{"id":59050,"date":"2024-08-29T13:02:42","date_gmt":"2024-08-29T11:02:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=59050"},"modified":"2024-08-29T13:02:42","modified_gmt":"2024-08-29T11:02:42","slug":"windenergie-in-winterberg-wie-argumentieren-rat-und-buergermeister","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/windenergie-in-winterberg-wie-argumentieren-rat-und-buergermeister\/","title":{"rendered":"Windenergie in Winterberg: Wie argumentieren Rat und B\u00fcrgermeister?"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Stellungnahme zum Planentwurf Region Arnsberg\/Abschnitt Soest und Hochsauerlandkreis<\/strong><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"531\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/2024082701WinterbergWald.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-59051\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/2024082701WinterbergWald.jpg 1024w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/2024082701WinterbergWald-300x156.jpg 300w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/2024082701WinterbergWald-768x398.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zitat: &#8222;Der Urlauber, der ins Sauerland kommt, sucht Erholung und Entspannung sowie eine intakte Natur und Landschaft mit eindrucksvollen Aussichten. Um dieses Urlaubsgef\u00fchl zu erzielen, d\u00fcrfen die bestehenden intakten Landschaftsr\u00e4ume nicht durch Windkraftanlagen zerst\u00f6rt werden.&#8220; Blick am 27. August vom Radweg Winterberg &#8211; Z\u00fcschen auf eine zerst\u00f6rte Waldfl\u00e4che (foto: zoom)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Aus der Stellungnahme des B\u00fcrgermeisters und des Rats der Stadt Winterberg zur Festlegung von Windenergiebereichen im Hochsauerland und damit auch in Winterberg lassen sich die Argumentationslinien unserer Stadt erkennen. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich finde sie nicht sehr \u00fcberzeugend, aber lest erst einmal selbst. Das Dokument ist im B\u00fcrgerinformationssystem der Stadt Winterberg als Vorlage 094\/2024 zu finden, Ratssitzung 27. Juni 2024, Tagesordnungspunkt 5.6. Abstimmungsergebnis: Einstimmig, 1 Enthaltung(en)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8212;&#8212; Beginn des Textes &#8212;&#8211;<\/p>\n\n\n\n<p>1. Entwicklung des Gewerbestandortes Winterberg <\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><\/ol>\n\n\n\n<p>Es ist entt\u00e4uschend, wenn uns die aus unserer Sicht dringend ben\u00f6tigten zus\u00e4tzlichen gewerblichen Baufl\u00e4chen nicht zugestanden werden, w\u00e4hrend Windenergieanlagen, die aufgrund der Anzahl und Dimensionierung den Charakter von Industrieanlagen aufweisen, in erheblichem Umfang im Stadtgebiet entstehen sollen.<br \/><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>2. Fl\u00e4chenanteile Winterberg<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Entwurf der 19. \u00c4nderung des Regionalplanes ist vorgesehen, Windenergiebereiche in einer Gr\u00f6\u00dfe von 597 ha auszuweisen. Dies entspricht einem Anteil von 4,03 % des Stadtgebietes.<br \/><br \/>Dieser Fl\u00e4chenanteil ist nicht nur hinsichtlich der Auswirkungen auf den Tourismus (siehe unten, 3.2) eine erhebliche Belastung f\u00fcr die Stadt Winterberg. Ebenso wichtig ist es aber, auch die Menschen vor Ort nicht zu \u00fcberfordern. Es hat in der Entwicklungsgeschichte unserer Kulturlandschaften noch nie eine Phase gegeben, in der innerhalb einer so kurzen Zeitspanne eine derart tiefgreifende Umgestaltung der<br \/>Landschaft stattfand wie jetzt im Rahmen der \u201eEnergiewende\u201c. Die Festlegung der Fl\u00e4chen in den Regionalpl\u00e4nen muss daher mit Augenma\u00df erfolgen und sich an der gewachsenen Kulturlandschaftsentwicklung orientieren. Nur so kann die Diskussion versachlicht und die Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung erh\u00f6ht werden. Eine Planung, die mit einem einzigen Stichtag (Rechtskraft) kaum noch zur\u00fcckziehbare, fl\u00e4chig in der Landschaft wirksame Baurechte schafft, muss sich ggf. erh\u00f6hten Anforderungen an die Ausarbeitung stellen, wenn sie zu akzeptablen (und mehrheitlich akzeptierten) Ergebnissen kommen will.<br \/><br \/>Die Herangehensweise, nach der die Fl\u00e4chenbeitragswerte f\u00fcr die gesamte Planungsregion ermittelt und umgesetzt werden wollen, wird nicht in Frage gestellt. Dennoch ist es wichtig, trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen innerhalb des Planungsraumes einzelne St\u00e4dte und Gemeinden nicht zu sehr zu belasten, w\u00e4hrend in anderen Gemeinden keine bzw. sehr viel geringere Fl\u00e4chenanteile ausgewiesen werden. Der Fl\u00e4chenanteil von 4,03 % des Stadtgebietes f\u00fcr Windenergieanlagen bedeutet f\u00fcr die Stadt Winterberg insgesamt eine erhebliche Belastung. Ein regionaler Ausgleich bei den Fl\u00e4chenanteilen innerhalb des Planungsraumes ist daher angezeigt und notwendig.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Auswirkungen auf den Tourismus<br \/><br \/>3.1 Ausgangslage in der Planungsregion<br \/><br \/>Der Lebens- und Freizeitraum Sauerland (M\u00e4rkischer Kreis, Kreis Soest, Kreis Olpe und Hochsauerlandkreis) mit rd. 16 Mio. \u00dcbernachtungen und rd. 40 Mio. touristischen Tagesreisen war in 2019 das nachfragest\u00e4rkste Reiseziel in NRW und eines der bedeutendsten in Deutschland. Als Outdoor-Region sind die Attraktivit\u00e4t von \u201eNatur und<br \/>Landschaft\u201c und ihre touristische Inwertsetzung die wichtigsten Parameter f\u00fcr die Reiseentscheidung von Stamm- und Neukunden bei ihrer Suche nach landschaftsorientierter Erholung. Gleichzeitig f\u00fchrt die Destination Sauerland gerade die Zertifizierung als \u201enachhaltiges Reiseziel\u201c nach TourCert durch. Die Stadt Winterberg war in 2019 das erste zertifizierte nachhaltige Reiseziel und hat als Kommune die Rezertifizierung in 2023 erfolgreich absolviert. Zus\u00e4tzlich zu den steigenden Preisen sind die Betriebe jedoch von der Fl\u00e4cheninanspruchnahme durch Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energie bzw. ihrer Auswirkung auf die Attraktivit\u00e4t des Landschafts- und Naturraumes betroffen. Um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Reisedestination Sauerland<br \/>zu erhalten, m\u00fcssen landesweite Energiesouver\u00e4nit\u00e4t und Versorgungssicherheit, allerdings unter Ber\u00fccksichtigung von abgewogenen, notwendigen Landschaftseingriffen, gew\u00e4hrleistet werden.<br \/><br \/>Dazu geh\u00f6rt auch der Ausbau der erneuerbaren Energien \u2013 dessen ist sich die Branche in ihrer Verantwortung f\u00fcr Ressourcenschonung und Klimafolgenanpassung bewusst. Gleichzeitig wird die Sorge von tourismusorientierten Unternehmen vor industrieller \u00dcberpr\u00e4gung der Landschaft und als Folge dem Ausbleiben windkraftsensibel eingestellter G\u00e4ste gr\u00f6\u00dfer. Daher gilt es, Tourismus und Energiewende im Einklang weiterzuentwickeln. Bei der Standortsteuerung von Windenergieanlagen m\u00fcssen die Wirkungszusammenh\u00e4nge von Landschaftsbild und Tourismus ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><br \/>3.2 Ausgangslage in der Stadt Winterberg<br \/><br \/>Der Tourismus ist der dominierende Wirtschaftsfaktor in der Stadt Winterberg. Die direkte und indirekte Wertsch\u00f6pfung wird dabei \u00fcberwiegend aus dem Bereich des erholungs- und bewegungsorientierten, die Landschaft einbeziehenden Gesundheitstourismus generiert. Dieser Erholungs- und Gesundheitstourismus schafft und sichert nicht nur rund 3.700 Arbeits- und Ausbildungspl\u00e4tze im Gastgewerbe und im Einzelhandel sondern auch \u00fcber indirekte Effekte im Bereich Handwerk und Dienstleistung. Rund 2\/3 aller Arbeitspl\u00e4tze h\u00e4ngen in Winterberg damit direkt oder indirekt vom Tourismus ab. Diese Effekte f\u00fcr eine Kommune, die rein durch den Erholungstourismus erwachsen, sind in NRW einzigartig.<br \/><br \/>Die Stadt Winterberg mit ihren D\u00f6rfern ist mit j\u00e4hrlich 1,2 Mio. registrierten und weiteren unz\u00e4hligen nicht registrierten \u00dcbernachtungen (in Kleinbetrieben unter 10 Betten) und rund 2.000 Zweitwohnungen der \u00fcbernachtungsst\u00e4rkste Ort im Deutschen Mittelgebirge. Hinzu kommen noch rd. 1,9 Mio. Tagesg\u00e4ste pro Jahr.<br \/><br \/>Hochwertige, attraktive Landschaftsr\u00e4ume sind das Aush\u00e4ngeschild der Tourismusregion Sauerland und die Basis f\u00fcr die Gestaltung der Zukunft der Stadt Winterberg. Durch das bestehende hochwertige Wander- und Radwegenetz ergeben sich Bewegungsr\u00e4ume mit weitreichenden Aussichten in die freie Landschaft. Der Urlauber, der ins Sauerland kommt, sucht Erholung und Entspannung sowie eine intakte Natur und Landschaft mit eindrucksvollen Aussichten. Um dieses Urlaubsgef\u00fchl zu erzielen, d\u00fcrfen die bestehenden intakten Landschaftsr\u00e4ume nicht durch Windkraftanlagen zerst\u00f6rt werden.<br \/><br \/>3.3 Ber\u00fccksichtigung der Belange des Tourismus in der Planung<br \/><br \/>Die Belange des Tourismus werden in der Plankonzeption der 19. \u00c4nderung des Regionalplanes mit nachfolgenden Kriterien ber\u00fccksichtigt:<br \/><br \/>Ausschlussanalyse<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Kurgebiete,<\/li>\n\n\n\n<li>Aussichtst\u00fcrme incl. Vorsorgeabstand<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Restriktionsanalyse<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Seen und Talsperren,<\/li>\n\n\n\n<li>touristisch bedeutsame Rad- und Wanderwege incl. Vorsorgeabstand 440 m<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br \/>Die Anwendung dieser Kriterien allein reicht aus Sicht der Stadt Winterberg nicht aus, die Belange des Tourismus in der Planung ausreichend zu ber\u00fccksichtigen. Vielmehr geht die Stadt Winterberg nach wie vor davon aus, dass die fl\u00e4chenhafte Errichtung von Windenergieanlagen im Stadtgebiet negative Auswirkungen auf den Tourismus haben kann, die nicht allein durch Anwendung der genannten Kriterien gemildert werden k\u00f6nnen. Es wird nach wie vor bef\u00fcrchtet, dass die fl\u00e4chenhafte Errichtung von Windenergieanlagen in den Tourismusregionen und damit auch in Winterberg (s.o.) dazu f\u00fchren wird, dass eine nicht unerhebliche Zahl an Touristen unsere Tourismusregion zuk\u00fcnftig meiden wird, da die weitgehend intakte Landschaft, die ma\u00dfgeblicher Grund f\u00fcr die Auswahl des Urlaubszieles war, k\u00fcnftig nicht mehr vorhanden sein wird. Die mit einem m\u00f6glichen R\u00fcckgang von G\u00e4sten verbundenen wirtschaftlichen Einschnitte sind f\u00fcr die Stadt Winterberg, die vom Tourismus abh\u00e4ngig ist, kaum verkraftbar.Die Auswirkungen auf den Tourismus best\u00e4tigt die Akzeptanzstudie der IHK zum Thema Windkraft. Auch wenn, wie in der Studie beschrieben, nur 20 % der G\u00e4ste eine kritische Haltung zu dem Thema Windkraft haben, hie\u00dfe die Umsetzung der vorgesehenen Windenergiebereiche f\u00fcr Winterberg am Ende m\u00f6glicherweise 20 % weniger Einnahmen f\u00fcr die Kommune, m\u00f6glicherweise 20 % Verlust von Arbeitspl\u00e4tzen, 20 % Verlust von Wertsch\u00f6pfung der touristisch gepr\u00e4g-<br \/>ten Unternehmen in der Stadt und am Ende auch ein Verlust von Wertsch\u00f6pfung und Investitionsf\u00e4higkeit f\u00fcr alle anderen Unternehmen in der Stadt.<\/p>\n\n\n\n<p>Erg\u00e4nzend zu den bereits vorliegenden Studien hat die Stadt Winterberg eine weitere Untersuchung in Auftrag gegeben, um die Auswirkungen von Windenergieanlagen auf den Tourismus am Standort Winterberg zu untersuchen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung, die durch die Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t (LMU) in M\u00fcnchen, Herrn Prof Dr. J\u00fcrgen Schmude durchgef\u00fchrt wird, liegen derzeit noch nicht vor, werden aber im 2. Halbjahr 2024 erwartet. Sobald die Ergebnisse der Studie vorliegen, werden diese nachgereicht. Es wird erwartet, dass die Ergebnisse der Studie im Verfahren zur 19. \u00c4nderung des Regionalplanes noch Ber\u00fccksichtigung finden.<br \/><br \/>Aufgrund der beschriebenen Ausgangslage sowie der zu erwartenden Auswirkungen erwartet die Stadt Winterberg, dass die Belange des Tourismus bei der Ausweisung der Windenergiebereiche mehr als bisher ber\u00fccksichtigt werden.<br \/><\/p>\n\n\n\n<p>Eine angemessene Ber\u00fccksichtigung der touristischen Belange w\u00e4re gegeben, wenn bei Gemeinden, die hinsichtlich ihrer Wirtschaftskraft nachweislich mehr als 50 % vom Tourismus abh\u00e4ngen, der Fl\u00e4chenanteil, der f\u00fcr Windenergiebereiche zur Verf\u00fcgung zu stellen ist, auf einen bestimmten Anteil \u201egedeckelt\u201c wird. Ein solcher Wert w\u00e4re ein Fl\u00e4chenanteil von max. 2,13 % des Stadtgebietes. Dieser Wert entspricht dem Fl\u00e4chenbeitragswert, der von der Planungsregion Arnsberg nach dem LEP NRW zu erbringen ist.<br \/><br \/>Sollte trotz der Bedenken eine Ausweisung erfolgen, sollten die negativen wirtschaftlichen Effekte, die die Stadt betreffen, durch erh\u00f6hte Schl\u00fcsselzuweisungen ausgeglichen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><br \/>4. Bedarfsakzeptanz schaffen\/Alternative Fl\u00e4chenentwicklungen<br \/>unterst\u00fctzen<br \/><br \/>F\u00fcr den Ausbau der Windenergie ist die Akzeptanz vor Ort ein entscheidender Faktor. Diesem Gesichtspunkt tr\u00e4gt das B\u00fcrgerenergiegesetz NRW Rechnung, mit dem finanzielle Beteiligungsm\u00f6glichkeiten an Windenergieanlagen geschaffen werden. Akzeptanz wird allerdings nicht allein durch finanzielle Anreize geschaffen, Akzeptanz entsteht auch durch Anlagenstandorte, die vor Ort mitgetragen werden.<br \/><br \/>Die notwendige Akzeptanz vor Ort ist derzeit nicht bei allen im Stadtgebiet Winterberg nach dem Entwurf der 19. \u00c4nderung des Regionalplanes vorgesehenen Windenergiebereichen erkennbar.<br \/><br \/>Vor diesem Hintergrund gibt es derzeit \u00dcberlegungen bzw. Untersuchungen, an anderen Stellen im Stadtgebiet Windenergieanlagen zu errichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund der bereits gegebenen sehr hohen Belastung des Stadtgebietes (vgl. Punkt 4) setzt die Realisierung solcher Alternativstandorte voraus, dass diese Standorte auf den im Stadtgebiet zu erbringenden Fl\u00e4chenanteil angerechnet werden und dementsprechend bisher vorgesehene Windenergiebereiche entfallen. Nur so kann Akzeptanz vor Ort erzielt werden. Eine entsprechende \u201e\u00d6ffnungsklausel\u201c ist daher im<br \/>Regionalplan festzulegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Untersuchungen von Alternativstandorten im Stadtgebiet Winterberg befinden sich in einem fr\u00fchen Stadium, so dass die Einbringung konkreter Fl\u00e4chenvorschl\u00e4ge in das Verfahren zur 19. \u00c4nderung des Regionalplans derzeit noch nicht m\u00f6glich ist.<br \/><br \/>5. Umzingelungswirkung<br \/><br \/>Die optische Bedr\u00e4ngungs- und Umzingelungswirkung von Windenergieanlagen ist durch die bewegte Topographie im Stadtgebiet Winterberg besonders ausgepr\u00e4gt. Es ist davon auszugehen, dass Windenergieanlagen auf den Bergr\u00fccken gegen\u00fcber Anlagen in einer weniger bewegten Topographie eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Wirkung entfalten.<br \/><br \/>Alle ausgewiesenen Windenergiebereiche liegen in den Sichtachsen der Ortsteile der Stadt Winterberg. Die optische Bedr\u00e4ngungs- und Umzingelungswirkung wird somit fast alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger betreffen. Zum Schutz der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger der Stadt Winterberg vor einer \u00dcberforderung ist die Anwendung von Regeln, die in einer<br \/>nicht so bewegten Topographie wie den Hochlagen des Sauerlands zur Anwendung kommen, aus Sicht der Stadt Winterberg nicht ausreichend.<\/p>\n\n\n\n<p>6. Landesgrenzen\u00fcbergreifende Betrachtung erforderlich<br \/><br \/>Bei der Betrachtung von Windenergiebereichen ist unbedingt eine landesgrenzen\u00fcbergreifende Betrachtung sowohl von vorhandenen Windparks sowie von fortgeschrittenen Windkraftplanungen zu ber\u00fccksichtigen.<br \/><br \/>So sind z.B. in der Gemeinde Willingen (Landkreis Waldeck-Frankenberg, Regierungspr\u00e4sidium Kassel) Windkraftanlagen in Planung, die unmittelbar an das Stadtgebiet Winterberg angrenzen.<br \/><br \/>Eine zus\u00e4tzliche Inanspruchnahme von Potentialfl\u00e4chen innerhalb der Planungsregion Arnsberg ohne die Ber\u00fccksichtigung von Bestandsanlagen bzw. geplanten Anlagen au\u00dferhalb der Planungsregion kann zu einer unzumutbaren Umzingelung von Ortslagen f\u00fchren, die es zu vermeiden gilt.<br \/><\/p>\n\n\n\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>Michael Beckmann<br \/>B\u00fcrgermeister<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stellungnahme zum Planentwurf Region Arnsberg\/Abschnitt Soest und Hochsauerlandkreis Aus der Stellungnahme des B\u00fcrgermeisters und des Rats der Stadt Winterberg zur Festlegung von Windenergiebereichen im Hochsauerland und damit auch in Winterberg &hellip; <a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/windenergie-in-winterberg-wie-argumentieren-rat-und-buergermeister\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eWindenergie in Winterberg: Wie argumentieren Rat und B\u00fcrgermeister?\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8406,80,549],"tags":[4732,322],"class_list":["post-59050","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-klimakrise","category-lokales","category-umwelt","tag-windenergie","tag-winterberg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59050","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59050"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59050\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59050"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59050"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59050"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}