{"id":57344,"date":"2024-02-06T20:48:38","date_gmt":"2024-02-06T19:48:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=57344"},"modified":"2024-02-09T11:09:18","modified_gmt":"2024-02-09T10:09:18","slug":"solidarische-landwirtschaft-als-ein-loesungsweg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/solidarische-landwirtschaft-als-ein-loesungsweg\/","title":{"rendered":"Solidarische Landwirtschaft als ein L\u00f6sungsweg?"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Forschungsprojekt untersucht, ob das gemeinschaftsgetragene Direktvermarktungsmodell Solidarische Landwirtschaft (Solawi) Betrieben eine zukunftsf\u00e4hige Perspektive bieten kann.<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/20240206SoLawiKlein-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-57345\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/20240206SoLawiKlein-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/20240206SoLawiKlein-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/20240206SoLawiKlein-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/20240206SoLawiKlein-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/20240206SoLawiKlein.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Foto: Netzwerk Solidarische Landwirtschaft<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>In Deutschland hat sich die Zahl der Betriebe, die nach dem Solawi-Modell wirtschaften, in den vergangenen zehn Jahren verzehnfacht. Noch ist die Solidarische Landwirtschaft mit inzwischen \u00fcber 500 Betrieben bundesweit ein Nischenph\u00e4nomen. Allerdings geben j\u00e4hrlich Tausende Landwirtschaftsbetriebe auf, weil sie sich nicht mehr wirtschaftlich rentabel f\u00fchren lassen oder keine Nachfolger finden. K\u00f6nnte eine teilweise oder vollst\u00e4ndige Umstellung auf Solidarische Landwirtschaft ein Weg sein, dies zu verhindern? Lassen sich bestehende Betriebe durch die Vorfinanzierung wirtschaftlich langfristig stabilisieren? Und lie\u00dfen sich der soziale Zusammenhalt aufgrund der direkten Verbindung mit und zwischen Verbraucherinnen und Verbrauchern st\u00e4rken und gleichzeitig Kapazit\u00e4ten f\u00fcr einen \u00f6kologischeren Anbau schaffen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><em>(Pressemitteilung UFZ; wichtige Veranstaltungshinweise am Ende des Beitrags)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Diesen Fragen geht ein gemeinsam vom UFZ und der Universit\u00e4t Siegen gef\u00fchrtes Team im Projekt &#8222;<a href=\"https:\/\/www.nascent-transformativ.de\/nascent-solaregio\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">SolaRegio<\/a>&#8220; nach, welches das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung mit rund 1,2 Millionen Euro f\u00f6rdert. &#8222;Das Konzept Solawi wird bislang in der Landwirtschaft nicht ausreichend ber\u00fccksichtigt. Es fehlen vielfach die entsprechenden Kompetenzen f\u00fcr eine fundierte Beratung&#8220;, sagt der UFZ-Agrar\u00f6kologe Dr. Lukas Egli.<\/p>\n\n\n\n<p>In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Solidarische Landwirtschaft und weiteren Praxisakteuren wie den Landwirtschaftsbeh\u00f6rden und -kammern sollen diese Kompetenzen deshalb gest\u00e4rkt werden. In vier Regionen &#8211; in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Th\u00fcringen &#8211; bringen die Forscher:innen wichtige Akteure zusammen, um hemmende und beg\u00fcnstigende Faktoren bei der Umstellung auf Solidarische Landwirtschaft zu identifizieren. Zentrale H\u00fcrden sind unter anderem fehlendes Wissen und zu wenig Beratungskompetenzen zum Thema Solawi. <\/p>\n\n\n\n<p>Aus betrieblicher Perspektive erschweren dar\u00fcber hinaus Spezialisierung und zu gro\u00dfe Betriebsgr\u00f6\u00dfen die Umstellung, da eine Direktvermarktung \u00fcber das Solawi-Modell vielf\u00e4ltigeren Anbau und tendenziell kleinere Betriebsstrukturen voraussetzt. Nichtsdestotrotz kooperieren in manchen Regionen bereits mehrere spezialisierte Betriebe, um die Solawi-Mitglieder ganzheitlich mit Obst und Gem\u00fcse sowie Milch-, Getreide- und Fleischprodukten zu versorgen, und es existieren Solawi-Betriebe, die bis zu 2.000 Haushalte versorgen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In einem n\u00e4chsten Schritt wird das Projektteam Ma\u00dfnahmen entwickeln, um m\u00f6gliche Umstellungsh\u00fcrden abzubauen. Zudem wird es analysieren, ob die Verbreitung von Solawi strukturschwache Regionen revitalisieren kann. &#8222;Solawi ist eine M\u00f6glichkeit, die f\u00fcr unsere Gesellschaft in so vielf\u00e4ltiger Weise wichtigen kleinb\u00e4uerlichen Betriebe zu erhalten. Dadurch werden Arbeitspl\u00e4tze nicht nur gesichert, sondern auch durch die meist arbeitsintensivere Bewirtschaftung zus\u00e4tzlich geschaffen&#8220;, sagt Marius Rommel, Nachhaltigkeits\u00f6konom an der Universit\u00e4t Siegen. Gleichzeitig st\u00e4rken Solawis das soziale und kulturelle Leben vor Ort.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab dem 15. Februar finden Informationsveranstaltungen in den vier Projektregionen statt, die deren regionale Besonderheiten etwa in Bezug auf Betriebsstrukturen, Produktionszweige oder vorhandenes Wissen aufgreifen. Sie richten sich in erster Linie an Landwirtinnen und Landwirte sowie an Organisationen in der Landwirtschaft und im Ern\u00e4hrungsbereich, aber auch an Verbraucherinnen und Verbraucher. &#8222;Wir hoffen, \u00fcber diese Veranstaltungen Landwirtinnen und Landwirte gewinnen zu k\u00f6nnen, sich intensiver mit der Solidarischen Landwirtschaft auseinanderzusetzen, auch als Perspektive f\u00fcr den eigenen Betrieb&#8220;, sagt UFZ-Forscher Lukas Egli. Diejenigen, die sich daf\u00fcr entscheiden, werden dann vom Solawi-Netzwerk, den jeweiligen Landwirtschaftskammern und -beh\u00f6rden sowie den Forscher:innen beim Umstellungsprozess begleitet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Veranstaltungen &#8222;Neue Wege in der Direktvermarktung &#8211; Das Modell der Solidarischen Landwirtschaft&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am <strong>15. Februar 2024<\/strong> (18:30-20:45 Uhr) laden das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in das Hotel Restaurant &#8222;Sachsenross&#8220; in N\u00f6rten-Hardenberg ein. Hier soll u.a. gezeigt werden, wie Solawi auch im Ackerbau funktionieren kann. An der Veranstaltung nimmt u.a. Niedersachsens Ministerin f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Miriam Staudte, der Vizepr\u00e4sident des Landvolks Niedersachsen Frank Kohlenberg und der Pr\u00e4sident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen Gerhard Schwetje teil. <a href=\"https:\/\/www.solidarische-landwirtschaft.org\/newsletter\/einladung-neue-wege-in-der-direktvermarktung-das-modell-der-solidarischen-landwirtschaft-in-der-region-suedniedersachsen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.solidarische-landwirtschaft.org\/newsletter\/einladung-neue-wege-in-der-direktvermarktung-das-modell-der-solidarischen-landwirtschaft-in-der-region-suedniedersachsen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Am <strong>5. M\u00e4rz 2024<\/strong> (19:00-21:15 Uhr) laden das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft, die Landwirtschaftskammer NRW und die \u00d6ko-Modellregion Bergisches RheinLand in den Ratssaal der Gemeinde Engelskirchen ein. Im Fokus einer Podiumsdiskussion steht unter anderem, wie Solawi auch bei Milchviehbetrieben funktionieren kann.<br \/><a href=\"https:\/\/www.solidarische-landwirtschaft.org\/newsletter\/einladung-neue-wege-der-vermarktung-das-modell-der-solidarischen-landwirtschaft-im-bergischen-land-hybridveranstaltung\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.solidarische-landwirtschaft.org\/newsletter\/einladung-neue-wege-der-vermarktung-das-modell-der-solidarischen-landwirtschaft-im-bergischen-land-hybridveranstaltung<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Am <strong>7. M\u00e4rz 2024<\/strong> (18:30-20:45 Uhr) laden das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft und der Th\u00fcringer \u00d6koherz e.V. in die Gastst\u00e4tte Alte Remise in Weimar ein. Die Veranstaltung soll u.a. zeigen, wie Solawi auch im gr\u00f6\u00dferen Stil im Ackerbau funktionieren kann. Auf dem Podium sitzt u.a. Th\u00fcringens Ministerin f\u00fcr Infrastruktur und Landwirtschaft Susanna Karawanskij und die Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Th\u00fcringer Bauernverbands Katrin Hucke.<br \/><a href=\"https:\/\/www.solidarische-landwirtschaft.org\/newsletter\/einladung-neue-wege-in-der-vermarktung-das-modell-der-solidarischen-landwirtschaft-in-zentralthueringen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.solidarische-landwirtschaft.org\/newsletter\/einladung-neue-wege-in-der-vermarktung-das-modell-der-solidarischen-landwirtschaft-in-zentralthueringen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Am <strong>12. M\u00e4rz 2024<\/strong> (18:30-20:45 Uhr) laden das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft, das Kompetenzzentrum \u00d6kologischer Landbau des Landesamts f\u00fcr Umwelt, Landwirtschaft und Geologie des Freistaats Sachsen und der Allmende Taucha e.V. in den Saal des Waldhotels am Reiterhof in Seelitz ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Solawi auch im Ackerbau erfolgreich sein und eine zukunftsf\u00e4hige Perspektive f\u00fcr die verbleibenden G\u00e4rtnereien bieten kann. An der Podiumsdiskussion nimmt u.a. Sachsens Staatsminister f\u00fcr Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft Wolfram G\u00fcnther teil. <a href=\"https:\/\/www.solidarische-landwirtschaft.org\/newsletter\/einladung-neue-wege-der-vermarktung-das-modell-der-solidarischen-landwirtschaft-in-den-landkreisen-mittelsachsen\/meissen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.solidarische-landwirtschaft.org\/newsletter\/einladung-neue-wege-der-vermarktung-das-modell-der-solidarischen-landwirtschaft-in-den-landkreisen-mittelsachsen\/meissen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Forschungsprojekt untersucht, ob das gemeinschaftsgetragene Direktvermarktungsmodell Solidarische Landwirtschaft (Solawi) Betrieben eine zukunftsf\u00e4hige Perspektive bieten kann. 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