{"id":7341,"date":"2010-04-15T16:08:48","date_gmt":"2010-04-15T14:08:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=7341"},"modified":"2010-04-17T12:31:55","modified_gmt":"2010-04-17T10:31:55","slug":"welche-abfalle-lagern-in-der-zentralen-reststoffdeponie-in-frielinghausen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/welche-abfalle-lagern-in-der-zentralen-reststoffdeponie-in-frielinghausen\/","title":{"rendered":"Welche Abf\u00e4lle lagern in der zentralen Reststoffdeponie in Frielinghausen"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_6711\" aria-describedby=\"caption-attachment-6711\" style=\"width: 139px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6711\" title=\"Reinhard Loos, SBL-Kreistagsmitglied\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/loos.jpg\" alt=\"Reinhard Loos, SBL-Kreistagsmitglied\" width=\"139\" height=\"175\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6711\" class=\"wp-caption-text\">Reinhard Loos, SBL-Kreistagsmitglied<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Meschede. (<a href=\"http:\/\/sbl-fraktion.de\/abfallwirtschaft\/radioaktive-abfalle-auch-in-frielinghausen.html\" target=\"_blank\">SBL<\/a>) Reinhard Loos, Kreistagsmitglied der Sauerl\u00e4nder B\u00fcrgerliste(SBL), hat Mitte April  2010 auf Grund eines WDR-Berichts folgende Fragen an den Landrat des Hochsauerlandes gestellt:<\/strong><\/p>\n<p>Werden auf der Zentralen Reststoffdeponie in Frielinghausen Abf\u00e4lle  der Firma DELA GmbH aus Essen und der Firma Leipziger Gesellschaft f\u00fcr  Metallrecycling, GMR gelagert?<\/p>\n<p>Wenn ja, seit wann werden die Lieferungen dieser Firmen angenommen,  um welche Mengen handelt es sich, um welche Abfallarten und wie lautet  die Deklaration?<\/p>\n<p>Der WDR hatte Besorgniserregendes berichtete:<\/p>\n<p>Demnach hat eine Studie der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde  gezeigt, dass bei \u00d6l- und Gasf\u00f6rderung gro\u00dfe Abfallmengen mit zum Teil  erheblicher radioaktiver Belastung anfallen. Diese Abf\u00e4lle entstehen  \u00fcberall, wo Gas und \u00d6l gef\u00f6rdert werden, und fast \u00fcberall w\u00e4re deren  Entsorgung nur unzureichend oder \u00fcberhaupt nicht geregelt. In keinem  Land der Welt gebe es eine l\u00fcckenlose, kontinuierliche und unabh\u00e4ngige  Erfassung und \u00dcberwachung der radioaktiven R\u00fcckst\u00e4nde aus der \u00d6l- und  Gasproduktion. Zumindest seien sie weder unabh\u00e4ngigen Wissenschaftlern  noch der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich. Viele Untersuchungen der Industrie  zu dem Thema seien unter Verschluss. In Deutschland gibt es laut WDR  5-Bericht drei Unternehmen, die im nennenswerten Umfang Erd\u00f6l und Erdgas  f\u00f6rdern: Die BASF-Tochter Wintershall, die RWE-Tochter DEA und der  deutsche Ableger des US-Multis Exxon.<\/p>\n<p>Die Frage sei: Was passiert mit diesen gro\u00dfen Mengen radioaktiv  belasteter Abf\u00e4lle, die Jahr f\u00fcr Jahr entstanden sind und irgendwo  geblieben sein m\u00fcssen? Der Verband, der von den Gas- und  \u00d6l-produzierenden Unternehmen beauftragt wurde, alle Fragen in diesem  Zusammenhang zu beantworten, k\u00f6nne nicht einmal erkl\u00e4ren, wie jene 300  Tonnen kontaminierter Abf\u00e4lle pro Jahr genau entsorgt werden, die die  Industrie selbst einr\u00e4umt. Laut Verbandssprecher Pick landeten sie im  Endeffekt auf einer Deponie. Eines dieser Unternehmen, die der Verband  der \u00d6l- und Gasproduzenten angeblich nicht kennt, ist laut WDR die  Leipziger Gesellschaft f\u00fcr Metallrecycling, GMR. Dort entzieht man den  kontaminierten Schl\u00e4mmen das Quecksilber. Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der GMR  h\u00e4tte ein Interview abgelehnt. Ein anderes Unternehmen sei  die DELA  GmbH in Essen. Dort w\u00fcrden seit zwei Jahren radioaktive \u00d6lr\u00fcckst\u00e4nde  nach dem gleichen Verfahren wie in Leipzig behandelt. Sie stammten jedoch nicht aus Deutschland, sondern w\u00fcrden aus den Niederlanden  importiert.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Stichwort \u00e2\u20ac\u017eDeponie\u00e2\u20ac\u0153 \u00e2\u20ac\u201c  F\u00fcr die Zentrale Reststoffdeponie in  Meschede-Frielinghausen ist der Hochsauerlandkreis zust\u00e4ndig. Bereits  seit 5 Jahren kann in der Reststoffdeponie in Frielinghausen kein Hausm\u00fcll mehr angeliefert werden. Der gesamte Hausm\u00fcll aus dem  Kreisgebiet wird deshalb zur Vorbehandlungsanlage der Firma R.A.B.E. in  Meschede-Enste gebracht; von dort gehen die nicht verwertbaren Abf\u00e4lle  in die MVA Bielefeld-Herford. So hat sich die j\u00e4hrlich von der ZRD<br \/>\naufzunehmende Abfallmenge erheblich reduziert. Etwa 50% der Abf\u00e4lle  werden also von au\u00dferhalb des Kreisgebiets importiert. Bei einem Viertel  der Gesamtmenge handelt es sich um Abf\u00e4lle, die als besonders  gef\u00e4hrlich eingestuft sind und somit nur auf Deponien der Deponieklasse  III abgelagert werden d\u00fcrfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meschede. 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