Das Mescheder Friedensforum (MFF) hat vor einer Woche einen gut besuchten Infostand in der Mescheder Fußgängerzone durchgeführt. Themenschwerpunkt war der diesjährige Ostermarsch Rhein-Ruhr, dessen Schlussetappe am Ostermontag um 13.30 Uhr in Dortmund-Dorstfeld startet und mit einem Friedensfest um 15.00 Uhr auf dem Hansaplatz in der Innenstadt endet.
(Pressemitteilung MFF)
Friedensfähig statt kriegstüchtig! Gegen die Wehrpflicht und Militarisierung! Keine neuen Mittelstreckenraketen in unserem Land! Das sind die Hauptlosungen der Ostermärsche in diesem Jahr. Als Teil der Friedensbewegung unterstützt das MFF diese Forderungen und setzt sich für friedliche Konfliktlösungen ein. Nicht nur der Ukrainekrieg, auch der kürzlich begonnene Krieg der USA und Israels gegen den Iran mahnen uns, verstärkt für Frieden und Abrüstung einzutreten.
Dieser weitere Bruch des Völkerrechts birgt unabsehbare Konsequenzen und eine massive Eskalationsgefahr für die Menschen im Iran, die gesamte Nahostregion und die Welt. Eine militärische Eskalation kann niemals die Lösung für dauerhaften Frieden sein, sondern dreht die Spirale der Gewalt nur weiter nach oben.
Insoweit begrüßen wir die klare Haltung von Bundeskanzler Merz und Außenminister Wadephul, sich an diesem Krieg nicht zu beteiligen. Die Erpressung der EU, NATO und Deutschland durch Präsident Trump ist nicht akzeptabel. Ein Flächenbrand im Nahen Osten birgt die Gefahr von Radikalisierung, neuen Terrorattacken und Gewalteruptionen. Eine Garantie der Befreiung des iranischen Volkes von der Unterdrückung durch die theokratische Gewaltherrschaft der Mullahs im Verbund mit ihrem Machtapparat, den Revolutionsgarden durch den Krieg ist äußerst fraglich.
Wir stehen empathisch an der Seite aller Opfer dieses Krieges. Es ist kein Widerspruch, ein Ende des iranischen Regimes zu fordern und gegen den völkerrechtswidrigen Militärangriff der USA und Israels zu sein.
Das Mescheder Friedensforum koordiniert gerne die Teilnahme von Ostermarschinteressierten. Bei Interesse genügt eine Email an Meschederfriedensforum@gmail.com, sodass eine gemeinsame Anreise nach Dortmund mit der DB oder dem PKW organisiert werden kann.

Anmerkung von mir:
ich habe den Text der PM unverändert gelassen. Was mich beim ersten Durchlesen gestört hat, sind zwei Dinge:
1. der wenige Raum, der dem Ukrainekrieg gewidmet ist
2. beim Ukrainekrieg wird der Aggressor Russland nicht genannt, beim Irankrieg jedoch die USA und Israel
Dabei liegt die Ukraine vor unserer Haustür, eigentlich schon im Hausflur. Durch unsere (Deutschlands) Rohstoff-Deals mit Russland haben wir (Deutschland) geholfen, den Aggressor mit groß zu machen. Gas-Gerd und Gas-Kathi lassen grüßen.
Putin ist Trumps „Freund“ und profitiert vom Iran-Krieg.
Trump und seine Fossil-Buddies profitieren ebenfalls vom Irak-Krieg (steigende Gas- und Ölpreise).
Wie kann eine „friedliche Konfliktlösung“ im Ukraine-Krieg aussehen? Ich habe noch keine Antwort.
Oder doch: Putin kann den Krieg sofort stoppen. Russland hat es in der Hand.
Und Deutschland: sollte schleunigst weg von fossilen Kriegsenergien, hin zu erneuerbaren Friedensenergien. Sonne und Wind müssen nicht durch die Straße von Hormuz oder durch russische Rohrleitungen.
Der Text macht mir einen zu großen Bogen um Putin und Russland.