Jan van Egmond: Letzte Vorbereitungen für die Hilfsreise in die Ukraine, Region Lviv

„Das Wichtigste wäre allerdings, das Gefühl, nicht vergessen zu werden“

Ein Mann mit rotem Kapuzenpullover ist über einen Pappkarton gebeugt, in welchem sich verschiedene medizinische (?) Hilfsmittel befinden. Die rechte Hand greift in den Karton. die linke hält einen Schlauch und eine Blutdruckmessgerät (?) Der Kofferraum des Caddys ist voller Kisten. Es ist kaum noch Platz. Die Heckklappe ist nach oben geöffnet. Der beschriebene Karton steht auf dem Ende des Kofferraumbodens. Das linke Knie des Mannes klemmt ihn zur Stabilisierung ein.
Es kann losgehen. Der Caddy ist vollgepackt mit Spendenkisten. (Foto: Jan van Egmond)

Ab heute wird Jan van Egmond vom Winterberger Verein Kippepeo regelmäßig über seine Reise gemeinsam mit Andrew Joy in die Ukraine berichten. Ich bin schon sehr gespannt. Heute erscheint dieser Artikel Nr. 0, morgen soll es los gehen.

Ist die Ukraine weit weg oder liegt sie nahebei? Morgen fahre ich nach Lviv, der westlichsten Stadt in der Ukraine. Die Luftlinie von Winterberg sind 1.104,23 Kilometer. So jedenfalls zeigt es mir das Internet an. Die Fahrstrecke beträgt 1.280 Km, also weit weg, aber doch auch so nahebei.

(Jan van Egmond)

Mit meiner Frau und mit weiteren Mitreisenden habe ich seit dem russischen Angriff schon sieben Mal die Ukraine besucht.

Warum wir da immer hin fahren? Weil es uns nicht loslässt, wenn wir häufig daran denken, wie es wäre, wenn unsere eigenes Land so angegriffen werden sollte und weil der Krieg in der Ukraine gar nicht weit weg ist von unserem Wohnort und weil wir da so viel Leid gesehen haben und liebe Menschen kennen gelernt haben.

Heute packen wir der letzte Sachen in unseren Caddy. Es wird sehr kalt werden, nächste Woche in der Ukraine.

Deshalb nehmen wir gute, warme Kleidung mit. Wir wissen, dass wir in ein warmes Haus zurückkehren werden, wenn wir nach unserem Besuch zurück in die Heimat fahren.

Wie anders für die Menschen dort, in der Ukraine.

15 vollgepackte LKW-Transporte konnten wir zusammen mit unsere Verein Kipepeo-fair und sozial in den letzten drei Jahren von Winterberg aus in die Ukraine schicken.                                                                                                                                                                  
Viele Menschen unterstützen uns dabei und gemeinsam mit den Ukrainern, welche hier ins Hochsauerland leben, kriegen wir mit Herzblut und großem Engagement Vieles hin.

Aber gerade auch das Besuchen des Landes ist wichtig. Sprechen mit Tanya und Denis vom Ukrainischen Verein Gora Dobra U. A., welche unsere Hilfsgüter in der Ukraine weiterverteilen, dorthin, wo sie benötigt werden. Neue Kontakte knüpfen, und mit eigenen Augen sehen, dass die Hilfe ankommt und es nützt, was wir machen.

„Das Wichtigste wäre allerdings, das Gefühl, nicht vergessen zu werden“ – Darum geht’s am meisten! Wir hoffen, mit dieser Reise die Verbindungen noch enger zu knüpfen.

Andrew Joy, ein pensionierter Musiker von der Kölner Philharmonie, fährt mit. Über Andrew werde ich morgen mehr erzählen. Vielleicht stellt er sich auch selber vor.

Ein älterer Herr mit Brille vor Bäumen mit gelben Blättern (Brustbild). Er ist am rechten Rand des Fotos abgebildet, trägt eine grünblaue Jacke und eine karierte Tweed-Mütze (Schlägermütze). Die Sonne scheint, er hat die Augen leicht zusammengekniffen und lächelt in die Kamera. Der Eindruck ist sehr sympathisch und warmherzig.
Andrew Joy, ein pensionierter Musiker der Kölner Philharmonie, fährt gemeinsam mit Jan in die Ukraine. (Foto: Andrew Joy)

Unser Caddy ist rappelvoll mit guten Spenden, welche wir gesammelt haben. Früh geht es ins Bett und am 1. Februar werden wir frohen Mutes unterwegs sein.

Wenn alles klappt, wie wir es uns vorgestellt haben, werden wir jeden Tag hier auf Schiebener.net berichten.

Mehr Info auch auf : www.kipepeo-fair-sozial.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert