{"id":59806,"date":"2024-12-03T21:46:00","date_gmt":"2024-12-03T20:46:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=59806"},"modified":"2025-07-16T16:09:54","modified_gmt":"2025-07-16T14:09:54","slug":"globales-desinteresse-am-naturschutz-biodiversitaetskonferenz-im-kolumbianischen-cali-erwies-sich-als-beschlussunwillig-und-unfaehig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/globales-desinteresse-am-naturschutz-biodiversitaetskonferenz-im-kolumbianischen-cali-erwies-sich-als-beschlussunwillig-und-unfaehig\/","title":{"rendered":"Globales Desinteresse am Naturschutz: Biodiversit\u00e4tskonferenz im kolumbianischen Cali erwies sich als beschlussunwillig und unf\u00e4hig"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Armutszeugnis erster G\u00fcte f\u00fcr die rd. 200 Vertragsstaaten des UN-\u00dcbereinkommens \u00fcber die Biologische Vielfalt<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Braunkehlchen-Maennchen-Foto-Heinz-Tuschl-596A8940Klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\" noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Braunkehlchen-Maennchen-Foto-Heinz-Tuschl-596A8940Klein-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-59807\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Braunkehlchen-Maennchen-Foto-Heinz-Tuschl-596A8940Klein-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Braunkehlchen-Maennchen-Foto-Heinz-Tuschl-596A8940Klein-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Braunkehlchen-Maennchen-Foto-Heinz-Tuschl-596A8940Klein-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Braunkehlchen-Maennchen-Foto-Heinz-Tuschl-596A8940Klein-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Braunkehlchen-Maennchen-Foto-Heinz-Tuschl-596A8940Klein-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Braunkehlchen-Maennchen-Foto-Heinz-Tuschl-596A8940Klein.jpg 1700w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Braunkehlchen (Foto Heinz Tuschl)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ende Oktober trafen sich in Kolumbien die rd. 200 Vertragsstaaten des UN-\u00dcbereinkommens \u00fcber die Biologische Vielfalt zu ihrer 16. Konferenz. Im Focus stand die Umsetzung eines \u201eGlobal Biodiversity Framework\u201c, das 2022 in China und Kanada verabschiedet wurde \u2013 mit neuen Zielen zum Naturschutz bis 2030.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>(Siehe auch das Interview \u201eWir k\u00f6nnen unseren Wohlstand nur sichern, wenn wir unsere Biodiversit\u00e4t sch\u00fctzen\u201c hier im Blog: <a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wir-koennen-unseren-wohlstand-nur-sichern-wenn-wir-unsere-biodiversitaet-schuetzen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wir-koennen-unseren-wohlstand-nur-sichern-wenn-wir-unsere-biodiversitaet-schuetzen\/<\/a>)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun galt es sich auf Instrumente und Fahrpl\u00e4ne zu einigen, um diesen Zielen tats\u00e4chlich n\u00e4her zu kommen. So wurden in Cali Beschl\u00fcsse gefasst, wie der Zustand der Natur \u00fcberwacht und ihr Schutz finanziert werden soll. Auch diskutierten die Delegierten \u00fcber den Einflu\u00df der Klimakrise auf die biologische Vielfalt. U.a. begleitete der BUND die Konferenz von Berlin aus mit Lobby- und Pressearbeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie planen die Staaten die 23 Ziele der Vereinbarung auf nationaler Ebene zu erreichen? Deutschland machte bei diesem Punkt der Tagesordnung keine gute Figur, weil man selber keine Strategie vorzuweisen hat. Da die FDP und konservative Kreise Widerstand leisteten, stand unser Land in Cali mit leeren H\u00e4nden da, was den Schutz der heimischen Natur betrifft. Und das, obwohl wir so gerne mehr Naturschutz in \u00dcbersee anmahnen und die Vernichtung tropischer \u00d6kosysteme anprangern. H\u00f6chste Zeit, bei uns zu stoppen, was die Natur hier wie anderswo zerst\u00f6rt, siehe Lieferketten, Konsum, Rohstoffe&#8230; (Quelle: BUNDmagazin 4\/24 \u2013 Autorin: Nicola Uhde) <a href=\"http:\/\/www.bund.net\/naturschutzklage\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.bund.net\/naturschutzklage<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Initiativen zur Einrichtung weiterer Nationalparke sind ins Stocken geraten und haben derzeit kaum Aussicht auf Realisierung, hei\u00dft es in der soeben erschienenen Naturschutzfachzeitschrift NATIONALPARK.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIn NRW sind die Bem\u00fchungen zur Einrichtung eines Nationalparks im Eggegebirge gescheitert \u2013 aufgrund des lokalen Widerstands von Waldbesitzern, die durch Lobbyarbeit erreichten, da\u00df eine B\u00fcrgerbefragung zu Ungunsten eines Nationalparks ausfiel.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ungef\u00e4hr zur selben Zeit wurde hier im Sauerland ein Volksbegehren zur Schaffung eines Nationalparks Arnsberger Wald initiiert, das aber nicht gen\u00fcgend Unterst\u00fctzer fand, die aber notwendig gewesen w\u00e4ren, um einen Volksentscheid \u00fcber das Naturschutzprojekt herbeizuf\u00fchren. Auch in diesem Fall leisteten die Forst-, Holz- und Agrarlobby ganze Arbeit, um auch nur einen zweiten Nationalpark in NRW, der wegen seiner Biotopvielfalt und seines Arteninventars beste Voraussetzungen geboten h\u00e4tte, zu verhindern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Medien- und \u00f6ffentlichkeitswirksam feierten diese, den C- und F-Parteien nahestehenden Lobbies ihren Sieg \u00fcber die Verhinderung des Nationalparks. Die gro\u00dfe Beharrlichkeit h\u00e4tte sich ausgezahlt. Sch\u00e4big und widerw\u00e4rtig, lautet mein Kommentar dazu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber auch noch andere, einige Jahre zuvor von Umweltorganisationen f\u00fcr einen Nationalpark pr\u00e4destinierte Landschaften, n\u00e4mlich die Senne in Ostwestfalen oder neuerlich der Reichswald am Niederrhein, wurden besonders von Seiten konservativ-liberaler Politiker in Eintracht mit dem nutzungsorientierten Lobbyismus, darunter auch der Windenergiebranche, abgeschmettert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIn Schleswig-Holstein hat die Idee zur Schaffung eines Ostsee-Nationalparks zurzeit keine Aussicht auf eine Mehrheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Nationalpark S\u00e4chsische Schweiz gibt es Proteste gegen Schlie\u00dfung und R\u00fcckbau einiger Wanderwege \u2013 eine der Voraussetzungen, um das 75-Prozent-Ziel zu erreichen \u2013 sowie sogar eine Petition, den Nationalpark ganz wieder abzuschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und die Ost-Nationalparke insgesamt sehen sich zunehmend mit Personal- und Budgetk\u00fcrzungen konfrontiert. Stellenabbau trifft die Nationalparkwacht besonders hart, da gerade hier aufgrund zunehmenden Besucherdrucks eine St\u00e4rkung n\u00f6tig w\u00e4re. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nationalparkwacht sind die Repr\u00e4sentanten des Nationalparks vor Ort. Ihre pers\u00f6nliche Ansprache ist durch keine digitalen Medien zu ersetzen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Ringelnatter-2_CC-0_Erik-KaritsKlein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\" noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Ringelnatter-2_CC-0_Erik-KaritsKlein.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-59808\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Ringelnatter-2_CC-0_Erik-KaritsKlein.jpg 1024w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Ringelnatter-2_CC-0_Erik-KaritsKlein-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Ringelnatter-2_CC-0_Erik-KaritsKlein-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ringelnatter &nbsp;&nbsp; (Foto:&nbsp; 2_CC-0_ Erik Karits)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Bayern, einst Vorreiter der Nationalparkidee in Deutschland, lehnen die Regierungsparteien CSU und Freie W\u00e4hler einen dritten Nationalpark vehement ab, schreiben die Autoren <strong>Dr. Hans-Dieter Knapp<\/strong> (war entscheidend am Aufbau des Nationalparkprogramms der DDR beteiligt) <strong>und Martin Rasper<\/strong> (Chefredakteur von Nationalpark \u2013 oekom-Verlag). Die bereits weit gediehene Planung eines Nationalparks im Steigerwald wurde aufgrund des Widerstands aus Politik, Verwaltung, Forstwirtschaft und einzelnen Kommunen auf Eis gelegt. Wie ideologisch der Widerstand ist, zeigt sich daran, da\u00df auch der Alternativvorschlag f\u00fcr ein Biosph\u00e4renreservat \u2013 dessen Ziel es bekanntlich w\u00e4re, Naturschutz und behutsame Nutzung der Kulturlandschaft zu vereinen \u2013 fast ebenso vehement abgelehnt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die derzeit<strong> einzig positive Entwicklung<\/strong> ist die Erweiterung des <strong>Nationalparks Schwarzwald<\/strong>, die geplante Vereinigung der projektierten Gebiete zu einer zusammenh\u00e4ngenden Fl\u00e4che. Diese wird von der Landesregierung und den Akteuren vor Ort mit viel Geduld und offenbar mit einer gewissen Aussicht auf Erfolg betrieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nationalparke sind auf Dauer angelegt. F\u00fcr sie gilt ein anderes Zeitma\u00df als Legislaturperioden. Sie d\u00fcrfen nicht zum Spielball der Politik werden. Zwar ist das Potential f\u00fcr weitere Nationalparke in Deutschland begrenzt, aber eine Handvoll w\u00fcrde den Bestand erg\u00e4nzen und abrunden. Angesichts des im internationalen Vergleich besch\u00e4menden Anteils an terrestrischer Nationalparkfl\u00e4che Deutschlands sollten die Bundesl\u00e4nder verst\u00e4rkt daran arbeiten, weitere Nationalparke auszuweisen, auch wenn dies in der aktuellen politischen Lage nicht einfach erscheint.\u201c(Quelle: NATIONALPARK 4\/24).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die reichen Industriel\u00e4nder, auch Deutschland, weisen bei jeder passenden Gelegenheit immer wieder auf die rasante Zerst\u00f6rung der Tropenwald-\u00d6kosysteme hin \u2013 und den damit verbundenen besorgniserregenden Schwund der Artenvielfalt. Doch gleichzeitig bef\u00fcrworten dieselben EU-Staaten alle im Raum stehenden Freihandelsabkommen, wie zuletzt jenes unter dem Namen <strong>Mercosur mit s\u00fcdamerikanischen L\u00e4ndern.<\/strong> Durch dessen Inkrafttreten, &#8211; so ist zu bef\u00fcrchten -, w\u00fcrde sich aber die ohnehin im Gang befindliche Waldzerst\u00f6rung nicht nur in Amazonien noch weiter beschleunigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Laut Pressmitteilung der \u00d6kologisch-Demokratischen Partei (\u00d6DP) vom 4.11. 2024 <\/strong>endete die Weltnaturschutzkonferenz COP 16 in China mit leeren H\u00e4nden, weil Delegierte ihre R\u00fcckfl\u00fcge erreichen mu\u00dften. Ein Paradebeispiel f\u00fcr halbherziges Engagement im Naturschutz, so die Partei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die entscheidende Frage der Finanzierung blieb ungel\u00f6st. Zudem brach in einem symboltr\u00e4chtigen Finale die Konferenz abrupt ab, weil etliche Delegierte wegen fehlender Mittel zur Umbuchung ihre Fl\u00fcge p\u00fcnktlich erreichen mu\u00dften. So war die Konferenz nicht mehr beschlussf\u00e4hig \u2013 ein Armutszeugnis f\u00fcr den internationalen Naturschutz!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei ist das Versagen um so schwerwiegender, da die L\u00e4nder des globalen S\u00fcdens l\u00e4ngst substanzielle Zusagen f\u00fcr den Schutz ihrer Naturgebiete fordern \u2013 von den Nationen, die \u00fcber Jahrzehnte von der Ausbeutung der Ressourcen profitiert haben. Ein globaler Fonds f\u00fcr Naturschutz und Biodiversit\u00e4t stand im Raum. Doch erneut scheiterte die Staatengemeinschaft daran diesen entscheidend zu finanzieren. Der Schutz von Natur und Biodiversit\u00e4t wird erneut vertagt. Da die Weltgemeinschaft offenbar unf\u00e4hig ist sich auf verbindliche Finanzierungen zu einigen, bleibt nur die Hoffnung, so<strong> die \u00d6DP,<\/strong> da\u00df der Handlungsdruck bis 2030 so gro\u00df wird, da\u00df man sich dann im letzten Moment auf ein echtes Engagement einl\u00e4sst. <strong>Die Naturschutzpartei <\/strong>kritisiert, da\u00df die wenigen Finanzzusagen an den globalen S\u00fcden bislang fast ausschlie\u00dflich in Form von Krediten gew\u00e4hrt werden. Damit treibt man diese Staaten, die ohnehin h\u00e4ufig am Limit sind, nur weiter in die Abh\u00e4ngigkeit. Kredite sind keine L\u00f6sung. Echte Unterst\u00fctzung erfordert direkte Investitionen, keine neuen Schulden. Andernfalls wird jeder Plan f\u00fcr den Klima- und Naturschutz von vornherein untergraben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gab also keine konkreten Fortschritte im Natur- und Biodiversit\u00e4tsschutz. 2 Wochen intensive, aber weitgehend ergebnislose Diskussionen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein kleiner Lichtblick: Die Delegierten konnten sich immerhin darauf einigen, die Rolle indigener V\u00f6lker in k\u00fcnftigen Verhandlungen zu st\u00e4rken. Denn indigene Gemeinschaften sind die wahren H\u00fcter ihrer Lebensr\u00e4ume und k\u00f6nnen wichtige Impulse f\u00fcr den Schutz der Natur geben. Dies k\u00f6nnte lt. \u00d6DP ein erster Schritt sein, um das Verst\u00e4ndnis der Staatengemeinschaft f\u00fcr die Rechte der Natur zu vertiefen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Hintergrundinformation: <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die \u00d6DP wurde im M\u00e4rz 1982 vom ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten und sp\u00e4terem Mitbegr\u00fcndeter der Gr\u00fcnen, Dr. Herbert Gruhl, ins Leben gerufen. 1975 erschien sein Bestseller &#8222;Ein Planet wird gepl\u00fcndert &#8211; Die Schreckensbilanz unserer Politik&#8220;. Daraufhin verlie\u00df Gruhl die CDU und gr\u00fcndete im Jahre 1978 zusammen mit dem Leiter der Sternwarte Bochum, Prof. Heinz Kaminski, sowie dem \u00d6kobauern Baldur Springmann aus Schleswig-Holstein die GAZ (Gr\u00fcne Aktion Zukunft). Es war die erste gr\u00fcne Partei in Deutschland; sie war vor den \u201eGr\u00fcnen\u201c da. Nach nur vor\u00fcbergehend erfolgreicher Kooperation mit den Gr\u00fcnen, traten Herbert Gruhl und seine Mitstreiter wegen un\u00fcberbr\u00fcckbarer Meinungsdifferenzen wieder aus der Partei aus; und aus der GAZ wurde schlie\u00dflich die \u00d6DP. Obwohl diese Kleinpartei im wesentlichen in S\u00fcddeutschland eine nennenswerte politische Kraft ist, erzielte sie auf kommunaler Ebene \u00fcber die Jahre und Jahrzehnte durchaus respektable Erfolge: Volksbegehren Artenvielfalt \u2013 Rettet die Bienen \u2013<\/em> <em>Einzug ins Europaparlament \u2013 Sperrklauseln bei der EU abgeschafft \u2013Kommunale H\u00fcrden in NRW abgeschafft \u2013 Konsequenter Nichtraucherschutz durchgesetzt \u2013 Wahl-O-Mat mit allen Parteien \u2013 Geheimpolitik in kommunalen GmbH`s abgeschafft \u2013 Bayerischer Senat abgeschafft \u2013 5 Atomkraft-Standorte gestrichen. In Bayern stellt die \u00d6DP derzeit 6 B\u00fcrgermeisterinnen und B\u00fcrgermeister sowie eine Reihe 2. Und 3. B\u00fcrgermeisterinnen und B\u00fcrgermeister. Die \u00d6DP ist die einzige Partei in Deutschland, die ausnahmslos keine Firmenspenden annimmt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits im Jahre 1970(!) warnte Herbert Gruhl im Deutschen Bundestag vor den Folgen eines schrankenlosen Wirtschaftswachstums. Er sagte w\u00f6rtlich: &#8222;Wenn wir alles so weiterlaufen lassen, werden wir uns eines Tages in einem Stadium der Selbstausrottung befinden, das einer atomaren Katastrophe  gleichkommt.&#8220; (Vereinzelt Beifall bei der SPD). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Klimakrise bestimmt, wie wir leben werden; die Biodiversit\u00e4tskrise bestimmt, ob wir \u00fcberleben werden!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Artensterben in Deutschland (Quelle: Heinz Sielmann-Stiftung, Duderstadt):<\/strong> <strong>Mehr als 26 % der Insektenarten sind in ihrem Bestand gef\u00e4hrdet. Von den rd. 570 Wildbienenarten trifft das auf gut die H\u00e4lfte zu.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Etwa 41 % der bewerteten <\/strong><strong>S\u00e4ugetierarten <\/strong><strong>sind im Bestand bedroht; das gilt auch f\u00fcr 50 % der <\/strong><strong>Amphibienarten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem Faktencheck Artenvielfalt wurde erstmals eine umfassende Inventur der Natur in Deutschland vorgenommen \u2013 und die Zahlen, wie wir oben gesehen haben -, sprechen eine erschreckende Sprache. Ein Drittel der untersuchten Arten ist gef\u00e4hrdet, etwa drei Prozent sind bereits ausgestorben. Auch die Ursachen f\u00fcr diesen dramatischen Artenschwund benennt die Untersuchung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stellvertretend f\u00fcr die ernste Bedrohungslage in der heimischen Tierwelt seien hier 3 Vertreter genannt. Sie alle, die \u2013 wie viele andere Arten \u2013 fr\u00fcher noch recht h\u00e4ufig vorkamen, sind heute in den Roten Listen als gef\u00e4hrdet oder sogar stark gef\u00e4hrdet aufgelistet.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/TrauerschnaepperKlein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\" noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"697\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/TrauerschnaepperKlein.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-59809\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/TrauerschnaepperKlein.jpg 1024w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/TrauerschnaepperKlein-300x204.jpg 300w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/TrauerschnaepperKlein-768x523.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Trauerschn\u00e4pper  (Foto Archiv Nationalpark Berchtesgaden)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Das Braunkehlchen:<\/strong> Es \u00fcberwintert im tropischen Afrika. Der Lebensraum dieser Art sind bl\u00fctenreiche Wiesen und Brachen. Es baut sein Nest am Boden. Solche Habitate verschwinden allerorten, weshalb der Bestand des Braunkehlchens seit Jahrzehnten zur\u00fcckgeht. In Deutschland stark gef\u00e4hrdet! (Quelle: NABU)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Der Trauerschn\u00e4pper:<\/strong> Gef\u00e4hrdet (!) durch fehlende Bruth\u00f6hlen infolge moderner intensiver Waldwirtschaft und aufgrund von Pestizideinsatz (Quelle: NABU).<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Die Ringelnatter:<\/strong> Bewohnt gew\u00e4sserreiche Lebensr\u00e4ume. R\u00fcckgangsursachen sind Entw\u00e4sserung von Feuchtgebieten, Regulierung von Flie\u00dfgew\u00e4ssern, Umbruch von Gr\u00fcnland, Trockenlegung von Mooren, Verlust von Kleingew\u00e4ssern, intensive Teichwirtschaft \u2013 Gef\u00e4hrdet! In Deutschland besonders gesch\u00fctzt.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>04. Dezember 2024<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Armutszeugnis erster G\u00fcte f\u00fcr die rd. 200 Vertragsstaaten des UN-\u00dcbereinkommens \u00fcber die Biologische Vielfalt Ende Oktober trafen sich in Kolumbien die rd. 200 Vertragsstaaten des UN-\u00dcbereinkommens \u00fcber die Biologische &hellip; <a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/globales-desinteresse-am-naturschutz-biodiversitaetskonferenz-im-kolumbianischen-cali-erwies-sich-als-beschlussunwillig-und-unfaehig\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eGlobales Desinteresse am Naturschutz: Biodiversit\u00e4tskonferenz im kolumbianischen Cali erwies sich als beschlussunwillig und unf\u00e4hig\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":49,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8406,549],"tags":[9235],"class_list":["post-59806","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-klimakrise","category-umwelt","tag-cop-16"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59806","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/49"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59806"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59806\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59806"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59806"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59806"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}