{"id":60888,"date":"2025-04-21T21:09:27","date_gmt":"2025-04-21T19:09:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=60888"},"modified":"2025-04-21T21:09:27","modified_gmt":"2025-04-21T19:09:27","slug":"was-ist-projuedisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/was-ist-projuedisch\/","title":{"rendered":"\u201eWas ist proj\u00fcdisch?\u201c"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/02-BARENBOIM-Daniel_and_MariamKlein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\" noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"717\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/02-BARENBOIM-Daniel_and_MariamKlein.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-60889\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/02-BARENBOIM-Daniel_and_MariamKlein.jpg 1024w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/02-BARENBOIM-Daniel_and_MariamKlein-300x210.jpg 300w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/02-BARENBOIM-Daniel_and_MariamKlein-768x538.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Mariam Said (Leiterin der Barenboim-Said Foundation in New York) und der vom Verfasser dieses Beitrages verehrte argentinisch-israelische Musiker Daniel Barenboim, der auch pal\u00e4stinensischer Staatsb\u00fcrger ist. (Commons.wikimedia.org \u2013 <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/Category:CC-BY-SA-4.0,3.0,2.5,2.0,1.0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">CC-BY-SA-4.0,3.0,2.5,2.0,1.0<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Rechte Israel-Verb\u00fcndete, deutsche Staatsdoktrin, Theologenpolizei und Liebhaber der j\u00fcdischen Religion geben h\u00f6chst unterschiedliche Antworten. \u2013 Pers\u00f6nliche Vorbemerkungen zum Aufbau einer Schalom-Bibliothek, die Pazifisten und Antimilitaristinnen aus j\u00fcdischen Familien wieder sichtbarer machen soll.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>(Ein Gastbeitrag von Peter B\u00fcrger)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In der r\u00f6misch-katholischen Karfreitags-Liturgie gab es vor dem letzten Konzil (1962-1965) eine F\u00fcrbitte \u201ePro Judaeis\u201c. Die <strong>Sache<\/strong> (<a href=\"https:\/\/www.friedensbilder.de\/projudaeis\/buerger-pro-judaeis2009.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.friedensbilder.de\/projudaeis\/buerger-pro-judaeis2009.pdf<\/a>) war aber mitnichten \u201eproj\u00fcdisch\u201c, sondern nur eine weitere Gelegenheit, \u201edie Juden\u201c als \u201etreulos\u201c und \u201everblendet\u201c auf der B\u00fchne vorzuf\u00fchren. Die ehrende Verbeugung bei den F\u00fcrbitten f\u00fcr alle anderen Mitglieder der menschlichen Familie unterblieb einzig an dieser Stelle.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch heute ist nicht alles, wo \u201epro Juden\u201c draufsteht, wirklich \u201eproj\u00fcdisch\u201c. <strong>Extrem rechte Politiker<\/strong> (<a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1190343.rechte-allianzen-rechtsextreme-die-israel-lieben.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1190343.rechte-allianzen-rechtsextreme-die-israel-lieben.html<\/a>) aus aller Welt und Fundamentalisten aus sogenannten \u201eChristent\u00fcmern\u201c erweisen der gegenw\u00e4rtigen Regierung in Israel die Ehre. Gott bewahre uns vor dem Irrglauben, dass das, was diese Leute vertreten und loben, in irgendeiner Weise mit der Botschaft des Judentums zu tun hat! Evangelikale Komplexe aus den USA und anderen L\u00e4ndern haben die Verbundenheit mit dem Staat Israel gleichsam in ihren Katechismus hineingeschrieben; aber sie verschweigen, was ihrer Lehre zufolge dereinst beim J\u00fcngsten Gericht mit jenen Juden geschehen soll, die sich auch angesichts des Weltuntergangs <em>nicht<\/em> zum \u201ewahren Christus\u201c bekennen. (Vorgesehen ist ein gro\u00dfes Abschlachten.)<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>In deutschen Landen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zweifellos gibt es seit dem Terror-Pogrom vom 7. Oktober 2023 unter Hamas-F\u00fchrung (mit \u00fcber 1200 j\u00fcdischen Mordopfern) und den nachfolgenden milit\u00e4rischen Massenmorden an pal\u00e4stinensischen Menschen in Verantwortung der israelischen Regierung eine <em>Zunahme von Judenfeindlichkeit<\/em>. Doch eine namentlich in Deutschland verfolgte Programmatik (und Praxis) wider das Ph\u00e4nomen des \u201eisraelbezogenen Antisemitismus\u201c, die sich als Ausdruck einer proj\u00fcdischen Staatsdoktrin versteht, kann von nonkonformistischen <strong>j\u00fcdischen Gruppen<\/strong> (<a href=\"https:\/\/www.juedische-stimme.de\/j%C3%BCdische-organisationen-weltweit-verurteilen-die-bundestagsresolution-zu-antisemitismus\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.juedische-stimme.de\/j\u00fcdische-organisationen-weltweit-verurteilen-die-bundestagsresolution-zu-antisemitismus<\/a>) in einer Reihe von L\u00e4ndern auch als letztlich \u201eantisemitisch\u201c interpretiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob die diesbez\u00fcgliche Stellungnahme in allen Teilen \u00fcberzeugt, sei dahingestellt. Ganz sicher aber ist es antisemitisch, wenn falsche \u201eFreunde Israels\u201c uns suggerieren wollen, es sei vereinbar mit den j\u00fcdischen \u00dcberlieferungen, Kriegsverbrechen mit Kriegsverbrechen, Massenmorde mit noch viel mehr Massenmorden zu r\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eJudentum\u201c, \u201ej\u00fcdische Menschen\u201c und \u201eproj\u00fcdische Proklamationen\u201c k\u00f6nnen gerade in deutschen Landen leicht zu Fetischen werden, die f\u00fcr politische Interessen und zur moralischen Selbst\u00fcberh\u00f6hung instrumentalisiert werden, aber immer weniger mit leibhaftigen Lebenswirklichkeiten zu tun haben. Dieser diffuse Komplex kennt weder menschliche W\u00e4rme noch geistige Verbundenheit; er ist gruselig.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur peinlich wirkte es, als z.B. schon vor Jahren ein Weltkriegsfilm \u00fcber den milit\u00e4rischen Menschenj\u00e4ger und Fliegerhelden Manfred Freiherr von Richthofen (<em>Der Rote Baron<\/em>, Deutschland 2008) auf dem Flugzeug eines \u201edeutsch-j\u00fcdischen\u201c Luftwaffenpiloten im Jahre 1917 den <em>Davidstern<\/em> zeigte. Die Tragik der \u201ej\u00fcdischen Kriegsdienstleistungen\u201c im Deutschen Kaiserreich wird hier weggewischt (bzw. verh\u00f6hnt) zugunsten einer aberwitzigen nationalen Geschichtspolitik auf dem Kultursektor. Es geht nicht um Juden, es geht um Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Deutschland schickt sich dieser Tage an, auch auf dem Wege von Grundgesetz\u00e4nderungen und \u201einnovativen\u201c Verfassungsinterpretationen wieder milit\u00e4rische Gro\u00df- und F\u00fchrungsmacht zu werden. Dazu ist die Weltmeisterschaft bei der Aufarbeitung der eigenen historischen Abgr\u00fcnde unerl\u00e4sslich. Falls es vor allem <em>darum<\/em> geht bei der vermeintlich proisraelischen \u201aStaatsraison\u2018, sollten wir weinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die beanspruchte Weltmeisterschaft der Deutschen beim Geschichtsgedenken ist ohnehin zum Gro\u00dfteil Fiktion. Mit der Ermordung von \u00fcber zwanzig Millionen Menschen hat die deutsche Wehrmacht beim 1941 begonnenen Rasse- und Vernichtungskrieg gegen die V\u00f6lker der Sowjetunion den bislang gr\u00f6\u00dften Genozid der gesamten Menschheitsgeschichte ins Werk gesetzt (bezogen auf die Quantit\u00e4ten eines Zeitraums von weniger als vier Jahren). Allein in Leningrad wurden \u00fcber eine Millionen Bewohner vom deutschen Milit\u00e4r vors\u00e4tzlich durch Aushungerung umgebracht. Doch deutsch-amtlich spricht man auch nach \u00fcber 80 Jahren nicht davon, dass die gigantischen Kriegsverbrechen im sog. Ostfeldzug dem antislawischen <em>Rassenwahn<\/em> der NS-Wehrmacht entsprachen und selbstredend im Klartext als <em>V\u00f6lkermord<\/em> zu benennen sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vorab: Wir k\u00f6nnen der Welt nicht gerecht werden \u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Shoa ist ein anderer, wirklich einzigartiger Sonderfall der Weltgeschichte. Bis zum Ende aller Tage kann kein Einzelner und kann auch keine Weltgemeinschaft diesem Abgrund \u201egerecht\u201c werden. Gesten sind m\u00f6glich \u2026 etwa, dass eine Dorfbewohnerin mit Sorgfalt einen von sechs Millionen Leidenswegen nachzeichnet. Das Leidensged\u00e4chtnis wird sich aber hier \u2013 wie sonst \u00fcberall \u2013 nach Generationen ver\u00e4ndern. Wir sind eben bed\u00fcrftige Menschlein, keine G\u00f6tter, und k\u00f6nnen also unseren Mitmenschen, den Massengr\u00e4bern der Geschichte, dem Tagesgeschehen und dieser ganzen, von Widerspr\u00fcchen durchzogenen Welt nie wirklich gerecht werden. Den frommen Wunsch, nicht gleichg\u00fcltig zu werden \u2026, ein Lied, eine Umarmung, etwas in dieser Art k\u00f6nnen wir einbringen \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Mein eigenes Ungen\u00fcgen \u2013 bezogen auf Vergangenheit und Gegenwart \u2013 sei offen bekannt. Was geschieht im \u201eHeiligen Land\u201c? Ich versuche gegenw\u00e4rtig, der Tagespresse, einem regelm\u00e4\u00dfigen Informationsdienst (B\u00fcndnis f\u00fcr Gerechtigkeit zwischen Israelis und Pal\u00e4stinensern e.V.) oder den Filmdokumentationen auf dem deutsch-franz\u00f6sischen Sender \u201eArte\u201c wenigstens teilweise zu folgen. Das ist selbstredend zu wenig. Ich w\u00fcrde nie behaupten, hinreichend informiert zu sein \u00fcber die Hamas-Massenmorde vom 7. Oktober 2023 oder die bedr\u00fcckende Lage der Menschen in Gaza und im Westjordanland, \u00fcber die neuartigen Anfeindungen von j\u00fcdischen Studierenden oder andererseits die Repressionserfahrungen von Migranten u.a., die sich propal\u00e4stinensisch engagieren \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich bin auch ich voreingenommen bei Lekt\u00fcre und selbstgew\u00e4hlten \u201eAutorit\u00e4ten\u201c. Besonders schaue ich \u2013 wie nicht wenige andere aus meiner Generation \u2013 auf Frauen und M\u00e4nner aus <em>j\u00fcdischen<\/em> Familien, deren Pers\u00f6nlichkeit, Intellektualit\u00e4t, Ethik und Menschlichkeit mich anspricht. Da kritische Betrachtungen zur israelischen Staatspolitik auf diese Weise nie zu kurz kommen, m\u00f6gen die pal\u00e4stinensischen Menschengeschwister mir solche Einseitigkeit nachsehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo sich Gelegenheiten ergeben, suche ich ein besseres Verstehen in pers\u00f6nlichen Begegnungen. Die sozialistischen Studierenden in D\u00fcsseldorf engagieren sich im Sinne der Pal\u00e4stina-Solidarit\u00e4t. In Gespr\u00e4chen mit SDS-Mitgliedern habe ich nie den Eindruck bekommen, es k\u00f6nne dabei auch nur entfernt so etwas wie Antisemitismus im Spiel sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Studierenden sprechen nach anf\u00e4nglicher Zur\u00fcckhaltung seit einiger Zeit aber von einem \u201eGenozid in Gaza\u201c. Ich pers\u00f6nlich finde es hingegen angesagt, aufgrund der deutschen Geschichte hierzulande eine solche (nicht mehr konjunktivische) Feststellung dem abschlie\u00dfenden Urteil der internationalen Rechtsprechung zu \u00fcberlassen. Milit\u00e4rische Massenmorde und andere Kriegsverbrechen lassen sich einstweilen auch ohne das ultimative Reizwort zur Sprache bringen. \u2013 Aber ich kann den Jungen in dieser Sache kein unfehlbares Dogma verk\u00fcnden und auch keine letzte Gewissheit dar\u00fcber erlangen, ob meine Vorbehalte nicht ebenso die Gefahr des Schuldigwerdens bergen wie ein zu forsches Urteilen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Religion oder Rassenlehre?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir kommen zur\u00fcck zum Ausgangspunkt: \u201eWas ist proj\u00fcdisch?\u201c Verwirrende Widerspr\u00fcche treten schon bei der Frage zutage, was denn \u00fcberhaupt \u201ej\u00fcdisch\u201c bedeutet. \u00dcber Jahrtausende galt es als unstrittig, dass das Judentum eine <em>Religion<\/em> ist (man kann zu ihr durchaus konvertieren, man kann von ihr \u2013 trotz j\u00fcdischer Mutter \u2013 auch abfallen). Die Antisemiten, die ab der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts zunehmend die Definitionshoheit im \u00f6ffentlichen Raum erlangen konnten, wollten das Judentum hingegen als sogenannte <em>\u201eRasse\u201c<\/em> dingfest machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele s\u00e4kulare \u2013 nicht oder anders religi\u00f6se \u2013 Nachfahren von Juden verzichteten, wenn sie die Solidarit\u00e4t mit ihrer bedr\u00e4ngten Herkunftsgemeinschaft zum Ausdruck bringen wollten, aus sehr ehrenwerten Motiven auf einen Austritt aus der Synagogengemeinschaft. Aber den deutschen Faschisten war es ganz gleich, ob die sechs Millionen Opfer, die sie ermordet haben, der j\u00fcdischen Religion, einer anderen oder gar keiner anhingen. Sie imaginierten sich ein \u201eJuden-Gen\u201c und fahndeten nach <em>biologischen<\/em> Stammb\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Pogrome bis zum fr\u00fchen 20. Jahrhundert und vollends durch die Shoa ist eine neue Lage eingetreten. Wer von den \u00dcberlebenden, den Kindern und Kindeskindern wollte, auch wenn er sich nicht mehr mit der <em>religi\u00f6sen<\/em> \u00dcberlieferung der Voreltern identifizierte, jetzt eine Zugeh\u00f6rigkeit zum \u201eJudentum\u201c leugnen und dadurch gleichsam die soziale Gemeinschaft des Leidensged\u00e4chtnisses (oder Kampfged\u00e4chtnisses) aufk\u00fcndigen?<\/p>\n\n\n\n<p>Die enge religi\u00f6se Definition geht also nicht mehr an. Dem Selbstverstehen und Selbstbezeichnen von leibhaftigen Menschen kommt ein Vorrang zu. Es bleiben somit Widerspr\u00fcche, zumal im Staat Israel (z.B. wenn v\u00f6llig s\u00e4kulare Leute, die mit Religion nichts am Hut haben, bei wichtigen Angelegenheiten zwingend einen <em>Rabbiner<\/em> aufsuchen m\u00fcssen). Die Widerspr\u00fcche lassen sich auch auf tausend Druckseiten nicht logisch aufl\u00f6sen \u2013 was an sich kein Drama sein m\u00fcsste.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich f\u00fcr meine Person kann nun aber aus religi\u00f6sen, politischen und wissenschaftlichen Gr\u00fcnden einer behaupteten Bedeutsamkeit von (angeblich) kollektiven genetischen Eigenschaften sowie schon dem Terminus \u201eRasse\u201c rein gar nichts abgewinnen! Vor vielen Jahren hat mich die Lekt\u00fcre eines Buches \u201eDie Juden als Rasse\u201c (1967) der j\u00fcdischen Schriftstellerin Salcia Landmann entsetzt, weil hier \u2013 wie in einer etwa zeitgleichen, staatlich gef\u00f6rderten Publikation f\u00fcr Westfalen-Lippe \u2013 auch zwei Jahrzehnte nach Niederwerfung des deutschen Faschismus noch Anschluss an die \u201eRassenforschung\u201c einer unheilvollen Epoche gesucht wurde. Erst viel sp\u00e4ter musste ich \u00fcber zwei Werke des Historikers Shlomo Sand desillusioniert zur Kenntnis nehmen, dass Literatur \u00fcber Rasse und Gene \u2013 als anthropologische Wissenschaft angepriesen \u2013 in Israel keineswegs nur als ein sehr seltenes Au\u00dfenseiterph\u00e4nomen aufgetaucht ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schriftsteller der Hebr\u00e4ischen Bibel lassen <em>Ismael<\/em> gleicherma\u00dfen den erstgeborenen (!) Sohn des Patriarchen Abraham und den Stammvater der Araber sein. Wenn es irgendwie um Gene gehen soll, kann es nur eine \u201ePro-Einstellung\u201c geben: Pro Mensch.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<strong>DAS Judentum\u201c, \u201eDAS Christentum\u201c oder \u201eDER Islam\u201c \u2026?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als Christ indessen nehme ich in <em>religi\u00f6ser<\/em> Hinsicht einen besonderen \u201eproj\u00fcdischen Standort\u201c ein. Schon mit sechs Jahren habe ich als Kind den Auszug aus \u00c4gypten im Bewusstsein gemalt, dass hier \u201eunsere Leute\u201c dem Sklavenhaus entkommen. (Das Bild gibt es noch.) Wo auch immer auf dem Globus dieser Befreiungsmythos in der Geschichte Menschen oder Gruppen zur Freiheit angestiftet hat, finde ich einen vertrauten Anlass zur Freude.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber mit der Religion k\u00f6nnen wir genau so in die Irre gehen wie mit den Genen. Denn es gibt nicht \u201eDAS Judentum\u201c, \u201eDAS Christentum\u201c oder \u201eDEN Islam\u201c. Kein Jude, Christ oder Muslim kann in seiner begrenzten Lebenszeit die ganze Vielfalt der \u00dcberlieferungen und Gestalten seiner eigenen Religionsrichtung kennenlernen, geschweige denn die aller anderen. Den meisten Menschen aus den genannten Bekenntnissen, die religionsgeschichtlich zusammen eine enge Familie bilden, leiden auch nicht an diesem Unverm\u00f6gen, denn sie sehen sich einfach berufen, gute Menschen zu werden und andere zu achten. Mit den gleichen heiligen Urkunden kann man aber auch ganz andere Judent\u00fcmer, Christent\u00fcmer oder Koranreligionen veranstalten, die der Macht \u00fcber andere und der Kaltstellung von Mitmenschen das Wort reden.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ich sagen will: Mit der Nennung von Judentum, Christentum oder Islam kann man jeweils die sch\u00e4rfsten Gegens\u00e4tze \u2013 unter gleichem Namen \u2013 bezeichnen. (Ein betr\u00e4chtlicher Teil der real existierenden \u201eChristent\u00fcmer\u201c bef\u00f6rdert Hass, Gewalt und Waffenkulte; ich k\u00f6nnte als Christ mein ganzes Leben damit vertun, mich davon abzugrenzen.) Anderseits erfahren religi\u00f6se Menschen in Begegnungen mit Angeh\u00f6rigen anderer Bekenntnisse oder v\u00f6llig nichtreligi\u00f6sen Menschen (Atheisten \u2026) oft mehr innere Gemeinsamkeit im Wesentlichen als bei jenen, die den gleichen Religionseintrag wie sie selbst im Stammblatt aufweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hebr\u00e4ische Bibel ist nun kein Buch aus einem Guss, das etwa eine einheitliche, widerspruchsfreie Dogmatik vermittelt, sondern sehr \u201apluralistisch\u2018: eine Bibliothek aus vielen unterschiedlichen B\u00fcchern von h\u00f6chst unterschiedlichen Autoren bzw. Redakteuren aus unterschiedlichsten Zeiten. Wir finden hier etwa Schl\u00fcsseltexte einer radikalen Kritik der Herrschaft von Menschen \u00fcber Menschen (1. Samuel 8) und der zivilisatorischen Gewaltkomplexe. Und gleicherma\u00dfen sind \u2013 <em>literarisch<\/em>, nicht als historische Praxis \u2013 archaische Grausamkeiten (Kriegsverbrechen) im Namen einer vermeintlich h\u00f6chsten Macht eingeschmuggelt worden \u2013 offenbar wider Verbot zumeist bei den \u201eheidnischen Nachbarn\u201c abgekupfert und von Hoftheologen viele Jahrhunderte zur\u00fcckprojiziert in eine angenommene Zeit der Landnahme.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder wir gehen zu den B\u00fcchern der Propheten, in denen im ersten Jahrtausend vor der christlichen Zeitrechnung um jenes Experimentierfeld der \u201eErw\u00e4hlung\u201c gerungen wird, auf dem man lernen kann, wie Menschen all\u00fcberall auf dieser Erde dem Lebensf\u00f6rderlichen (Erich Fromm: Biophilie) \u2013 und nicht dem Totmachen \u2013 sich widmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer soll oder darf als \u201eproj\u00fcdisch\u201c gelten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Gefilde der Religion ist also alles andere als eindeutig und widerspruchsfrei. Ohne eine Bereitschaft zu Begegnungen, zum Zuh\u00f6ren und zu Auseinandersetzungen wird es keine Verst\u00e4ndigung geben. Doch nun kommt, zumal in Deutschland, vielleicht die Theologenpolizei \u2013 und daneben wom\u00f6glich auch ein staatlich zertifizierter Gesinnungs-T\u00dcV:<\/p>\n\n\n\n<p>Im letzten Jahr hat mir ein bekannter Theologe erz\u00e4hlt, wie ihm vor seinem Referat an einer kirchlichen Akademie gleichsam eine Liste von Normen vorgetragen worden ist, die er bei Ausf\u00fchrungen zum Judentum zu beachten h\u00e4tte. Ich hoffe sehr, dass solches nicht Schule macht. Denn mit einem vorgegebenen <em>Sprach-, Formel- und Meinungskodex<\/em> kann man die M\u00f6glichkeit lebendiger <em>Begegnung<\/em> und eines geistigen Dialoges nur abw\u00fcrgen. Besch\u00e4mt werden alle Beteiligten, weil man ihnen \u2013 au\u00dfer der freundlichen Gesinnung im Herzen \u2013 die Bef\u00e4higung zum freiheitlichen Denken und zum <em>guten Streit<\/em> unter dem Vorzeichen des gegenseitigen Wohlwollens abspricht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo \u201emuss\u201c ein christlicher Theologe denn stehen? Im letzten Jahrhundert hat die protestantische Landeskirche im Rheinland ein Synodenpapier verabschiedet, in welchem die Gr\u00fcndung des Staates Israel gleichsam als Ergebnis g\u00f6ttlicher Vorsehung dargestellt wird. Ich erkenne \u2013 eingedenk der braunen Kirchenzeiten \u2013 die gute Absicht. Indessen lasse ich pers\u00f6nlich (ganz unabh\u00e4ngig vom Blick auf Israel) mir von niemandem das Bekenntnis zu einem \u201eGott\u201c vorschreiben, der h\u00f6chstpers\u00f6nlich die Gr\u00fcndung und F\u00f6rderung von staatlichen Machtgebilden betreibt. Eine Theo-Logik, die \u2013 wie die hegemonialen Komplexe des sog. Abendlandes \u2013 solchen F\u00e4hrten folgt, kann nach meinem Daf\u00fcrhalten n\u00e4mlich nur mit einem Monster in die Irre gehen, welches schlussendlich f\u00fcr alle Abgr\u00fcnde der <em>menschlichen<\/em> Geschichte haftbar zu machen w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Desgleichen versp\u00fcre ich keine Neigung, solche \u201eNormen\u201c f\u00fcr theologische oder politische Standortbestimmungen entgegenzunehmen, die es z.B. Antimilitaristen, Pazifisten oder Anarchistinnen von vornherein unm\u00f6glich machen, je als \u201epro-j\u00fcdisch\u201c zu gelten. Wo stehen die \u201eGuten\u201c, wo stehen die \u201eB\u00f6sen\u201c?<\/p>\n\n\n\n<p>Viele \u201eAntideutsche\u201c mochten die nichtzionistischen Orthodoxen mit Schl\u00e4fenlocken \u00fcberhaupt nicht, weil diese <em>religi\u00f6sen<\/em> Juden die Uniform der von \u201eAntideutschen\u201c gesch\u00e4tzten israelischen Armee meiden. Waren oder sind die \u201eAntideutschen\u201c also Antisemiten? \u2013 Ich selbst empfinde beim Anblick der gleichen Orthodoxen oft z\u00e4rtliche Gef\u00fchle, weil sie das Unaussprechliche f\u00fcr das Wichtigste im Leben halten, lieber den heiligen Schriften nachgehen als dem unheilvollen Waffenhandwerk \u2013 und au\u00dferdem (vielleicht \u00e4hnlich wie meine katholisch-fundamentalistischen Vorfahren: strikte Nazigegner, aber voller S\u00fcndenangst) mit den Widrigkeiten einer zu gestrengen Fr\u00f6mmigkeit zu k\u00e4mpfen haben. Stelle ich durch solche Sympathie f\u00fcr die \u201aEwiggestrigen\u2018 unter Beweis, dass ich nicht solidarisch bin mit den Menschengeschwistern in Israel?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eine Schalom-Bibliothek entsteht \u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im \u00dcbrigen: Nat\u00fcrlich \u201emuss\u201c kein Mensch im <em>religi\u00f6sen<\/em> Sinn pro-j\u00fcdisch oder \u00fcberhaupt religi\u00f6s sein, um etwa als \u201eguter Mensch\u201c zu gelten. Doch \u00fcberzeugende Christenmenschen, die nicht \u201epro-j\u00fcdisch\u201c denken und f\u00fchlen, sind aus meiner Sicht schwer vorstellbar. Vor zweitausend Jahren t\u00f6tete die r\u00f6mische Besatzungsmacht im heiligen Land einen Leute-Rabbi aus Galil\u00e4a. Er hatte dem auf \u201eM\u00fcnze, Macht und Milit\u00e4r\u201c fu\u00dfenden Imperium Roms nicht mit Dolchen, sondern mit unblutigen Strategien der Entfeindung und zivilem Ungehorsam Widerstand geleistet. Seine Botschaft der <strong>Gewalt- und Herrschaftsfreiheit<\/strong> (<a href=\"https:\/\/www.lebenshaus-alb.de\/magazin\/media\/pdf\/Spiegel_Gewaltverzicht.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.lebenshaus-alb.de\/magazin\/media\/pdf\/Spiegel_Gewaltverzicht.pdf<\/a>) war mitnichten ein Bruch mit der Hebr\u00e4ischen Bibel, sondern wurzelte tief in \u00dcberlieferungen der j\u00fcdischen Religion.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Jude aus Nazareth er\u00f6ffnete vor zweitausend Jahren \u2013 wie vor ihm auch schon u.a. das chinesische Tao-Buch, der Buddha und eben die Propheten Israels \u2013 Auswege aus einer Zivilisation der Gewalt und Selbstzerst\u00f6rung. Doch die Anbeter der Macht wollen immer noch nicht zuh\u00f6ren, obwohl es wirklich \u201esp\u00e4t\u201c geworden ist auf dem Planeten.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute erhalten j\u00fcdische Friedensbotschafterinnen und <strong>Kriegskritiker<\/strong> (<a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/in-nicht-nur-eigener-sache\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/in-nicht-nur-eigener-sache\/<\/a>) in Deutschland immer h\u00e4ufiger einen \u201eMaulkorb\u201c verpasst, w\u00e4hrend Waffenlieferungen an die rechtsextreme israelische Regierung als \u201eMoral aus der Geschichte\u201c verkauft und neumodische nationalreligi\u00f6se Ideologien mit \u201e<em>dem<\/em> Judentum\u201c verwechselt werden. Die <strong>Ausladungen<\/strong> (<a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/krass-konkret\/omri-boehms-ausladung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/overton-magazin.de\/krass-konkret\/omri-boehms-ausladung\/<\/a>) und \u201eRedeverbote\u201c sind nicht zuletzt Ausdruck einer weithin <em>ausgeblendeten<\/em> Sonderform von Antisemitismus (s.u.), \u00fcber die an sich ein reichhaltiges historisches Quellenmaterial Auskunft geben k\u00f6nnte. Gleichzeitig bleiben jene j\u00fcdischen Traditionslinien, die \u2013 auch noch bei vielen nicht mehr religi\u00f6sen Nachkommen \u2013 bis heute dem Frieden des ganzen Erdkreises zugewandt sind, weithin unsichtbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Editionsprojekt <strong>\u201eSchalom-Bibliothek\u201c<\/strong> (<a href=\"https:\/\/schalom-bibliothek.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/schalom-bibliothek.org<\/a>) zu Pazifisten und <strong>Antimilitaristinnen aus j\u00fcdischen Familien<\/strong> (<a href=\"https:\/\/schalom-bibliothek.org\/namen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/schalom-bibliothek.org\/namen\/<\/a>) soll diesen Ged\u00e4chtnisverlusten mit Aufkl\u00e4rung entgegenwirken. Von Zeit zu Zeit m\u00f6chte ich im Overton-Magazin \u00fcber neue <strong>Quellenfunde<\/strong> (<a href=\"https:\/\/schalom-bibliothek.org\/lesesaal\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/schalom-bibliothek.org\/lesesaal\/<\/a>) , Forschungen und <strong>Ver\u00f6ffentlichungen<\/strong> (<a href=\"https:\/\/schalom-bibliothek.org\/digitalbibliothek\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/schalom-bibliothek.org\/digitalbibliothek\/<\/a>) berichten. Aktuell wird das Portal mit folgender <strong>Kurzbeschreibung<\/strong> (<a href=\"https:\/\/schalom-bibliothek.org\/ueber-das-projekt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/schalom-bibliothek.org\/ueber-das-projekt\/<\/a>) vorgestellt:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eZwei Jahrtausende lang hat das rabbinische Judentum die Friedensbotschaft der Hebr\u00e4ischen Bibel und der Propheten Israels mit Blick auf die <em>Eine Menschheit<\/em> erschlossen: \u201aSchwerter zu Pflugscharen!\u2018 Seit der Aufkl\u00e4rung sind Frauen und M\u00e4nner aus j\u00fcdischen Familien \u2013 \u201aS\u00e4kulare\u2018, Orthodoxe sowie Angeh\u00f6rige von Reformsynagogen \u2013 vor allem aufgrund der \u00fcberlieferten Absage an die Gewaltgottheiten als herausragende F\u00fcrsprecherinnen \/ F\u00fcrsprecher des \u201aEwigen Friedens\u2018 (Kant) hervorgetreten. Ohne ihre Beitr\u00e4ge h\u00e4tte es im sp\u00e4ten 19. Jahrhundert \u2013 namentlich im deutschsprachigen Raum \u2013 auf Schritt und Tritt an Geburtshilfe f\u00fcr die organisierte Friedensbewegung, den V\u00f6lkerrechtsgedanken und die Menschenrechts-Arbeit gefehlt. Auch ein bedeutsamer Strom des <em>kulturell<\/em>\u2013<em>religi\u00f6sen <\/em>Zionismus betrachtete das Friedenswirken als Kernauftrag des Judentums.<br \/>Die noch im Aufbau befindliche Schalom-Bibliothek soll diesen Reichtum an geistiger Kraft und Sch\u00f6nheit vermitteln, aber auch eine in den Gegenwartsdebatten fast immer ausgeblendete Spielart von \u201aAntisemitismus\u2018 in Erinnerung rufen: die <em>antipazifistische Judenfeindschaft<\/em>.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das vom Verfasser des Beitrags betreute Portal: Schalom-Bibliothek (<\/strong><a href=\"https:\/\/schalom-bibliothek.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>https:\/\/schalom-bibliothek.org<\/strong><\/a><strong>) \u2013 Pazifisten und Antimilitaristinnen aus j\u00fcdischen Familien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>**********************<\/p>\n\n\n\n<p>Das Lebenshaus Schw\u00e4bische Alb ist Projektpartner dieses Portals.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rechte Israel-Verb\u00fcndete, deutsche Staatsdoktrin, Theologenpolizei und Liebhaber der j\u00fcdischen Religion geben h\u00f6chst unterschiedliche Antworten. \u2013 Pers\u00f6nliche Vorbemerkungen zum Aufbau einer Schalom-Bibliothek, die Pazifisten und Antimilitaristinnen aus j\u00fcdischen Familien wieder sichtbarer &hellip; <a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/was-ist-projuedisch\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e\u201eWas ist proj\u00fcdisch?\u201c\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":18,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8668,319,24,8669,6314,49],"tags":[4063,5059,1418,1823],"class_list":["post-60888","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-antisemitismus","category-geschichte","category-politik","category-rassismus","category-rechtsextremismus","category-religion","tag-gaza","tag-hamas","tag-israel","tag-juden"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60888","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/18"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=60888"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60888\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=60888"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=60888"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=60888"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}