Heute jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz

Impulse für die digitale Bildungsarbeit

Die geöffnete weiß-graue Schublade eines Archivschranks. Darin sind hintereinander viele  braunorangene Karteikarten mit getippten Angaben. Eine weißliche Karteikarte liegt zur Veranschaulichung vornan horizontal über den senkrechten anderen Karten. Man kann noch einzelne Wörter wie "kommunistischer" lesen.
Die Zentrale Namenkartei (ZNK) ist ein wichtiges Archivsystem der Arolsen Archives. Sie umfasst rund 50 Millionen Hinweiskarten, die Informationen zu etwa 17,5 Millionen Menschen enthalten. Die ZNK war über viele Jahrzehnte das wichtigste Arbeitsmittel bei der Suche nach Informationen über NS-Opfer und deren Schicksale. (Bild: ArolsenArchives)

Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Mit dem Gedenktag wird an die Verbrechen des Holocaust erinnert. Zugleich stellt sich die Frage, wie Erinnerung heute gestaltet und historisches Lernen gelingen kann.

(Der Artikel beruht auf einem Newsletter der Arolsen Archives)

Junge Menschen eignen sich Wissen zunehmend über digitale Formate und soziale Medien an. Daher ist es wichtig, Erinnerungskultur auch in diesen digitalen Lebenswelten zu verankern und pädagogisch zu begleiten.

Die Arolsen Archives stellen Bildungsangebote vor, die Pädagog*innen konkrete Möglichkeiten bieten, digitale Inhalte zum Thema Shoah im Unterricht einzusetzen – als zeitgemäßen Einstieg und Anlass für vertiefende, kritische Reflexion.

Shoah Stories ist eine neue digitale Bildungsplattform, die Kurzvideos aus sozialen Medien wie TikTok und Instagram für die Vermittlung des Holocaust im Unterricht nutzbar macht. Sie bündelt Beiträge von über 30 Holocaust-Gedenkstätten, Museen und Bildungseinrichtungen weltweit und ergänzt diese um pädagogisch aufbereitete Materialien in mehreren Sprachen.

Ziel ist es, Erinnerungskultur zeitgemäß und verantwortungsvoll in digitalen Lebenswelten zu verankern. Auch die Arolsen Archives tragen mit Kurzvideos und Unterrichtseinheiten zur Plattform bei. Für Lehrkräfte stehen diese und weitere Bildungsmaterialien kostenfrei zur Verfügung. Ab März 2026 werden außerdem Fortbildungen zum Einsatz der Plattform im Unterricht angeboten. Anmeldung unter: info@shoahstories.video

Lernmodul

Jugendliche erkunden fünf virtuelle Wohnzimmer aus unterschiedlichen Phasen der Nachkriegszeit und entdecken in Alltagsgegenständen Spuren des Erinnerns. Das Modul eignet sich besonders zur Vertiefung im Unterricht, etwa im Anschluss an einen thematischen Einstieg oder die Arbeit mit digitalen Materialien, und fördert historisches Urteilsvermögen und Medienkompetenz.
https://school.arolsen-archives.org/minigame/nochmal-hingeschaut/

Gemeinsam erinnern: Start der #everynamecounts-Challenge

Am Montag, den 26.01., starten die Arolsen Archives ihre diesjährige #everynamecounts-Challenge. Rund um den Holocaust-Gedenktag sollen gemeinsam 58.000 Dokumente, die die Verbrechen der Nazis beweisen, digitalisiert werden.
https://everynamecounts.arolsen-archives.org

Ausschreibung: Dein History-Lab für neue Perspektiven 

Die Stiftung EVZ lädt junge Menschen (18–29 Jahre) ein, eigene Erinnerungsprojekte zur Geschichte des Nationalsozialismus und ihrer Bedeutung für die Gegenwart zu entwickeln. „Dein Historylab für neue Perspektiven“ bietet fachliche Begleitung, Austausch und eine Projektförderung von bis zu 1.000 Euro.
Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2026.
https://www.stiftung-evz.de/was-wir-foerdern/jugend-erinnert-vor-ort-engagiert/dein-historylab/

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