{"id":9945,"date":"2010-11-21T00:01:19","date_gmt":"2010-11-20T23:01:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=9945"},"modified":"2010-11-22T12:33:00","modified_gmt":"2010-11-22T11:33:00","slug":"ciudad-mexico-und-mehr-beobachtungen-und-impressionen-aus-einem-faszinierenden-land-ankommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/ciudad-mexico-und-mehr-beobachtungen-und-impressionen-aus-einem-faszinierenden-land-ankommen\/","title":{"rendered":"Ciudad Mexico und mehr: Beobachtungen und Impressionen aus einem faszinierenden Land. Ankommen."},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_9946\" aria-describedby=\"caption-attachment-9946\" style=\"width: 512px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-9946\" title=\"mexico01\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/mexico01.jpg\" alt=\"Ciudad Mexico und mehr: Impressionen (foto: koerdt)\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/mexico01.jpg 512w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/mexico01-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 85vw, 512px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-9946\" class=\"wp-caption-text\">Ciudad Mexico und mehr: Impressionen (foto: koerdt)<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Hola a todos,<\/h3>\n<p>Also, ich bin gut angekommen, na ja, irgendwie immer noch im Gef\u00fchl anzukommen (vielleicht bleibt das auch so).<\/p>\n<h3>Die Arbeit und das Drumherum<\/h3>\n<p>Die ersten Arbeitstage liefen eher unstrukturiert ab. Nach fast drei Wochen habe ich immer noch nicht meinen Arbeitsvertrag unterschrieben, daf\u00fcr aber bereits meinen ersten Gehaltsscheck bekommen. Tja, und wer glaubt, da\u00df Beh\u00f6rden etwas typisch Deutsches seien, soll mal nach Mexiko kommen.<\/p>\n<p>Letzte Woche dr\u00fcckte mir Julio*  eine Brosch\u00fcre in die Hand und meinte, ich m\u00fcsse da noch so ein paar Dinge erledigen. Auch nach mehrmaligen Lesen (und die Brosch\u00fcre ist auf deutsch), wei\u00df ich immer noch nicht, was ich genau machen und bei wem ich mich melden mu\u00df. Daf\u00fcr gibt es einige lebensparktische Tips: so mu\u00df ich mich bei einem Krankenhaus melden (bei welchem erfahre ich erst, wenn ich meine Sozialversicherungsnummer erhalten habe; nur woher die kommen soll, wei\u00df ich auch noch nicht, aber ich soll mich laut Brosch\u00fcre selbst darum k\u00fcmmern), das dann f\u00fcr mich zust\u00e4ndig sei. Bei diesem Krankenhaus soll ich mich zwischen 8.00 und 18.00 Uhr melden. Die Brosch\u00fcre r\u00e4t mir, um 13.30 dorthin zu gehen und ausreichend Lesestoff mitzunehmen, da man ewig wartet. Nun gut, denke ich mir, dann kann ich auch um 8.00 mit viel Lesestoff dorthin, wenn es sowieso ewig dauert.<\/p>\n<p>Leider kann ich noch gar nicht soviel aus einem mexikanischen Alltag berichten, denn meine Kollegen sind ja \u00fcberwiegend Deutsche und gucken mehr oder wenig \u00e4hnlich in die Welt wie ich.<\/p>\n<h3>Mein Stadtviertel (barrio) und die Tussen (fresas)<\/h3>\n<p>Ich wohne in Polanco und die Meinungen \u00fcber dieses Viertel gehen weit auseinander. Zwischendurch war es mir fast unangenehm zu sagen, wo ich wohne, denn Polanco gilt wohl als etwas versnobbt. Ich selber habe das gar nicht so wahrgenommen, denn f\u00fcr mich wirkt das hier alles andere als schicky. Wenn man nicht genau guckt, wohin man tritt, kann es schon einmal passieren, da\u00df man sich sch\u00f6n auf die Nase legt oder unelegant stolpert (letzteres ist mir letzte Woche passiert). Abgesehen von einem gro\u00dfen Kaufhaus um die Ecke, sehen die Restaurants und Bars auch eher nach S\u00fclz, Kreuzberg oder Schanzenviertel aus, aber nicht als sei man auf einmal in der unteren Oberschicht. Tussen hei\u00dfen hier \u00fcbrigens &#8218;fresas&#8216; (w\u00f6rtlich Erdbeere, meint aber so etwas \u00c4hnliches wie Fr\u00fcchtchen) und von denen soll es hier angeblich viele geben. Mal abwarten, wie bei mir die &#8218;fresasierung&#8216; voranschreitet.<\/p>\n<h3>Die spanische Sprache, Mexico-City das Dorf und der Schmugglermarkt<\/h3>\n<p>Mit der Sprache werde ich mich auch weiterhin rumschlagen (es ist ja ein Trugschlu\u00df, da\u00df man einfach so einmal eine Sprache lernt, nur weil man im Land ist), auch wenn ich sie f\u00fcr meine Arbeit nicht brauche. Zwei Stra\u00dfen von unserer Wohnung entfernt befindet sich eine Au\u00dfenstelle der Universit\u00e4t. Ich war in der letzten Woche bei einem Einstufungstest f\u00fcr die Kurse, die diese Woche beginnen. Also, ich war ganz zufrieden mit meinem Ergebnis; nur erfuhr ich dadurch auch, wie klein die Welt ist. Zwei Tage danach traf ich auf dem Weg zum Supermarkt Jasmin, Christophers ehemalige Sprachlehrerin. Zun\u00e4chst habe ich gar nicht reagiert, da ich zwar meinem Namen geh\u00f6rt habe, ich aber immer noch denke, mich kennt hier doch sowieso keine Sau; dann sah ich aber Jasmin und sie teilte mir auch sofort mit, na, ab n\u00e4chster Woche Sprachkurs? Basico 3?<\/p>\n<p>Und ich dachte nur, man, das ist auch nur ein Dorf hier.<\/p>\n<p>Mit Jasmin waren wir \u00fcbrigens direkt nach meiner Ankunft auf dem gr\u00f6\u00dften Schmugglermarkt der Stadt (Tepico). Ich bin eben wie auf Autopilot hinter Jasmin hinterher getrottet, die sich dort auskannte. Was wohl im Nachhinein ganz vern\u00fcnftig war, denn ich habe mir hinterher eine Reportage und einen Film \u00fcber dieses Viertel angeschaut und gesehen, da\u00df es wohl auch schlecht f\u00fcr eine Wei\u00dfhaut ausgehen kann, wenn die mal in die falsche Richtung abbiegt.<\/p>\n<h3>Der Stra\u00dfenverkehr und wir Radfahrer<\/h3>\n<p>Falsches Abbiegen kann man jedenfalls tagt\u00e4glich im Stra\u00dfenverkehr beobachten. Im Stra\u00dfenverkehr scheint es nur eine Regel zu geben: es gibt keine. Das hat mich in den ersten Tagen doch ein bisserl fertiggemacht. Mittlerweile wei\u00df ich, da\u00df ich als Fu\u00dfg\u00e4ngerin nichts gelte, erst recht nicht als Radfahrerin. Christopher und ich haben uns vor einer Woche mal R\u00e4der ausgeliehen und ich war heilfroh, als wir endlich den Stadtpark erreicht hatten. Das Vergn\u00fcgen war aber leider nur von kurzer Dauer, denn nach ungef\u00e4hr vier, f\u00fcnf Kilometern ist an meinem Rad die Kette abgesprungen und dabei hat sich das Hinterrad so verzogen, so dass ich das Teil noch nicht einmal schieben konnte. Nachdem wir wie zwei Bekloppte auf das Ding eingetreten haben, lie\u00df es sich wenigstens wieder vorw\u00e4rts bewegen, und so trotteten wir zur\u00fcck zur Rad-Station. Die Reaktion dort: nada. Obwohl das Rad echt geschrottet war.<\/p>\n<h3>Ein kleiner Urlaub<\/h3>\n<p>Gestern waren wir in Tepotzotl\u00e1n im Norden von Mexiko-Stadt (nicht zu verwechseln mit Tepoztl\u00e1n im S\u00fcden der Stadt, wie mir vorher einige Leute eingesch\u00e4rft haben). Dort gibt es ein altes Kloster, das zu einem fantastischen Museum umfunktioniert worden ist sowie eine richtig schmucke Innenstadt. Es f\u00fchlte sich an wie Urlaub, auch wenn man nur 35 Kilometer gefahren ist. Hoffentlich bleibt das so&#8230;<\/p>\n<p><em>*Namen, wo n\u00f6tig, ge\u00e4ndert<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hola a todos, Also, ich bin gut angekommen, na ja, irgendwie immer noch im Gef\u00fchl anzukommen (vielleicht bleibt das auch so). Die Arbeit und das Drumherum Die ersten Arbeitstage liefen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/ciudad-mexico-und-mehr-beobachtungen-und-impressionen-aus-einem-faszinierenden-land-ankommen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eCiudad Mexico und mehr: Beobachtungen und Impressionen aus einem faszinierenden Land. 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