Ruhrtalradweg: Petition „Gefahrenbrennpunkt Wiemeringhausen und Haus Wildenstein“ endet in 9 Tagen.

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Der Übergang für Radfahrer und Fußgänger kreuzt bei Haus Wildenstein die B 480. (foto: zoom)

Anfang Oktober 2014 hatte sich auf der B 480 in der Höhe von Haus Wildenstein ein schwerer Unfall ereignet. Wir berichteten hier im Blog und argumentierten, aus welchen Gründen wir die Petition „Gefahrenbrennpunkt Wiemeringhausen und Haus Wildenstein – Ruhrtalradweg“ unterstützen.

In neun Tagen endet die Petitionsfrist. Von den angestrebten 2000 Unterschriften sind bis heute 1156 (58%) zusammengekommen. Wir haben vor ein paar Tagen mit Heike Grosche, die zusammen mit ihrem Lebensgefährten Wilfried Wegener die Unterschriftensammlung initiierte, gesprochen.

Viel habe sich nicht geändert, sagt sie enttäuscht. Nun ja, ein Schild „Achtung in 650 Meter Schleudergefahr“ sei aufgestellt worden, aber nirgendwo werden die Autofahrer nachdrücklich auf den Ruhrtalradweg hingewiesen. „Die wissen gar nicht, dass da ein Radwanderweg verläuft.“

Allein in Jahr 2014 habe es 14 dokumentierte Unfälle in der Kurve gegeben -„Gott sei Dank keiner tödlich“. Viele rasten in die Leitplanke gegenüber der Madonna.

Die LKWs seien, so Heike Grosche, ein großes Problem. Geradeaus der Ruhrtalradweg Richtug Niedersfeld. (foto: zoom)
Die LKWs seien, so Heike Grosche, ein großes Problem. Geradeaus der Ruhrtalradweg Richtung Niedersfeld. (foto: zoom)

Mit einer Videokamera hat Heike Grosche gefährliche Situationen dokumentiert. Gerade die Lastwagen führen viel zu schnell. „Schauen Sie hier, der Langholzzug! Der kippt in der Kurve gefährlich nach links.“ Man sieht einen Holztransporter , dessen Hänger im Kurvenausgang Richtung Wiemeringhausen in die Beuge geht.

Tempo 50 für Lastwagen fordern Heike Grosche und Wilfried Wegener.

Ein weiteres Problem seien die Motorradfahrer. In der Saison käme sie sich manchmal vor „wie beim Rennen Paris-Dakar“.

„Warum wird hier kein Blitzer aufgestellt?“,

Genau am Übergang für die Radfahrer und Wanderer seien darüber hinaus Fahrbahnschäden zu beobachten. „Das Loch im Asphalt wird immer mehr ausgefahren. Was ist, wenn da mal einer stürzt?“

Eine Facebookseite habe man ebenfalls ins Leben gerufen: https://www.facebook.com/pages/Gefahrenbrennpunkt-Wiemeringhausen-Haus-Wildenstein-Ruhrtalradweg/1482708922000930

Nun hofft Heike Grosche, dass sich die Ratsmitglieder aus Wiemeringhausen noch einmal mit ihr und Wilfried Wegener zusammensetzen.

„Die ganzen Aktionen, die Unterschriften, sollen ja nicht umsonst gewesen sein, da ist ja doch einiges zusammengekommen.“

Auch der Übergang hinter Assinghausen, Richtung Steinhelle, hat es in sich. (foto: zoom)
Auch der Übergang hinter Assinghausen, Richtung Steinhelle, hat es in sich. (foto: zoom)

Haus Wildenstein sei im Übrigen nicht der einzige gefährliche Übergang entlang der Bundesstraße 480. Sie denke da insbesondere an die Stelle in der Höhe des Ruhrquellenlifts.

Die Petition richtet sich zwar allgemein an den Landtag, aber eigentlich, so Heike Grosche, sei „Straßen-NRW“ in der Verantwortung.

6 Gedanken zu „Ruhrtalradweg: Petition „Gefahrenbrennpunkt Wiemeringhausen und Haus Wildenstein“ endet in 9 Tagen.“

  1. Ich kann mich nur für mehr Sicherheit aussprechen und halte die Petition eine sehr gute Idee!

    Ein andere Anmerkung:
    Die extrem hellen Lichter (Scheinwerfer) des Haus Wildenstein bzw. des Parkplatzes sind in der Dunkelheit auch irritierend.

  2. Das ist richtig: Es ist leider kein Einzelfall.

    An der auf dem Foto abgebildeten Stelle bei Assinghausen bin ich letzten Winter über die Straße gerannt, um mich noch rechtzeitig in einen Schneehaufen zu rennen, als es vor einem herbei rasenden Pkw knapp wurde. Zuvor hatte ich schon gefühlte Minuten gewartet, um überhaupt eine Chance zu erwischen, die Straße zu überqueren.

    Den Gefahrenpunkt Ruhrquellenlift kenne ich als Pkw – insbesondere auch mit gefährlichen Situationen, wenn dort Pkw abbiegen oder herausfahren. Insbesondere ortsunkundige Autofahrer scheinen mir hier die Gefahren zu oft zu unterschätzen.

    Alles sind meines Wissens Gefahrenpunkte, an denen selten oder nie Blitzaktionen stattfinden…

    1. @Andreas

      Was mich wundert, ist die Tatsache, dass über den Ruhrtalradweg in den sozialen Medien kaum eine Diskussion stattfindet. Vielleicht habe ich die entsprechenden Foren, Blogs etc. noch nicht gefunden, aber auch auf den offiziellen Seiten ist nichts los.

      Gerade die „Macher“ des Ruhrtalradwegs müssten doch an einem umfassenden Feedback interessiert sein.

      Im Hochsauerland bin ich selbst schon alle Strecken des Ruhrtalradwegs -Ausnahme: Freienohl bis Meschede- geradelt, oft mehrfach, und ich kenne die Schwächen.

      Auf den offiziellen Websites müssten die drei Stellen (Ruhrquellenlift, Wildenstein, Assinghausen) eigentlich als gefährlich gekennzeichnet werden. Stelle Dir eine Familie mit Kindern an den Querungen vor.

      Von Steinhelle bis zum Ende des Ruhraue ist es dann wieder ok, danach über Antfeld, Nuttlar bis Bestwig nur elendig. Leider funktioniert die wirklich gute Abkürzung über Ostwig nicht, weil die Umgehungsstraße an dem entscheidenden Stück vor der B7 keinen Radweg hat, und da ist verkehrsmäßig leider die Hölle los, auch wenn es nur ein paar hundert Meter sind.

      Für mich beginnt der entspannte Teil des Ruhrtalradweg in Neheim-Hüsten, ab Bestwig Ortsausgang zur Not ebenfalls.

  3. Gerade eben: erneut tödlicher Unfall in der Kurve bei Haus Wildenstein. Kradfahrer frontal in den Gegenverkehr gerast. B 480 gesperrt.

    1. @Leser

      Danke! Ich habe es korrigiert. Die Autokorrektur des Smartphones hatte mich gestern hereingelegt :-(

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