Christian Clements ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners (SKA)’: ‘Des Steiners neue Kleider’

Die als seriös geltende „Neue Zürcher Zeitung“ veröffentlicht eine Rezension der seit 2013 kontinuierlich erscheinenden ‘kritischen Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners (SKA)’: Was nach „Wissenschaftlichkeit“ und „Unabhängigkeit“ aussieht, ist in Wahrheit eine Öffentlichkeitskampagne für die Anthroposophie.

Von Andreas Lichte

„Die Freiheit des Erkenntniswegs“ ist die Rezension von David Marc Hoffmann in der „Neuen Zürcher Zeitung“ überschrieben.[1] Ein Portrait Rudolf Steiners (1861–1925), wie in der NZZ, braucht es nicht, um zu wissen, dass es hier um Anthroposophie geht: „Freiheit“ und „Erkenntnis“, das klebt so fest nur in der Anthroposophie zusammen.

David Marc Hoffmann ist Leiter des „Rudolf Steiner Archivs“ in Dornach, der Zentrale der esoterischen Bewegung Anthroposophie mit ihrem Kultbau „Goetheanum“. Dornach war bis 2011 auch Sitz des anthroposophischen „Rudolf Steiner Verlages“, der in Zusammenarbeit mit dem Frommann-Holzboog Verlag die „kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners“ herausbringt.[2] Und Herausgeber ist Christian Clement, Anthroposoph und ehemaliger Waldorflehrer.

Von der anthroposophischen Zeitschrift „info3“ im Interview gefragt, ob er ein „Insider“ der Anthroposophie sei, oder eher jemand, „der kritisch von außen draufschaut“, antwortet Christian Clement, er sehe sich als „Insider“, der an der Anthroposophie „existentiell interessiert“ sei.[3] Clement lehrt „German Studies“ an der „Brigham Young University“ der Mormonen, deren „lebendige Mysterienkultur“ ihn fasziniere.

Helmut Zander, Autor des Standardwerkes „Anthroposophie in Deutschland“[4], beurteilt Clements Arbeit so:

„Christian Clement hat eine Einleitung zum zeithistorischen Kontext verfasst, mit der er sich in die wissenschaftliche Debatte begibt und sich deren Maßstäben stellt. Diese Einleitung, das lässt sich zunächst sagen, ist vom Stand der wissenschaftlichen Forschung meist weit entfernt.“[5]

Statt Wissenschaft bekommt die Welt von Clement Anthroposophie, noch einmal Helmut Zander:

„Wie ‘anthroposophisch’ ist Clements Einleitung? Der Herausgeber folgt nicht nur Steiners autobiografischer Leseanweisung, wonach die Theosophie eine bloss ‘gewisse äusserliche Verbindung’ in seinem Leben gewesen sei, sondern auch Steinerschen Denkformen, die sich in typisch anthroposophischen Begriffen niederschlagen: etwa wenn er Steiners Texte mit Konzepten von ‘Mysterienweisheit’ und ‘Erkenntniserlebnissen’ deutet oder von der ‘bewusstseinsevolutiven Urgestalt’ oder vom ‘sich darlebenden Wesenhaften’ spricht. Natürlich ist es legitim, Steiner auch mit anthroposophischen Konzepten zu deuten – aber würde eine Aussenperspektive nicht doch helfen, Steiner besser in seinen geistesgeschichtlichen Kontexten zu begreifen?“[6]

Helmut Zander kritisiert insbesondere Clements Versuch, die Theosophie als wichtigste Quelle der Anthroposophie zu leugnen:

„Clement versucht, die Kontinuität von Steiners philosophischen Gedanken über die Schwellenjahre 1900 bis 1902 hinweg deutlich zu machen, zu Recht. Aber dabei marginalisiert er die theosophischen Einflüsse, meines Erachtens gegen den historischen Befund, aber auf den Schultern von Steiners Selbstinterpretation.“[7]

Auch der amerikanische Historiker Peter Staudenmaier weist Clements Darstellung zurück:

„Viel von Band 7 der ‘SKA’ läuft auf eine Übung in Wunschdenken hinaus. Es ist eine weitere Fassette von Clements anhaltenden Anstrengungen, Steiners esoterische Lehren als eine Erweiterung seiner frühen philosophischen Arbeiten umzudeuten.“[8]

Peter Staudenmaier, der das große Verdienst hat, mit seiner Forschung zur Anthroposophie im Nationalsozialismus[9] und im italienischen Faschismus[10] den anthroposophischen „Wir waren Opfer!“-Mythos entzaubert zu haben, findet auch für Clements Legendenbildung deutliche Worte:

„Der Steiner, der uns in Clements Version bleibt, ist verflacht, zensiert, gezähmt. Der historische Steiner war weit kühner, wilder, schwieriger, und viel verstörender. Den Blick auf diese widerspenstige Seite Steiners zu verlieren, in der Hoffnung, ihn stromlinienförmig zu machen und seine Botschaft zu modernisieren, wird der Komplexität und Perplexität seines Denkens nicht gerecht.“[11]

„Die Interpretationen, die Clement anbietet, sind von wenig Nutzen für ein Verständnis Steiners, sie sind ein klassisches Beispiel einer Eisegese“[12] – das heißt: einer persönlichen Auslegung, die in den Text hineininterpretiert, was nicht da ist.

„Vor allem wehrt sich Clement dagegen, anzuerkennen, dass Steiner den Begriff der ‘übersinnlichen Wahrnehmung’ ernst meinte, und dass für den theosophischen und anthroposophischen Steiner spirituelle Phänomene wirklich wahrgenommen werden können, dass sie wirklich existieren, nicht nur als als Sprach-Bilder, oder als eine auf Umwegen vorgenommene Beschreibung innerer Selbst-Wahrnehmung, sondern als unabhängige Wesenheiten. Das Buch liest sich oft wie ein donquichottischer Versuch, Steiner vor sich selbst zu retten – eine nette, bescheidene, biedere Variante des deutschen Idealismus vor seinen gewagten esoterischen Erforschungen nach 1900 zu retten.“[13]

„Nach 1900“ entwickelt Steiner auch seine esoterische Evolutionslehre. Steiners rassistische „Menschheitsentwickelung“ ist Beweggrund und Ziel der Anthroposophie, Zitat Peter Staudenmaier:

„Ausgehend von Blavatskys[14] entwicklungstheoretischem Ansatz baute Steiner eine Evolutionslehre der Völker- und Rassengruppen auf, wonach die menschliche Seele durch aufeinanderfolgende Verkörperungen in immer ‘höheren’ Rassen geistig wie leiblich fortschreitet. Diese Stufenleiter der Rassen steht IM MITTELPUNKT von Steiners esoterischem Verständnis der Gesamtentwicklung der Menschheit, vom Verhaftetsein in der Materie hin zur geistigen Vervollkommnung.”[15]

Steiners Rassismus wurde 2007 zum Skandal, als die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) entschied, dass Bücher Rudolf Steiners rassistischen Inhalt haben, und Zitat BPjM, „als zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“ seien.

Angeregt durch die breite Berichterstattung zum BPjM-Verfahren war die Forderung nach einer kritischen Werkausgabe von Rudolf Steiner laut geworden. Was Clement nun als ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners (SKA)’ abliefert, ist der Versuch, der Öffentlichkeit eine rein anthroposophische Sicht auf Rudolf Steiner als unabhängige Wissenschaft zu verkaufen.

Wie weit Clement in seiner anthroposophischen Heiligsprechung Rudolf Steiners geht, mit welchen letzten Mitteln er versucht, Steiner als „eigenständig“ darzustellen, überrascht dann aber doch, Peter Staudenmaier:

„Ein besonders bedauerliches Beispiel illustriert die Unzulänglichkeiten in Clements Herangehensweise. In seiner Diskussion von Steines Aneignung der fiktionalen Figur des ‘Hüters der Schwelle’ schreibt Clement, dass ‘Kritiker’ der Anthroposophie die ‘Anklage’ erhoben hätten, dass Steiner diese Figur aus einem Roman des neunzehnten Jahrhunderts von Edward Bulwer-Lytton übernommen habe. Aber dies hat nichts mit Kritik zu tun, noch viel weniger mit Anklagen; es ist eine einfache Angabe der Quelle Steiners. Es ist zugleich ein sinnvolles Beispiel für Anleihen des Okkultismus aus der fiktionalen Literatur.

Clement leugnet rundweg all dies, indem er offensichtlich den historischen Kontext ignoriert. Das ist ein sehr seltsamer Standpunkt, da Steiner offen andere Elemente aus Bulwer-Lyttons fiktionaler Literatur auslieh, so wie den Begriff ‘Vril’, und da der fragliche Roman viele unverhohlen okkulte Bestandteile enthält und ein schönes Beispiel des Viktorianischen Revivals von Themen der Rosenkreuzer ist.“[16]

Bulwer-Lyttons „Vril“ wird von Steiner als „Lebenskraft“ übernommen, wie auch die „in geringer Höhe über dem Boden schwebenden Fahrzeuge der Atlantier“[17] in Rudolf Steiners rassistischem Science-Fiction-Trash „Aus der Akasha-Chronik“.

 

***************************************************************

[1] David Marc Hoffmann, „Schulungsschriften Rudolf Steiners in einer kritischen Ausgabe – Die Freiheit des Erkenntniswegs“, Neue Zürcher Zeitung, 11.3.2015, http://www.nzz.ch/feuilleton/buecher/die-freiheit-des-erkenntniswegs-1.18499258 – Abruf 8.4.2015

[2] Rudolf Steiner: „Schriften. Kritische Ausgabe“, herausgegeben und kommentiert von Christian Clement, Verlag Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt, Rudolf-Steiner-Verlag, Basel, ab 2013

[3] „Kritische Steiner-Ausgabe, Steiner neu lesen – Fachverlag plant Werkausgabe“, info3, Christian Clement im Interview mit Jens Heisterkamp, 22. Mai 2012, http://www.info3-magazin.de/steiner-neu-lesen-fachverlag-plant-werkausgabe/ – Abruf 8.4.2015

[4] Helmut Zander, „Anthroposophie in Deutschland – Theosophische Weltanschauung und gesellschaftliche Praxis 1884–1945“, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2007

[5] Helmut Zander, „Zeitenwende – Auftakt einer kritischen Rudolf-Steiner-Ausgabe“, Neue Zürcher Zeitung, 26.11.2013, http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/literatur/auftakt-einer-kritischen-rudolf-steiner-ausgabe-1.18192077 – Abruf 8.4.2015

[6] ebd.

[7] ebd.

[8] „Peter Staudenmaiers Kritik an Christian Clements SKA 7“, Egoisten, http://egoistenblog.blogspot.de/p/peter-staudenmaiers-kritik-christian.html – Abruf 9.4.2015

Peter Staudenmaier im englischen Original-Wortlaut: „Much of the volume thus amounts to an exercise in wishful thinking. It is another facet of Clement’s continuing efforts to re-cast Steiner’s esoteric teachings as an extension of his early philosophical works.“

[9] dazu eine Kurzdarstellung der Forschung von Peter Staudenmaier: Andreas Lichte, Anthroposophie und Nationalsozialismus: „Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft“, „Ruhrbarone“, 20.11.2012

[10] dazu eine Kurzdarstellung der Forschung von Peter Staudenmaier: Andreas Lichte, „Hitler, Steiner, Mussolini – Anthroposophie und Faschismus, gestern und heute“, „Ruhrbarone“, 24.2.2012

[11] „Peter Staudenmaiers Kritik an Christian Clements SKA 7“, siehe oben, englischer Original-Wortlaut: „The Steiner we are left with, in Clement’s version, is flattened, sanitized, tamed. The historical Steiner was much more bold, more wild, more difficult, more unsettling. To lose sight of that unruly side of Steiner, in the hope of streamlining and updating his message, does not do justice to the complexity and perplexity of his thinking.“

[12] ebd., englischer Original-Wortlaut: „But the interpretations he offers are of little use for understanding Steiner; they are a classic instance of eisegesis.“

[13] ebd., englischer Original-Wortlaut: „Above all, he resists recognizing that Steiner meant the notion of ‘supersensible perception’ seriously, and that for the theosophical and anthroposophical Steiner there really are spiritual phenomena to be perceived, that they actually exist, not merely as linguistic images or roundabout ways of describing internal self-perception, but as independent entities. The book often reads like a quixotic attempt to rescue Steiner from himself, to salvage a nice, modest, staid variant of German Idealism from his audacious esoteric explorations after 1900.“

[14]Helena Petrovna Blavatsky (1831 – 1891), begründete die esoterische Weltanschauung „Theosophie“, deren rassistisches Konzept der „Wurzelrassen“ Rudolf Steiner übernahm und weiterentwickelte.

[15] Peter Staudenmaier im Interview: „Anthroposophie und Faschismus“, „Humanistischer Pressedienst“, Nr. 13507, 07.06.2012

[16] „Peter Staudenmaiers Kritik an Christian Clements SKA 7“, siehe oben, englischer Original-Wortlaut: „Last, one especially unfortunate example illustrates the shortcomings in Clement’s approach. Discussing Steiner’s appropriation of the fictional figure of the Guardian of the Threshold, Clement writes (319) that ‘critics’ of anthroposophy have raised the ‘accusation’ that Steiner adopted this figure from a 19th century novel by Edward Bulwer-Lytton. But this has nothing to do with criticism, much less with accusations; it is a simple statement of Steiner’s source. It is also a useful instance of occult borrowings from fictional literature.

Clement flatly denies all of this, evidently ignoring the historical context. This is a very odd stance, since Steiner openly borrowed other elements from Bulwer-Lytton’s fiction, such as the notion of Vril, and since the novel in question contains many undisguised occult components and is a fine example of the Victorian revival of Rosicrucian themes.“

[17] vergleiche: Helmut Zander, „Anthroposophie in Deutschland – Theosophische Weltanschauung und gesellschaftliche Praxis 1884–1945“, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2007 – Seite 642ff.

Helmut Zander weist darauf hin, dass Steiner die „Lebenskraft“ und die „in geringer Höhe über dem Boden schwebenden Fahrzeuge der Atlantier“ aus Edward Bulwer-Lyttons Zukunftsroman »The Coming Race« entlehnt habe, den er seinen engen Mitarbeiter Guenther Wachsmuth unter dem neuen Titel »Vril oder eine Menschheit der Zukunft« ins Deutsche übersetzen ließ und 1923 als Lektüre für die zehnte Klasse der Waldorfschule empfahl.

100 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
Andreas Lichte
4 Jahre her

… ein Anthroposoph sagt zu Christian Clement:

“… you play the ‘victim card’ basking in your self-righteousness … ”

“… du spielst die “Opfer-Karte” und aalst dich in deiner Selbstgerechtigkeit …”

aber Christian Clement will einfach nicht hören, macht weiter einen auf “Opfer” …

Andreas Lichte
4 Jahre her

Inhaltsangabe des gelöschten Facebook-Post von Christian Clement: https://www.facebook.com/christian.clement.359/posts/608840775984124 Es geht um die nachträgliche Mormonen-Taufe Rudolf Steiners und Christian Clements eigene Beteiligung in dieser Sache … … und Christian Clement bestätigt, dass er SELBER die Informationsquelle dafür ist – Auszug aus dem Facebook-Post: – “(…) Tom Mellett But Christian, why do you keep denying that you are the source of their information — through Thomas Meyer — that Rudolf Steiner and Marie were baptized post-mortem in 1992, their marriage sealed in Mormon heaven in 2002 … (…) Tom Mellett Excuse me, Magdalena, but Christian Clement himself is the source of this… Read more »

Andreas Lichte
4 Jahre her

Rudolf Steiner ist eine höchst umstrittene historische Persönlichkeit. Der Begründer der esoterischen Weltanschauung “Anthroposophie” ist für die einen: – ein Scharlatan und Sektengründer (Kritiker, Kurt Tucholsky) – ein bedeutender “Philosoph” und Universalgenie (Anthroposophen, Christian Clement) . Für eine “kritische Werkausgabe” Rudolf Steiners müsste also als – allerwichtigstes Kriterium – zuerst einmal “weltanschauliche Neutralität” der Bearbeiter (Historiker, Forscher) und der Universität erfüllt sein. Christian Clement hat aber einen anthroposophischen Hintergrund: – Dissertation über Rudolf Steiner – Waldorflehrer-Seminar (Ausbildung als Waldorflehrer) – Arbeit als Waldorflehrer – “…” und arbeitet an einer MORMONISCHEN Universität: Mormonen sind christliche Fundamentalisten. . Folglich wird Christian Clements… Read more »

zoom(@zoom)
4 Jahre her

@Andreas Lichte Mir ist als Rohfassung vor ein paar Tagen folgendes durch den Kopf gegangen: Clement sitzt drüben in/an der Mormonen-Universität, ist so doof, seine FB-Seite mit blöden Diskussionen öffentlich zu haben und scheint ansonsten nicht “fassbar”. Eine merkwürdige Geschichte, die etwas Halbseidenes hat. Vor allem scheint er ja wirklich nicht in die Scientific Community eingebunden. Er hat einen hoffentlich gut bezahlten Job, eine Frau und viele Kinder und hat mit seiner SKA einen Scoop gelandet. Oder er passt für die beiden Verlage perfekt in ihre Zusammenarbeit. Mir fehlt da noch etwas. Ich weiß nicht, was. Müsste er nicht mit… Read more »

4 Jahre her

Ja, lieber Herr Schiebener, dass solche Phänomene wie die “SKA” und die gemischten Reaktionen darauf in gewisse Denkschablonen nicht reinpassen, dass wundert mich nicht.

Lustig auch, dass Sie jetzt meinen, wie Herr Lichte, in meinem Leben nach “halbseidenen” Elementen schnüffeln zu müssen, um sich einen Reim auf meine Arbeit machen zu können.

Wie doch die “aufgeklärten” Steiner-Hasser das genaue psychopathologische Spiegelbild der anthroposophischen Wissenschafts-Verächter sind.

Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Glück bei der detektivischen Arbeit. Wenn Sie nichts finden, schicke ich Ihnen gern ein Dossier über die skandalösesten Aspekte meines Privatlebens.

zoom(@zoom)
4 Jahre her

@Christian Clement

Ich habe nicht “geschnüffelt”, sondern versucht, mich über die SKA zu informieren. Ihr Privatleben interessiert mich nicht. Wenn Sie in Deutschland ihre Forschungen “im Licht der Wissenschaft” vorstellen, lassen Sie es mich wissen.

Beste Grüße

Andreas Lichte
4 Jahre her

@ Christian Clement

“das genaue psychopathologische Spiegelbild”

wo fällt Ihnen sowas ein? Beim Rasieren, vorm Spiegel?

4 Jahre her

Lieber Herr Schiebener, Bleiben wir doch bei der Wahrheit. Ihre Fragen zielten nicht auf die SKA, sondern auf meine Person. Sind sein akademischer Rang und sein Doktortitel wirklich legitim? Ist er wirklich ein Wissenschaftler, von der Zunkft anerkannt? Oder nur eine Schachfigur (der Mormonen, der Anthroposophen, der beteiligten Verlage)? Ist die BYU wirklich eine legitime Universität? usw. usw. Aber nehmen wir Sie mal beim Wort: wenn Sie sich wirklich über die Kritische Steiner-Ausgabe informieren möchten – Sie haben den Herausgeber der Edition höchstpersönlich auf Ihrem Blog, aber Ihre Fragen richten Sie an Herrn Lichte, der weder mich noch meine Arbeit… Read more »

Andreas Lichte
4 Jahre her

@ zoom

Prof. Dr. Langeweile Christian Clement

( so oft wie Clement sich wiederholt – muss man anerkennen )

Andreas Lichte
4 Jahre her

Am sinnvollsten ist es, zu lesen, was Rudolf Steiner selber gesagt hat – Steiners Dissertation:

Rudolf Steiner, “Wahrheit und Wissenschaft”

online: http://anthroposophie.byu.edu/schriften/003.pdf

damit kann jeder selber überprüfen, ob es bei Rudolf Steiner etwas gibt, dass man zu Recht als “Philosophie” bezeichnen könnte.

Die Behauptung Christian Clements ist ja, dass Rudolf Steiner ein bedeutender “Philosoph” war – siehe dazu auch die Jubel-Rezension des Anthroposophen Jens Heisterkamp.

Andreas Lichte
4 Jahre her

@ zoom

die einfache, sachliche Frage:

“Was ist eigentlich ein ‘associate professor’ an einer Mormonen-Einrichtung?”

wie Christian Clement zu beantworten, Zitat Clement:

“Lustig auch, dass Sie jetzt meinen, … in meinem Leben nach ‘halbseidenen’ Elementen schnüffeln zu müssen …”

ist schon “erstaunlich”. Wieso sagt Clement nicht einfach, was “ein ‘associate professor’ an einer Mormonen-Einrichtung” ist?

4 Jahre her

Lieber Herr Lichte, Tatsächliche Fragen beantworte ich immer gerne. Der “Associate Professor” ist ein akademischer Rang, den man sich an akkreditierten amerikanischen Universitäten durch die erfolgreiche Absolvierung einer akademischen Probezeit von fünf oder sechs Jahren erwirbt. Während dieser Probezeit ist man “Assistant Professor” und muss durch seine Lehr- und Veröffentlichungstätigkeit nachweisen, dass die Qualität der eigenen Arbeit den professionellen Anforderungen der “academic community” entspricht. Am Ende der Probezeit findet eine Begutachtung statt (an der auch Professoren externer Unis beteiligt sind) und wenn man diese erfolgreich besteht, wird man “Associate Professor” und erhält “tenure” bzw. Festanstellung. Sie sehen also: die Legitimität… Read more »

Andreas Lichte
4 Jahre her

@ Christian Clement

so jetzt fehlt nur noch eine – seriöse – Quelle, wo “zoom” und andere Ihre Aussagen über den „Associate Professor“ an der mormonischen Universität überprüfen können …

Für mich nicht unbedingt nötig, mir ist egal, was Sie erzählen, ob es Ihr “Fantasy-Philosoph” Rudolf Steiner ist, oder ob Sie gerade die Welt über die nachträgliche Mormonen-Taufe Rudolf Steiners “informieren” …

4 Jahre her
Reply to  Andreas Lichte

Also gut, noch ein letztes Mal zur angeblichen “Mormonentaufe” Steiners. Dazu muss man wissen, dass die Mormonen genelogische Daten überall in der Welt sammeln und systematisch für jede Person, deren Daten sie finden können, stellvertretende Tauf-, Siegelungs- und Initiationsrituale in ihren Tempeln vornehmen. Der Gedanke dahinter ist, dass es Personen, die verstorben sind, die aber möglicherweise im “Jenseits” den Wunsch haben, getauft, gesiegelt oder eingeweiht zu werden, möglich gemacht werden soll, dies zu tun. Dies ist aber im “Jenseits” nicht möglich, da es einer Handlung an einem konkreten physischen Körper bedarf. Diese Handlung am physischen Körper nehmen die lebenden Mormonen… Read more »

4 Jahre her

Vielen Dank für die Klärung, Christian.

Aber Ich verstehe nicht der Nebel um die Mormonen Taufe von Rudolf Steiner?

Das ist Ihre Initiative, nicht? Oder Sie waren beteiligt?

Ich frage, weil die Bindung zwischen Mormonen und Anthroposophen mich interessiert.

Andreas Lichte
4 Jahre her

“Ich war auch NICHT daran [an der post-mortem Taufe Rudolf Steiners] beteiligt.” sagt Christian Clement, einige Zeilen vorher schreibt er aber noch: “Die ganze Farce begann, als ich in einem facebook post darüber berichtete, was ich über Steiner in der mormonischen Datenbank herausgefunden hatte. Ich berichtete, 1. dass für Steiner bereits mehrfach eine Stellvertretertaufe stattgefunden hatte (was bei Prominenten nichts ungewöhnliches ist) und 2. dass irgendjemand in der Datenbank fälschlich Ita Wegman als Steiners Ehefrau angegeben hatte. Wenn dies so geblieben wäre, hätte es zur Folge gehabt, dass irgendwann für Rudolf und Ita eine stellvertretende Siegelungszeremonie stattgefunden hätte. Ich habe… Read more »

Andreas Lichte
4 Jahre her

… was für ein Kokolores, den Christian Clement in die Welt setzt!

Abstrakt hatte ich es schon oben in einem Kommentar beschrieben, hier nur das bittere Ende, das nun wirklich nicht mehr überraschen kann:

(…) Folglich wird Christian Clements „Steiner Kritische Ausgabe“ – „SKA“ – von der Wissenschaft ignoriert, wie Clement selber beklagt, Zitat Clement:

“… kaum jemand ist bereit, sich durch Mitarbeit an der SKA in den Augen des akademischen Establishments zu kompromittieren (Zander und Staudenmaier z. B. habe ich eingeladen, sie haben aber beide abgeleht)”

4 Jahre her

Lieber Herr Lichte,

Kein Wunder, dass Sie meine Deutung Steiners nicht verstehen. Sie haben offenbar Probleme mit elementarer Logik. – Erklären Sie uns doch mal, welcher Widerspruch Ihrer Meinung nach besteht zwischen den folgenden beiden Aussagen :

1. x war nicht an der “Taufe” Rudolf Steiners beteiligt.
2. x hat einen unzutreffenden Heiratseintrag zu Steiner rückgängig gemacht.

Und in welchem Konflikt sollten beide Aussagen zu einem Interesse an der mormonischen Kultur stehen? Ist nicht vielmehr ein solches Interesse die Erklärung dafür, dass jemand sich überhaupt mit den mormonischen Praktiken befasst?

Etwas ratlos,
Christian Clement

Andreas Lichte
4 Jahre her

@ Christian Clement

ich stelle fest, dass Sie “bis über beide Ohren” in der mormonischen Welt stecken:

wer hat denn Zugang auf eine mormonische Datenbank, und nimmt dort Eingriffe vor, wie Sie, Zitat Clement: Ich habe das daher korrigiert und somit gewissermaßen die fälschliche Siegelung Steiners and Wegman verhindert.”

Das ist alles so ein Kokolores

Andreas Lichte
4 Jahre her

@ Christian Clement

schildern Sie doch mal Prof. Helmut Zander Ihren Mormonen-Kokolores von oben, und fragen Sie ihn dann, ob er nicht vielleicht doch an Ihrer “SKA” mitarbeiten will …

Christian Clement:

“… kaum jemand ist bereit, sich durch Mitarbeit an der SKA in den Augen des akademischen Establishments zu kompromittieren (Zander und Staudenmaier z. B. habe ich eingeladen, sie haben aber beide abgeleht)”

4 Jahre her

Lieber Herr Lichte, Helmut Zander und seine “Anthroposophie in Deutschland” ist nicht der Maßstab, den ich an meine Arbeit anlege. Die steht in einer anderen geistigen Tradition und verfolgt ganz andere Ziele. – Die SKA erscheint auch nicht, um einen Markt zu bedienen oder um das akademische Establishment zu beeindrucken, sondern um einen neuen interpretatorischen Zugang zu Steiner und zur Esoterik zu erschießen. Derartige ideengeschichtliche Innovationen werden natürlich immer zunächst ignoriert, bekämpft oder belächelt. Ob sie fruchtbar sind oder sich als Irrwege erweisen, wird erst die Zukunft zeigen. Daher kann ich Herrn Zander und dem akademischen Establishment getrost deren Sicht… Read more »

Andreas Lichte
4 Jahre her

.

“Totentaufe” –> „lebendige Mysterienkultur“ der Mormonen (Clement)

4 Jahre her

Christian Clement: ‘Dass Sie es gar ablehnen, mit einem Menschen ein Bier zu trinken, nur weil Sie ihn für einen Anthroposophen halten, finde ich persönlich unendlich traurig.’

Es ist gefährlich. Sogar einige Anthroposophen haben mich gewarnt, nicht mit bestimmten Anthroposophen zu handeln. Sie haben sogar versucht ein Freund von mir (whistleblower) zu psychiatrisieren.

Christian, das is kein Vorwurf, aber wenn man in einem Kult lebt, sieht man manchmal die Gefahr nicht. (Ich war einmal Mitglied der anthroposophischen Bewegung).

4 Jahre her

Lieber Herr De Jonghe, “… wenn man in einem Kult lebt, sieht man manchmal die Gefahr nicht.” Ich lebe jetzt seit 16 Jahren in Utah. Und ich beschäftige mich täglich mit dem Werk eines Mannes, um den sich ein Kult namens Anthroposophie gebildet hat. Glauben Sie mir: ich weiß aus doppelter täglicher Anschauung wovon Sie reden! Und Sie verharmlosen: Wenn man in einem Kult steckt, dann sieht man nicht nur “manchmal” die Gefahr nicht; man ist geradezu unfähig, die Gefahr zu sehen, bis man sich vom Einfluss der geistigen Droge, welche der Kult darstellt, befreit hat. Ich habe miterlebt, nicht… Read more »

Andreas Lichte
4 Jahre her

@ Christian Clement

Ihre „Küchenpsychologie“ / Ihr „psychobabble“, habe ich schon viel früher angesprochen – ich bitte darum, mich endlich mit Ihren peinlichen Ausführungen zu verschonen.

Und auch für Christian Clements Steiner-“Sucht” bin ich nicht zuständig.

4 Jahre her

Lieber Herr Lichte,

Sie haben diese Büchse aufgemacht, nicht ich, indem Sie sich öffentlich zum Richter über mich aufgespielt haben. Beschweren Sie sich jetzt bitte nicht bei mir, wenn Ihre Aktivitäten nun ein Echo hervorrufen, dass ihnen Pein bereitet.

Sobald Sie aufhören, mich zur Zielscheibe ihres Anti-Steiner Kreuzzugs zu machen, höre ich auf, Ihre Aktivitäten entsprechend zu kommentieren.

Andreas Lichte
4 Jahre her

@ Christian Clement

Sie können sich hier gerne weiter um Kopf und Kragen reden – und Sie waren dabei schon sehr erfolgreich –, aber verschonen Sie mich bitte mit Ihrem peinlichen “psychobabble”:

damit haben Sie angefangen, mit Ihrem allerersten (unter Ihrem Real-Namen verfassten) Kommentar auf diesem Blog …:

Ihrem Kommentar zum Artikel “… ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende …”

Andreas Lichte
4 Jahre her

… peinlich ist auch Christian Clements Unterstützer bei wikipedia, der Anthroposoph “Till Reckert”:

Till Reckert versucht – mit allen Mitteln – meinen hpd-Artikel aus dem wikipedia-Artikel zu “Christian Clement” zu entfernen. Hier ein Auszug aus der wikipedia-Diskussion zu “Christian Clement”:

“(…) Deine bisherige Hauptquelle hier: Andreas Lichte: Des Steiners neue Kleider” ist hochgradiger POV, und entspricht inhaltlich und formal in keinster Weise den WP-Richtlinien. (…) –Till Reckert (Diskussion) 17:08, 15. Jan. 2017 (CET)”

Darauf folgt ein Textentwurf des Anthroposophen Till Reckert, den ich hier nicht wiedergebe:

ganz schlecht geschrieben, eine Beleidigung jedes wikipedia-Lesers – selber lesen, selber leiden …

tino
4 Jahre her

kinder, verschont uns. der worte sind genug gewechselt.

zoom liest wahrscheinlich grad irgendeinen zen-bestseller und wartet ab, ob seine comunity noch restgrips hat. recht so!

ich verbinde meine intervention mit dem gedenken an meine gute freundin andrea, die im letzten jahr viel zu früh gestorben ist und mir sehr fehlt. sie hätte (ihren herrlichen badener tonfall nachzumachen ist mir unmöglich) hierzu gesagt: “das ist doch nur pimmelzeigen!”

zoom(@zoom)
4 Jahre her
Reply to  tino

Hallo @tino ich liege auf dem Sofa und träume von der nächsten Fahrt nach Hamburg. Vage habe ich eine Art Geschichts-/Fotoprojekt ins Auge gefasst. Mal schauen. Ja und dann habe ich einen feinen Filter genommen und die Kommentare hindurch geschüttelt. Mir reicht Folgendes aus: “Helmut Zander und seine „Anthroposophie in Deutschland“ ist nicht der Maßstab, den ich an meine Arbeit anlege. Die steht in einer anderen geistigen Tradition und verfolgt ganz andere Ziele. – Die SKA erscheint auch nicht, um einen Markt zu bedienen oder um das akademische Establishment zu beeindrucken, sondern um einen neuen interpretatorischen Zugang zu Steiner und… Read more »

Andreas Lichte
4 Jahre her

@ tino

tino: “kinder, verschont uns. der worte sind genug gewechselt.”

mein “Ja, gerne – ich hab genug von Christian Clement!” haben Sie.

Nofretete
4 Jahre her

Hä – ein normal Sterblicher, und das sind immerhin 99,00 Prozent der Leute, kommt hier nicht mehr mit. Andreas Lichte scheint mir ein eher “Außerirdischer” zu sein. ..
Thema-Wechsel: 169 Jahre Haft für einen VW-Manager. Er ist gerade mal 45, 48, keine Ahnung. Auf jeden Fall genug Zeit, um nachzudenken. FBI ist schon mal eine Hausnummer und nicht zu vergessen, da gibt es immer auch noch die Spritze. Und hier noch ein Tipp für die anderen Herren: Auf keinen Fall nach Amerika einreisen. Winterkorn – 3100 Euro Ruhegeld – am Tag… Ohne Worte ! Deutschland deine Manager !

Andreas Lichte
4 Jahre her

@ Nofrete “Ausserirdisch” ist da gar nicht, nur die grosse Detail-Flut verwirrt …: am Ende geht es um sehr, sehr viel Geld, wie bei “VW”. Ich gebe unten einen Kommentar wieder, den ich schon vorher geschrieben hatte, der versucht, den grossen Zusammenhang darzustellen: – Es geht um die „Deutungshoheit über Rudolf Steiner“, und nicht um einen einzigen, unbedeutend erscheinenden Eintrag bei wikipedia: „Christian Clement“ steht für den Versuch, Rudolf Steiner ein neues Image zu geben, das des „bedeutenden Philosophen“. . Mit EXTREMEM Aufwand wird von den Anthroposophen versucht, Rudolf Steiner aus der Esoterik-„Schmuddelecke“ zu holen: dazu gibt es staatlich anerkannte… Read more »

Andreas Lichte
4 Jahre her

@ Nofrete @ alle

auf Vorschlag von “tino” – “tino”s Kommentar – war eigentlich vereinbart worden, die Diskussion hier zu beenden:

falls es noch Fragen allgemeiner Natur zu Rudolf Steiner, Anthroposophie, Waldorfschule, “dm-drogerie markt”, “…,” gibt, könnte man sie beim Artikel von “zoom” stellen:

Rudolf Steiner und kein Ende? Ich quäle mich jetzt doch noch einmal in die Lektüre.

4 Jahre her

Lieber Herr Lichte,

Wenn nichts mehr geht, muss eben der Aluhut her, gell?

Mit solchen verschwörungstheoretischen Konstruktionen argumentieren Sie auf dem Niveau jener anthroposophischen Wirrköpfen, welche sich die SKA nur mit den Machenschaften eingebildeter Mächte und Kräfte erklären können.

Bei den Anthroposophen sind das “Dämonen”, “okkulte Bruderschaften” und “Mormonen” – bei Ihnen eben das eben die anthroposophische Weltverschwörung und das “Steiner-business”.

Vielleicht versuchen Sie es mal beim Kopp Verlag …

zoom(@zoom)
4 Jahre her

Schluss der Debatte. Sacken lassen.