{"id":56646,"date":"2023-12-01T08:00:00","date_gmt":"2023-12-01T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=56646"},"modified":"2023-11-30T21:01:18","modified_gmt":"2023-11-30T20:01:18","slug":"wasserkrise-wichtigste-kontrollbehoerde-fuer-kohletagebau-in-brandenburg-ueberfordert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wasserkrise-wichtigste-kontrollbehoerde-fuer-kohletagebau-in-brandenburg-ueberfordert\/","title":{"rendered":"Wasserkrise: Wichtigste Kontrollbeh\u00f6rde f\u00fcr Kohletagebau in Brandenburg \u00fcberfordert"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Essen, 30. November 2023. Der Braunkohlekonzern Leag, gr\u00f6\u00dfter Wassernutzer Brandenburgs, kann nicht ausreichend gepr\u00fcft werden. Die entscheidende Beh\u00f6rde, die den Bergbaukonzern und seine Wassernutzung pr\u00fcfen und genehmigen soll, sieht sich dazu au\u00dferstande. Der Pr\u00e4sident des Landesamtes f\u00fcr Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) in Cottbus, Sebastian Fritze, r\u00e4umt gegen\u00fcber <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">CORRECTIV<\/a> ein: \u201eDie Modelle der Leag f\u00fcr das Grund- und Oberfl\u00e4chenwasser k\u00f6nnen wir nicht pr\u00fcfen.\u201c Aktuell fehlten daf\u00fcr Fachpersonal und Stellen.<\/strong>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><em>(Pressemitteilung)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Amt muss wichtige Entscheidungen treffen: Die Leag hat beantragt, bis 2044 noch einmal 1,4 Milliarden Kubikmeter Grundwasser alleine am Kraftwerk bei J\u00e4nschwalde zu nutzen. Auch \u00fcber die F\u00fcllung der zahlreichen Bergbaufolgeseen, wie etwa dem Ostsee bei Cottbus, entscheidet das LBGR. Diese Planungen sind auch entscheidend f\u00fcr die Wasserversorgung Berlins, die in gro\u00dfen Teilen \u00fcber die Spree aus der Lausitz erfolgt. LBGR-Chef Fritze dr\u00fcckt seine Ohnmacht gegen\u00fcber dem Kohlekonzern, der auch wichtigster Arbeitgeber der Region ist, so aus: \u201eMan muss ein gewisses Vertrauen haben.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ungeahndete Rechtsbr\u00fcche&nbsp;<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Selbst bei konkreten Vers\u00e4umnissen der Leag kann die staatliche Beh\u00f6rde kaum eingreifen. So hat die Firma laut Zahlen des LBGR beispielsweise am Tagebau J\u00e4nschwalde bei Cottbus jahrelang viermal so viel Wasser entnommen, wie urspr\u00fcnglich genehmigt. Durch die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Grundwassernutzung sinken die Wasserpegel der Seen in der Umgebung. Aber auch hier schafft die Leag Tatsachen &#8211; und das Bergbauamt kann nur zusehen. \u201eWir haben keine Wahl: Wir k\u00f6nnen die aktuelle Wasserentnahme nicht stoppen. Es besteht sonst die Gefahr, dass die Grube zusammenf\u00e4llt\u201c, sagt LBGR-Leiter Fritze.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Leag wiederum schreibt auf CORRECTIV-Anfrage lediglich, die j\u00e4hrlichen S\u00fcmpfungsmengen, die f\u00fcr einen sicheren Tagebaubetrieb notwendig seien, w\u00fcrden regelm\u00e4\u00dfig den Beh\u00f6rden berichtet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch f\u00fcr den Pinnower See bei J\u00e4nschwalde wurde die Leag dazu verpflichtet, die Wasserst\u00e4nde wieder anzuheben. Doch die gesteckten Ziele sind nie erreicht worden, ebenso wie die F\u00fcllung des Cottbuser Ostsees um Jahre verschoben wurde und nun erst 2030 beendet sein soll.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Trinkwasserversorgung von Berlin nicht genug ber\u00fccksichtigt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) sind direkt von den Genehmigungen f\u00fcr die Leag betroffen. Sie beziehen einen Teil ihres Wassers f\u00fcr die Hauptstadt und Umgebung aus der Spree, die wiederum in der Lausitz entspringt. Die Leiterin des Bereichs Wasserversorgung bei den Berliner Wasserbetrieben, Gesche Gr\u00fctzmacher sagt, dass bei der Planung der Bergbaufolgelandschaft nicht ausreichend ber\u00fccksichtigt werde, wie sie sich auf Menge und G\u00fcte des Trinkwassers in der Hauptstadt auswirken k\u00f6nnte. Gr\u00fctzmacher fordert: \u201eDas muss jetzt nachgeholt werden.\u201c<br \/>\u00a0<br \/>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Recherche ist seit heute online unter diesem Link zu lesen:\u00a0\u201e<a href=\"https:\/\/correctiv.org\/?p=171853\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Alles f\u00fcr die Kohle: Wie ein Konzern unser Wasser abgr\u00e4bt<\/a>\u201c<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Essen, 30. November 2023. 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