Abfalleimer in Winterberg – stark verbesserungswürdig

Kippenfänger und Pfandflaschenhalterung fehlen

Offensichtlich nicht Winterberg: Einer von zahlreichen Mülleimern mit Flaschenhaltern und Kippenfängern in Travemünde (foto: zoom)

Ich habe das Thema Mülleimer in Winterberg schon lange im Hinterkopf, aber es kam bisher immer etwas dazwischen.

Jedesmal, wenn ich in anderen Städten die oft phantasivoll gestalteten Müllbehälter sehe, muss ich an die lieblos hergerichten Winterberger Abfalleimer denken.

Winterberg: Kürzlich errichtete Schutzhütte und neuer Mülleimer am Schmantelrundweg (foto: zoom)

Nun gut, wenn sie denn nicht schön sind, dann sollten sie wenigstens funktional sein.

Zigarettenkippen vergiften Umwelt und Trinkwasser. Intergrierte kleine feuerfeste Kippenbehälter an den Abfalleimern erleichtern es den Raucher*innen, ihre giftigen Stummel vernünftig zu entsorgen.

Ja, ja, werden vielleicht einige von euch sagen, sollten die Raucher*innen nicht selbst dafür verantwortlich sein, ihren Mist z.B. in kleinen tragbaren Kippen-Dosen, wegzuschaffen? Sollen wir ihnen noch den Hintern abputzen?

Der schmucklose Mülleimer hat keinen Kippenfänger. Man sieht aber schon die Spuren auf der Oberseite. Dort drücken die Wandernden ihre Zigaretten aus. (foto: zoom)

Appelle nützen wahrscheinlich nur wenig, aber das gilt eigentlich genauso für den restlichen Müll. Wenn alle ihren Abfall, den sie in der Stadt „produzieren“, mit nach Hause nähmen, müsste Winterberg überhaupt keine Mülleimer aufstellen. Funktioniert nicht.

Die Stadt Winterberg hat im Gegensatz zu anderen Städten bislang keine Verantwortung für das Kippenproblem übernommen. Die metallenen Kippenfänger an den Haltestellen fallen, soweit ich es weiß, nicht in ihren Verantwortungsbereich.

Umweltbewusste Winterberger*innen der Klimagruppe haben ausgediente Tetra-Packs zu Kippenfängern umfunktioniert. Kleine Texte erklären das Ausmaß der Umweltschäden, welche Kippen ausrichten.

Umweltbewusste Winterberger*innen der Klimagruppe funktionieren Tetra-Packs zu Kippenfängern um. (foto: zoom)

Andere Städte haben schon lange verantwortlich gehandelt. In der Nachbarstadt Meschede hängen/stehen sowohl zahlreiche metallene, feuerfeste Kippenbehälter als auch Mülleimer mit kleinen integrierten Auffängen.

In der Nachbarstadt Meschede sind solide Kippenfänger schon lange eine Selbstverständlichkeit. (foto: zoom)

Das Kippenproblem wird durch die Kippenfänger nicht gelöst, aber wahrscheinlich gemildert. Wenn man nicht will, dass der Boden, das Wasser, die Umwelt mit 7000 verschiedenen Giftstoffen verseucht wird, ist es ein Anfang.

Wie es dann weitergehen könnte bzw. müsste? Vielleicht wie bei der Gurtpflicht? Vorher aber bitte eine Aufklärungskampagne, denn irgendwie muss man ja auch die letzten störrischen Raucher*innen mitzunehmen versuchen.

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