{"id":7865,"date":"2010-05-19T13:40:52","date_gmt":"2010-05-19T11:40:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=7865"},"modified":"2010-05-19T21:37:30","modified_gmt":"2010-05-19T19:37:30","slug":"pft-unzulanglichkeit-des-sanierungsverfahrens-war-dem-landrat-seit-langem-bekannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/pft-unzulanglichkeit-des-sanierungsverfahrens-war-dem-landrat-seit-langem-bekannt\/","title":{"rendered":"PFT: Unzul\u00e4nglichkeit des Sanierungsverfahrens war dem Landrat seit langem bekannt"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/lt_briefkasten01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2182\" title=\"In unserem Briefkasten\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/lt_briefkasten01.jpg\" alt=\"In unserem Briefkasten\" width=\"120\" height=\"91\" \/><\/a><strong>Brilon (sbl) Seit einigen Wochen steht fest, dass die Sanierung eines Teils der PFT-verseuchten Felder oberhalb von Scharfenberg gescheitert ist. Es handelt sich dabei um die sogenannte S\u00fcdfl\u00e4che, die zum Dorf hin abf\u00e4llt. Die vom Hochsauerlandkreis &#8212; mit Unterst\u00fctzung von CDU, SPD und FDP &#8212; gegen viele Bedenken gebaute Drainage hat sich f\u00fcr diese ca. 3 ha gro\u00dfe Fl\u00e4che als weitgehend wirkungslos erwiesen. <\/strong><\/p>\n<p>Dies sieht nicht nur die &#8222;Welt f\u00fcr am Sonntag&#8220; (in ihrer Ausgabe vom 09. Mai) so. Auch das am 18.05.2010 ver\u00f6ffentlichte Urteil des Verwaltungsgerichts Arnsberg stellt u.a. in Bezug auf einen Beh\u00f6rdentermin am 31.03.2009 fest:<\/p>\n<p>&#8222;Die bereits damals den beteiligten Beh\u00f6rden (nicht jedoch dem Gericht) bekannte Unzul\u00e4nglichkeit des vom Landrat des Hochsauerlandkreises nach sachverst\u00e4ndiger Beratung gew\u00e4hlten Sanierungsverfahrens beruht &#8230; darauf, dass auf der sog. &#8222;S\u00fcdfl\u00e4che das  belastete Wasser nicht bzw. nicht vollst\u00e4ndig er\u00adfasst wird&#8220;.<\/p>\n<p>Der Landrat hat dies mehr als ein Jahr lang verschwiegen, denn weder Kreistag noch \u00d6ffentlichkeit wurden informiert. In einigen Sch\u00e4chten wurden Belastungen von mehr als 100.000 Nanogramm PFT\/Liter gemessen; der zul\u00e4ssige &#8222;Leitwert&#8220; liegt bei lediglich 300 Nanogramm\/Liter.<\/p>\n<p>Statt dessen wurden anscheinend die Stadtwerke Brilon von der Landesregierung und dem Hochsauerlandkreis unter Druck gesetzt, Verf\u00fcgungen gegen die unterhalb der S\u00fcdfl\u00e4che wohnenden Anlieger zu erlassen. Dadurch sollten die Anlieger mit Fristsetzung und Zwangsgeldandrohung gezwungen werden, das vom belasteten Feld auf ihr Grundst\u00fcck flie\u00dfende Wasser direkt in die B\u00e4che einzuleiten, statt dass es teilweise in die Kl\u00e4ranlage gelangte.<\/p>\n<p>Erfreulicherweise hat das VG dies jetzt verhindert. <!--more-->Im Urteil hei\u00dft es u.a. &#8222;Die Gefahr f\u00fcr die Kl\u00e4ranlage Scharfenberg, die M\u00f6hne und im weiteren Verlauf die Trinkwasserversorgung geht nicht von dem Grundst\u00fcck der Antragstellerin aus, sondern von den PFT-belasteten Feldern &#8230; Die der Antragstellerin  abverlangte Ma\u00dfnahme w\u00fcrde zwar eine Reduzierung der PFT-Werte in der Kl\u00e4ranlage herbeif\u00fchren, ohne dass hier\u00addurch die Gew\u00e4sserqualit\u00e4t von M\u00f6hne und Ruhr wirklich gehoben w\u00fcrde&#8220;.<\/p>\n<p>Durch die Klage von Elisabeth Henne wurde nun mehr Klarheit geschaffen. Den Stadtwerken Brilon ist der Vorwurf zu machen, dass sie sich in die Interessen aus D\u00fcsseldorf und Meschede haben einspannen lassen. Sie sollten jetzt schleunigst ihre Verf\u00fcgungen gegen die sieben weiteren Anlieger  &#8222;Im Siepen&#8220;, die nicht geklagt haben, zur\u00fccknehmen.<\/p>\n<p>Entscheidend ist, dass Land und Kreis endlich wirksame Ma\u00dfnahmen<br \/>\nergreifen bzw. unterst\u00fctzen. Dazu geh\u00f6ren ein effektives Sanierungsverfahren f\u00fcr die S\u00fcdfl\u00e4che (z.B. Bodenabtrag wie im benachbarten R\u00fcthen) und eine Aufr\u00fcstung der Kl\u00e4ranlage Scharfenberg, damit diese PFT aus dem ihr zuflie\u00dfenden Wasser herausfiltern kann. Dies  schl\u00e4gt auch das Verwaltungsgericht vor: &#8222;Die Kl\u00e4ranlage Scharfenberg lie\u00dfe sich nachr\u00fcsten, um sie auch bez\u00fcglich der PFT im Abwasser zu ert\u00fcchtigen&#8220;. Vom Hochsauerlandkreis kann man erwarten, dass er nun endlich f\u00fcr mehr Transparenz hinsichtlich aktueller Messwerte und aller Informationen zur PFT-Belastung der Gew\u00e4sser sorgt; in den letzten Monaten wurden Anfragen der Sauerl\u00e4nder B\u00fcrgerliste zum Thema PFT vom Landrat nur unzureichend beantwortet und Informationen zur\u00fcckgehalten.<\/p>\n<p>Reinhard Loos, Brilon<br \/>\nBBL-Ratsmitglied<br \/>\nSBL-Kreistagsmitglied<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brilon (sbl) Seit einigen Wochen steht fest, dass die Sanierung eines Teils der PFT-verseuchten Felder oberhalb von Scharfenberg gescheitert ist. 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