{"id":5913,"date":"2009-12-09T16:49:47","date_gmt":"2009-12-09T15:49:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=5913"},"modified":"2009-12-11T05:37:38","modified_gmt":"2009-12-11T04:37:38","slug":"public-private-partnership-und-das-aquasphere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/public-private-partnership-und-das-aquasphere\/","title":{"rendered":"Public Private Partnership und das &#8222;aquasphere&#8220; in Winterberg"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Finanzierung des\u00a0 Bauprojekts &#8222;aquasphere&#8220; im Kurpark der Stadt Winterberg. <\/strong><\/p>\n<p><em>(Wie ein PPP-Projekt scheitert, kann man<a href=\"http:\/\/www.volksfreund.de\/totallokal\/trier\/aktuell\/Heute-in-der-Trierer-Zeitung-Trier-Trier-s-252-dbad-freibad-PPP-PPP-Projekt-S-252-dbad-Sanierung-Landesrechnungshof-Johannes-Herrmann-Bernarding-Berndorf-B-228-derbau-Calypso-GmbH;art754,2200190\" target=\"_blank\"> in einer Trierer Tageszeitung <\/a>nachlesen.)<\/em><\/p>\n<p>Schon wieder ein Thema, in das man sich einarbeiten muss, damit man bei der Diskussion \u00fcber das F\u00fcr und Wider nicht refexhafte Ablehnungs- oder Zustimmungstarre\u00a0 verf\u00e4llt:<\/p>\n<p><strong>Public Private Partnership.<\/strong><\/p>\n<p>Dazu ein Zitat aus dem <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/winterberg\/Konzept-fuer-Winterbergs-Kurpark-Projekt-steht-id2235905.html\" target=\"_blank\">heutigen Artikel der Westfalenpost<\/a>(Hervorhebungen hinzugef\u00fcgt):<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Der finanzielle <strong>Anteil der Stadt Winterberg betr\u00e4gt einmalig 4,5 Mio Euro<\/strong>. Diese Summe liegt in einer Sonderr\u00fccklage bereit und wurde gespeist aus den Erl\u00f6sen des Holz-Sonderhiebs nach Kyrill. Hinzu kommen<strong> j\u00e4hrlich 700 000 Euro an Betriebskosten und Nutzungsrechten<\/strong>. \u00e2\u20ac\u017eW\u00fcrde die Stadt Hallenbad, Sauna, Wellness, Stadthalle und Tourist-Info <strong>selber neu bauen, m\u00fcssten zwischen 14 bis 17 Mio Euro investiert werde<\/strong>n\u00e2\u20ac\u009d, betonte B\u00fcrgermeister Werner Eickler. Die <strong>Vertr\u00e4ge mit den Investoren laufen \u00fcber 30 Jahre.<\/strong> \u00e2\u20ac\u017eWir haben versucht, f\u00fcr die Stadt gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche <strong>Sicherheiten<\/strong> einzubauen.<\/p>\n<p><strong>Ganz risikolos geht es aber nicht<\/strong>\u00e2\u20ac\u009d, so Eickler. <strong>Beispiel:<\/strong> Sollte der Bad-Betreiber in Insolvenz gehen, w\u00fcrde die Stadt Eigent\u00fcmerin des Schwimmbad-Bereichs. Das Risiko, einen Betreiber zu finden oder das Bad selbst zu betreiben, w\u00fcrde dann bei der Stadt liegen.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00dcbernimmt man die Zahlen 1:1 scheinen die Kosten, falls es nicht noch versteckte Posten gibt, f\u00fcr die Stadt bei<\/p>\n<p><strong>(4,5 + 30 * 0,7) Mio Euro = 25,5 Mio Euro zu liegen.<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4re die Stadt selbst der Investor m\u00fcsste sie nach eigenen Angaben <strong>14 bis 17 Mio Euro <\/strong>investieren, dazu k\u00e4men eventuelle Kosten, die durch die Besucherzahl nicht gedeckt w\u00e4ren, au\u00dferdem nat\u00fcrlich die Zinsen f\u00fcr Darlehen, die die Stadt aufnehmen m\u00fcsste, um 14 Mio Euro in die Hand zu bekommen.<\/p>\n<p>Als <strong>einziges Risiko<\/strong> erw\u00e4hnt der Artikel die Betreiber-Insolvenz. Leider wird dieses Risiko <strong>nicht in Euro beziffert<\/strong> und bleibt daher schwammig.<\/p>\n<p>Das Wort &#8222;<strong>Beispiel<\/strong>&#8220; impliziert, dass weitere Risiken bestehen. Doch welche?<\/p>\n<p>Es wird nichts dar\u00fcber ausgesagt, worin denn die &#8222;<strong>gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Sicherheiten<\/strong>&#8220; bestehen.<\/p>\n<p>Weiterhin:<\/p>\n<ul>\n<li>Wer bezahlt, wenn sich im Nachhinein Bau- oder Sicherheitsm\u00e4ngel herausstellen? Wer haftet? Wer bezahlt?<\/li>\n<li>Wer haftet f\u00fcr Subunternehmer, wenn dieses Pleite gehen?<\/li>\n<li>Wie wirkt es sich in Ziffern = Euro aus, wenn die erwarteten Besucherzahlen um 10%, 20%, 30%, &#8230; hinter den Erwartungen zur\u00fcckbleiben?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Als Einstieg in die Thematik\u00a0 ein Zitat und der Link aus eine <strong>Frontal21 Sendung <\/strong>vom 15. Juli 2008:<\/p>\n<blockquote><p>\u00d6ffentlich-private Partnerschaften gelten in Zeiten knapper Haushaltskassen f\u00fcr viele Kommunen als eine Art Allheilmittel beim Bau und Erhalt \u00f6ffentlicher Einrichtungen. Dabei erweist sich das &#8222;Public Private Partnership&#8220;-Modell (PPP) immer h\u00e4ufiger als finanzieller Flop &#8211; zu Lasten der B\u00fcrger. &#8230; <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/28\/0,1872,7265660,00.html\" target=\"_blank\">alles lesen<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Garantiert gegen PPP-Projekte eingestellt ist die attac-AG &#8222;Privatisierung&#8220;, auch wenn es dort recht &#8222;links&#8220; zugeht, ist der ehemalige CDU Generalsekret\u00e4r Heiner Gei\u00dfler Mitglied bei attac.<\/p>\n<p>Zitat:<\/p>\n<blockquote><p>Von privaten Beratern durchgef\u00fchrte Wirtschaftlichkeitsvergleiche weisen Kosteneinsparungen von bis zu 25% aus.<br \/>\nDie Erfahrung mit allen bisher durchgef\u00fchrten Projekten ist jedoch: Die &#8222;Effizienzvorteile&#8220; sind Luftschl\u00f6sser und alles wird sehr viel teurer als bei einer Finanzierung durch die \u00f6ffentliche Hand. Ein drastisches Beispiel: die Berliner Wasserbetriebe (siehe Berliner Wassertisch).<a href=\"http:\/\/www.ppp-irrweg.de\/ag-privatisierung\/startseite\/finanzielle-folgen-von-ppp\/\" target=\"_blank\"> lesen <\/a><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Finanzierung des\u00a0 Bauprojekts &#8222;aquasphere&#8220; im Kurpark der Stadt Winterberg. (Wie ein PPP-Projekt scheitert, kann man in einer Trierer Tageszeitung nachlesen.) 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