Rudolf Steiners rassistischer Science-Fiction-Trash: “Aus der Akasha-Chronik”

steinerwordle20141218Ein Gastbeitrag von Andreas Lichte, heute zuerst erschienen im Ratgeber-News-Blog.

Rudolf Steiner (1861–1925) behauptete, Einblick in die „Akasha-Chronik“, ein geistiges Weltengedächtnis in der „Ätherwelt“, zu haben. Über diese „Chronik“, in der alle Ereignisse der Geschichte, alle Taten, Worte und Gedanken der Menschheit enthalten seien, schreibt Rudolf Steiner sein Buch …

‘Aus der Akasha-Chronik’1. Ich versuche, einem Freund den Inhalt zu erklären:

„Es ist die Geschichte der Menschheit, wie sie sich dem Eingeweihten zeigt. So eine Art ‘Evolutionsgeschichte’, nur dass der Eingeweihte auch in die Zukunft schauen kann. Die Menschheit entwickelt sich laut Steiner auf sieben Planeten. Von Planet zu Planet steigt das Menschengeschlecht höher in der Entwicklung. Dabei helfen ihm Führer, die selber schon auf einer höheren Entwicklungsstufe stehen. Es geht los auf dem Saturn, dann kommt die Sonne, der Mond und schließlich die Erde …”

„Wieso Sonne und Mond – das sind doch keine Planeten?!”

„Für den Esoteriker Steiner schon. Die Erde formt sich im nächsten Entwicklungsschritt in den Jupiter um, dann kommt die Venus und zuletzt der Vulkan. Sieben Planeten, und auf jedem Planeten durchleben die Menschen sieben mal sieben Entwicklungsstufen … Ja, ich weiß, das klingt nach Science Fiction … ich habe mich an die Perry Rhodan-Hefte erinnert, du weißt schon, diese Groschenromane.”

„Mich erinnert das Ganze an ein Video-Game, wo man immer das nächsthöhere Level erreichen muss!”

„Ja, stimmt, das ist großartig, das trifft’s genau! Weißt du, das ist so platt, dass mir gar nichts mehr dazu einfällt – aber richtig übel ist, wie die Entwicklung abläuft, das ist nur noch bösartig …” und wird deshalb hier im Original wiedergegeben:

„Diese zweite Gruppe der Astralmenschen hat diese ihre höhere Fähigkeit aber nur dadurch erworben, dass sie einen Teil – die erste Gruppe – der astralischen Wesenheit von sich ausgeschieden und zu niedriger Arbeit verurteilt hat. Hätte sie die Kräfte in sich behalten, welche diese niedere Arbeit bewirken, so hätte sie selbst nicht höher steigen können. Man hat es hier also mit einem Vorgang zu tun, der darin besteht, dass sich etwas Höheres auf Kosten eines anderen entwickelt, das es aus sich ausscheidet.”

Dieselbe „These” wiederholt Steiner mehrmals, bis er schließlich zusammenfasst: „Man sieht, der Mensch steigt in ein höheres Reich auf, indem er einen Teil seiner Genossen hinabstößt in ein niederes. Diesen Vorgang werden wir auf den folgenden Entwicklungsstufen sich noch oft wiederholen sehen. Er entspricht einem Grundgesetz der Entwicklung.”

Schließlich stellt Steiner den Bezug zur Gegenwart her: „Man nennt sie in theosophischen Schriften die Lemurier. Nachdem diese durch verschiedene Entwicklungsstufen durchgegangen waren, kam der größte Teil in Verfall. Er wurde zu verkümmerten Menschen, deren Nachkommen heute noch als so genannte wilde Völker gewisse Teile der Erde bewohnen.“2

„Unsere atlantischen Vorfahren“

Im Kapitel „Unsere atlantischen Vorfahren“ berichtet Rudolf Steiner im Detail über die „Atlantier“, beispielsweise über die von ihnen verwendete Technik, Zitat Steiner:

„Wie wir Vorrichtungen haben, um die in den Steinkohlen schlummernde Kraft in unseren Lokomotiven in Bewegungskraft umzubilden, so hatten die Atlantier Vorrichtungen, die sie – sozusagen – mit Pflanzensamen heizten, und in denen sich die Lebenskraft in technisch verwertbare Kraft umwandelte. So wurden die in geringer Höhe über dem Boden schwebenden Fahrzeuge der Atlantier fortbewegt. Diese Fahrzeuge fuhren in einer Höhe, die geringer war als die Höhe der Gebirge der atlantischen Zeit, und sie hatten Steuervorrichtungen, durch die sie sich über diese Gebirge erheben konnten.

Man muß sich vorstellen, daß mit der fortschreitenden Zeit sich alle Verhältnisse auf unserer Erde sehr verändert haben. Die genannten Fahrzeuge der Atlantier wären in unserer Zeit ganz unbrauchbar. Ihre Verwendbarkeit beruhte darauf, daß in dieser Zeit die Lufthülle, welche die Erde umschließt, VIEL DICHTER war als gegenwärtig. Ob man sich nach heutigen wissenschaftlichen Begriffen eine solch größere Dichte der Luft leicht vorstellen kann, darf uns hier nicht beschäftigen. Die Wissenschaft und das logische Denken können, ihrem ganzen Wesen nach, niemals etwas darüber entscheiden, was möglich oder unmöglich ist. Sie haben nur das zu erklären, was durch Erfahrung und Beobachtung festgestellt ist. Und die besprochene Dichtigkeit der Luft steht für die okkulte Erfahrung so fest, wie nur irgendeine sinnlich gegebene Tatsache von heute feststehen kann. – Ebenso steht fest aber auch die vielleicht der heutigen Physik und Chemie noch unerklärlichere Tatsache, daß damals das WASSER auf der ganzen Erde viel dünner war als heute. Und durch diese Dünnheit war das Wasser durch die von den Atlantiern verwendete Samenkraft in technische Dienste zu lenken, die heute unmöglich sind.“

Der Historiker Helmut Zander weist darauf hin, dass Steiner die „Lebenskraft“ und die „in geringer Höhe über dem Boden schwebenden Fahrzeuge der Atlantier“ aus Edward Bulwer-Lyttons Zukunftsroman »The Coming Race« entlehnt habe, den er seinen engen Mitarbeiter Guenther Wachsmuth unter dem neuen Titel »Vril oder eine Menschheit der Zukunft« ins Deutsche übersetzen ließ und 1923 als Lektüre für die zehnte Klasse der Waldorfschule empfahl.3

Steiners Buch „Aus der Akasha-Chronik“ selbst findet sich auf einer Literaturliste der „Pädagogogischen Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen“ für den Geschichtsuntericht in Waldorfschulen zum Thema „Atlantis

 

——————————————————————

 

[1] Rudolf Steiner, „Aus der Akasha Chronik“, GA 11, Rudolf Steiner Verlag, Dornach, 1986

[2] Die bis hierhin gegebene Inhaltsangabe des Buches „Aus der Akasha-Chronik“ ist aus meinem im Jahre 2004 erstveröffentlichten Erlebnisbericht „Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand“ übernommen, in dem ich meine Ausbildung zum Waldorflehrer am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ beschreibe.

[3] Helmut Zander, „Anthroposophie in Deutschland – Theosophische Weltanschauung und gesellschaftliche Praxis 1884–1945“, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2007 – Seite 642ff.

15 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
6 Jahre her

Beim “Ratgeber-News-Blog”, wo der Artikel zuerst veröffentlicht wurde, stellt ein Kommentator die Hypothese auf, Steiners Buch “Aus der Akasha-Chronik” weise auf eine psychiatrische Erkrankung Rudolf Steiners hin – ist das plausibel? Hier der Kommentar: – https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2014/12/18/rudolf-steiners-rassistischer-science-fiction-trash-aus-der-akasha-chronik/#comment-5828 “excanwahn Dezember 20, 2014 um 9:17 vormittags Als ich vor Jahren meiner Herzallerliebsten mal einige Passagen aus den „Akasha-Chroniken“ vorlas, kommentierte sie das Gehörte mit der Frage: „Liest Du Patientenakten? Hört sich schwer verwirrt an! Nun wähnte Sie mich bei Studienunterlagen, und ich musste sie kurz darüber aufklären, dass ich aus des versteinerten Rudis zu Papier gebrachten Halluzinationen zitierte – was sie einigermaßen fassungslos… Read more »

6 Jahre her

“‘Unsere atlantischen Vorfahren’ im Waldorfkindergarten Schwerte

Auf seiner Homepage stellt der Waldorfkindergarten Schwerte „Literatur zur Waldorfpädagogik“ vor. Darunter Rudolf Steiners rassistischer Science-Fiction-Trash: ‘Aus der Akasha-Chronik’

(…)

Wer wie Waldorferzieher und Waldorfeltern bestätigt, dass Steiner Recht hat, und seine „Erkenntnisse“ tatsächlich aus „übersinnlicher Anschauung“ schöpft, der hat erfolgreich gelernt, „einem menschlichen Manu frei zu folgen“ – sprich: Steiner zu folgen –, und ist ein Teil der Waldorfbewegung geworden, die der Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann als „Sekte“ bezeichnet.

(…)”

zum vollständigen Artikel beim Ratgeber-News-Blog: https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2015/02/08/unsere-atlantischen-vorfahren-im-waldorfkindergarten-schwerte/

6 Jahre her

Christian Clements ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners‘ (SKA) Des Steiners neue Kleider BERLIN. (hpd) Die Anthroposophie versucht seit Jahren, Rudolf Steiner ein neues, positives und neutrales Image zu geben: weg vom “verstörenden” Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner. Dass sich ein nach aussen hin renommierter Verlag, der “Frommann-Holzboog Verlag”, an dem anthroposophischen Betrug beteiligt, überrascht. (…) Wie weit Clement in seiner anthroposophischen Heiligsprechung Rudolf Steiners geht, mit welchen letzten Mitteln er versucht, Steiner als “eigenständig” darzustellen, überrascht dann aber doch, Peter Staudenmaier: “Ein besonders bedauerliches Beispiel illustriert die Unzulänglichkeiten in Clements Herangehensweise. In seiner Diskussion von Steines Aneignung… Read more »

6 Jahre her

“Ein ‘rechter’ Waldorflehrer soll gehen – Rudolf Steiner bleibt BERLIN. (hpd) Nicht zum ersten Mal werden Waldorfschulen im Zusammenhang von “Rechtsextremismus” auffällig. Erinnert sei hier nur an den “NPD-Waldorflehrer” Andreas Molau. Nun gibt es einen neuen Fall. Und alles bleibt beim Alten. Wolf-Dieter Schröppe war zwanzig Jahre lang Lehrer an der Waldorfschule Minden. Nun belegt ein Gutachten der “Mobilen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold”, dass der Waldorflehrer im rechten Umfeld aktiv war: “Der Lehrer hat sich über Jahrzehnte ab Mitte der 90er Jahre bis Mitte 2000 in extrem rechten Strukturen und Netzwerken bewegt – nicht als Mitläufer, sondern Organisator”,… Read more »

6 Jahre her

– noch mehr unglaublicher Rassen-Müll von Rudolf Steiner – Anthroposophischer Antiamerikanismus – Rudolf Steiner macht weiße Amerikaner schwarz In seinem Artikel „Ein kosmisches Komplott“ deutet Ansgar Martins die aktuellen, rechtsextremen Vorkommnisse an Waldorfschulen als Fortführung der rechten Weltanschauung „Anthroposophie“, die Rudolf Steiner (1861–1925) zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte. „Deutscher ist man nicht, Deutscher wird man“, wußte Rudolf Steiner und sah eine Weltmission des „deutschen Volksgeistes“. Durch ein kosmisches Komplott – den Ersten Weltkrieg – wurde diese deutsche Weltmission vom nach Weltherrschaft strebenden „Angloamerikanertum“ verhindert … In einem auf dem „Waldorfblog“ veröffentlichten e-mail-Austausch mit Ansgar Martins vermutete ich dafür als… Read more »

6 Jahre her

“Neger”: triebhaft “Weißer”: am Geiste schaffend “Japaner”: kann nicht selber denken …: – “Waldorfschule: Dr. Detlef Hardorp verkauft Rudolf Steiners Rassismus als Multikulti Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg, behauptet, dass sich Rudolf Steiner für eine multikulturelle Gesellschaft engagiert habe. Ausgerechnet an Rudolf Steiners berüchtigtem „Arbeitervortrag“ – „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923 – versucht Detlef Hardorp zu belegen, dass Rudolf Steiner kein Rassist sei. Steiner sagt dort, Seite 54f.: „Erfindungen sind in Asien sehr wenig gemacht worden. Verarbeitet kann dann die… Read more »

5 Jahre her

Der in Fußnote 2 als Quelle angegebene Erlebnisbericht „Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand“ hat eine neue webadresse:

https://www.novo-argumente.com/artikel/wundersame_waldorf_paedagogik_oder_atlantis_als_bewusstseinszustand

5 Jahre her

Anthroposophen wie Christian Clement machen aus Rudolf Steiners (Gedanken-) Müll “Philosophie”, oder wie Jost Schieren, Professor für Waldorfpädagogik an der anthroposophischen “Alanus Hochschule”: “Die Radikalität des Steinerschen Erkenntnisbegriffes” “Fortführung der Impulse der Aufklärung” “(…) Die Radikalität des Steinerschen Erkenntnisbegriffes wird von Ullrich wie von vielen Anthroposophen nicht thematisiert. Steiners Anliegen besteht in Fortführung der Impulse der Aufklärung darin, das Freiheitsverlangen der selbstbewussten denkaktiven Individualität zu fördern. Allein im individuellen Denkvollzug tritt nach Steiner die menschliche Persönlichkeit aus den kausalen Zwängen ihrer historischen, biographischen, psychischen, kulturellen und ggf. auch karmischen Bedingtheiten heraus. Sie ist dort verletzlich, prozessoffen und fehlbar, wie es… Read more »

5 Jahre her

Jost Schieren – siehe vorhergehenden Kommentar – macht mit seiner “Steiner-Mogelpackung” Werbung für die Waldorfschule: – “Der Waldorf-Werber . BERLIN. (hpd) Jost Schieren ist Professor für Waldorfpädagogik an der anthroposophischen “Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft”, Leiter des “Fachbereichs Bildungswissenschaft”, und verantwortlich für die (Waldorf-) Lehrerbildung. Dem “Waldorfblog” gab Jost Schieren ein ausführliches Interview, in dem er immer wieder das buzzword “Freiheit” verwendet – in einer einzigen Antwort erstaunliche 7 mal: • “Die Anthroposophie ist im Kern auf das Ideal des freien Menschen ausgerichtet.” • “Freiheitsentwicklung als Teil des Weltgeschehens” • “Freiheitsentfaltung unseres Menschseins” • “Position der Freiheit” • “Begriff… Read more »

5 Jahre her

… kann man die „Steiner-Mogelpackung“ (siehe vorhergehenden Kommentar) noch größer machen, mit noch weniger Inhalt? Ja, “Hartmut Traub” kann das …: – Hartmut Traub, Alanus Hochschule und Rudolf Steiner: “Jeder Mensch ein Wissenschaftler! Die anthroposophische “Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft” kämpft um eine Anerkennung der “Waldorfpädagogik” als Erziehungs-“Wissenschaft”. Dazu muß zunächst für Rudolf Steiner, Begründer der “Anthroposophie” und Waldorfschulen, ein neues, positives und neutrales Image erschaffen werden: weg vom “verstörenden” Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner. Hartmut Traub, Lehrbeauftragter der Alanus Hochschule, hielt dazu im Mai 2016 einen Vortrag, in dem er Steiner wie gewünscht “wissenschaftlich-philosophisches Denken” bescheinigt.… Read more »

11 Monate her
Reply to  Andreas Lichte

Professor – Professor! – Hartmut Traub: Rudolf Steiner “wissenschaftlich-philosophisches Denken” zu bescheinigen, hat sich für Traub ausgezahlt, da macht er 2020 damit weiter …:

“Die Alanus-Hochschule erfindet einen neuen Steiner

“Esoteriker”, “Rassist”, “Scharlatan” sind heute übliche Bezeichnungen für Rudolf Steiner. Das möchte die anthroposophische Alanus Hochschule ändern: “Philosoph” oder “Wissenschaftler” hört sich einfach besser an und verkauft sich auch viel leichter. Ein Dialog über den neuen Steiner.

“Kannst Du ‘sachadäquat multiperspektivieren‘?“ 

(…)“

weiter bei „Humanistischer Pressedienst“: https://hpd.de/artikel/alanus-hochschule-erfindet-einen-neuen-steiner-18488

1 Jahr her

“100 Jahre Waldorfschule: Rudolf Steiners ‘survival of the whitest’ “Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse” ist ein Ausspruch Rudolf Steiners, der die vom Begründer der Waldorfschulen behauptete Überlegenheit der “Weißen” zusammenfaßt. Der Erziehungswissenschaftler Prof. Heiner Ullrich behauptet dagegen in der Wochenzeitung “Die Zeit”: “Rassentheorien spielen meiner Einschätzung nach aber in der heutigen Waldorf-Pädagogik keine Rolle.” Passt das zusammen? (…) Auch der Geschichtsunterricht der Waldorfschule ist Anthroposophie. Hier stellt sich die Frage, ob der Erziehungswissenschaftler Heiner Ullrich wirklich nicht weiß, was in der Waldorfschule als “Geschichte” unterrichtet wird, wenn er behauptet: “Rassentheorien spielen meiner Einschätzung… Read more »

11 Monate her
Reply to  Andreas Lichte

„Rudolf Steiners Rassismus und die ‘Stuttgarter Erklärung’

Wenn irgendwo über Rudolf Steiners Rassismus gesprochen wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der erste Anthroposoph zur Verteidigung Steiners die „Stuttgarter Erklärung“ präsentiert. Der „erste Anthroposoph“ ist dann auch schon mal der Sprecher und Vorstand des „Bundes der Freien Waldorfschulen“, Henning Kullak-Ublick.

?(…)“

weiter bei „Humanistischer Pressedienst“: https://hpd.de/artikel/rudolf-steiners-rassismus-und-stuttgarter-erklaerung-18182

11 Monate her
Reply to  Andreas Lichte

„Offener Brief an Henning Kullak-Ublick, Sprecher und Vorstand des ‘Bundes der Freien Waldorfschulen’ Berlin, 10. Juli 2020 Sehr geehrter Herr Kullak-Ublick, ich bitte um Ihre Stellungnahme zur „Stuttgarter Erklärung“ des „Bundes der Freien Waldorfschulen“, zum Artikel des Humanistischen Pressedienstes: „Rudolf Steiners Rassismus und die ‘Stuttgarter Erklärung’“. Meine Frage an Sie: Wieso spricht der „Bund der Freien Waldorfschulen“ in der „Stuttgarter Erklärung“ noch im Jahre 2020 von „vereinzelten Formulierungen“ Rudolf Steiners, die diskriminierend „wirken“? Unabhängige Anthroposophie-Experten wie Prof. Helmut Zander, Prof. Peter Staudenmaier und andere haben schon vor Jahren nachgewiesen, dass Rudolf Steiners Rassismus durch seine anthroposophische „Evolutionslehre“ – Steiners „Menschheitsentwickelung“… Read more »

7 Monate her
Reply to  Andreas Lichte

„Der Antisemitismus-Beauftragte und die Anthroposophie (…) Statt als Antisemitismus-Beauftragter öffentliche Sanktionen gegen anthroposophische Einrichtungen zu fordern – gar eine Einschränkung der Finanzierung von Waldorfschulen? –, empfiehlt Michael Blume im info3-Interview der Anthroposophie eine eigene, kritische Auseinandersetzung mit Rudolf Steiner.  Welche Wunder mit Steiners Texten geschehen, wenn Anthroposophen sie mit „Historisierung“, „Kontextualisierung“, und „Steiners Vorträge wurden nur mitstenografiert!“, „bearbeiten“, ist mittlerweile Legende – das Ergebnis ist dann beispielsweise so etwas:  „In seiner Gesamtheit ist Steiners Lebenswerk aber zutiefst humanistisch und das exakte Gegenteil eines systematischen Rassismus“, wie der Vorstand und Sprecher des Bundes der Freien Waldorfschulen Henning Kullak-Ublick im Januar in einem Interview erklärte.… Read more »