Kommentar zum 3. Branchentreff der Immobilienwirtschaft im Winterberger Oversum

Das Bild stammt aus dem Vortrag von Herrn Michael Beckmann (Tourismusdirektor der Stadt Winterberg)
Das Bild stammt aus dem Vortrag von Herrn Michael Beckmann, Tourismusdirektor der Stadt Winterberg (foto: knobelsdorf)

“Herr Beckmann (Tourismusdirektor der Stadt Winterberg) hat während des 3. Branchentreffs der Immobilienwirtschaft im HSK am 20.06.2013 in Winterberg auch das Projekt “Bahnhof Winterberg” kurz vorgestellt.

(Ein Gastbeitrag von Knobelsdorf)

Um es kurz zu machen, der zukünftige Investor kann alles mit dem Gebäude realisieren. Das Gebäude kann umgebaut werden oder auch abgerissen werden. Das hat die Stadt Winterberg dem Investor freigestellt.

Hat eigentlich schon der Stadtrat darüber entschieden?

Nun ja, nehmen wir an, das ist alles seinen regulären Gang in der Verwaltung gegangen. Allerdings sind mir doch ein paar Punkte in dem Vortrag von Herrn Beckmann aufgefallen:

  1. Winterberg ist eine günstige Urlaubsregion für Niederländer.
  2. Die Besucherzahlen der deutschen Besucher in Winterberg sind in den letzen Jahren von ca. 71% (2007) auf ca. 55% (2012) gefallen.
  3. Die Besucherzahlen aus niederländischen Besucher steigt und zwar bis auf 38% in 2012.
  4. Winterberg erreicht eine Wertschöpfung ca. 150 Millionen € durch den Tourismus.
  5. 38% niederländische Besucher führen bei 150 Mio. € zu einer Wertschöpfung von 72,2 Mio. € (Foto als Beleg dieser Aussage)

Wegen dieser Art zu rechnen und solche Ergebnisse zu veröffentlichen, kann ich allen Winterbergern nur raten, ihre Verwaltung zu kontrollieren.

Bei mir sind 38% von 150 Mio. € = 57 Mio €.

Ich kann nur schreiben: “Holzauge sei wachsam”.

8 Comments
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Kritischer Unternehmer
8 Jahre her

Fremd überal erzählt er, das die Übernachtungen der NL zurück gegangen sind, da in Holland der Wirtschaftskrise sich breit macht! Was stimmt nun?

8 Jahre her

@knobelsdorf:

Könnte es nicht bedeuten, dass die Niederländer mit ihren 38 Prozent Anteil am Tourismus fast 50 Prozent des Geldes hereinbringen? Ein NLer gäbe also im Schnitt mehr aus als ein deutscher Tourist. Eine andere Erklärung fällt mir zu den Zahlen (noch) nicht ein.

Reinhard Loos
8 Jahre her

72,2 Mio Euro entsprechen mathematisch genau 38% von 190 Mio Euro, anstatt von 150 Mio Euro. “5” und “9” sind ja zumindest optisch ähnliche Ziffern, da kommt es auf 40 Mio Euro Differenz nicht so an…

Kritischer Unternehmer
8 Jahre her

Da wundert mann sich wenn mann keinen Investor findet, wenigsten nicht eine der Rechnen kann.

Knobelsdorff
8 Jahre her

@ Kritischer Unternehmer: Ich glaube die Investoren können rechnen; die Investoren rechnen und erzielen einen Gewinn. Allerdings bezahlt der Steuerzahler die Rechnung. @ Reinhard Loos: Das kann natürlich sein, 150 Mio. € sind ja fast 190 Mio. € und da sind 40 Mio. € Differenz vernachlässigbar. Mit den großen Zahlen ist das so eine Sache im HSK. 1. Die Neuwahl des Landrats wird ca. 150.000,- € kosten. Der Steuerzahler zahlt. 2. Die Musikakademie Bad Fredeburg wird teurer als gedacht. Und der Steuerzahler zahlt. 3. Die Kosten beim Blauen Haus ins Arnsberg sind sehr übers Ziel hinausgeschossen. Und der Steuerzahler zahlt.… Read more »

8 Jahre her

@all:
Es besteht, wie ich schon oben geschrieben habe, die Möglichkeit, dass die Zahlen korrekt sind. Die 38 Prozent Niederländer tragen dann eben mit fast 50 Prozent zur Wertschöpfung bei. Ein Niederländer gäbe mehr Geld aus als ein deutscher Tourist. Man müsste das Zahlenmaterial kennen, auf das sich Michael Beckmanns Aussage stützt.

Interessierter Bürger
8 Jahre her

Reine Spekulation, aber könnte es an der durchschnittlich längeren Aufenthaltsdauer der Holländer liegen?

Allerdings: “Für das Gewesene gibt der Kaufmann nichts.” Die obigen Zahlen beschreiben die Vergangenheit, ihre Richtigkeit ist nebensächlich.

Der Euro wird weiterhin sklerotisch auf D und NL einwirken. NL steht an der Schwelle zum wirtschaftlichen Absturz. Wie sich dies auf die Besucherzahlen in Winterberg auswirkt, mag sich jeder selbst ausrechnen.

http://www.wiwo.de/politik/europa/wirtschaftskrise-stuermische-zeiten-in-holland/8296352.html