Momentaufnahme: Technologieoffenheit oder der Fluch fossiler Ressourcen

Preise für die Fossilkraftstoffe heute Nachmittag in Olsberg (foto: zoom)

Vielleicht könnte man in Abwandlung einer älteren Redewendung sagen: Wer Technologieoffenheit predigt ist nicht ganz dicht.

Diesel-Dieter hat sich heute im Baumarkt einen Vorschlaghammer gekauft. Wenn die Fossilenergiepreise noch weiter steigen, wird er seine alte Kiste zertrümmern und sich ein E-Bike kaufen. Für ein E-Auto reicht sein Erspartes leider nicht. Da geht es ihm genau so wie mir.

Vielleicht wäre es die bessere Idee, die Energiewende voranzutreiben, statt sie, wie unsere Fossilministerin Katharina Reiche, abzuwürgen.

Technologieoffenheit war von Anfang an ein Lobby-Kampfbegriff, um die Profite der Fossilindustrie zu schützen.

Erneuerbare – Sonne, Wind, Geothermie,… – müssen nicht importiert werden. Um Erneuerbare muss kein Krieg in der Ukraine, im Nahen Osten oder im Vorhof der USA (Venezuela) geführt werden. Für Erneuerbare müssen keine Gasleitungen oder LNG-Terminals gebaut werden.

Oder wie es Dr. Michael Blume, CDU-Mitglied und Antisemitismusbeauftrager des Landes Baden-Württemberg, nicht müde wird zu betonen:

Erneuerbare sind Friedensenergien – fossile Energien sind Kriegsenergien. Der Fluch fossiler Ressourcen muss gebannt werden.

2 Gedanken zu „Momentaufnahme: Technologieoffenheit oder der Fluch fossiler Ressourcen“

  1. Wo hier gerade ein CDU-Politiker zitiert wird, möchte ich Daniel Günther, ebenfalls CDU, aus dem hohen Norden in die Runde werfen, der gesagt hat:
    „Deutschland und Europa müssen jetzt
    entschlossen handeln, strukturelle Abhängigkeiten von fossilen Importen reduzieren und den Ausbau erneuerbarer Energien konsequent
    vorantreiben.[…] Wir müssen unsere
    Energieversorgung langfristig sicherer
    und unabhängiger machen.“
    Daniel Günther
    Ministerpräsident
    Schleswig-Holstein

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