{"id":5240,"date":"2009-10-15T23:07:40","date_gmt":"2009-10-15T21:07:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=5240"},"modified":"2009-10-15T23:13:34","modified_gmt":"2009-10-15T21:13:34","slug":"die-not-der-freien-journalisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/die-not-der-freien-journalisten\/","title":{"rendered":"Die Not der freien Journalisten"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_5242\" aria-describedby=\"caption-attachment-5242\" style=\"width: 480px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www3.ndr.de\/flash\/zapp\/interactivePlayer.html?xml=zappsendung142-interactiveBroadcasts.xml&amp;sr=zapp&amp;bid=journalist102\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5242\" title=\"ZAPP-Magazin berichtet \u00fcber Freie Journalisten\" src=\"http:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/freie011.png\" alt=\"Das ZAPP-Magazin berichtete gestern abend  \u00fcber das Schicksal freier Journalisten.\" width=\"480\" height=\"290\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/freie011.png 480w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/freie011-300x181.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 85vw, 480px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5242\" class=\"wp-caption-text\">Zum Z\u00e4hneknirschen: Das ZAPP-Magazin berichtete gestern abend  \u00fcber das Schicksal freier Journalisten (screenshot: zoom)<\/figcaption><\/figure>\n<p>In der <a href=\"http:\/\/www3.ndr.de\/sendungen\/zapp\/archiv\/printmedien\/journalist104.html\" target=\"_blank\">Sendung ZAPP des NDR <\/a>wurde gestern Abend ein Beitrag von Josy W\u00fcbben \u00fcber die Lebens- und Arbeitsumst\u00e4nde freier Journalisten gesendet:<\/p>\n<blockquote><p>In Deutschland bangen viele Journalisten um ihre Existenz. Auflagen und Werbeeinnahmen sinken, Titel werden eingestellt, Mitarbeiter gek\u00fcndigt. Die Krise trifft die Freien Journalisten allerdings mehr als alle anderen. Sie k\u00f6nnen von ihrer Arbeit kaum noch leben. Laut einer neuen Studie des Deutschen Journalisten Verbandes m\u00fcssen knapp 40 Prozent der Freien mit weniger als 1.000 Euro im Monat klarkommen. Und trotzdem bleiben sie \u00dcberzeugungst\u00e4ter.<\/p><\/blockquote>\n<p>Es treten auf:<\/p>\n<ul>\n<li>Ein Journalist, der nach 24 Jahren als fest angestellter Redakteur von seinem Verlag in die &#8222;Freiheit entlassen&#8220; wurde. Er schl\u00e4gt sich jetzt materiell schlechter gestellt als Online-Journalist durch.<\/li>\n<li>Ein betriebswirtschaftlich denkender Journalist, der sich und seine Arbeit auf vielen Vertriebswegen vermarktet.<\/li>\n<li>Eine Journalistin, die mit viel Idealismus und sehr guten Artikeln sehr wenig Geld verdient.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im <a href=\"http:\/\/zapp.blog.ndr.de\/2009\/10\/14\/journalisten\/\" target=\"_blank\">Blog zur Sendung<\/a> kommentiert einer der dargestellten Journalisten:<\/p>\n<blockquote><p>&#8230; Gleichzeitig m\u00fcssen die Redaktionen mit immer weniger Angestellten immer mehr produzieren. So hat dort kaum noch jemand Zeit, sich die Themenvorschl\u00e4ge der \u00e2\u20ac\u017eFreien\u00e2\u20ac\u0153 anzusehen und darauf zu reagieren. Ich verschicke Angebote, telefoniere hinterher, erreiche die Redakteurin oder den Redakteur mit viel Gl\u00fcck beim 10. oder 15. Versuche um dann zu erfahren, dass er oder sie \u00e2\u20ac\u017enoch keine Zeit hatte, den Themenvorschlag zu lesen\u00e2\u20ac\u0153. Das geht so oft \u00fcber Wochen, manchmal \u00fcber Monate bis das Thema vielleicht gar nicht mehr aktuell ist. Viele Redaktionen wollen gar keine Angebote mehr, weil sie kein Budget daf\u00fcr haben oder weil niemand die Zeit findet, sich mit den Vorschl\u00e4gen zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Warum das alles? Das Mediengesch\u00e4ft wandert ins Internet ab. Die Leute lesen, gucken und h\u00f6ren online. Deshalb kaufen sie immer weniger Zeitungen und Zeitschriften. Die Anzeigenkunden folgen den Leser\/innen ins Netz. Aber im Internet verdienen nur sehr wenige Verlage Geld. So versuchen sie, ihre Kosten zu verringern, indem sie Redakteure entlassen und Stellen streichen. Dazu kommt der Shareholder-Value-Druck auf die Verlagsmanager. Die meisten Verlage sind an der B\u00f6rse notiert. Wenn die Rendite sinkt, f\u00e4llt der Aktienkurs und der Manager zittert um seinen Job. Oft reicht es schon, die Erwartungen der Anleger nicht zu erf\u00fcllen. Selbst satte Gewinne lassen die Aktienkurse sinken, weil \u00e2\u20ac\u017eAnleger mehr erwartet hatten\u00e2\u20ac\u0153 &#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p>Insgesamt hat mich die Sendung ziemlich ratlos zur\u00fcckgelassen. Das Elend ist geschildert, doch was sollen und k\u00f6nnen freie Journalisten tun, um mit ihrer Arbeit Geld zu verdienen?<\/p>\n<p>Gleichzeitig bildet das Heer der &#8222;Hartz-IV-Journalisten&#8220; ein willkommenes Drohpotential der Verleger und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer gegen\u00fcber ihren festangestellten Redakteuren.<\/p>\n<p>Die Zukunft des Journalistenberufs scheint ungewiss und die Kr\u00e4fte, die gegensteuern k\u00f6nnten sehe ich zur Zeit nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Sendung ZAPP des NDR wurde gestern Abend ein Beitrag von Josy W\u00fcbben \u00fcber die Lebens- und Arbeitsumst\u00e4nde freier Journalisten gesendet: In Deutschland bangen viele Journalisten um ihre Existenz. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/die-not-der-freien-journalisten\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDie Not der freien Journalisten\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32,24],"tags":[912,278,337],"class_list":["post-5240","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-medien","category-politik","tag-freie-jounalisten","tag-medienkrise","tag-zapp"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5240","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5240"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5240\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5240"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5240"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5240"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}