Weitere Landarztstarter*innen für das Sauerland gefunden

Förderprogramm von KVWL und HSK nimmt Fahrt auf – Erster Seminartag in Dortmund

Erhielten beim ersten Seminartag wertvollen Input zum Thema ePA und den Vorteilen einer digital geführten Praxis: die Landarztstarter*innen (v. l.) Evgeniya Mutafova, Anna-Teresa Schneider, Dr. Andreas Klein und Dr. Caroline Homann (Foto: KVWL)

Das gemeinsame Nachwuchsprojekt der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und des Hochsauerlandkreises (HSK) zur Stärkung der ambulanten Versorgung nimmt weiter Fahrt auf. Inzwischen nehmen vier Landarztstarter*innen in Brilon, Marsberg und Olsberg an dem innovativen Programm teil. Für das Quartett stand jetzt der erste Seminartag auf dem Programm. Bundeskanzler Merz ist Schirmherr des Programms.

(Pressemitteilung HSK)

Nachdem Friedrich Merz im November die erste Landarztstarterin in Brilon persönlich begrüßt hatte, haben sich zwischenzeitlich drei Mediziner*innen für das Programm „Land in Sicht – Ärzte für morgen“ entschieden, die in der ambulanten Versorgung dringend benötigt werden. Denn die haus- und kinderärztliche Situation im Hochsauerlandkreis ist von Praxisschließungen, temporären Versorgungsengpässen und hohem Nachwuchsbedarf betroffen. Knapp ein Drittel aller Kinderärzt*innen im Hochsauerlandkreis sind älter als 60 Jahre, bei den Hausärzt*innen sind es sogar mehr als 40 Prozent.

Dr. Dirk Spelmeyer, KVWL-Vorstandsvorsitzender: „Die Sicherstellung der ambulanten Versorgung genießt für uns absolute Priorität. Gesamtgesellschaftliche Entwicklungen wie der demografische Wandel und die zunehmende Morbidität machen auch nicht vor der Ärzteschaft halt. Daher bin ich sehr glücklich darüber, dass wir im gemeinsamen Schulterschluss mit dem Hochsauerlandkreis dieses maßgeschneidertes Förderprogramm ins Leben gerufen haben. Insbesondere freue mich darüber, dass wir bereits zwei Kinder- und Jugendmediziner gewinnen konnten, die wir lokal dringend benötigen.“

Landrat Thomas Grosche: „Eine verlässliche ärztliche Versorgung ist für die Lebensqualität im Hochsauerlandkreis von zentraler Bedeutung. Mit dem Landarztstarter-Programm übernehmen wir gemeinsam mit der KVWL und unseren Kommunen Verantwortung und schaffen konkrete Perspektiven für junge Ärztinnen und Ärzte. Dass bereits vier Teilnehmende für das Programm gewonnen werden konnten, zeigt, dass unser Ansatz wirkt und wir auf dem richtigen Weg sind.“

Das Besondere an diesem Förderprogramm? Landarztstarter*innen können ohne finanziellen Druck sechs bis neun Monate lang den Kinder- oder Hausarztalltag kennenlernen. Sie erhalten eine monatliche Förderung in Höhe von 7.500 Euro (in Vollzeit), die sich der Hochsauerlandkreis mit den teilnehmenden Kommunen und die KVWL aufteilen. Zum Fördergebiet zählen alle kreisangehörigen Kommunen mit Ausnahme der Stadt Arnsberg.

Ein begleitendes kostenloses Seminarangebot macht die Teilnehmenden zudem für den Praxisalltag und eine mögliche Praxisübernahme fit.  Der Auftakt der Seminarreihe fand jetzt in der KVWL-Zentrale in Dortmund statt. Die Landarztstarter*innen erhielten dabei unter anderem Einblicke in die Möglichkeiten der elektronischen Patientenakte und welche Chancen eine digital geführte Praxis bietet. Künftig werden die vier Landarztstarter*innen in so genannten Mentor*innenpraxen (kinderärztlich bei Dr. Bub/Dr. Rummel in Olsberg und hausärztlich beim MVZ Brilon Schönschede und dem MVZ Marsberg/Westheim) auf die ambulante Tätigkeit vorbereitet.

Ein Gedanke zu „Weitere Landarztstarter*innen für das Sauerland gefunden“

  1. „Schirmherr“ Merz. Ist das nicht der Kanzler der wenig Ahnung hat, aber seine Mitbürger*innen permanent beschimpft und gängelt?

    Oder wie Lorenz Meyer es auf Mastodon ausdrückt:

    „Merz will die telefonische Krankschreibung abschaffen, weil die Deutschen angeblich zu oft krank feiern. Die AOK sagt: Die telefonische Krankschreibung führe nicht zu mehr Krankmeldungen. Die Zahlen seien höher, weil elektronisch jetzt vollständiger erfasst werde. Ich bin’s echt leid mit dem Mann.“

    Quelle: https://mastodon.social/@LorenzMeyer/115909840057606035

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