Der Merz ist gekommen, im November nach Oeventrop. Meine kurze Einschätzung.

Zum Beitrag beim ZDF bitte auf das Bild klicken. (screenshot)

Als wir  -B., J. und ich- vor vielen Jahren im Kolpinghaus an der Theke bei ein paar Bier ins Politisieren kamen, habe ich den beiden Ratsmitgliedern der FDP und CDU gesagt, dass die Grünen in nicht allzu ferner Zukunft die Funktionspartei FDP als Partner der CDU ablösen würden.

Man muss wissen, dass es im Winterberger Rat keinen Vertreter der Grünen gab und gibt. „Grün“ – das ist und war stets ein NoGo in der Stadt des weißen Schnees. CDU, SPD, FDP – mehr nicht.

Ich fand es damals sehr mutig von mir, die Option „Schwarz-Grün“ im hohen Hochsauerland vorherzusagen und rechnete mit sofortigem Standgericht oder zumindest einer Wirtshauskeilerei.

Weit gefehlt.

Als Zugezogener wusste ich  nicht, dass die Toleranz der Sauerländer an der Theke sehr groß sein kann, und so wurde es ein netter Abend.

Gestern hat Friedrich Merz in Oeventrop bei Arnsberg in seiner ersten öffentlichen Vorstellungsrunde an der Basis die Grünen umgarnt.

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-clip-3-1786.html?fbclid=IwAR3bOUl-CZgXK76QjONMY0ODO-7lFKVpb8Cy0VAIYMtKevi2z_b25rhAvFI

Mein Kurzkommentar:

Ich denke, dass sich Merz sehr klug und geschickt positioniert. Er hat die Grünen umarmt und damit das Ende der Großen Koalition vorgezeichnet. Nicht Nahles, sondern Merz könnte der Sargnagel der GroKo werden.

Aus der politischen Distanz sehe ich, dass Merz vorlegt und AKK sowie Spahn jetzt an seinen Positionen vorbei müssen.

Seine Wirtschaftskarriere bei Blackrock wird ihm, zumindest hier im Sauerland, nicht schaden. Ganz im Gegenteil.

Es wird spannend.

42 Gedanken zu „Der Merz ist gekommen, im November nach Oeventrop. Meine kurze Einschätzung.“

    1. Kreisparteitag der Christdemokraten in Arnsberg-Oeventrop

      “ GLAUBE – SITTE – HEIMAT “

      Als ich in dem Lokalzeit-Einspieler das Banner im Hintergrund entdecke, dachte ich, ich sei auf einer AfD-Versammlung gelandet.

      Ist das Oberstübchen erst einmal angeregt, so wird dann aus Kreisparteitag schnell Reichsparteitag, einfach so – assoziativ.
      Klingt halt ähnlich.

      Habe mich aber rasch mental sortiert und erkannt, es kann sich bloß um eine akustisch-kognitive Wahrnehmungsstörung handeln.
      Als dann Merz vor das Mikro tritt, habe ich aufgeatmet und war beruhigt.
      Vielleicht aber auch nicht … ?

      Das Banner war sicherlich vom örtlichen Schützenverein ausgeliehen, liegt ja nahe.
      „Passt scho“ würde der aktuelle Heimatminister dazu sagen.

  1. Die Grünen sehen die Heimat sicherlich „weltweit/global“. Geht es doch um die Umwelt und die Natur nicht nur vor unserer Haustüre. Das wäre zu eng gedacht.
    Von daher passt das Banner schon mal nicht zu den Grünen. Passt es zu einer „christlichen“ Partei? Darüber hat sich die CDU sicherlich im Vorfeld Gedanken gemacht. Eine Politikerin sagte: „Wir dürfen nicht zu weit nach rechts abrücken.“ Was auch immer sie damit meinte.

  2. Es trägt fast schon komische Züge, was sich gerade in der CDU/CSU abspielt. Aber nur fast – und eigentlich tragik-komische…
    Wenn Menschen, die nicht im Verdacht stehen der CDU anzugehören oder genauer gesagt nicht mal ansatzweise mit ihr symphatisieren wie z. Bsp. Herr Sonnenborn, jetzt sagen (und das immerhin vor dem EU-Parlament) : „Wir werden uns noch nach Frau Merkel zurück sehnen…“ liegt darin viel Wahrheit und dazu benötigt man nicht einmal eine Glaskugel sondern lediglich gesunden Menschenverstand.

  3. Liebe Sauerländer!

    Ja, Friedrich Merz ist Briloner und sicherlich heimatverbunden – schön für die CDU im HSK.

    Aber wofür stand/steht Friedrich Merz als Politiker?
    Läßt sich alles im Internet nachlesen:

    Friedrich Merz ist Vorsitzender der Atlantik-Brücke und steht in dieser Funktion für ganz bestimmte Interessen (Details dazu bitte recherchieren, würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen).

    Als überzeugter Wirtschaftsliberaler seiner Partei steht Merz für
    Deregulierung und Privatisierung und plädierte für Kürzung der Sozialleistungen, um das Wirtschaftswachstum zu fördern.

    Selbst Bildungswesen und Kinderbetreuung sollten nicht als selbstverständliche Angebote des Staates stehen, sondern privat finanziert sein.

    Hartz-IV bezeichnete er als fortschrittlich, sprach sich gar für Herabsetzen der Regelsätze aus.

    Er wollte den Kündigungsschutz zunächst für ältere Arbeitnehmer, später dann für alle abschaffen.

    Merz hat den „Energiepolitischen Appell“ unterzeichnet, der auf Betreiben der großen Energieunternehmen eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke zum Ziel hatte.

    Mit anderen Bundestagsabgeordneten legte Merz beim Bundesverfassungsgericht Klage gegen die Offenlegung der Nebeneinkünfte ein.

    Merz schlug vor, das Renteneintrittsalter auf 70 zu erhöhen.

    Merz stimmte gegen die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe.

    Merz ist Befürworter der Gentechnologie und Verfechter der Kernkraft.

    Ich habe keinerlei Zweifel, daß Friedrich Merz Angela Merkel als Parteichef ablösen wird. Ein Vermögensmillionär und Lobbyist an der Spitze der CDU – so wird Wirtschaftsnähe gelebt!

    Für die SPD wäre Merz als potentieller CDU-Kanzlerkandidat ideal für eine längst überfällige Re-Sozialdemokratisierung der ältesten Volkspartei Deutschlands – die letzte Chance für dieses derzeit kleine Häufchen Elend, endlich aus den Puschen zu kommen.

    Last but not least noch etwas zum Schmunzeln:

    https://www.youtube.com/watch?v=c6HnqZMFQqA

    1. @ Rüdiger Schauerte

      Sie schreiben: „Für die SPD wäre Merz als potentieller CDU-Kanzlerkandidat ideal für eine längst überfällige Re-Sozialdemokratisierung der ältesten Volkspartei Deutschlands – die letzte Chance für dieses derzeit kleine Häufchen Elend, endlich aus den Puschen zu kommen.“

      Ich denke, es ist zu spät. Gemeint als sachliche Feststellung.

      Ich gehe demnächst zu einer Veranstaltung mit Kevin Kühnert. Man konnte eine Frage an ihn einreichen, hab ich gemacht … soll ja keiner sagen, ich sei nur übellaunig.

      1. @ Andreas Lichte

        Ich habe immer noch ein kleines Fünkchen Hoffnung. Aber ein reset der SPD ist nicht möglich mit dem derzeitigen Personal.
        Die Partei braucht Überzeugungstäter, Visionäre, Macher – keine lediglich machtorientierte Funktionäre und Verwalter.

        Ganz persönlich wünsche ich mir eine Dressler-isierung der Sozialdemokratie, also eine deutliche, spürbare Richtungsänderung.

        Warum nicht eine thematische Annäherung an die Linke? Nur eine Koalition von SPD mit Linkspartei und Grünen wird einen politischen Wechsel in diesem Lande ermöglichen.

        Wenn allerdings Andreas Nahles die SPD bis zum Ende der Legislatur an die CDU bindet, wird Ihre sachliche Feststellung wohl zur bitteren Realität werden.

        Und, man weiß ja noch gar nicht, ob der Hype um die Grünen weiterhin so anhält …?

        Die Zukunft der BRD ist äußerst ungewiss, betrachtet man die aktuellen politischen Entwicklungen in Europa, kann es einem bange werden.

  4. Kleiner Nachtrag.

    Friedrich Merz steht für die „Deutsche Leitkultur“, was das auch immer sein möge.
    Glaube, Sitte, Heimat … ??

  5. …. Meinen Sie nicht „Leidkultur“ ? Aber selbst die deutsche „Leidensfähigkeit“ erschöpft sich (hofffentlich!) irgendwann.

  6. Das musste ja selbst eine im allgemeinen beratungsresistente Andrea Nahles einsehen: Der SPD ist, mit welchem CDU-Kandidaten auch immer, nicht mehr zu helfen.
    Und wenn sich heute der zum vierten oder auch fünften Male verheiratete Alt-Kanzler Schröder hinsetzt und immer noch „seine“ Reformen schön redet und entgegen jeder Logik partout nicht einsehen will, dass er sich und explizit er mit seiner Entourage Hartz, Rürup, Riester etc. zum Totengräber der einstmals stolzen Sozialdemokratie gemacht hat, dann ist das bitter und wird weiterhin das Wahlvolk in die Arme von Gauland, Höcke und Konsorten treiben.

  7. Super Kommentare! Da würde ich doch am liebsten jeden einzelnen von teilen! ;-)
    Meine Hoffnung ist, dass die CDU mit Glaube-Sitte-Hoffnung Merz den Bach runter geht und die SPD wieder an Fahrt gewinnen wird. Am einfachsten zunächst durch die Abschaffung von Hartz 4!

    Ein Zitat von Norbert Schnellen (in der aktuellen Ausgabe des Briloner Anzeigers):
    „Es waren vorrangig die wirtschaftlichen Interessen einer Machtelite, die zum ersten Weltkrieg führten. Dem Volk wurde das Ganze dann allerdings unter dem Deckmantel des „Patriotismus“ schmackhaft gemacht, denn kein vernünftiger Mensch wäre auf die Idee gekommen, sein Leben für ein paar Adelige und reiche „Schlotbarone“ hinzugeben. Für „Kaiser, Reich und Vaterland“ klang da schon viel besser. Erst im Laufe des Krieges, als die Lebensmittelversorgung im Land und an der Front immer schlechter wurde und in Deutschland einige Tausend Menschen verhungerten, wurde vielen klar, dass sie von den Machteliten geopfert wurden. Das führte zur Revolution im November 1918.“

    http://brilon-totallokal.de/2018/11/14/stichwort-der-woche-nie-wieder-krieg/?fbclid=IwAR0m7vyPx4jhs-VROcBpTMPS-9UFVITwbI4cqrMaPONLxLhbUJm7NLncvkg

    1. Er ist nicht authentisch, da er bei der Beantwortung der Fragen stottert. Auch sonst scheint es, als habe er etwas zu verstecken. Ein Mensch mit seinem Potential und einem guten Gewissen dazu, tritt anders auf.
      Kapitalsammelstelle ok. Und was ist, wenn die Anlagen den Bach runter gehen (z. B. Unternehmen in Insolvenz gehen, weil sie das Geld er Häuslebauer nicht erhalten?). Das hängt doch alles zusammen. Aber sicher ist das alles, ja klar. Für derartige Anlagen kann niemand eine Sicherheit garantieren. Da ist mir der Satz „Wir schaffen das“ aber noch lieber als die Aussagen dieses Lobbyisten.
      Wenn eine Wirtschaftskrise kommt, dann ist das angelegte Geld futsch. Mir fehlt daher die Frage, wie viel Vermögen er in dieses Unternehmen und dessen Investmentfonds investiert hat. Setzt er auch auf Risiko – prozentual gesehen so wie der Durchschnitt der Anleger?

      1. -> „Er ist nicht authentisch, …“

        Lt. BILD-Interview lebt er Brilon, „in echt“ isser wohl in Arnsberg-Niedereimer ansässig/gemeldet. Die „Augsburger Allgemeine“ berichtet von einem Zweitwohnsitz am Tegernsee.
        https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Friedrich-Merz-Beerbt-ein-alter-Bekannter-Angela-Merkel-id43186881.html

        Mit dem dicken Schlüsselbund in der Tasche wird unwillkürlich irgendwann die Frage auftreten: „Wo wohne ich eigentlich?“

        Der Merz mit „e“ soll über zwei Privatflugzeuge verfügen.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Merz#Hobbys

        Sorry, wir neiden dem Herrn Merz nicht seinen „wirtschaftlichen Erfolg“.

        Frau Nieder bringt es mit ihrer Anmerkung „Er ist nicht authentisch.“ auf den Punkt.

        Herr Merz sollte in absehbarer Zeit „mal Klartext bzgl. Friedrich Merz Vita reden.“

        So das dann nicht passiert, gilt der von Frau Nieder geschriebene Halbsatz: „Er ist nicht authentisch, …“

  8. Okay, habe noch nicht Google befragt; tue ich mir auch nicht an:

    BlackRock und ehemals Blackwater – heute „Academi“ – … ???
    Anteile an weltweit agierenden privaten Sicherheits- u. Militärunternehmen sind doch bestimmt kein schlechtes Investment :-(
    https://de.wikipedia.org/wiki/Academi

  9. Lest mal diese sehr gute Einschätzung von Albrecht von Lucke in den Blättern für deutsche und internationale Politik:

    „Der kommende 7. Dezember ist das gegenwärtig wichtigste Datum für die Zukunft unserer Demokratie wie auch für die inhaltliche Ausrichtung der nächsten Bundesregierung. Zwar entscheiden die 1001 Delegierten der CDU „nur“ über ihre(n) neue(n) Parteivorsitzende(n), aber damit wohl auch über den kommenden Kanzlerkandidaten, da dieser traditionell fast immer auch der CDU-Vorsitzende war. Damit aber fällt – angesichts der Existenzkrise der SPD und trotz des augenblicklichen Höhenflugs der Grünen – vermutlich auch eine Vorentscheidung über den nächsten Bundeskanzler bzw. die nächste Bundeskanzlerin. Darüber hinaus stehen in der Auseinandersetzung zwischen Friedrich Merz und Annegret Kramp-Karrenbauer als den beiden relevanten Kandidaten – Jens Spahn hat, nicht nur wegen seines jungen Alters, nur Außenseiterchancen – zwei völlig unterschiedliche partei- wie demokratiepolitische Ansätze zur Wahl.“

    Weiter hier:

    https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2018/dezember/friedrich-merz-oder-die-umcodierung-der-cdu?fbclid=IwAR3uWDfEMZbM-qe-gV5rDxS0EreqzMQhnMiWg0WxjVubJcJ4Nd_MqKwAxXc

  10. „Der Westen“ faselt was von „Bedeutungslosigkeit“ der AfD sofern Merz das Rennen macht.
    Mir kommt das vor wie Schützenhilfe oder unlautere Werbung?

    1. @Gabi

      Hast du ’nen Link zum Nachlesen?

      Sollte es so sein, schwömme die WP, wie nur zu oft, in der „gefühlten Volksmeinung“ mit.

      1. „Warum die AfD am Freitag bedeutungslos werden könnte“

        https://www.derwesten.de/politik/cdu-wahl-vorsitz-merz-afd-kramp-karrenbauer-id215952575.html

        Habe den Artikel auch mit der Abendbrot-Stulle in der Hand gelesen … – und die wäre mir angesichts nicht nur dieses Satzes fast aus der Hand gefallen:

        „Und Annegret Kramp-Karrenbauer hat zwar eine Extra-Portion „R“ in ihrem Namen zu bieten – sonst aber nicht viel, was neu und spannend wäre.“

        Hab‘ nix mit der CDU am Hut, aber vorgenannter Satz ist noch unter „BILD“-Level …

  11. @Gabi @gp

    Der Westen ist eine derart verkommene Seite, dass ich sie eigentlich nicht mehr ansteuere.

    Hier agieren sie als Fox News für Merz.

    1. Die schreiben ernsthaft: „AfD bekommt weiche Knie wegen Friedrich Merz“

      Ich denke, dass eher das Gegenteil der Fall sein wird: Merz übernimmt Positionen der AfD, rückt die CDU nach rechts und stärkt damit die AfD.

      Die Funke Mediengruppe mit ihrem Online Portal namens „Der Westen“ ist schäbig-populistisch.

  12. So denn Frau Kramp-Karrenbauer zur Vorsitzenden gewählt wird, sollte sie die Chuzpe haben, ihre Antrittsrede mit „April, April!“ zu beenden … ;-)

  13. @ gp

    „April, April!“

    Nix da – habe eben AKKs Antrittsrede verfolgt.

    Tja, knapp vorbei – zurück zum internationalen Finanzmarkt. Glaube nicht, daß Merz sich für den Posten des CDU-Generalsekretärs erwärmen wird.

    Schau´n wir mal, wie sich die Politik in Berlin zukünftig gestaltet unter „Merkel-light, rechtsdrehend“ …

    1. @Rüdiger und @gp

      Auf Twitter habe ich dazu Folgendes gesagt:

      #CDUbpt18 = Wie sich der Feminismus ganz hinterlistig als katholische Konservative tarnt.

    2. -> „Tja, knapp vorbei – zurück zum internationalen Finanzmarkt. Glaube nicht, daß Merz sich für den Posten des CDU-Generalsekretärs erwärmen wird.“

      Nun ja, der Posten des CDU-Generalsekretärs wird nun von einem Menschen ohne Berufsabschluss bekleidet.

      Auszug aus https://www.cdu.de/vorstand/paul-ziemiak

      „Paul Ziemiak:
      Generalsekretär der CDU Deutschlands (seit 08.12.18)

      Beruflicher Werdegang:
      2005 Abitur in Iserlohn
      Student der Unternehmenskommunikation“

      Apropos: … zurück zum internationalen Finanzmarkt.

      Der smarte Paul Ziemiak war langjährig Mitarbeiter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers.

      Geschenkt. Ist nicht verwerflich.

      Mich irritiert die medial dargestellte „halbwahre“ Vita des Herrn Ziemiak.

      Zitat (Stand 08.12.18): https://www.paul-ziemiak.de/

      „Nach meinem Abitur studierte ich Rechtswissenschaften an der Universität Osnabrück und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.“

      Sorry, Herr Ziemiak hat das Studium nicht erfolgreich abgeschlossen.
      Ergo sollte er den „Nichterfolg“ auch in seinem Lebenslauf erwähnen.

      Vermutlich hat sich AKK mit Paul Ziemiak einen karrieregeiles und meinungsfreies Kuckucksei ins CDU-Nest gelegt.

      Der Abiturient Ziemiak ist die Blaupause für „Was nützt mir?“

      Ein widerlicher Zeitgenosse …

      1. @ gp

        Examen? Wozu?
        Abgeschlossene Berufsausbildung? Warum?

        Die Karriereleiter in der Politik (und danach in der Wirtschaft) erklimmt man heutzutage durch „networking“, und da ist Paule nicht das einzige Beispiel!

  14. Ich bin erleichtert, dass Friedrich Merz nicht gewählt wurde; ob ich mich allerdings über Annegret Kramp-Karrenbauer freuen soll, weiß ich nicht.

    1. @ zoom

      Geht mir eigentlich genauso. Allerdings verkörpert AKK keinen wirklichen Wandel, eher einen Ausschlag nach rechts.
      Absolut konservatives Familienbild: Ehe zwischen Mann und Frau – Basta! Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche.
      Außenpolitisch kalte Kriegerin: Putin ist der Böse, und der Westen hat die Moral gepachtet.
      Ihre Reden waren auffallend „Wertegeschwängert“: Werte-Union, konservative Werte, westliche Werte, demokratische Werte … !

      Die Koalition wird bis zum Ende der Legislatur halten, was bei Merz fraglich gewesen wäre.

      Prinzipiell ist mir persönlich Wurscht, wer die CDU führt. Ich habe diese Partei nicht gewählt, und ich werde diese Partei nicht wählen.

      Ich glaube nicht, daß die Saarländerin es schaffen wird, abtrünnige CDU-Wähler/innen von der AFD zurück zu holen, was ich ehrlicherweise bedaure. Sehne den Tag herbei, wo diese Leute aus Bundestag und Landtagen verschwinden – ein unerfüllbarer Traum?

      Jetzt kommen noch wichtige Landtagswahlen im Osten, und die Europawahl 2019 – schau´n wir mal, was noch so passiert.

  15. @ gp

    Gemäß aktueller Pressemeldungen hat der Bundesschatzmeister der CDU-Mittelstandsvereinigung, Hermann Hesse, AKK massiv kritisiert und bei facebook folgendes gepostet, Zitat:

    „Unglaublich, wie man jemanden zum General vorschlagen kann, der noch nie mit bodenständiger Arbeit Geld verdient hat, der keinen vernünftigen Abschluss vorweisen kann und das reale Leben nur aus der Politikbrille kennt. Und ihm das Amt schon vor der Wahl angeboten zu haben, hat mehr als ein Geschmäckle. Offensichtlich haben das viele Delegierte auch so gesehen. Bei einem Ergebnis 503 von 1001 Delegierten würde ich mir ernsthafte Gedanken über meinen Rückhalt in der Partei machen. Das war dann der erste Griff ins Klo von AKK.“

    Heftig, vor allem der letzte Satz! Hermann Hesse ist als Vertreter des MIT dem Merz-Lager zuzuordnen, das offensichtlich nicht nur vom Sieg Karrenbauers, sondern auch von der Ernennung Ziemiaks spürbar enttäuscht, ja regelrecht konsterniert ist.

    Da kommen noch turbulente Zeiten auf die Union zu – mir soll´s recht sein.

  16. Kommentar in der taz von heute:

    „Wäre Merz nicht ein 63 Jahre alter Rechtsanwalt und Lobbyist, sondern sagen wir ein 17-jähriger sauerländischer Vereinskicker, der nach vergeigtem Spiel vehement die Kapitänsbinde fordert, würde man ihm raten, nach Hause zu gehen und noch mal ganz in Ruhe nachzudenken. “

    http://www.taz.de/!5557845/

  17. Ja – nach Hause zu gehen und zu denken, oder nachzudenken hat noch nie geschadet. Ob einem 17- oder 63-jährigen. Aber offensichtlich tun sie es nicht. Weder die einen noch die anderen. Und Herr Merz , also wirklich; das ist das Pendant zu Herr von und zu Guttenberg in der CSU. Die vermeintlichen Heilsbringer sind doch sehr schnell auf der Nase gelandet. Und die Frauen obsiegen. Das könnte man analysieren – muss es nicht. Weil einfacher Menschenverstand reicht eigentlich. Ist bei den Jung’s leider nicht sehr ausgeprägt.

  18. RND | 22.09.2019, 18:14 Uhr
    https://www.rnd.de/politik/merz-wettert-gegen-klimaschutzer-wollen-marktwirtschaftliche-ordnung-zerstoren-XDWDHVYAOJA45OWQCJI2FBMTNQ.html

    „Merz wettert gegen Klimaschützer: Wollen marktwirtschaftliche Ordnung zerstören

    Der CDU-Politiker Friedrich Merz vermutet hinter radikalen Forderungen nach mehr Klimaschutz nicht nur die Sorge um die Umwelt: „Es geht gegen unsere freiheitliche Lebensweise, um die Zerstörung der marktwirtschaftlichen Ordnung“, schreibt Merz in einem Beitrag für die „Welt am Sonntag“. “

    Nun ja, wenn denn dann jemand die marktwirtschaftliche Ordnung unterwandern will, so ist das der aalglatte BlackRock-Lobbyist Friedrich Merz.

    „Friedrich Merz: Blackrocks Türöffner in die Politik“

    https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/westpol/video-westpol-600.html

    1. Westpol | 03.11.2019 | WDR.

      Westpol hatte vor ein paar Wochen über Gespräche von Blackrock-Vertretern im NRW-Finanzministerium berichtet. Der Verdacht: Hatte Merz für Blackrock geworben und die Treffen vermittelt, obwohl er damals auch schon ehrenamtlicher Brexit-Beauftragter der Landesregierung war? Westpol hat nachgehakt.

      https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/westpol/video-nachgehakt-blackrock-100.html

      Tja, diese komischen Merz Spezial Dragees …

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