{"id":63957,"date":"2026-05-03T09:36:51","date_gmt":"2026-05-03T07:36:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=63957"},"modified":"2026-05-03T13:32:20","modified_gmt":"2026-05-03T11:32:20","slug":"gewalt-und-kriegstheologie-in-der-hebraeischen-bibel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/gewalt-und-kriegstheologie-in-der-hebraeischen-bibel\/","title":{"rendered":"Gewalt und Kriegstheologie in der Hebr\u00e4ischen Bibel"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein neues Lesebuch der Schalom-Bibliothek<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p><em><strong>Gewalt und Kriegstheologie in der Hebr\u00e4ischen Bibel<\/strong><\/em><br \/>Ein Lesebuch der Schalom-Bibliothek \u2013 Mit Texten von Peter B\u00fcrger (Hg.), Friedrich Erich Dobberahn, J\u00fcrgen Ebach, Bruno Kern, Ansgar Moenikes, Bernhard Lang, Thomas Nauerth, Egon Spiegel und Jochen Vollmer. (edition pace: Regal: Pazifisten <em>&amp;<\/em> Antimilitaristen aus j\u00fcdischen Familien, 16). Hamburg: BoD 2026. (ISBN: 978-3-6963-9675-6; Paperback; 400 Seiten; 16,99 Euro).<br \/><a href=\"https:\/\/buchshop.bod.de\/gewalt-und-kriegstheologie-in-der-hebraeischen-bibel-9783696396756\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/buchshop.bod.de\/gewalt-und-kriegstheologie-in-der-hebraeischen-bibel-9783696396756<\/a><\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/20260503GewaltBibel.jpg\" target=\"_blank\" rel=\" noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"643\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/20260503GewaltBibel-643x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-63958\" style=\"aspect-ratio:0.6279297939605364;width:544px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/20260503GewaltBibel-643x1024.jpg 643w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/20260503GewaltBibel-188x300.jpg 188w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/20260503GewaltBibel-768x1223.jpg 768w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/20260503GewaltBibel-964x1536.jpg 964w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/20260503GewaltBibel-1286x2048.jpg 1286w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/20260503GewaltBibel-1200x1911.jpg 1200w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/20260503GewaltBibel.jpg 1594w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Buchcover: Menorah in Jerusalem, David mit dem Kopf Goliaths<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Die Hebr\u00e4ische Bibel, eine Sammlung h\u00f6chst unterschiedlicher, z.T. geradezu gegens\u00e4tzlicher B\u00fccher aus dem ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung, geh\u00f6rt f\u00fcr mehr als zwei Milliarden Menschen zum anerkannten Kanon \u201eHeiliger Schriften\u201c. Sie enth\u00e4lt eine zivilisatorische Friedensperspektive f\u00fcr den Erdkreis, die angesichts der M\u00f6glichkeit eines selbstm\u00f6rderischen Weltkriegs der Gattung \u201eHomo sapiens\u201c mehr denn je h\u00f6chste Beachtung verdient.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br \/><em>(Von: Redaktion \u201aSchalom-Bibliothek.org\u2018)<br \/><\/em><br \/>Zugleich \u00fcberliefert die Bibel (<a href=\"https:\/\/schalom-bibliothek.org\/biblische-fiktionen-zu-krieg-und-genozid\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/schalom-bibliothek.org\/biblische-fiktionen-zu-krieg-und-genozid\/<\/a>) einen Fundus an Ausrottungsbefehlen und Gewaltszenarien, der zum Abgr\u00fcndigsten in der Weltliteratur geh\u00f6rt. Ein humanistischer Kritiker listet beispielhaft allein mehr als eine Millionen Opfer bei angeblich gottwohlgef\u00e4lligen Massakern und milit\u00e4rischen Massenmorden auf. Einige biblische Autoren waren offenbar bem\u00fcht um geradezu phantastische Angaben zu T\u00f6tungsquoten. Das Skandal\u00f6se an den betreffenden Texten ist nicht etwa eine ausgesprochene Einzigartigkeit, sondern im Gegenteil der Umstand, dass sie sich trotz mancher Eigent\u00fcmlichkeiten einreihen in den Bilderbogen der bronze- und eisenzeitlichen Kriegsideologie bzw. Kriegspropaganda Westasiens. Eine lange Wirkungsgeschichte lie\u00df die Staats- und Kriegsgottheiten nie aussterben.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Das neue Lesebuch der Schalom-Bibliothek richtet sich nicht nur an sogenannte Fachleute oder ein frommes Publikum. Es versammelt Beitr\u00e4ge von neun christlichen Theologen zu \u201eGewalt und Kriegstheologie in der Hebr\u00e4ischen Bibel\u201c (Peter B\u00fcrger, Friedrich Erich Dobberahn, J\u00fcrgen Ebach, Bruno Kern, Ansgar Moenikes, Bernhard Lang, Thomas Nauerth, Egon Spiegel, Jochen Vollmer +). Alle Felder der Thematik, unterschiedliche Standorte und neue Zug\u00e4nge werden erschlossen. \u2013 Kooperationspartner: Frieden wagen\u2018 e.V., Kuratorium \u201aAbrahamskrone\u2018, \u00d6kumenisches Institut f\u00fcr Friedenstheologie.<br \/><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Textdokumentation<\/strong><\/em><strong> : Vorwort des Herausgebers<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Judentum ist keine \u201aRasse\u2018 oder Ethnie, sondern eine <em>Religion<\/em>. Diesen Sachverhalt soll das vom Herausgeber betreute Editionsprojekt einer \u201eSchalom-Bibliothek\u201c zu \u201ePazifisten und Antimilitaristinnen aus j\u00fcdischen Familien\u201c nicht aus den Augen verlieren. <br \/><br \/>Innerhalb unserer Reihe unterbricht deshalb gegenw\u00e4rtig eine Trilogie zu grundlegenden religi\u00f6sen Fragen bezogen auf \u201aKrieg und Frieden\u2018 die Erschlie\u00dfung der Werke einzelner Autorinnen und Autoren: Zun\u00e4chst konnten wir ein <em><strong>\u201eLesebuch \u00fcber die Friedensliebe der Rabbiner\u201c<\/strong><\/em> <a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/ein-lesebuch-ueber-die-friedensliebe-der-rabbiner\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/ein-lesebuch-ueber-die-friedensliebe-der-rabbiner\/<\/a> (Teil 1) ver\u00f6ffentlichen, das den in zwei Jahrtausenden waltenden pazifistischen Grundzug des \u00fcberkommenen \u201arabbinischen Judentums\u2018 vermittelt. Bereits vorbereitet wird in unserer Werkstatt ein Lesebuch <em>\u201eDie Friedensbotschaft der Hebr\u00e4ischen Bibel\u201c<\/em> (Teil 3), das noch bis zur Jahresmitte 2026 erscheinen soll. Der hier vorgelegte Band <em>\u201eGewalt und Kriegstheologie in der Hebr\u00e4ischen Bibel\u201c<\/em> (Teil 2) ist hingegen einem Thema gewidmet, das in theologischen Kontexten oft nur als Gegenstand antijudaistischer Zwangsvorstellungen in den Blick kommt und wegen seiner Brisanz gerne gemieden wird.<br \/><br \/>Beim Feld \u201aGewalt- und Kriegskomplexe in Heiligen Schriften\u2018 denken die meisten Menschen hierzulande wohl ganz \u00fcberwiegend sofort an die fundamentalistische Koran-Auslegung der \u201aIslamisten\u2018 (oder generell an \u201a<em>den<\/em> Koran\u2018). Geradezu inquisitorisch wurden (wer\u00adden) Muslime und ihre Vertretungen im \u00f6ffentlichen Raum seit Beginn des neuen Jahrtausends immer wieder aufgefordert, sich von \u201aGotteskriegern\u2018 \u2013 die man ihren Reihen zuordnete \u2013 zu distanzieren. Gleichzeitig mussten (und m\u00fcssen) sie erleben, dass Millionen muslimische Opfer, get\u00f6tet von Milit\u00e4rs aus \u00fcberwiegend noch christlich gepr\u00e4gten L\u00e4ndern, vor dem Hintergrund einer rassistischen Weltbetrachtung als \u201aKollateralsch\u00e4den\u2018 eines sogenannten Antiterrorkrieges abgehakt und vergessen wurden (werden). Die passenden Feindbilder zu diesem abgr\u00fcndigen Komplex geh\u00f6rten \u2013 wie ich u.a. in der Studie <em>\u201eKino der Angst\u201c<\/em> (2005\/2007) zeige \u2013 schon vor vier Jahrzehnten zum Repertoire der unterhaltungsindustriellen Massenkultur. \u2013 T\u00f6tende Gewalt, so m\u00fcssen wir schlussfolgern, gilt nur dann als verwerflich, wenn sie aus dem Kulturkreis der \u201aAnderen\u2018 heraus ins Werk gesetzt wird. Nur in diesem Fall sind auch Opferzahlen und Opferged\u00e4chtnis von Interesse.<br \/><br \/>Die selektive Blickrichtung, welche die Gewaltfrage nur an den j\u00fcngsten Spross im abrahamitischen Kreis adressiert, hat allerdings schon lange jede Plausibilit\u00e4t verloren. Ein betr\u00e4chtlicher Teil der Evangelikalen besonders in Nordamerika USA) folgt einer abgr\u00fcndigen fundamentalistischen Bibelauslegung, ist f\u00f6rmlich versessen auf katastrophische Szenarien als Vorboten des Endes aller Tage und bekennt sich unverhohlen zu t\u00f6tender Gewalt. Dieser \u201afaschistoide Christenkomplex\u2018 pl\u00e4diert f\u00fcr Theokratie und hegt keinerlei Skrupel, an einem Weltenbrand mitzuwirken. \u2013 Eine fundamentalistische Auslegung von Texten der Hebr\u00e4ischen Bibel, die z.T. mit archaischen Ausrottungsszenarien verkn\u00fcpft sind, verfolgen sodann jene rechtsextremen Nationalreligi\u00f6sen, die gegenw\u00e4rtig die Regierungspolitik in Israel mitbestimmen (vgl. z.B. die Schlussabschnitte in: https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amalekiter). W\u00e4hrend die seit zwei Jahrtausenden tradierte rabbinische Richtung des Judentums sich durch eine ausgepr\u00e4gte <em>Liebe zum Leben<\/em> (Biophilie) auszeichnet, huldigen diese \u2013 wiederum theokratisch ausgerichteten \u2013 Kr\u00e4fte in ihrem \u00f6ffentlichen Wirken einem regelrechten <em>Kult des Todes<\/em> (u.a. Menschenerniedrigung als mediale Inszenierung, Foltervoten, politischer Feldzug f\u00fcr Hinrichtungen, Rassismus, Vernichtungsphantasien).<\/p>\n\n\n\n<p>Drastisch schrieb hierzu die Haaretz-Kolumnistin Yoana Gonen (Israel) Ende Februar 2026: <em>\u201eEine Gesellschaft, in der Tod und Gewalt zu einem Spektakel geworden sind. Hinrichtungen sind zu einem politisch aufgeladenen, aufregenden Horizont geworden, Galgenstricke zu modischen Accessoires, gefesselte Gefangene werden vor den Augen der Medien und des Ministers f\u00fcr nationale Sicherheit zur Schau gestellt. Auf den H\u00fcgeln des Negev sind Aussichtspunkte entstanden mit Blick auf das spektakul\u00e4re Panorama von Flugzeugen, die Bomben auf Menschen in Gaza abwerfen. Videos von brennenden Pal\u00e4stinensern l\u00f6sen Reaktionen von Gel\u00e4chter und Lust aus, und Krieg ist l\u00e4ngst keine Bedrohung mehr, sondern ein nationales Hobby\u201c<\/em> (hier zitiert nach Moshe Zuckermann: https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/israels-kriegsluesternheit).<\/p>\n\n\n\n<p>Es fehlt nicht an <em>j\u00fcdischen<\/em> Kritiker:innen einer fundamentalistischen und politischen Instrumentalisierung der Hebr\u00e4ischen Bibel. Unsere neue Sammlung erschlie\u00dft indessen nur Betrachtungen von <em>Christen<\/em> zu Texten in den Heiligen Schriften, die seitens gewaltaffiner religi\u00f6ser Extremisten rechtfertigend herangezogen werden. Es handelt sich um Ausf\u00fchrungen von neun Theologen aus beiden gro\u00dfen christlichen Konfessionen, darunter sechs \u201aAlttestamentler\u2018 \u2013 vertreten sind leider nur M\u00e4nner. Die Beitr\u00e4ge zeichnen sich bezogen auf den Gesamtumfang der Ver\u00f6ffentlichung \u00fcberwiegend durch eine fachwissenschaftliche Ausrichtung aus, dienen zum Teil aber auch einer leutefreundlichen Darlegung des Themas f\u00fcr ein breiteres Publikum. Sie werden \u2013 abgesehen vom einleitenden Originalbeitrag aus der Feder von Friedrich Erich Dobberahn \u2013 gem\u00e4\u00df ihrer Entstehungszeit in chronologischer Folge dargeboten. Dies er\u00f6ffnet auch die M\u00f6glichkeit, Stationen der Entwicklung des Diskurses zu \u201aGewalt und Bibel\u2018 kennenzulernen. Der sehr lange Auszug aus einem Buch von Egon Spiegel (S. 31-109) f\u00fchrt im \u00dcberblick nicht nur in grundlegende Fragestellungen des Themenfeldes ein, sondern gew\u00e4hrt uns als \u201eexemplarische Auseinandersetzung mit der Vorstellung eines gewaltt\u00e4tigen Gottes\u201c Einblicke in Forschung und Debattenton der 1980er Jahre. S\u00e4mtliche Autoren der im Band versammelten Texte betrachten die Hebr\u00e4ische Bibel bzw. das \u201aAlte Testament\u2018 (AT) als unverzichtbaren Bestandteil des in ihrem \u201aBekenntnis\u2018 geltenden Bibelkanons. Nicht wenige Leserinnen und Leser, die jeglicher Religion oder insbesondere den j\u00fcdischen wie christlichen \u00dcberlieferungen fernstehen, werden einige Ausf\u00fchrungen vermutlich als \u201aApologien des Alten Testamentes\u2018 bewerten. [\u2026]<br \/>Die Hebr\u00e4ische Bibel ist etwas v\u00f6llig anderes als ein Buch aus der Werkstatt eines einzelnen Autors. Sie ist \u201aBuch der B\u00fccher\u2018 auch im ganz w\u00f6rtlichen Sinn: eine aus vielen \u2013 nach Form und Inhalt sehr unterschiedlichen, z.T. sogar gegens\u00e4tzlichen \u2013 Werken mit Bedacht zusammengestellte \u201aBibliothek\u2018. Ungez\u00e4hlte Menschen waren in einem Zeitraum, der sich fast \u00fcber ein ganzes Jahrtausend erstreckt, an ihrem Werdegang beteiligt: betend, erz\u00e4hlend, dichtend, schreibend, \u00fcberliefernd, \u00fcbersetzend, redigierend, korrigierend, streichend, kombinierend, anreichernd, ausdeutend \u2026, bewertend und ausw\u00e4hlend (Kanon). Wer ganz allgemein nur von \u201e<em>der<\/em> Bibel\u201c spricht, der bleibt so vage oder nichtssagend wie jene, die von \u201e<em>dem<\/em> Judentum\u201c, \u201e<em>dem<\/em> Christentum\u201c oder \u201e<em>dem<\/em> Islam\u201c reden. Wenn unter den Namen der drei abrahamitischen Religionen jeweils geradezu kontr\u00e4re, mithin sich einander ausschlie\u00dfende theologische Standorte anzutreffen sind \u2013 und solche \u201aPluralit\u00e4t\u2018 auch in den Heiligen Urkunden anzutreffen ist, so verbietet es sich von selbst, alles \u00fcber einen Leisten zu ziehen. Andererseits d\u00fcrfen unbequeme \u201aBefunde\u2018 bezogen auf die abrahamitischen und andere Religionen in Bewertungen nie mit zweierlei Ma\u00df gemessen werden.<br \/><br \/>Selbst theologietreibende Frauen und M\u00e4nner meiden \u00fcberwiegend jene Anteile der kanonisierten B\u00fccher, deren Lekt\u00fcre unser Gem\u00fct verd\u00fcstert statt es aufzuhellen. Zumal angesichts der rasanten \u201aS\u00e4kularisierungs\u2018-Vorg\u00e4nge der Gegenwart kann eine vage Kenntnis biblischer Texte in der Leserschaft zumeist gar nicht mehr vorausgesetzt werden. Deshalb gibt es im Anhang des Lesebuches neben der Zusammenstellung von Sekund\u00e4rliteratur (Auswahl) eine Abteilung mit beispielhaften bzw. zentralen \u201eBibelstellen zu Gewalt und Kriegstheologie\u201c (S. 358-378: <a href=\"https:\/\/schalom-bibliothek.org\/biblische-fiktionen-zu-krieg-und-genozid\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/schalom-bibliothek.org\/biblische-fiktionen-zu-krieg-und-genozid\/<\/a>), die sich mit Hilfe der vorangehenden Beitr\u00e4ge sachgerecht einordnen lassen. Ein zufriedenstellendes Gesamtbild in der Darstellung liegt im Rahmen unserer \u201aTrilogie\u2018 freilich erst dann vor, wenn auch der dritte Band (<em>\u201eDie Friedensbotschaft der Hebr\u00e4ischen Bibel\u201c<\/em>) erschienen ist. \u2013 D\u00fcsseldorf, im April 2026: Peter B\u00fcrger.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inhalt des neuen Bandes<\/strong>: Friedrich Erich Dobberahn: <em>Gott<\/em> \u2013 <em>ein \u201eKriegsmann\u201c oder ein \u201eZerschmetterer der Kriege\u201c<\/em>? Zur Septuaginta-\u00dcbersetzung von 2. Mose 15,3 (Originalbeitrag 2026). \u2013 Egon Spiegel: <em>Exemplarische<\/em> (christliche) <em>Auseinandersetzung mit der Vorstellung eines gewaltt\u00e4tigen Gottes<\/em> (Aus dem Werk \u201eGewaltverzicht\u201c, 1982 \u2013 1987\/89). \u2013 Ansgar Moenikes: <em>Monotheismus \u2013 Quelle der Intoleranz<\/em>? Das Alte Testament als Ausgangspunkt (Jahrbuch der Religionsp\u00e4dagogik 2009). \u2013 J\u00fcrgen Ebach: <em>Nicht den Frieden, sondern das Schwert<\/em>!? Dr\u00e4ngende Fragen an Texte, die von Gewalt sprechen (2. \u00d6KT M\u00fcnchen: Vortrag im Zentrum Bibel\u201c, 14.05.2010). \u2013 Jochen Vollmer: <em>Israel \u2013 Volk, Land und Staat in biblischer Sicht.<\/em> Vortrag, gehalten in Trossingen am 21.09.2012. \u2013 Friedrich Erich Dobberahn: <em>Gewalt im Alten Testament \u2013 unser Unbehagen und Unverst\u00e4ndnis.<\/em> (Aus: Festschrift f\u00fcr Kurt Willibald Sch\u00f6nherr, 2013). \u2013 Thomas Nauerth: <em>\u201eDie Erde aber war vor Gott verdorben, die Erde war voller Gewalttat\u201c<\/em> (Genesis 6,11). Gewalt und Gewaltlosigkeit als biblisches Schl\u00fcsselthema (Imprimatur 2\/2020). \u2013 Thomas Nauerth: <em>Psalm 68<\/em> \u2013 <em>Vom Vergehen der Frevler und Gewaltt\u00e4ter<\/em> (Bibel und Didaktik, 2020). \u2013 Bruno Kern: <em>\u201eJahwe ist ein Krieger\u201c<\/em> (Aus: \u201eDen Krieg gr\u00fcndlich verlernen \u2026\u201c, 2025). \u2013 Ansgar Moenikes: <em>Krieg und Gewalt in der Bibel<\/em>. Ein Widerspruch zur Friedensvision? (2026). \u2013 Peter B\u00fcrger: <em>\u201eEin versprengtes Schaf war Israel \u2026\u201c<\/em> (Jeremia 50,17). Offenbarung jenseits von Staats- und Kriegstheologien (2026).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Bibliotheksportal <\/strong>| Alle Publikationen des Regals \u201ePazifisten und Antimilitaristinnen aus j\u00fcdischen Familien\u201c erscheinen zun\u00e4chst als Digitale Erstausgaben und sind frei abrufbar auf dem Projektportal <a href=\"https:\/\/www.schalom-bibliothek.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.schalom-bibliothek.org <\/a>\u2013 dort auch alle Informationen zu den bisherigen Buchangeboten.<\/p>\n\n\n\n<p><br \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein neues Lesebuch der Schalom-Bibliothek Gewalt und Kriegstheologie in der Hebr\u00e4ischen BibelEin Lesebuch der Schalom-Bibliothek \u2013 Mit Texten von Peter B\u00fcrger (Hg.), Friedrich Erich Dobberahn, J\u00fcrgen Ebach, Bruno Kern, Ansgar &hellip; <a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/gewalt-und-kriegstheologie-in-der-hebraeischen-bibel\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eGewalt und Kriegstheologie in der Hebr\u00e4ischen Bibel\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":18,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[218,319,674,49],"tags":[2511],"class_list":["post-63957","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bucher","category-geschichte","category-kultur","category-religion","tag-bibel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63957","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/18"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63957"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63957\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63957"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63957"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63957"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}