Hartmut Traub, Alanus Hochschule und Rudolf Steiner: Jeder Mensch ein Wissenschaftler!

Alanus2016082101Die anthroposophische „Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft“ kämpft um eine Anerkennung der „Waldorfpädagogik“ als Erziehungs-„Wissenschaft“[1]. Dazu muß zunächst für Rudolf Steiner, Begründer der „Anthroposophie“ und Waldorfschulen, ein neues, positives und neutrales Image erschaffen werden: weg vom „verstörenden“ Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner[2]. Hartmut Traub, Lehrbeauftragter der Alanus Hochschule, hielt dazu im Mai 2016 einen Vortrag, in dem er Steiner wie gewünscht „wissenschaftlich-philosophisches Denken“ bescheinigt.

(Der Beitrag von Andreas Lichte ist zuerst auf der Website des hpd erschienen.)

In seinem Vortrag „Wissenschaft, Mythos und andere unproduktive Etikettierungen …“ zitiert Hartmut Traub auf 15 Seiten nicht ein einziges Mal Rudolf Steiner, und das, obwohl er Steiners „Anthroposophie“ die einzigartige Eigenschaft zuspricht, Mythos und Wissenschaft in sich zu vereinen, Zitat Traub, Seite 7:

„Der vermeintlich mythologische Charakter der Anthroposophie ist danach die veranschaulichende, didaktisch methodologisch explorierte Weiterentwicklung des philosophischen Denkens, das selbst in der ‘Hochphase’ der Anthroposophie sein mythologiekritisches Potential nicht verliert (Traub 2014, S. 149ff.).

Das Mythologische wird bei Steiner somit weder reflexiv verwissenschaftlicht, noch verhüllt es das wissenschaftliche Denken, sondern dem Mythologischen ist das wissenschaftlich-philosophische Denken explizit immanent. Und das heißt, die Anthroposophie ist ihrem Wesen und Anspruch nach kein mythologisches Denken, und schon gar keine Rückkehr zum Mythos, sondern die weiterentwickelte, veranschaulichte und methodologisch didaktisierte Philosophie Rudolf Steiners.“

Unterstützer der Anthroposophie wie Hartmut Traub vermeiden, Rudolf Steiner selber sprechen zu lassen, es sei denn, in kurzen, sinnentstellenden Zitaten.

Wo ist in Steiners Aussagen das  „wissenschaftlich-philosophische Denken“, die „weiterentwickelte, veranschaulichte und methodologisch didaktisierte Philosophie Rudolf Steiners“?

Um zu konkretisieren, wie weit sich Hartmut Traubs Interpretation von Rudolf Steiner entfernt, hören wir, was Steiner wirklich selber sagt, ein für ihn typisches Zitat:

„(…) Und so kann man sagen: Die Weißen können überallhin, können heute sogar nach Amerika hinüber. Alles dasjenige, was an weißer Bevölkerung in Amerika ist, das ist ja von Europa gekommen. Da kommt also das Weiße hinein in die amerikanischen Gegenden. Aber es geschieht ja etwas mit dem Menschen, wenn er von Europa, wo er dazu natürlich gebildet ist, daß er alles im Innern entwickelt, nach Amerika hinüberkommt. Da ist es so, daß gewissermaßen schon etwas sein Hinterhirn in Anspruch genommen werden muß. In Europa, sehen Sie, hat er als Europäer hauptsächlich das Vorderhirn in Anspruch genommen. Nun, in Amerika, da gedeihen diejenigen, die eigentlich zugrunde gehende Neger einmal waren, das heißt sie gedeihen nicht, sie gehen zugrunde, die Indianer. Wenn man dahin kommt, da ist eigentlich immer ein Kampf zwischen Vorderhirn und Hinterhirn im Kopf. Es ist das Eigentümliche, daß wenn eine Familie nach Amerika zieht, sich niederläßt, dann bekommen die Leute, die aus dieser Familie hervorgehen, immer etwas längere Arme. Die Arme werden länger. Die Beine wachsen auch etwas mehr, wenn der Europäer in Amerika sich ansiedelt, nicht bei ihm selber natürlich, aber bei seinen Nachkommen. Das kommt davon, weil die Geschichte mehr durch das Mittelhirn hindurch nach dem Hinterhirn sich hinzieht, wenn man als Europäer nach Amerika kommt. (…)“[3]

„Typisch“ an der oben vorstellten Textpassage ist, dass Rudolf Steiner seine Zuhörer bzw. Leser mit „unerhörten“ geistigen Tatsachen überrascht. Das kann Steiner, da er Einblick in die „Akasha-Chronik“, ein geistiges Weltengedächtnis in der „Ätherwelt“ („akasha“, Sanskrit: Äther) hat. In dieser „Chronik“ seien alle Ereignisse der Geschichte, alle Taten, Worte und Gedanken der Menschheit enthalten, die dem „Geistesforscher“ – also ihm selber – zur Verfügung stünden. Steiner sagt über seine Rolle als „Seher“: „Meinen Schauungen in der geistigen Welt hat man immer wieder entgegengehalten, sie seien veränderte Wiedergaben dessen, was im Laufe älterer Zeit an Vorstellungen der Menschen über die Geist-Welt hervorgetreten ist (…) Meine Erkenntnisse des Geistigen, dessen bin ich mir voll bewusst, sind Ergebnisse eigenen Schauens“[4]. Und: „Das müssen wir uns immer wiederum vor die Seele stellen, dass wir nicht aus Urkunden schöpfen, sondern dass wir schöpfen aus der geistigen Forschung selbst und dass wir dasjenige, was aus der Geistesforschung geschöpft wird, in den Urkunden wieder aufsuchen (…) Was heute erforscht werden kann ohne eine historische Urkunde, das ist die Quelle für das anthroposophische Erkennen“[5].

Das „anthroposophische Erkennen“ bezeichnet Steiner selber als „Okkultismus“:

„Nun glaubt die Wissenschaft, daß das Herz eine Art von Pumpe ist. Das ist eine groteske phantastische Vorstellung. Niemals hat der Okkultismus eine solch phantastische Behauptung aufgestellt wie der heutige Materialismus. Das, was die bewegende Kraft des Blutes ist, sind die Gefühle der Seele. Die Seele treibt das Blut, und das Herz bewegt sich, weil es vom Blute getrieben wird. Also genau das Umgekehrte ist wahr von dem, was die materialistische Wissenschaft sagt.“[6]

Das Prinzip, jedem bekannte – auch wissenschaftlich anerkannte –Tatsachen als „falsch“ hinzustellen, um das genaue Gegenteil als „wahr“ zu erklären, zieht sich wie ein roter Faden durch Rudolf Steiners Werk. Falls es Steiners Ziel war, sein Publikum durch seine „Originalität“ zu verblüffen, so ist ihm das zweifellos gelungen. Wirkliche Anerkennung bekam dafür aber erst der Steiner-Plagiator Joseph Beuys mit seinem in die (Kunst-) Geschichte eingegangenen Zitat „Ich denke sowieso mit dem Knie“.

Dieses vermeintlich originelle Zitat Beuys’ geht auf Rudolf Steiners anthroposophische Deutung des Denkvorganges zurück, Zitat Steiner: „Das Schließen, das Schlüsse bilden, hängt nun zusammen mit den Beinen und Füßen. Natürlich werden Sie heute ausgelacht, wenn Sie einem Psychologen sagen, man schließt mit den Beinen, mit den Füßen, aber das letztere ist doch die Wahrheit …“[7] In meinem Artikel „Gegenteil-Tag, 365 Tage im Jahr“ findet sich dazu eine ausführlichere Herleitung.

Wenn Steiner sich selber vehement von der „materialistischen“ Wissenschaft abgrenzt, die Anthroposophie offensichtlich gegen elementare Prinzipien der wissenschaftlichen Methode verstößt – wie stellt man „Intersubjektivität“ bei einem Hellseher her? –, ist es von Hartmut Traub und der Alanus Hochschule doch sehr gewagt, Rudolf Steiner „Wissenschaftlichkeit“ zu bescheinigen. Aber wenn es nur um Image und Reputation geht, könnte man sich doch auch hier auf den Groß-Künstler Joseph Beuys beziehen, der sagte ja bekanntlich: „Jeder Mensch ein Künstler“. Mein Vorschlag, als neues Motto für die Alanus Hochschule:

„Jeder Mensch ein Wissenschaftler!“. Dann auch Rudolf Steiner.

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[1] siehe dazu: „Waldorf heute: Vom ‘Eingeweihtenwissen’ zum ‘akademischen Diskurs’? Ein Interview mit Jost Schieren“ – „Waldorfblog“, 21. März 2016

und meine Kritik von Jost Schierens Interview mit dem Waldorfblog: „Prof. Jost Schieren, Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft: Der Waldorf-Werber“

[2] siehe dazu auch: „Christian Clements ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners’ (SKA): Des Steiners neue Kleider“

[3] Rudolf Steiner, „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923, Seite 58

[4] Rudolf Steiner, „Geheimwissenschaft im Umriss“, GA 13, Rudolf Steiner Verlag, Dornach, Vorrede zur 16.–20. Auflage, Seite 29f.

[5] Rudolf Steiner, „Das Lukas-Evangelium“, GA 114, Rudolf Steiner Verlag, Dornach, Seite 22 und Seite 20

[6] Rudolf Steiner, „Die Theosophie des Rosenkreuzers“, GA 99, Rudolf Steiner Verlag, Dornach – Dreizehnter Vortrag, 5. Juni 1907, Seite 148

[7] Rudolf Steiner, „Menschenerkenntnis und Unterrichtsgestaltung“, GA 302, Rudolf Steiner Verlag, Dornach, Taschenbuchausgabe 1996 – Zweiter Vortrag, Stuttgart, 13. Juni 1921, Seite 29f.

14 Comments
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Andreas Lichte
5 Jahre her

Herr Traub –

haben Sie eine Handpuppe, die Sie “Rudolf Steiner” genannt haben, und mit der Sie Selbstgespräche führen?

Oder woher kommt das “wissenschaftlich-philosophische Denken” Rudolf Steiners?

Von dem Steiner, den ich gelesen habe, sicher nicht …

zoom(@zoom)
5 Jahre her

@Andreas Lichte

Ich habe mir das Vergnügen angetan, den 15-seitigen Vortrag von Traub zu lesen.

Kant und Steiner auf eine Stufe zu stellen, erscheint mir reichlich verwegen, ebenso die Parallelisierung von Religion und Wissenschaft, letztere eben dann als Religion der Gegenwart.

Letztendlich geht es ihm darum, dem angeschlagenen deutschen Schulsystem die Waldorfpädgogik samt ihren Grunddlagen schmackhaft zu machen.

Andreas Lichte
5 Jahre her

@ zoom

ich stimme Dir in in allem zu

(ausser: dass es ein Vergnügen ist, Hartmut Traubs Steiner-Fantasy zu lesen)

Andreas Lichte
5 Jahre her

@ alle

In der intro zum Artikel über Hartmut Traub habe ich ein Wort weggelassen, dass in der intro über Christian Clement noch da war – ein Fehler?

Christian Clements ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners‘ (SKA)

Des Steiners neue Kleider

BERLIN. (hpd) Die Anthroposophie versucht seit Jahren, Rudolf Steiner ein neues, positives und neutrales Image zu geben: weg vom “verstörenden” Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner. Dass sich ein nach aussen hin renommierter Verlag, der “Frommann-Holzboog Verlag”, an dem anthroposophischen Betrug beteiligt, überrascht.

(…)”

weiter: http://hpd.de/artikel/11618

Andreas Lichte
5 Jahre her

@ zoom zu Deiner Einschätzung von Hartmut Traubs Text (siehe Deinen Kommentar, oben), insbesondere: “Letztendlich geht es ihm darum, dem angeschlagenen deutschen Schulsystem die Waldorfpädgogik samt ihren Grundlagen schmackhaft zu machen” hier die Selbstdarstellung der “Alanus Hochschule” (Du hast ja so Recht …): – “Anthroposophie und Waldorfpädagogik – Ein kritischer Diskurs (…) Der Philosoph Dr. Hartmut Traub aus Mülheim plädiert dafür, starre dichotome Denkmuster wie die von „Esoterik und Exoterik“, „Glaube und Rationalismus“ oder „Waldorfschule und Regelschule“ zu überwinden und damit keine ideologiegesteuerte, sondern eine problem- und kontextorientierte Analyse vorzunehmen. Traub stellt eingängig dar, dass Steiners Grundannahmen über die Natur… Read more »

Andreas Lichte
5 Jahre her

… eine eigene Hochschule für die Anthroposophie-Propaganda … und in blogs schreiben Waldorf-Propagandisten massenhaft fake-Kommentare, um von Kritik an der Waldorfschule abzulenken – so bei diesem Artikel: – “‘Ich würde mein Kind nie an einer Waldorfschule anmelden’ Heidrun G. war ein Jahr lang Lehrerin an einer Waldorfschule im Ruhrgebiet. Heute unterrichtet sie an einer staatliche Schule und blickt kritisch auf ihre Zeit als Waldorfschullehrerin zurück. (…) „Die Waldorfpädagogik legt keinen Wert darauf, an den wissenschaftlichen Diskursen der Pädagogik teilzunehmen. Man hat ja Steiners Lehre.“ Waldorfschulen, das würden viele Eltern unterschätzen, seien vor allem die Schulen der anthroposophischen Bewegung. (…) In… Read more »

Andreas Lichte
5 Jahre her

Laura Krautkrämer, vom Anthro-Propaganda-Newsletter “inmedia+” preist eine neue Verklärung Rudolf Steiners zum Philosophen an, Zitat inmedia+: “Epoché: A Journal for the History of Philosophy, Terje Sparby, 05.09.2016 RUDOLF STEINER’S IDEA OF FREEDOM Ein besonderes Ereignis: Vermutlich erstmals erschien ein Artikel über Steiners Idee der Freiheit in einer philosophischen Fachzeitschrift unter peer review-Kriterien, das heißt nach Prüfung durch einen akademisch besetzten, redaktionellen Beirat. Der Ansatz des norwegischen Philosophen Terje Sparby: Steiners Verständnis von Freiheit von Hegels Dialektik her zu erschließen und gleichzeitig die Spannung zwischen dem philosophischen und dem esoterischen Werk Steiners als Quellpunkt von Anthroposophie zu verstehen.” Zusatzinformation, die von… Read more »

Andreas Lichte
5 Jahre her

“Jens Heisterkamp” heißt der Macher der anthroposophischen Propaganda-Postille “info3”. Wie zu erwarten, verklärt auch Jens Heisterkamp Rudolf Steiner zum Philosophen – Heisterkamps Freude über Christian Clements neuesten Band der SKA “Rudolf Steiner: Band 2, Philosophische Schriften” kennt keine Grenzen: – “Schriften Rudolf Steiners im Verlag frommann-holzboog „AUCH ALS PHILOSOPH EIN ZEITGENOSSE“ Als neuster Band in der Kritischen Ausgabe der Werke Rudolf Steiners sind im Verlag fromman-holzboog jetzt die philosophischen Schriften erschienen. Nicht nur die Edition, auch die Einleitung setzt neue Maßstäbe. (…) Praktische Realisierung des deutschen Idealismus Voller Wertschätzung für Steiners Grundwerk äußert sich auch Herausgeber Christian Clement in seiner… Read more »

Andreas Lichte
5 Jahre her

„Jens Heisterkamp“ als Verfechter des “Intelligent Design”, siehe seinen Artikel, unten, aus dem Jahr 2005. Damit klar ist, welche “Geistesgrößen” Rudolf Steiner aktuell zum Philosophen verklären: – “Darwin in der Defensive Intelligent Design Von Jens Heisterkamp Die traditionelle, auf Zufallsmutationen und Selektion gegründete Evolutionstheorie führt derzeit einen verzweifelten Abwehrkampf gegen einen neuen Ansatz, der den zweckgerichteten Aufbau von Lebewesen als “intelligentes Design” begreifen will. Trotz der Gefahren, dabei in einen naiven Schöpfer-Glauben zurückzufallen, öffnet sich hier ein Tor für ein spirituell orientiertes Denken von Evolution in der Gegenwart. Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kreationismus. Und… Read more »

Andreas Lichte
4 Jahre her

Hartmut Traub schreibt “Christian Clement” (siehe Fussnote “2”) eine Gefälligkeits-Rezension, entstanden aus einem Vortrag Traubs an der “Alanus-Hochschule”: Aber wozu, wenn Christian Clement sich selber von der Welt der Wissenschaft verabschiedet, Zitat Clement: „Helmut Zander und seine ‘Anthroposophie in Deutschland’ ist nicht der Maßstab, den ich an meine Arbeit anlege. Die steht in einer anderen geistigen Tradition und verfolgt ganz andere Ziele. – Die SKA erscheint auch nicht, um einen Markt zu bedienen oder um das akademische Establishment zu beeindrucken, sondern um einen neuen interpretatorischen Zugang zu Steiner und zur Esoterik zu erschießen. Derartige ideengeschichtliche Innovationen werden natürlich immer zunächst… Read more »

Andreas Lichte
4 Jahre her

Hartmut Traub sollte sich fragen, ob es nicht seinem Ruf schadet, Christian Clement eine Gefälligkeits-Rezension zu schreiben …: – “Neue Zürcher Zeitung: „Werbung“ oder „Rezension“? Der Anthroposoph David Marc Hoffmann schreibt über Christian Clements „Rudolf Steiner kritische Ausgabe“ Im Februar 2017 erscheint in der Neuen Zürcher Zeitung die dritte Rezension von David Marc Hoffmann, Leiter des „Rudolf-Steiner-Archivs“ in Dornach, zur „Rudolf Steiner kritische Ausgabe“ des Anthroposophen Christian Clement. Hat die NZZ ein neues Ressort „Anthroposophie“? Nein. Aber „Werbung“ für die Anthroposophie im „Feuilleton“? Was ist das? Ich frage die NZZ, schreibe eine E-mail … Rückblende, Prof. Helmut Zander, Experte für… Read more »

Andreas Lichte
2 Jahre her

Hartmut Traub schreibt nicht nur eine Gefälligkeit-Rezension für Christian Clements “Rudolf Steiner; Schriften kritische Ausgabe (SKA)” – siehe Kommentar oben –, Traub ist sich auch für einen Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung nicht zu schade – Werbung für Rudolf Steiner –, was sonst, dafür ist Hartmut Traub 2019 Professor der anthroposophischen Alanus-Hochschule geworden …: – „Wie Aufklärung ohne Kant „Waldorfpädagogik ohne Steiner.“ Dafür plädiert Matthias Drobinski in seinem Leitartikel „Erfolg in Pastell“ zu 100 Jahren Waldorf-Pädagogik. Der Grund für dieses bemerkenswerte Statement, zur Emanzipation der Waldorfpädagogik von ihrem Begründer, sind dessen „skurrile“ bis anstößige Theorien. In diesem Fall insbesondere seine… Read more »

Andreas Lichte
2 Jahre her
Reply to  Andreas Lichte

… während Hartmut Traub verzweifelt versucht, Rudolf Steiners Rassismus zu relativieren, wird in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 13.11.2019 deutlich, wie „verbrannt“ Rudolf Steiner ist:

„Düsseldorf lässt Tilgung von Beuys als Straßennamen prüfen

Eine vom Düsseldorfer Stadtrat beauftragte Kommission überprüft derzeit, ob ein nach Joseph Beuys benanntes Stück Rheinufer umbenannt werden sollte.

(…)

Beuys-Biografen wie Hans-Peter Riegel sehen den Künstler als Anhänger einer völkischen Ideologie des Anthroposophen Rudolf Steiner.

(…)“

zum vollständigen Artikel der SZ: https://www.sueddeutsche.de/wissen/geschichte-duesseldorf-duesseldorf-laesst-tilgung-von-beuys-als-strassennamen-pruefen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-191113-99-713362

Andreas Lichte
1 Jahr her

Prof. Dr. Hartmut Traub, Honorarprofessor für Philosophie und Didaktik, an der anthroposophischen Alanus-Hochschule in Alfter bei Bonn, erfindet einen neuen Steiner:

“Die Alanus-Hochschule erfindet einen neuen Steiner

hpd, 22. September 2020

“Esoteriker”, “Rassist”, “Scharlatan” sind heute übliche Bezeichnungen für Rudolf Steiner. Das möchte die anthroposophische Alanus Hochschule ändern: “Philosoph” oder “Wissenschaftler” hört sich einfach besser an und verkauft sich auch viel leichter. Ein Dialog über den neuen Steiner.

“Kannst Du ‘sachadäquat multiperspektivieren‘?“ 

(…)“

weiter bei „Humanistischer Pressedienst“: https://hpd.de/artikel/alanus-hochschule-erfindet-einen-neuen-steiner-18488