„Im Westen viel Neues“: Veranstaltungsangebote zur Sonderausstellung im Sauerland-Museum Arnsberg

Blick in die Ausstellung „Im Westen viel Neues“ (Foto: Sauerland-Museum)

Vom 19. September 2021 bis 23. Januar 2022 zeigt das Sauerland-Museum in Arnsberg die Sonderausstellung “Im Westen viel Neues. Facetten des rheinisch-westfälischen Expressionismus”.

(Pressemitteilung HSK)

Wie bereits bei der letzten Kunstausstellung erfolgreich umgesetzt, haben es sich die Ausstellungsmacher um die Kuratorin Dr. Ina Ewers-Schultz zur Aufgabe gemacht, ein breites Publikum anzusprechen. Den Besuchern wird anschaulich vermittelt, was das Revolutionäre an der expressionistischen Bewegung zwischen 1908 und 1928 ist. Sie umfasst alle Lebensbereiche, Kunst und Leben durchdringen sich. So malten die Künstler nicht nur ihre Visionen auf Leinwände oder Papier, realisierten sie nicht nur im Backstein der Häuser und Kirchen, sondern ebenso in kunsthandwerklichen Objekten, in den neuen Gestaltungen auf der Bühne oder in den wagemutigen Wortkaskaden ihrer Lyrik. Kunst fand nicht mehr nur als einsamer kreativer Schöpfungsakt im Atelier statt, sondern sollte vielmehr zum integralen Bestandteil der Gesellschaft werden. Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Druckgrafiken sind dabei ebenso Teil der Schau wie Alltagsobjekte, Möbel, Architektur, Lyrik sowie Bühnenbilder für die neuen und alten Spielstätten.

Etwa 160 Exponate bekannter und unbekannter Persönlichkeiten mit ganz unterschiedlichen Biografien werden in Arnsberg gezeigt. Darunter befinden sich Wiederentdeckungen wie Amely Dannemann oder Marianne Ahlfeld-Heymann. Künstler wie Fifi Kreutzer, Trude Brück, Curt Lahs, Aloys Röhr oder Will Lammert stehen neben Heinrich Campendonk, Wilhelm Morgner, Hermann Stenner, August Macke oder Peter August Böckstiegel.

Auch für Familien wird der Ausstellungsbesuch zu einem Erlebnis – drei Themenrouten führen die verschiedenen Altersgruppen zu ausgewählten Kunstwerken, um so einen besonders intensiven Blick auf diese zu erlauben und zur Interaktion mit der Kunst anzuregen. So können sich auch jüngere Besucher mit der Ausstellung auseinandersetzen. Als Rahmenprogramm finden zahlreiche Veranstaltungen und Workshops statt. Jeden Sonntag um 11 Uhr finden öffentliche Führungen statt. In der ca. einstündigen Führung bekommen die Besucher einen Einblick in die verschiedensten Bereiche des Expressionismus.

Junge Väter und Mütter können sich für die Führung “Babyzeit im Museum” mit ihren Kleinkindern anmelden. Am Mittwoch, den 6. Oktober um 10 Uhr geht es mit Tragetuch oder Kinderwagen durch die Sonderausstellung.

In den Herbstferien fertigen Kinder eigene expressionistische Kunstwerke. (Foto: Sauerland-Museum)

Halbtägige Workshops für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene bietet das Museum über den gesamten Ausstellungszeitraum an. Dabei geht es nach einem Ausstellungsbesuch mit einem Museumsguide an den kreativen Prozess. Im Workshop “Experimentelles Arbeiten mit Farbwirkung” erstellen die Teilnehmer auf Leinwänden ihre ganz eigenen expressionistischen Kunstwerke. Der Kurs “Linolschnitte nach expressionistischn Motiven” widmet sich der Technik des Linoldrucks, die viele Künstler Anfang des 20. Jahrhunderts für ihre Werke nutzten. Die Workshops finden am 26. Oktober, 12. November, 23. November und am 12. Januar statt.

In den Herbstferien entdecken Kinder die Welt der Kunst für sich. In der Ausstellung werden einige ausgewählte Exponate mit den Kindern besprochen. Anschließend erstellen die Teilnehmer mit der Drucktechnik Monotypie eigene Kunstwerke auf Papier. Termine für das Ferienprogramm sind der 14. Oktober und 19. Oktober.

Viele Programme können individuell für Kindergeburtstage und Schulkassen gebucht werden.

Weitere Informationen und Anmeldungen auf der Website www.sauerland-museum.de Bei allen Führungen und Veranstaltungen gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet).