Argumente und stattdessen voller interessengeleiteter Lügen. Damals wie heute entgleitet aber den Unterdrückern die Informationshoheit und Meinungsführerschaft. Die Wahrheit bahnt sich immer ihren Weg. Sie versuchen hier mit einem singulären Argument in radikal verengter Perspektive, Windkraftanlagen salonfähig zu machen und blauäugige Zustimmung der Bevölkerung zu provozieren, wohlweislich vergessend, dass der Umwelteinfluss deutlich facettenreicher ist, als dass es nur um die Rodung von hundert Quadratmeter Fichtenbestand und den Einstand zweier pflanzenfeindlicher Knospenverbeisser der Gattung capreolus capreolus gehen würde. Und wenn… Read more »

Interessierter Bürger
7 Jahre her

Das vom @Rothaargebirgsornithologen vorgebrachte, sehr interessante Argument des industrialisierten Vogelmords mittels Unterdruck verlangt noch nach einer Quelle.

Hab mir mal die Mühe gemacht:
http://www.natur-windraeder.de/PDF/Windra__der_to__ten.__26.1.2012.pdf
Alternativ: Google mittels “Windrad” und “Luftmine”.

Fraglich, ob die offenkundig ideologisch unterwanderte SBL mit einem in diesem Themenbereich so undifferenziert und unkritisch von den Grünen übernommenen Wahlprogramm erneut reüssieren kann, wo man doch noch nicht einmal Problembewußtsein besitzt und Sorgen der Bevölkerung wegbügeln will. Langsam dämmert’s dem Michel: Verantwortungsvolle Politik sieht völlig anders aus.

Gabi
7 Jahre her

@ Interessierter Bürger

Ob und wie weit der BUND verkommen ist, das kann ich nicht beurteilen.

Um die Sache ohne Umschweife auf den Punkt zu bringen:
Ich möchte nicht im Dunkeln und im Kalten sitzen. Darum muss ich mich wohl für irgendetwas entscheiden. Atom-Kraft halte ich für unverantwortlich? Das gilt ebenso für Fracking. Kohlekraftwerke haben auch ihre Schattenseiten. Dass mich die Grünen womöglich instrumentalisieren wenn ich genau wie sie die „Erneuerbaren“ bevorzuge, ist mir egal. Sonnen-, Wasser- und Wind-Energie sind für mich nun mal eindeutig das kleinere Übel. Da bin ich ganz bei den Grünen und dem BUND!

Interessierter Bürger
7 Jahre her

@ Gabi: Wenn man eine politische Agenda durch Schüren von Ängsten verteidigen muss, dann sollte man in sich gehen. Die Geschichte der Menschheit lehrt nämlich, dass dann irgend etwas im Argen liegt. Sitzen wir etwa im “Dunkeln und Kalten”, wenn die Windkraft nicht weiterhin so zügellos auf Kosten der Bürger ausgebaut wird? Oder wollen Sie Ängste schüren? Haben wir nicht schon ohne weiteren Windkraftausbau Kapazitätsüberhang und Überversorgung? Sitzen wir nicht vielmehr deshalb bald im Dunkeln und Kalten, weil die Zufallsstromproduktion der Windkraft zu Netzinstabilität und Blackouts führt? Fallen Ihnen wirklich keine vernünftigen Alternativen zu zügellosem Windkraftausbau, zu Atomkraft und zu… Read more »

Gabi
7 Jahre her

@ Interessierter Bürger
“… .Sind Sie eigentlich Befehlsempfängerin oder haben Sie einen eigenen Kopf?”

Danke! Schon seit Tagen nicht mehr so gelacht! :-)

Interessierter Bürger
7 Jahre her

@ Gabi: Wie man angesichts des Dramas mit dem Titel „Anspruch und Wirklichkeit“, Untertitel „Wahlprogramm versus Realpolitik“ lachen kann ist mir unerklärlich, eingedenk von Strophen im Präludium wie diesen hier: „Sie hat sich in dieser Zeit als kritisch-konstruktive Alternative zu den großen Fraktionen … etabliert. …Wiederholt konnte man den Eindruck haben, dass Entscheidungen von Parteizentralen außerhalb des Kreises gesteuert wurden.“ (Direktzitat aus: Berichterstattung in hiesigem Blog) „Wichtige Grundsätze für Kommunalpolitik, aus unserer Sicht: Unabhängig, transparent, ökologisch, sozial, bürgernah. Daraus ergeben sich u.a. folgende Ziele (…): 1. Politik für die Bürger, nicht für eine Partei Die politischen Ziele der Kreispolitik sollen… Read more »

Interessierter Bürger
7 Jahre her

@ Gaby: Weiter oben haben wir beide ja ausführlich herausgearbeitet, dass die als unabhängiges, kritisches und bürgernahes Gegengewicht zu den Duckmäuserparteien angetretene SBL in der Windkraftfrage nicht etwa die Belange der Bürger des Hochsauerlands gegen die subventionsjagenden Ökoindustriekapitalisten verfechtet, sondern in Mitläufermanier der ökofanatischen Parteilinie der Grünen-Parteizentrale folgt und der Windkraftinvasion im oberen Hochsauerland auch noch den roten Teppich ausrollen will, kurz: Auf dem link(sgrün)en Auge blind ist. Ihre für jeden interessierten Bürger oben nachlesbaren, nicht belastbaren und, pardon: willfährigen Argumentationen wie „Dezentralität“ und „Irgendwo muss der Strom ja produziert werden“ dokumentieren dies jedem, der bei Reisen Fränzchen nicht seine… Read more »

Gabi
7 Jahre her

Ja, ja, ich geb`s ja zu. Ich bin matt-dunkel- bis hell-quietsch-grün, total grün und zwar in allen Varianten. Und von mir aus bin ich auch noch ökofanatisch. Egal, mir macht das nichts. ;-)

Mal im ernst, das wird nichts mit uns. So wenig wie Sie meine Argumente verstehen, so wenig begreife ich Ihren Standpunkt zur Windkraft. Weitere Messerwetzereien sind Energieverschwendung.

Interessierter Bürger
7 Jahre her

Um es mit Karl Schiller zu formulieren:

„Man kann die Pferde zwar zur Tränke führen. Man kann sie aber nicht zwingen, das Wasser zu saufen.“

Gabi
7 Jahre her

Schön! Da hat er recht, der gute Herr Schiller! ;-)

7 Jahre her
Reply to  Gabi

Er hat es sich von Keynes abgeguckt: “We cannot, by international action, make the horses drink. That is their domestic affair. But we can provide them with water.”

http://www.keynes-gesellschaft.de/Hauptkategorien/LebenWerk/AusspruecheParabeln.php

Darüber hinaus ist die Windkraft-Diskussion an dieser Stelle totgeritten.