{"id":57092,"date":"2024-01-11T09:23:15","date_gmt":"2024-01-11T08:23:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=57092"},"modified":"2024-01-11T09:57:23","modified_gmt":"2024-01-11T08:57:23","slug":"tatorte-des-zweiten-weltkrieges-im-sauerland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/tatorte-des-zweiten-weltkrieges-im-sauerland\/","title":{"rendered":"Tatorte des Zweiten Weltkrieges im Sauerland"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Studioausstellung \u00fcber LWL-Forschungsprojekt zu den Morden an Zwangsarbeiter:innen in Westfalen \/ Vortrag am 11. Januar 2024 in Herne<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20230111WarsteinKlein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"846\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20230111WarsteinKlein-846x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-57093\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20230111WarsteinKlein-846x1024.jpg 846w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20230111WarsteinKlein-248x300.jpg 248w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20230111WarsteinKlein-768x929.jpg 768w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20230111WarsteinKlein.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Freilegung von in den Gr\u00e4bern belassenen Tragen, von denen eine in der Ausstellung zu sehen ist.<br \/>(Foto: LWL\/M. Baales)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Herne (lwl). In der Studioausstellung &#8222;Ermordet, verscharrt, verdr\u00e4ngt &#8211;&nbsp;Zeugnisse von Kriegsverbrechen im Arnsberger Wald&#8220; zeigt das LWL-Museum f\u00fcr Arch\u00e4ologie und Kultur in Herne erstmals in einer Ausstellung die Ergebnisse der Forschung zu den Morden an Zwangsarbeiterinnen und -arbeitern am Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Ausstellung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) wird am 11. Januar im Anschluss an einen \u00f6ffentlichen Vortrag (19 Uhr) er\u00f6ffnet und l\u00e4uft bis zum 3. M\u00e4rz.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>(Pressemitteilung LWL)<\/em><strong><br \/><\/strong><br \/>An drei Tatorten im Arnsberger Wald erschie\u00dfen Angeh\u00f6rige der Wehrmacht und SS im M\u00e4rz 1945 insgesamt 208 sowjetische Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen, verscharren die Leichen mitsamt den pers\u00f6nlichen Gegenst\u00e4nden der Opfer im Wald. Die Alliierten lassen die menschlichen \u00dcberreste nach dem Ende des Krieges umbetten, viele der Gegenst\u00e4nde bleiben aber als stumme Zeugen der Verbrechen im Boden zur\u00fcck.<br \/><br \/>Der Historiker Dr. Marcus Weidner vom LWL-Institut f\u00fcr westf\u00e4lische Regionalgeschichte hat jahrelang \u00fcber Kriegsendphasen-Verbrechen geforscht. Seine Ergebnisse erlauben eine historische Einordnung der Geschehnisse im Arnsberger Wald in den Kontext der Ereignisse des Zweiten Weltkrieges.<br \/><br \/>2018 und 2019&nbsp;bargen Arch\u00e4olog:innen des LWL an allen drei Tatorten zahlreiche Objekte. Diese bringen uns die Opfer n\u00e4her und erlauben einen Einblick in den Alltag der \u00fcberwiegend weiblichen Opfer. &#8222;Der LWL nimmt mit seinen Forschungen und seiner Ausstellung eine gesellschaftliche Verantwortung an&#8220;, sagt der Direktor des LWL, Dr. Georg Lunemann. &#8222;Wir erleben seit einigen Jahren die Verharmlosung der Verbrechen des Zweiten Weltkriegs und der NS-Diktatur. Gerade aber die Mordaktionen sind beispielhaft f\u00fcr einen Teil unserer Geschichte, dem wir uns stellen m\u00fcssen&#8220;, so Lunemann.<br \/><br \/>Im Vortrag geben Dr. Marcus Weidner und die&nbsp;LWL-Arch\u00e4ologen Prof. Dr. Michael Baales und Dr. Manuel Zeiler einen \u00dcberblick \u00fcber die historischen Ereignisse, die Geschichte der Erinnerungskultur an die Taten sowie \u00fcber die Funde aus den arch\u00e4ologischen Ausgrabungen.<br \/><br \/>Der Vortrag findet am 11. Januar um 19 Uhr im Rahmen der Vortragsreihe zur aktuellen Sonderausstellung &#8222;Modern Times. Arch\u00e4ologische Funde der Moderne und ihre Geschichten&#8220; im LWL-Museum f\u00fcr Arch\u00e4ologie und Kultur in Herne statt. <strong>Der Vortrag ist kostenlos.<\/strong><br \/><br \/>Die Ausstellung mit rund 200, teilweise sehr kleinen Exponaten erg\u00e4nzt die aktuelle Sonderausstellung &#8222;Modern Times&#8220; und zeigt erstmals Funde von allen drei Tatorten im Arnsberger Wald. Einige wenige Objekte wie der Obelisk vom Friedhof &#8222;Melkepl\u00e4tzchen&#8220; und pers\u00f6nliche Gegenst\u00e4nde der Opfer sind bereits in der Sonderausstellung &#8222;Modern Times&#8220; zu sehen. Die Er\u00f6ffnung der Studioausstellung ist \u00f6ffentlich.<br \/><br \/><strong>Hintergrund Referenten<\/strong><br \/>Prof. Dr. Michael Baales ist seit 2002 Leiter der Au\u00dfenstelle Olpe der LWL-Arch\u00e4ologie f\u00fcr Westfalen und seit 2005 Professor am Institut f\u00fcr Ur- und Fr\u00fchgeschichte der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum mit inhaltlichem Schwerpunkt auf Pal\u00e4olithikum und Mesolithikum der &#8222;Alten und Neuen Welt&#8220;. Seit 2013 ist er Mitglied im Verband der Landesarch\u00e4ologien in der Bundesrepublik Deutschland e.V.<br \/><br \/>Dr. Marcus Weidner ist seit 2002 Wissenschaftlicher Referent am LWL-Institut f\u00fcr westf\u00e4lische Regionalgeschichte in M\u00fcnster. Von 1998 bis 2002 war der Historiker unter anderem am LWL-Archivamt f\u00fcr Westfalen, am Historischen Museum Bremerhaven und am LWL-Museum f\u00fcr Kunst und Kultur in M\u00fcnster t\u00e4tig. Er ist Mitglied der Historischen Kommission f\u00fcr Westfalen und hat Lehrauftr\u00e4ge an den Universit\u00e4ten Paderborn und Bochum inne.<br \/><br \/>Dr. Manuel Zeiler ist seit 2012 wissenschaftlicher Referent der Au\u00dfenstelle Olpe der LWL-Arch\u00e4ologie f\u00fcr Westfalen. Seine berufliche Laufbahn umfasste unter anderem wissenschaftliche T\u00e4tigkeiten am Vorgeschichtlichen Seminar Marburg und dem Institut f\u00fcr Arch\u00e4ologische Wissenschaften der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum. Seit 2016 ist er gew\u00e4hltes Mitglied der Altertumskommission f\u00fcr Westfalen und seit 2019 vertritt er die westf\u00e4lische Arch\u00e4ologie als Mitglied in der Kommission &#8222;Montanarch\u00e4ologie&#8220; des Verbandes der Landesarch\u00e4ologien in der Bundesrepublik Deutschland e.V.<br \/><br \/><strong>Hintergrund Sonderausstellung &#8222;Modern Times&#8220;<\/strong><br \/>Die Sonderausstellung &#8222;Modern Times. Arch\u00e4ologische Funde der Moderne und ihre Geschichten&#8220; zeigt anhand von rund 100 Fundpl\u00e4tzen arch\u00e4ologische Objekte der vergangenen 200 Jahre. Sie befasst sich mit den Beziehungen zwischen dem Menschen und diesen Objekten und ordnet sie sechs Kategorien zu: Innovation, Gef\u00fchl, Zweck, Besonderes, Zerst\u00f6rung und Erinnerung. Jedes Exponat erz\u00e4hlt eine eigene Objektgeschichte und wird au\u00dferdem historisch und arch\u00e4ologisch eingeordnet.<br \/><br \/>&#8212;&#8212;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehr Infos:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.lwl-landesmuseum-herne.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/www.lwl-landesmuseum-herne.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">LWL-Museum f\u00fcr Arch\u00e4ologie und Kultur, Europaplatz 1, 44623 Herne, Tel. 02323 94628-0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Studioausstellung \u00fcber LWL-Forschungsprojekt zu den Morden an Zwangsarbeiter:innen in Westfalen \/ Vortrag am 11. Januar 2024 in Herne Herne (lwl). 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