Danke VW! :-) Die dänischen Eisenbahnfreunde haben meine Dampflok gepimpt

Da hat doch tatsächlich ein dänischer Eisenbahnfreund meine Dampflok-Aufnahnme verfremdet. Gute Idee! (screenshot: zoom)
Da hat doch tatsächlich ein dänischer Eisenbahnfreund meine Dampflok-Aufnahme mit dem VW-Logo verfremdet. Gute Idee! (screenshot: zoom)

VW sei Dank! Ich habe heute trotz „Nichtstun“ und „Schreibfäulnis“[1] im Blog hohe Zugriffszahlen aus Dänemark.

Im Eisenbahnforum Jernbanen.dk hat ein pfiffiger Lokomotiven-Liebhaber meine alte Aufnahme der Dampflok 41360 bei Silbach auf dem Weg nach Winterberg mit dem VW-Logo ausgestattet.

Gute Idee! Keep on rocking, old steam engine ;-)

Zur Erinnerung das Original vom Januar letzten Jahres:

Dampflok 41360
Die Dampflok 41360 auf dem Weg nach Winterberg (foto: zoom)
.

[1] Ich weiß, dass es eigentlich Schreibfaulheit oder besser Schreibmüdigkeit heißen sollte. War eine krumme Assoziation mit Karies (Zahnfäule). Jetzt steht’s da und bleibt.

22 Gedanken zu „Danke VW! :-) Die dänischen Eisenbahnfreunde haben meine Dampflok gepimpt“

  1. Wie sieht die Lok auf dem Prüfstand aus ?

    ein Hauch von „Eau De Wolfsburg“ aus dem Schornstein ?

    1. Mal ehrlich: wenn diese Loks durch unser Tal dampfen, ist das eigentlich Körperverletzung. Aber was tut man nicht alles für die Tradition ;-)

  2. mal ehrlich:

    2.8 Millionen manipulierte VW-Dieselautos auf Deutschlands Strassen sind:

    Massen-Mord

    Aber was tut man nicht alles für die Tradition:

    „Who knew that a car firm set up by Hitler would turn out to be evil?“

    1. Mal abgesehen von allen anderen Faktoren: Entweder sind die Dieselmotoren gut und es ist nur ein Softwarefehler oder schlechte Motoren werden als gut verkauft und können auch nicht mehr durch ein Software-Upgrade gerettet werden.

      Die VW-Krise ist wahrscheinlich der Vorbote der Krise der Dieselmotoren. Die Krise der Dieselmotoren wird Vorbote der Auto-Krise sein.

      Kurz und gut: Für das Funktionieren unserer Gesellschaft brauchen wir keine Maschinen, die den größten Teil des Tages still stehen.

      Ist ein weites Feld.

      So wie RWE als Braunkohle-Gigant sterben wird, wird VW untergehen, wenn ihnen nix anderes einfällt als überflüssige Autos zu bauen.

      Dies war ein provokativer Blick in die Zukunft.

  3. @ zoom

    „Softwarefehler“?

    die Software ist doch das einzige, das funktioniert: nur mit der Software ist es – im Testbetrieb – möglich, die Abgasgrenzwerte einzuhalten.

    Was nach dem Test kommt, interessiert keinen mehr: das Kraftfahrt-Bundesamt hat NULL mal nachgetestet (sagte gerade die „heute-show“, die einzig zuverlässige deutsche Nachrichtensendung)

    Wer will von den Verantwortlichen wissen, wie viele Tote es wegen der zusätzlichen Luftverschmutzung gibt? Keiner.

    War doch bei „Asbest“ genauso: Über Jahrzehnte wußte man von der Gesundheitsgefahr und ein Verbot wurde immer wieder hinausgezögert

    1. Absolut :-)

      so eine Software muss man erst mal programmieren. Also kein Fehler, sondern „it’s not a bug – it’s a feature“.

      Da es auf Grund unserer Export-orientierten Wirtschaft keinen/kaum einen Binnenmarkt für Autos gibt, wird das Schicksal von VW nicht in D, sondern in China entschieden.

      Hier in Deutschland wird das Problem nicht gelöst werden, da die Korruption zwischen VW und Staat unauflösbar scheint.

      Nehme ich die Heute Show ernst, hat der Gabriel nichts kapiert. Er wird dann ebenfalls untergehen.

      Nachsatz: Ich konnte mir früher, als es dann später doch passierte, nicht vorstellen, dass Mannesmann untergeht.

      Mannesmann war für mich das Synonym für die Stärke der deutschen Wirtschaft.

      Mannesmann ist Geschichte. Nur mal so.

  4. Über Qualität der Software muss nicht diskutiert werden. Die macht(e) – ähnlich „HAL“ in Kubricks „2001…“ – ihren Job.

    Den Leuten, die diese Software in Auftrag gaben und deren Anwendung letztendlich auch autorisierten, muss jegliche strategische Kompetenz abgesprochen werden.

    Zoom schreibt:

    Mannesmann war für mich das Synonym für die Stärke der deutschen Wirtschaft. Mannesmann ist Geschichte. Nur mal so.

    Dazu Marginalie mit Blick auf Image(Schaden):

    Studienkollege von Junior ist seit 2011/12 bei VW-Zulieferer in Chattanooga (innerhalb des Areals von Chattanooga Volkswagen Plant) unterwegs.

    „XY“ berichtete gestern via Mail:

    Ich komme in die Kantine, nehme meinen Stammplatz am Kollegentisch ein … – und höre plötzlich: „Careful, the german engineer.“
    Anmerkung wurde mit Grinsen vorgetragen. Nachfragen ergaben allerdings: die US-Kollegen machen sich Sorgen um ihren Job.

    Sorry, den Großkopferten im VW-Imperium scheint der Schnack: „(vermeintlich) Kleine Ursache, große Wirkung“ nicht bekannt zu sein.

    Hoffe/wünsche, die Folgerungen gehen nicht in Richtung „es gab mal eine Firma Mannesmann“ ?!

  5. Aktuell bei Lobbycontrol:

    Der VW-Abgasskandal ist ein Warnschuss an die deutsche Politik. Es ist schon lange bekannt, dass die Ergebnisse der Abgastests nicht mit den realen Bedingungen auf der Straße übereinstimmen. Trotzdem hielt die Bundesregierung weiter ihre schützende Hand über der Autoindustrie. Sie zeigte keinen Einsatz, sich gegen die Interessen der Autolobby zu stellen und realitätsnähere Tests zugunsten der Verbraucher, der Gesundheit und der Umwelt einzuführen.

    Die Bundesregierung muss auf Abstand zur Autolobby gehen: Verkehrspolitische Entscheidungen dürfen nicht allein zugunsten einiger finanzstarker Konzerne getroffen werden, sondern müssen auch Verbraucher-, Gesundheits- und Umweltschutz in den Mittelpunkt stellen. Die deutsche Politik liefert sonst den Nährboden, der Tricksereien und Betrügereien wie im jüngsten Abgasskandal erst möglich macht.
    Volkswagen und die Bundesregierung

    Auch zwischen VW und der deutschen Politik gibt es eine ungute Nähe. Der VW-Konzern ist für seine außerordentlich engen Beziehungen zur Politik bekannt, insbesondere in Niedersachsen. Das Bundesland selbst hält 20 Prozent der Aktien an Volkswagen. Das „VW-Gesetz“ sichert Niedersachsen besondere Rechte zu, etwa eine Sperrminorität bei allen Entscheidungen in der VW-Hauptversammlung. „Wenn VW hustet, wird Niedersachsen krank“, lautete ein Leitspruch Gerhard Schröders, den der ehemalige niedersächische Ministerpräsident auch während seiner Zeit im Kanzleramt beherzigte.

    Quelle:

    https://www.lobbycontrol.de/2015/09/vw-skandal-bundesregierung-muss-auf-abstand-zur-autolobby-gehen/

  6. Was durch eine Software eingeführt wurde, kann dann auch durch eine Software geändert werden.
    Allerdings geht im schadstoffarmen Magerbetrieb -wie auf dem Prüfstand – die Leistung runter, sodass wenn ich den Wagen genauso fahren will wie bisher gewohnt die Karre an zu saufen fängt.

    Nun könnte man meinen, dass der Verbraucher dann gegen die höheren Betriebskosten klagen kann – allerdings sollten wir uns an folgendem orientieren:
    Zum Thema Schadenersatzansprüche durch ein Unternehmensstrafrecht wird derzeit von den Politikern ein eingereichter Gesetzentwurf auf Bundesebene diskutiert, der gar keine besonderen Schadenersatzansprüche vorsieht.
    Wer also bisher der Meinung war, er hatte ein Qualitätsprodukt wird nun erfahren:

    1. er hat nur einen VW und
    2. der Gesetzgeber schützt die Hersteller mieser Qualitäten.

    Es geht also darum nicht den Verbraucher, sondern den zu hohen Verbrauch zu schützen.

    Dies entspricht aber auch dem erfolgreichen Bemühen deutscher Politiker auf Ebene der europäischen Gesetzgebeung keine sinnvollen und an der Realität angelehnte Verbrauchsmessungen für Kraftfahrzeuge zu zulassen.

    In diesem Sinne ist es auch verständlich warum nicht über die Menge der in Deutschland zugelassenen Diesel-Fahrzeuge und einer durchschnittlichen Jahreslaufleistung über den zeitraum 2005 bis heute multipliziert mit den bekannten Umweltschadenkosten (siehe BMU) der durch VW verursachte Schaden in Euro beziffert wird und mal 2 (ähnlich wie bei Steuervergehen) dem Umweltschutz zu Gute kommt.
    Einen Gedankengang in diese Richtung habe ich bisher von keinem Politiker/Partei wahrgenommen.

    Umweltschutz und die kommenden Generationen sind nach wie vor egal in Zeiten unfruchtbarer Politiker / oder geistig unfruchtbarer Politiker.

    1. @Denkmal:

      „Allerdings geht im schadstoffarmen Magerbetrieb -wie auf dem Prüfstand – die Leistung runter, sodass wenn ich den Wagen genauso fahren will wie bisher gewohnt die Karre an zu saufen fängt.“

      Genau das ist der Punkt. Die Software kaschiert lediglich den zugrunde liegenden Mangel der Dieselmotoren. Bin gespannt wie die Dieselmotorenhersteller dieses Problem lösen – oder auch nicht lösen.

  7. @ zoom

    „Bin gespannt wie die Dieselmotorenhersteller dieses Problem lösen – oder auch nicht lösen.“

    wenn das Problem zu lösen wäre – mit vertretbarem Aufwand zu lösen wäre, ich rede nicht davon, aus jedem VW-Golf einen Bentley zu machen – dann wäre es doch wohl schon längst gelöst worden …:

    oder sind die 18 Milliarden Dollar keine Strafzahlung, sondern eine Spass-Zahlung?

  8. @zoom

    Wie sich die Dieselhersteller (Winterkorn: „Ich bin mir keiner Schuld bewußt“) verhalten wird, ist klar und an der Vergangenheit ableitbar:
    Umweltschutz nur bedingt.

    Daher braucht es an dieser Stelle den Gesetzgeber.

    Bei deren Verhalten zum bisherigen Schadstoffausstoß und m.E. den noch kommenden Erleichterungen daran festzuhalten, fänd ich eine Erklärung wie:
    „Wir scheißen auf die Welt der kommenden Generationen“ seitens der Politiker angemessen und der Realität entsprechend.

    Stattdessen müssen wir wieder das Energie-Wende-Gesabbel ertragen, während in Dänemark Öl- und Gasheizungen für Neubauten längs verboten sind.

  9. @ zoom

    sensationell !

    und mit Moderator davor gleich noch viel ehrfurchtsgebietender …

    In welchem Zusammenhang war das VW-Zugpferd denn zu sehen? Als „normale Illustration“, oder in einem Überblick auf die web-Reaktionen auf den VW-Skandal? oder „…“ ?

    1. Illustration mit Übergang zur VW-Stadt in Tennessee, also Beiwerk ;-)

      Der Bericht war für VW eher „schonend“. Ist noch nicht in der Mediathek.

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