{"id":61374,"date":"2025-07-01T12:39:17","date_gmt":"2025-07-01T10:39:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=61374"},"modified":"2025-07-01T12:39:17","modified_gmt":"2025-07-01T10:39:17","slug":"das-wetter-im-juni-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/das-wetter-im-juni-2025\/","title":{"rendered":"Das Wetter im Juni 2025"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">In Deutschland war seit dem Jahr 2010 jeder Juni zu warm. In NRW wurde der vielj\u00e4hrige Mittelwert (15,4 \u00b0C) um beinahe 3 Grad \u00fcberschritten.<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/20250630_pm_juni.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-61375\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/20250630_pm_juni.png 1000w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/20250630_pm_juni-300x200.png 300w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/20250630_pm_juni-768x512.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der \u00fcberdurchschnittliche Sonnenschein brachte vielerorts eine wahre Blumenpracht. (Foto: \u00a9 DWD)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><em>Offenbach, 30. Juni 2025<\/em> \u2013 Der Juni 2025 war in Deutschland au\u00dfergew\u00f6hnlich warm, viel zu trocken und \u00fcppig sonnig. Seit 2010 war jeder Juni hierzulande zu warm. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>(Pressemitteilung DWD)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der erste meteorologische Sommermonat startete mit Pauken und Trompeten. Nahezu deutschlandweit gab es kr\u00e4ftige Schauer und Gewitter samt Starkregen, Sturmb\u00f6en und Hagel. Das sollte der Fahrplan f\u00fcr den gesamten Juni bleiben. Dennoch war es am Ende aufgrund von hochdruckgepr\u00e4gten Phasen mit viel Sonnenschein verbreitet zu trocken. Zudem gab es immer wieder k\u00fcrzere Hitzewellen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Immer wieder kurze Hitzewellen vor allem im S\u00fcdwesten<\/strong><br \/>Das Temperaturmittel lag im vergangenen Juni bei 18,5 Grad Celsius (\u00b0C) und damit um 3,1 Grad \u00fcber dem Wert der international g\u00fcltigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (15,4 \u00b0C). Selbst im Vergleich mit der aktuellen und w\u00e4rmeren Periode 1991 bis 2020 (16,4 \u00b0C) ergab sich noch ein deutliches Plus von 2,1 Grad. Insbesondere der S\u00fcdwesten kristallisierte sich hierbei als W\u00e4rmehotspot heraus, da sich dort wiederholt warme Luftmassen aus S\u00fcden und S\u00fcdwesten durchsetzen konnten. Das Plus gegen\u00fcber dem Klimamittel lag dort teils \u00fcber 4 Grad. Am Oberrhein gab es \u00fcber zehn hei\u00dfe Tage \u00fcber 30\u00b0C.<br \/><br \/><strong>Trockenheit fand ihre Fortsetzung<\/strong><br \/>Mit gerade 61 Liter pro Quadratmeter (l\/m\u00b2) war der zur\u00fcckliegende Juni erneut viel zu trocken. Damit war es seit Februar der f\u00fcnfte Monat in Folge, der weniger Niederschlag brachte als im klimatologischen Mittel. Im Vergleich zur Referenzperiode 1961 bis 1990 (85 l\/m\u00b2) betrug das Defizit fast ein Drittel. Vergleichen mit der aktuelleren Referenzperiode 1991 bis 2020 (76 l\/m\u00b2) wurde das Soll um ein F\u00fcnftel unterschritten. Auch ein Blick auf das erste Halbjahr 2025 best\u00e4tigt die starke Trockenheit: Von Januar bis Juni fielen deutschlandweit etwa 260 l\/m\u00b2. Das langj\u00e4hrige Mittel liegt bei rund 380 l\/m\u00b2 (Referenzperiode 1961 bis 1990) oder 366 l\/m\u00b2 (Vergleichsperiode 1991 bis 2020). Besonders niederschlagsarm war es im Juni 2025 in der \u00f6stlichen Mitte und Teilen des Ostens, wo gebietsweise nur 10 bis 25 l\/m\u00b2 Niederschlag vom Himmel kamen. Lokal gab es aber dort ebenfalls heftige Gewitter, die beispielsweise am 15. in Aue (Sachsen) mit 96 l\/m\u00b2 die deutschlandweit h\u00f6chste Tagesniederschlagsmenge brachten. Ergiebiger fielen die Niederschl\u00e4ge im S\u00fcden aus. Im Schwarzwald, des Bayerischen Wald und am Alpenrand fielen zwischen 100 und 150, lokal um 180 l\/m\u00b2.<br \/><br \/><strong>Sonne leistete erneut \u00dcberstunden<\/strong><br \/>Der vergangene Juni brachte mit etwa 277 Stunden Sonne satt. Das Soll (203 Stunden) wurde um etwas mehr als ein Drittel \u00fcberschritten (Periode 1961 bis 1990). Im Vergleich zur Referenzperiode 1991 bis 2020 (216 Stunden) ergab sich eine positive Abweichung von 28 Prozent. Besonders sonnenscheinreich war die zweite Junidekade, die allein f\u00fcr \u00fcber 120 Sonnenstunden sorgte. An einigen Tagen wurde dabei die maximale astronomisch m\u00f6gliche Sonnenscheindauer von circa 16 Stunden erreicht. Auch am Monatsende zeigte sich die Sonne nochmals sehr h\u00e4ufig. Besonders viel Vitamin D konnte man im S\u00fcdwesten tanken. Fast 300 Sonnenstunden standen dort in den B\u00fcchern.<br \/><br \/><strong>Das Wetter in den Bundesl\u00e4ndern im Juni 2025<\/strong><br \/>(In Klammern finden Sie die vielj\u00e4hrigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961 bis 1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vielj\u00e4hrigen Werten erm\u00f6glicht eine Einsch\u00e4tzung des l\u00e4ngerfristigen Klimawandels)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Nordrhein-Westfalen:<\/strong> Im Westen lag das Temperaturmittel im Juni bei deutlich zu warmen 18,3 \u00b0C. Der vielj\u00e4hrige Mittelwert (15,4 \u00b0C) wurde um beinahe 3 Grad \u00fcberschritten. Nachdem die erste Dekade in Nordrhein-Westfalen meist nur m\u00e4\u00dfig warm war, steigerte sich fortan die W\u00e4rme und es gab wiederholt kurze Phasen mit H\u00f6chstwerten um oder \u00fcber 30 \u00b0C. Das Niederschlagssoll von 84 l\/m\u00b2 wurde mit 59 l\/m\u00b2 bei weitem nicht erreicht und am Monatsende lag das Defizit bei etwa 30 Prozent. M\u00e4chtig ins Zeug legte sich die Sonne. 267 Stunden strahlte sie \u00fcber dem bev\u00f6lkerungsreichsten Bundesland und damit 45 Prozent mehr als im Referenzzeitraum (184 Stunden). Seit Jahresbeginn war jeder Monat zu sonnig.<br \/><br \/><strong>Baden-W\u00fcrttemberg:<\/strong> Rekordverd\u00e4chtig warm pr\u00e4sentierte sich der Juni 2025 im S\u00fcdwesten. Die Mitteltemperatur lag bei 19,8 \u00b0C und so reihte sich der erste meteorologische Sommermonat in der Messhistorie dort auf dem zweiten Platz ein. Nur im Jahr 2003 war es noch w\u00e4rmer. Deutschlandweit bedeutete dieser Wert zusammen mit dem Saarland die Spitzenposition. Die Abweichung gegen\u00fcber dem vielj\u00e4hrigen Mittel betrug au\u00dfergew\u00f6hnliche 4,7 Grad (15,1 \u00b0C). Besonders ab der Monatsmitte gab es immer wieder Hitzewellen mit H\u00f6chstwerten \u00fcber 30 \u00b0C. Auch beim Niederschlag und der Sonnenscheindauer lag Baden-W\u00fcrttemberg auf dem ersten Platz . Mit 77 l\/m\u00b2 wurde der Sollwert (107 l\/m\u00b2) jedoch trotzdem um ein Viertel unterschritten. Rund 298 Sonnenstunden entsprachen einem \u00dcberschuss von nahezu 50 Prozent gegen\u00fcber dem vielj\u00e4hrigen Mittel (202 Stunden).<br \/><br \/><strong>Bayern:<\/strong> Der Freistaat Bayern verzeichnete im Juni ein Temperaturmittel von 19,1 \u00b0C. Das langj\u00e4hrige Mittel (14,9 \u00b0C) wurde damit um 4,2 Grad \u00fcberschritten. Die Niederschlagsmenge belief sich auf 68 l\/m\u00b2. Damit fielen lediglich etwas mehr als 60 Prozent dessen, was man normalerweise zu dieser Jahreszeit erwarten kann (112 l\/m\u00b2). Allerdings war die Verteilung der Niederschl\u00e4ge sehr inhomogen. W\u00e4hrend am Alpenrand und im Bayerischen Wald zwischen 100 und 150 l\/m\u00b2 fielen, waren es in Unterfranken lediglich 20 bis 40 l\/m\u00b2. Die Sonne schien mit 293 Stunden (200 Stunden) \u00fcberdurchschnittlich oft.<br \/><br \/><strong>Berlin:<\/strong> Die Bundeshauptstadt war im Juni mit 19,3 \u00b0C nach Baden-W\u00fcrttemberg und dem Saarland das drittw\u00e4rmste Bundesland. Die Abweichung gegen\u00fcber dem vielj\u00e4hrigen Mittel (17,1 \u00b0C) lag bei 2,2 Grad. Es fielen lediglich 30 l\/m\u00b2 Regen und damit nur 43 Prozent des Solls (70 l\/m\u00b2). Daran konnten auch die heftigen Gewitter, die in Verbindung mit Tief Ziros vor allem mit schadenstr\u00e4chtigen B\u00f6en am Abend des 22. \u00fcber Berlin zogen, nichts \u00e4ndern. Die Sonne schien mit 268 Stunden mehr als \u00fcblich (226 Stunden).<br \/><br \/><strong>Brandenburg:<\/strong> Mit einer Mitteltemperatur von 18,7 \u00b0C wurde das langj\u00e4hrige Mittel (16,5 \u00b0C) in Brandenburg um 2,2 Grad \u00fcberschritten. Vor allem die teilweise k\u00fchlen N\u00e4chte mit einstelligen Tiefstwerten sorgten daf\u00fcr, dass der Temperatur\u00fcberschuss nicht noch deutlicher ausfiel. Mit<br \/>gerade einmal 38 l\/m\u00b2 (64 l\/m\u00b2) Niederschlag geh\u00f6rte das Bundesland zu den trockensten Regionen in Deutschland. Auch dadurch stieg zum Monatsende der Waldbrandgefahrenindex wieder auf Stufe 4 von 5. 269 Sonnenstunden (225 Stunden) trugen ebenfalls dazu bei, dass der Boden durch intensive Verdunstung austrocknen konnte.<br \/><br \/><strong>Bremen:<\/strong> Auch in der Hansestadt Bremen fiel der Juni mit einem Temperaturmittel von 17,3 \u00b0C (15,5 \u00b0C) zu warm aus. Abk\u00fchlung gab es insbesondere zum Ende der ersten Dekade und Mitte der dritten Dekade, als atlantische Tiefausl\u00e4ufer auf den Nordwesten \u00fcbergriffen und f\u00fcr wolkenreiches sowie windiges Westwindwetter sorgten. Trotzdem schaffte es die Sonne an 235 Stunden sich gegen die Wolken durchzusetzen. Das war etwa ein Siebtel mehr als \u00fcblich (204 Stunden). Im L\u00e4ndervergleich bedeutete dieser Wert jedoch die rote Laterne. Bis zum Monatsende landeten unterdurchschnittliche 63 l\/m\u00b2 (73 l\/m\u00b2) in den DWD-Messbechern.<br \/><br \/><strong>Hamburg:<\/strong> In Hamburg wurde vom DWD im Juni eine Mitteltemperatur von 17,4 \u00b0C gemessen. Im Vergleich mit dem vielj\u00e4hrigen Mittel (15,7 \u00b0C) war es 1,7 Grad zu warm. 68 l\/m\u00b2 Niederschlag entsprachen etwa dem, was man sonst im Juni in Hamburg erwarten kann (70 l\/m\u00b2). Ein Gro\u00dfteil des Niederschlags fiel in der ersten Dekade und zu Beginn der dritten Dekade. Die Sonne schien 246 Stunden (216 Stunden).<br \/><br \/><strong>Hessen:<\/strong> Im Mittel betrug die Temperatur im Juni in Hessen 18,7 \u00b0C (15,2 \u00b0C). Dabei wurde ein deutlicher Nord-S\u00fcd-Kontrast sichtbar: W\u00e4hrend es im S\u00fcden des Bundeslandes rund 18 Sommertage und acht hei\u00dfe Tage gab, lag die Anzahl an Sommertagen im Norden bei etwa zehn und die 30-Gradmarke wurde \u201enur\u201c dreimal geknackt. Mit 57 l\/m\u00b2 fiel fast 30 Prozent weniger Niederschlag als typisch sind (80 l\/m\u00b2). Die Sonnenscheindauer lag bei 285 Stunden (192 Stunden), wovon zwei Drittel aus der zweiten Monatsh\u00e4lfte stammten.<br \/><br \/><strong>Mecklenburg-Vorpommern: <\/strong>Mecklenburg-Vorpommern war im Juni mit einer Mitteltemperatur von 16,9 \u00b0C ein sehr k\u00fchles Bundesland. Dennoch war es 1,5 Grad w\u00e4rmer als im vielj\u00e4hrigen Mittel (15,4 \u00b0C). Die Anzahl an Sommertagen lag in den s\u00fcdlichen Landesteilen bei etwa 10, w\u00e4hrend an der K\u00fcste lediglich zwei bis f\u00fcnf verbucht wurden. Absolut durchschnittlich zeigte sich die Monatsniederschlagssumme mit 61 l\/m2 (63 l\/m\u00b2). Am meisten regnete es in der ersten Dekade sowie zwischen dem 22. und 26. Die Sonne lachte 264 Stunden (236 Stunden) am Himmel. Insbesondere vom 12. bis zum 14. und zu Beginn der dritten Dekade wurde teilweise die maximale Sonnenausbeute von 16 Stunden erreicht.<br \/><br \/><strong>Niedersachsen:<\/strong> In Niedersachsen war es zum Ende der ersten Junidekade und Mitte der dritten Dekade durch atlantische Tiefausl\u00e4ufer recht wolkenreich und auch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig k\u00fchl. Dennoch lag die Mitteltemperatur mit 17,5 \u00b0C gut 2 Grad \u00fcber dem Referenzwert (15,4 \u00b0C). W\u00e4hrend des Durchzugs der Tiefdruckwetter fiel auch ein Gro\u00dfteil des Niederschlags von 62 l\/m (76 l\/m\u00b2). Der Juni war laut DWD der f\u00fcnfte zu trockene Monat seit Februar. Mit 241 Sonnenstunden \u00fcberschritt man das Soll (200 Stunden) um ein F\u00fcnftel.<br \/><br \/><strong>Rheinland-Pfalz:<\/strong> Sehr sonnig fiel der vergangene Juni in Rheinland-Pfalz aus. Dies belegten 291 Stunden mehr als eindrucksvoll. Der Referenzwert (192 Stunden) wurde um \u00fcber die H\u00e4lfte \u00fcberschritten. Die Sonne schaffte es auch die Temperaturen ordentlich nach oben zu schrauben: So betrug die Mitteltemperatur 19,2 \u00b0C. Im Vergleich zum Klimamittel (15,3 \u00b0C) ergab sich eine positive Abweichung von knapp 4 Grad. Niederschlag fiel besonders in der ersten Dekade, zur Monatsmitte und Mitte der dritten Dekade &#8211; oftmals in Form von teils kr\u00e4ftigen Schauern und Gewittern. Dennoch reichte die Niederschlagsmenge von 59 l\/m\u00b2 nicht, um den vielj\u00e4hrigen Mittelwert von 76 l\/m\u00b2 zu erreichen.<br \/><br \/><strong>Saarland: <\/strong>Ein W\u00e4rmehotspot war der Juni im Saarland. Mit einer Mitteltemperatur von 19,8 \u00b0C (15,6 \u00b0C) war das Saarland zusammen mit Baden-W\u00fcrttemberg das w\u00e4rmste Bundesland. Beim Sonnenschein landete man im L\u00e4nderranking weit vorne: 297 Sonnenstunden standen am Monatsende in den B\u00fcchern. Nur in Baden-W\u00fcrttemberg schien die Sonne noch geringf\u00fcgig l\u00e4nger. Das Klimamittel von 204 Stunden wurde bei weitem \u00fcbertroffen. Der Niederschlag hingegen war unterdurchschnittlich. Lediglich 61 l\/m\u00b2 kamen vom Himmel (80 l\/m\u00b2).<br \/><br \/><strong>Sachsen: <\/strong>Der Juni fiel in Sachsen viel zu warm aus. Am Monatsende lag das Temperaturmittel bei 18,1 \u00b0C (15,6 \u00b0C). K\u00fchle N\u00e4chte mit Tiefstwerten im einstelligen Bereich sorgten zum Ende der ersten und in der zweiten Dekade f\u00fcr eine nicht noch h\u00f6here Mitteltemperatur. Am Morgen des 12. war es besonders frisch und in Deutschneudorf-Br\u00fcderwiese wurde mit 1,1 \u00b0C der deutschlandweite Tiefstwert im Juni registriert. Niederschlag war in Sachsen in der Fl\u00e4che Mangelware. Mit 52 l\/m\u00b2 fehlte rund ein Drittel zum Klimamittel (76 l\/m\u00b2). Lokal gab es jedoch heftige Schauer und Gewitter. So auch am 15. als in Aue eine Tagesniederschlagsmenge von 96 l\/m\u00b2 gemessen wurde. Dies war die h\u00f6chste Tagessumme in Deutschland im vergangenen Juni. Die Sonne schien 278 Stunden (201 Stunden).<br \/><br \/><strong>Sachsen-Anhalt: <\/strong>Sachsen-Anhalt geh\u00f6rte zu den trockensten Regionen. Mit einer Niederschlagsmenge von 36 l\/m\u00b2 (63 l\/m\u00b2) war es ein sehr trockenes Bundesland. Die Monatsmitteltemperatur betrug 18,4 \u00b0C. Gegen\u00fcber dem Klimamittel (16,1 \u00b0C) ergab sich damit eine Abweichung von +2,3 Grad. Die Sonne schien 275 Stunden. Der Referenzwert von 205 Stunden wurde um ein Drittel \u00fcbertroffen.<br \/><br \/><strong>Schleswig-Holstein:<\/strong> In Schleswig-Holstein lag die Mitteltemperatur bei 16,2 \u00b0C (15,1 \u00b0C). Zu den etwas k\u00fchleren Temperaturen gesellten sich insbesondere in der ersten Dekade und zu Beginn der dritten Dekade immer wieder Niederschl\u00e4ge, wodurch sich am Monatsende die Niederschlagsmenge 73 l\/m\u00b2 (69 l\/m\u00b2) erreichte. Schleswig-Holstein war damit das einzige Bundesland, das im Juni beim Niederschlag den Sollwert \u00fcberschritt. 248 Sonnenstunden waren 23 Stunden mehr als im langj\u00e4hrigen Vergleich (225 Stunden).<br \/><br \/><strong>Th\u00fcringen:<\/strong> Der Freistaat Th\u00fcringen wartete im Juni mit einem Temperaturmittel von 18,1 \u00b0C auf. Die Abweichung gegen\u00fcber dem vielj\u00e4hrigen Mittelwert (14,9 \u00b0C) fiel durchaus signifikant aus. Mit einer Niederschlagsmenge von 45 l\/m\u00b2 war seit Februar der f\u00fcnften Monat in Folge zu trocken. Das Soll (78 l\/m\u00b2) wurde deutlich verfehlt. Die Sonne lachte 282 Stunden (194 Stunden). Ein Gro\u00dfteil davon entfiel auf die zweite Dekade.<br \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Deutschland war seit dem Jahr 2010 jeder Juni zu warm. In NRW wurde der vielj\u00e4hrige Mittelwert (15,4 \u00b0C) um beinahe 3 Grad \u00fcberschritten. Offenbach, 30. 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