Friedrich Merz antwortet Tilo Jung: „Dieses Zitat mit den Hartz IV Sätzen stimmt nicht … Deutschland hat eine viel zu kleine Zahl von Aktionären“

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=yuxHWGk5w-Y

Wir diskutieren gerade in der Familie, auf dem Arbeitsplatz und auf der Straße, aus welchen Gründen Friedrich Merz von vielen Medien, aber auch Bürgern als CDU-Parteivorsitzender und vielleicht sogar Kanzler favorisiert wird.

Jens Spahn ist ein politischer Leichtmatrose, Annegret Kramp-Karrenbauer zu nah an der scheidenden Merkel, und die anderen sind vernachlässigbar.

Friedrich Merz. Endlich jemand mit Handkante und Bierdeckel, von Merkel, der verhassten, ins Abseits geschoben. Mit allen Wassern in der Finanzpolitik gewaschen, in Aufsichtsräten erprobt, erfolgreicher Macher, einer von uns Sauerländern?

Die Sauerländer Politiker, allen voran der geschmeidige Patrick Sensburg, halten ihrem Friedrich die Steigbügel.

Liegt es jetzt am Zeitgeist, dass die CDU nach rechts rückt und Merz die logische Folge des Anti-Merkel Reflexes ist?

Ich will kein Aktionär werden, so wie es sich der Kandidat wünscht, aber als Argument gegen Merz reicht das noch nicht aus.

Oder sollten wir etwa für ihn sein? Klare Kante, Bierdeckel, Aktienpaket?

19 Gedanken zu „Friedrich Merz antwortet Tilo Jung: „Dieses Zitat mit den Hartz IV Sätzen stimmt nicht … Deutschland hat eine viel zu kleine Zahl von Aktionären““

  1. man könnte für Merz sein,

    weil die SPD sich spätestens dann mal entscheiden müsste:

    GroKo ginge mit Merz nicht mehr (falls sie überhaupt je ging)

    heute im Wahlkries-Büro der SPD-Abgeordneten besprochen

    1. Hat heute auch ein der SPD angehöriger Kommentator bei den Ruhrbaronen gemeint:

      „Was könnte ein CDU-Parteivorsitzender Merz und ein Kanzler Merz – ab Jan./Febr. 2o19 für „meine“ SPD bedeuten ?
      1.
      Sie hätte es mit einer Führungspersönlichkeit zu tun, die sich bewußt und die sich gezielt inhaltlich und personell von Frau Merkel unterscheidet, die sich beispielsweise nicht so ohne Weiteres jede SPD-Idee im Bereich Arbeit und Soziales zu Eigen machen würde -im Gegenteil.
      Das wäre ein Chance für die SPD, wieder ein eigenes sozial-demokratisches Profil zu entwickeln in deutlicher Abgrenzung von einer „Merz-CDU“ und einer „Merz-Regierung“.
      2.
      Ein CDU-Parteivorsitzender Merz -und ein Kanzler-Merz- wäre darüber hinaus ein große personelle Herausforderung an die SPD, nämlich eine politische Persönlichkeit zu finden -als Parteivorsitzende(r), als Kanzlerkandidat(in)- von „ähnlichem Kaliber“ -nicht vom gleichen!!- wie es Merz ist. Weder Nahles noch Scholz noch…(?) haben dieses Kaliber.“

      Quelle: https://www.ruhrbarone.de/ruhrbarone-mit-gedanken-zum-denkbaren-ende-der-groko-in-berlin-nach-der-hessen-wahl-2018/159553#comment-1177833

    1. „Der Vorwurf ein „Leichtmatrose“ zu sein, wird vor allem in öffentlichen Debatten benutzt, um andere Politiker zu diskreditieren oder um ihnen Dilettantismus oder Laienhaftigkeit vorzuwerfen. Beispiel:[4] Bekannt wurde diese Begriffsverwendung vor allem dadurch, dass Edmund Stoiber sie auf Guido Westerwelle bezog.“ https://de.m.wikipedia.org/wiki/Leichtmatrose_(Redewendung)
      Danach wäre auch Merz ein politischer Leichtmatrose, da er als Aufsichtsrat über die illegalen Geschäfte der Banken und deren Steuerbetrug Bescheid wusste. Er hat damit den deutschen Steuerzahler um Milliarden geprellt!

      1. Aber auch in derselben Quelle:

        „Der Begriff Leichtmatrose wird in seiner übertragenen Bedeutung in saloppem Sprachgebrauch der Medien für Personen verwendet, deren Aussagen oder Handlungen von geringem, meist politischem, Gewicht sind oder derart bewertet werden sollen.“

        1. „Leichtmatrose“ ist jemand, den man nicht ernst nimmt, sag ich, ohne irgendwo nachgeschaut zu haben.

          Merz ist ernst zunehmen.

          Schon erstaunlich, dass so jemand überhaupt als Kandidat zugelassen wird: bei Merz ist die Verflechtung mit Interessengruppen – GELD – so offensichtlich

  2. Momentan möchte Friedrich Merz CDU-Vorsitzender werden. Da hätte ich gedacht, der Kandidat wünscht z.B., dass sich mehr Menschen für das demokratische Gemeinwesen einsetzen. Aber nein: wir sollen Aktionäre werden.
    Ich glaube, hier liegt ein Missverständniss vor, was die zu besetzende Stelle angeht. Aber das müssen letztlich die Mitglieder der CDU entscheiden.

    1. @ Gabi

      wie schon gesagt: mit Merz wird’s endlich mal deutlich …

      Merkel war einfach „zu nett“, der konnte man irgendwie alles durchgehen lassen, aber Merz ist ein ******och

  3. Ja, ja … Merz hat nicht gesagt, dass 132 Euro ausreichten, aber er hat sich positiv auf eine Studie bezogen, die dies forderte:

    „Merz bedauerte, dass die Chemnitzer Studie über einen geringen Sozialhilfesatz als ausreichende Versorgung so schnell abgekanzelt worden sei. In der Studie wurde ein Hartz-IV-Satz von 132 Euro als ausreichend bezeichnet. Der Vorschlag löste heftigen Streit um die Zumutbarkeit von Härtefallleistungen aus. Merz sagte, Union und FDP könnten viel mehr Zuspruch „auch in der Arbeitnehmerschaft“ erhalten, „wenn wir nicht über die Ausweitung, sondern die Begrenzung des Sozialstaats“ reden würden.“

    https://www.welt.de/politik/article2433139/Friedrich-Merz-haelt-132-Euro-Hartz-IV-fuer-genug.html

  4. Kurz und gut:

    „Debatte um Merkel-NachfolgeMedien im „Personalisierungsexzess“

    In der Berichterstattung über die Debatte um die CDU-Führung sieht Bernhard Pörksen eine Neigung zum Hype und zur Personalisierung. Einzelne Politiker würden „zu Erlösergestalten hochgeschrieben“, sagte der Medienwissenschaftler im Dlf. Hier offenbare sich ein Sinnvakuum der gesellschaftlichen Mitte.“

    https://www.deutschlandfunk.de/debatte-um-merkel-nachfolge-medien-im.2907.de.html?dram:article_id=431940

  5. -> „Friedrich Merz (…) – Mit allen Wassern in der Finanzpolitik gewaschen …“

    „Mit allen Wassern in der Finanzpolitik gewaschen …“, klingt ein wenig passiv.

    F.M. tummelt sich seit Jahrzehnten im Inner Circle der „Waschsalon“-Anbieter.

    Wer immer auch sich parteiübergreifend über den „Gasverkäufer“ Schröder aufregt, sollte auch den Super-Lobbyisten Merz hinterfragen.

    Und ja: „Die Sauerländer Politiker, allen voran der geschmeidige Patrick Sensburg, halten ihrem Friedrich die Steigbügel.“

    Ach ja, der Herr Sensburg … so denn ein leichtes populistisches Lüftchen weht, ist er immer mit dem Wind unterwegs.
    Man kann Leute respektieren, nicht respektieren oder einfach nur ignorieren.

  6. „Wir haben die stabilste und beste Demokratie, die es in Deutschland je gegeben hat“, sagte einer, der sich zwei Parteien „der Mitte“ wünscht und eine Opposition hinderlich findet.
    Merz geht es bei „Demokratie“ nicht um die Interessen der Mehrheit. Das ist Fakt. Selbstverständlich betont er dennoch, dass er unter Demokratie gleiche, geheime und direkte Wahlen versteht. Damit möchte er die Bürger ködern. Mit Interessen der Mehrheit geht das ja schlecht, wenn man derartig viele Nebentätigkeiten in der Finanzwelt inne hat und Finanzinvestoren vertritt. Da möchten Themen der Opposition wie fallende Lohnquoten, fallende Renten- und Sozialleistungen besser gar nicht angesprochen werden. Stattdessen wird alles hochgelobt: Der Rettungsschirm sei quasi Peanuts gewesen, die Arbeitslosigkeit sei auf dem Tiefstand. Ja warum ist die Arbeitslosenquote gering? Wegen Leiarbeitern, die immerzu Angst haben müssen, ihren Job zu verlieren? Das war von Merz so gewünscht. Ebenfalls die Harz 4-Reform, die ihm nicht weit genug ging.
    Wie sollen Menschen, denen kaum etwas von ihrem Auskommen am Monatsende übrig bleibt, zu Aktionären werden? Und weshalb überhaupt? Sollen auch sie in höchst risikoreiche Anlagen investieren, von denen nur Herr Merz und ein paar wenige Ahnung haben, damit genau diese Finanzhaie immer mehr verdienen – bis die Seifenblase platzt?
    Nein Danke, Herr Merz. Wir brauchen eher jemanden wie Herrn Lafontaine, der gegen ausufernden Lobbyismus ist, für eine „wahre“ Demokratie, wo die Interessen der Mehrheit bewahrt werden oder m. a. W.: der die Wahrheit sagt und nichts beschönigt! Eine Verquickung zwischen Wirtschaft und Politik ist gerade das, was wir nicht brauchen! Politik darf nicht gekauft werden!

  7. Nur mal so:

    Dem historischen „Alten Fritz“ wird das Zitat „Die Religionen Müsen alle Tolleriret werden und Mus der fiscal nuhr das auge darauf haben, das keine der andern abruch Tuhe, den hier mus ein jeder nach Seiner Fasson Selich werden.“ zugeschrieben.

    Der neue „Alte Fritz“ (DER Merz mit „e“) ist in dieser Richtung unterwegs:

    «Also diejenigen, die heute 20 sind, waren damals 10. Dass die 20-Jährigen mich nicht mehr kennen, das weiß ich. Aber die 30-Jährigen wissen sich gut zu erinnern», so Merz.

    «Und die anderen werden mich auch noch kennenlernen.»

    Gute Güte, die Wortwahl «Und die anderen werden mich auch noch kennenlernen.» ist nicht weit weg vom Wording „aus großer Zeit“.

  8. Wir brauchen doch gerade jetzt eine „Leitkultur“ à la Merz, wo die nationale Identität und traditionelle Werte wieder einen Platz in der Gesellschaft haben. ;-)

    Nun stellt sich sicherlich für viele (insbesondere für rechte Hartzler) die Frage, ob eine DEUTSCHE LEITKULTUR mit Kürzungen im eigenen Portemonnaie vereinbar ist.

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