- Jedes dritte Mitglied in den Kreistagen und den Räten der kreisfreien Städte ist eine Frau (33,3 %).
- Frauenanteil in den Vertretungen der kreisangehörigen Gemeinden fällt mit 28,4 % noch geringer aus.
- In den kreisangehörigen Gemeinden gibt es derzeit 43 Bürgermeisterinnen, dies entspricht einem Frauenanteil von 11,5 %.
- In Hallenberg gibt nur ein weibliches Ratsmitglied und der Frauenanteil liegt hier bei 5% (Winterberg 15,6%, Olsberg 31,3%, Brilon 28,9%, Marsberg 8,8%, Schmallenberg 15,8%, Arnsberg 30,4%, Bestwig 32,1%, Meschede 34,2%, Medebach 21,4%, Eslohe 25%, Sundern 27,3%) .

Düsseldorf (IT.NRW). Die Mitglieder der kommunalen Vertretungen in NRW sind weiterhin überwiegend männlich. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des internationalen Frauentages am 8. März mitteilt, ist in den Kreistagen und den Räten der kreisfreien Städte nur etwa jedes dritte Mitglied eine Frau (33,3 %).
Im Vergleich zu den Ergebnissen der Kommunalwahlen 2020 ist der Frauenanteil um 1,2 Prozentpunkte gesunken. In den Räten der Städte Bonn, Köln und Münster ist der Frauenanteil mit über 42 % am höchsten, während in den Kreisen Euskirchen, Herford und Höxter nur etwa jedes vierte Kreistagsmitglied eine Frau ist.
Frauenanteil in den Gemeinderäten variiert deutlich
In den Vertretungen der kreisangehörigen Gemeinden fällt der Frauenanteil mit 28,4 % noch etwas geringer aus, trotz einer leichten Steigerung um 0,8 Prozentpunkte im Vergleich zu den Kommunalwahlen 2020. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Gemeinden: In Haan und in Legden ist der Frauenanteil mit 50 % besonders hoch, dagegen gibt es in Nieheim und Hallenberg jeweils nur ein weibliches Ratsmitglied und der Frauenanteil liegt hier bei 5 % und niedriger.

Wenige (Ober-)Bürgermeisterinnen und Landrätinnen
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den amtierenden Hauptverwaltungsbeamten und -beamtinnen: Aktuell haben insgesamt nur sechs Frauen das Amt einer Oberbürgermeisterin bzw. einer Landrätin inne, nach den Kommunalwahlen 2020 waren es sieben. Dem stehen aktuell 48 männliche Oberbürgermeister bzw. Landräte gegenüber, sodass sich der Frauenanteil hier auf 11,1 % beläuft.
In den kreisangehörigen Gemeinden setzte sich bei den Bürgermeisterwahlen 2025 nur 43-mal eine weibliche Kandidatin durch, in 330 Gemeinden erreichte ein Mann das Bürgermeisteramt. Der Frauenanteil in den kreisangehörigen Gemeinden beträgt somit 11,5 %, ein Minus von 3,2 Prozentpunkten im Vergleich zu den Kommunalwahlergebnissen 2020.
Hinweise zur Statistik
Die ausgewiesenen Ergebnisse beziehen sich auf die letzten beiden allgemeinen Kommunalwahlen in NRW, die am 14.09.2025 bzw. 13.09.2020 stattgefunden haben, unter Berücksichtigung nachgelagerter Stichwahlen um das Amt der Verwaltungsspitze. Änderungen in den kommunalen Parlamenten, die nach dem Wahltag beispielsweise durch Amtsniederlegungen erfolgt sind, sind in den Ergebnissen nicht berücksichtigt.
Ergebnisse für kreisfreie Städte, Kreise und Gemeinden (XLSX, 50,53 KB)