{"id":51569,"date":"2022-02-21T20:49:59","date_gmt":"2022-02-21T19:49:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=51569"},"modified":"2022-02-21T20:50:02","modified_gmt":"2022-02-21T19:50:02","slug":"sorge-um-den-deutschen-wald-satellitendaten-machen-grossflaechige-verluste-des-baumbestands-sichtbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/sorge-um-den-deutschen-wald-satellitendaten-machen-grossflaechige-verluste-des-baumbestands-sichtbar\/","title":{"rendered":"Sor\u00adge um den deut\u00adschen Wald. <div><small>Satellitendaten machen gro\u00dffl\u00e4chige Verluste des Baumbestands sichtbar<\/small><\/div>"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-arnsberg-querKlein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-arnsberg-querKlein-1024x319.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-51571\" width=\"603\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-arnsberg-querKlein-1024x319.jpg 1024w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-arnsberg-querKlein-300x93.jpg 300w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-arnsberg-querKlein-768x239.jpg 768w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-arnsberg-querKlein-1536x478.jpg 1536w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-arnsberg-querKlein-1200x373.jpg 1200w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-arnsberg-querKlein.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/a><figcaption><strong>Drastische Verluste: Waldbestand in Arnsberg 2017 und 2021<\/strong><br>Sa\u00adtel\u00adli\u00adten\u00adauf\u00adnah\u00admen von Arns\u00adberg im Hoch\u00adsau\u00ader\u00adland\u00adkreis, Nord\u00adrhein-West\u00adfa\u00adlen: Rott\u00f6\u00adne mar\u00adkie\u00adren Ve\u00adge\u00adta\u00adti\u00adon, Gr\u00fcn\u00adt\u00f6\u00adne die Baum\u00adver\u00adlus\u00adte. Fl\u00e4\u00adchen, die kei\u00adnen Wald dar\u00adstel\u00adlen, sind trans\u00adpa\u00adrent \u00fcber\u00adla\u00adgert. Das Sa\u00adtel\u00adli\u00adten\u00adbild links ist aus dem Jahr 2017 und zeigt ein ge\u00adsun\u00addes, dicht\u00adbe\u00adwach\u00adse\u00adnes Wald\u00adge\u00adbiet. Dunk\u00adle Rott\u00f6\u00adne ste\u00adhen f\u00fcr vi\u00adta\u00adle Na\u00addel\u00adw\u00e4l\u00adder und hel\u00adle Rott\u00f6\u00adne f\u00fcr ge\u00adsun\u00adde Laub\u00adw\u00e4l\u00adder. Im Ver\u00adgleich da\u00adzu rechts ei\u00adne Auf\u00adnah\u00adme aus dem Jahr 2021 \u2013 der Baum\u00adbe\u00adstand ist dra\u00adma\u00adtisch re\u00addu\u00adziert. Die hel\u00adlen, gr\u00fc\u00adnen Fl\u00e4\u00adchen ma\u00adchen Kahl\u00adschl\u00e4\u00adge sicht\u00adbar, die dun\u00adkel\u00adgr\u00fc\u00adnen Fl\u00e4\u00adchen zei\u00adgen ab\u00adge\u00adstor\u00adbe\u00adne (Fich\u00adten-)W\u00e4l\u00adder. (Bilder: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.dlr.de\/DE\/Service\/Impressum\/impressum_node.html\" target=\"_blank\">DLR <\/a> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/3.0\/de\/\" target=\"_blank\">https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/3.0\/de\/<\/a>)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Baumverluste in Deutschland sind erheblich h\u00f6her als angenommen. Die Satelliten Sentinel-2 und Landsat-8 machen erstmals Ausma\u00df der Sch\u00e4den sichtbar: Nadelw\u00e4lder in der Mitte Deutschlands sind am st\u00e4rksten betroffen. Erdbeobachtungssatelliten k\u00f6nnen Baumverluste fl\u00e4chendeckend im Monatsrhythmus erfassen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(<em>Pressemitteilung DLR)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gesunde B\u00e4ume tragen eine satte dichte Krone. Beim Spazierengehen durch den Wald f\u00e4llt jedoch auf, dass die gr\u00fcnen D\u00e4cher insgesamt recht licht sind. In den letzten Jahren zeigen sich auch vermehrt kahlgeschlagene Fl\u00e4chen. W\u00e4lder sind unsere gr\u00fcne Lunge, bilden Lebenraum f\u00fcr eine reiche Tier- und Pflanzenwelt, liefern Nutzholz und sch\u00fctzen vor \u00dcberflutungen und Hangrutschungen. Wie gro\u00df ist also der Verlust durch abgestorbene und entnommene B\u00e4ume? <br><br>Forschende des Deutschen Zentrums f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) sind dieser Frage mithilfe von satellitengest\u00fctzten Erdbeobachtungsdaten nachgegangen. Sie machten zum ersten Mal deutschlandweit sichtbar, wie viel Baumbestand verloren gegangen ist. Die Ergebnisse sind alarmierend: Von Januar 2018 bis einschlie\u00dflich April 2021 wurden in Deutschland auf rund 501.000 Hektar Fl\u00e4che Baumverluste verzeichnet. Der Verlust entspricht fast f\u00fcnf Prozent der gesamten Waldfl\u00e4che und ist damit erheblich h\u00f6her als bisher angenommen. Als Ausl\u00f6ser gelten vor allem die ungew\u00f6hnlich starken Hitze- und D\u00fcrreperioden in diesen Jahren, die wiederum den Befall durch Schadinsekten beg\u00fcnstigt haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"unterstutzung-aus-dem-all\">Unterst\u00fctzung aus dem All<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Forstwirtschaftende sind umfassende Waldinformationen wichtig, um Baumarten zu kartieren, Schadursachen zu differenzieren oder negative Entwicklungen durch Fr\u00fcherkennung zu verhindern. Erdbeobachtungssatelliten bieten die daf\u00fcr notwendige r\u00e4umliche und zeitliche Aufl\u00f6sung. Das Potenzial von Satellitenaufnahmen wird von den Beh\u00f6rden aber noch nicht voll ausgesch\u00f6pft. Die DLR-Forschungsgruppe des <a href=\"http:\/\/www.dlr.de\/eoc\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Earth Observation Center (EOC)<\/a> brachte hier ihre Expertise ein. Um den Baumverlust genau zu beziffern, nutzten sie den Satelliten Sentinel-2 des europ\u00e4ischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus sowie den US-amerikanischen Satelliten Landsat-8 als Datenquelle.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-landkreise-deutschlandKlein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-landkreise-deutschlandKlein-960x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-51578\" width=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-landkreise-deutschlandKlein-960x1024.jpg 960w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-landkreise-deutschlandKlein-281x300.jpg 281w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-landkreise-deutschlandKlein-768x819.jpg 768w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-landkreise-deutschlandKlein-1440x1536.jpg 1440w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-landkreise-deutschlandKlein-1200x1280.jpg 1200w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/wald-landkreise-deutschlandKlein.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/a><figcaption>Die Gra\u00adfik zeigt den An\u00adteil der ab\u00adge\u00adstor\u00adbe\u00adnen und zum gr\u00f6\u00df\u00adten Teil be\u00adreits ab\u00adge\u00adholz\u00adten Wald\u00adfl\u00e4\u00adche pro Land\u00adkreis. Deut\u00adlich zu er\u00adken\u00adnen ist, dass ein brei\u00adter G\u00fcr\u00adtel in der Mit\u00adte Deutsch\u00adlands von der Ei\u00adfel \u00fcber das Sau\u00ader\u00adland und den Harz bis nach Sach\u00adsen die h\u00f6chs\u00adten An\u00adtei\u00adle auf\u00adweist. Be\u00adtrof\u00adfen sind dort ins\u00adbe\u00adson\u00adde\u00adre Na\u00addel\u00adw\u00e4l\u00adder. F\u00fcr die Ana\u00adly\u00adse nutz\u00adte das DLR-Earth Ob\u00adser\u00adva\u00adti\u00adon Cen\u00adter (EOC) Sa\u00adtel\u00adli\u00adten\u00adda\u00adten von Sen\u00adti\u00adnel-2 und Land\u00adsat-8 aus den Jah\u00adren 2018 bis 2021. (Grafik: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.dlr.de\/DE\/Service\/Impressum\/impressum_node.html\" target=\"_blank\">DLR<\/a> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/3.0\/de\/\" target=\"_blank\">https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/3.0\/de\/<\/a>)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gegenw\u00e4rtig verf\u00fcgbaren Satellitendaten sind in der Lage, gro\u00dffl\u00e4chige Verluste im Oberstand von W\u00e4ldern genau zu erfassen. Die Aufnahmen machen auch drastische Sch\u00e4den wie zum Beispiel komplett abgestorbene Best\u00e4nde sehr gut sichtbar. Ein weiterer Vorteil liegt in der H\u00e4ufigkeit der Aktualisierungen. Die Satelliten k\u00f6nnen Daten in hoher zeitlicher Dichte liefern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"monokultur-extremwetter-und-insekten\">Monokultur, Extremwetter und Insekten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Blick aus dem All zeigt, dass \u00fcberwiegend die Mitte Deutschlands mit ihren Nadelw\u00e4ldern betroffen ist \u2013 von der Eifel, \u00fcber Sauerland, Harz und Th\u00fcringer Wald, bis in die S\u00e4chsische Schweiz. Allein Nordrhein-Westfalen verlor innerhalb von drei Jahren mehr als ein Viertel seiner Fichtenw\u00e4lder, in einigen Landkreisen waren es sogar mehr als zwei Drittel. Die B\u00e4ume starben ab oder fielen gro\u00dffl\u00e4chigen Notf\u00e4llungen zum Opfer. Kahlschl\u00e4ge sind oft die letzte Ma\u00dfnahme bei massivem Sch\u00e4dlingsbefall, um \u2013 im Fall von Fichten \u2013 dem Borkenk\u00e4fer die Nahrung zu entziehen und dadurch seine weitere Ausbreitung zu verhindern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend sich Laubb\u00e4ume wie die Eiche nach einem Insektenbefall wieder erholen k\u00f6nnen, gilt dies h\u00e4ufig nicht f\u00fcr Nadelb\u00e4ume. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland vorrangig Fichten als wichtigster Holzlieferant aufgeforstet, nicht selten standortfremd. Diese W\u00e4lder haben eine entsprechend \u00e4hnliche Alters- und Wuchsstruktur und sind als Monokultur weniger widerstandsf\u00e4hig. Zwischen 2018 und 2020 wurde ganz Mitteleuropa von mehreren ungew\u00f6hnlich starken D\u00fcrre- und Hitzeperioden heimgesucht. Dies schw\u00e4chte die gr\u00fcnen Riesen \u2013 die Defizite in der Bodenfeuchte sind bis heute messbar. Gleichzeitig schuf die trockene Hitze ideale Bedingungen f\u00fcr den Borkenk\u00e4fer, sodass sich die Populationen explosionsartig vermehrten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von den Folgen der D\u00fcrre sind nicht nur Fichtenw\u00e4lder betroffen: &#8222;Unsere Analysen zeigen, dass auch Eiche, Buche und Kiefer \u2013 neben der Fichte die h\u00e4ufigsten Baumarten in Deutschland \u2013 starke Sch\u00e4den aufweisen. Dasselbe gilt f\u00fcr seltenere Arten wie Bergahorn oder L\u00e4rche&#8220;, sagt Dr. Frank Thonfeld vom Earth Observation Center (EOC) des DLR. &#8222;Die j\u00e4hrlichen Waldzustandsberichte der Beh\u00f6rden machen bereits deutlich, dass sich der Zustand der deutschen W\u00e4lder schon seit l\u00e4ngerer Zeit kontinuierlich verschlechtert. Aber die Sch\u00e4den der letzten wenigen Jahre sind beispiellos&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben dem Sch\u00e4dlingsbefall erlitt der deutsche Wald auch Verluste durch Windwurf. Das DLR-Forschungsteam identifizierte diese Fl\u00e4chen dank der hochgenauen Satellitenaufnahmen von Sentinel-2 und Landsat-8. Die Auswertungen offenbaren unter anderem das Ausma\u00df von Sturmereignissen in Ostbayern, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Die aktuelle Sturmlage \u00fcber ganz Deutschland wird voraussichtlich wieder dazu f\u00fchren, dass vielerorts Schadholz entfernt werden muss.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"big-data-zur-waldentwicklung\">Big Data zur Waldentwicklung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fernerkundungsexperten aus Oberpfaffenhofen werteten insgesamt mehr als 20.000 Datens\u00e4tze aus. Auf diese Weise konnten sie die abgestorbenen und neu eingeschlagenen Waldfl\u00e4chen im Monatsrhythmus erfassen. Entstanden ist ein differenziertes Waldbild f\u00fcr ganz Deutschland mit einer Aufl\u00f6sung von zehn Metern. Die Verarbeitung der Datenarchive von Sentinel-2 und Landsat-8 erfolgte vollautomatisch. Das hochkomplexe Verfahren wurde am EOC entwickelt und wird f\u00fcr weitere Anwendungen optimiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Auswertungsmethode f\u00fcr den Waldbestand l\u00e4sst sich auch f\u00fcr andere L\u00e4nder und Regionen anwenden. Denn gro\u00dffl\u00e4chige Waldsch\u00e4den sind nicht nur ein deutsches, sondern ein europ\u00e4isches Thema. Nachbarl\u00e4nder wie Tschechien oder \u00d6sterreich stehen \u00e4hnlichen Herausforderungen gegen\u00fcber. Mittelfristig setzt sich voraussichtlich die Tendenz fort, dass noch weitere Best\u00e4nde verloren gehen. Es wird Jahrzehnte dauern, bis die wirtschaftlichen Sch\u00e4den eingeholt sind. Bis sich das \u00d6kosystem Wald erholt, kann es noch l\u00e4nger dauern. F\u00fcr Deutschland und Europa ist es daher dringend notwendig, schnell effiziente Ma\u00dfnahmen zum Schutz der W\u00e4lder zu ergreifen. Satellitengest\u00fctzte Erdbeobachtung kann Forschenden und Entscheidungstragenden hierzu eine Datengrundlage bereitstellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So wie das neue Verfahren nutzerspezifisch angepasst werden kann, l\u00e4sst sich auch die neue Waldkartierung jederzeit aktualisieren. K\u00fcnftig k\u00f6nnte das DLR-Forschungsteam Forstbeh\u00f6rden im monatlichen Rhythmus Satellitendaten zu Waldgebieten liefern und damit den operationellen Forstbetrieb in allen Regionen nachhaltig unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"waldzustandsbericht\"><strong>Waldzustandsbericht<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Wald steht in Deutschland seit 1984 unter Beobachtung, als die Bef\u00fcrchtungen f\u00fcr ein Waldsterben um sich griffen. Der j\u00e4hrliche &#8222;Waldzustandsbericht&#8220; des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) dokumentiert den Kronenzustand der Hauptbaumarten Fichte, Kiefer, Buche und Eiche. Dies erfolgt stichprobenartig auf Basis festgelegter Beobachtungsfl\u00e4chen. Es sind somit Momentaufnahmen f\u00fcr eine \u00fcberschaubare Anzahl an Beobachtungspunkten. Die Berichte weisen bei den Verlusten dabei nur die Fl\u00e4chen aus, die wieder bewaldet werden m\u00fcssen. Zahlen \u00fcber die tats\u00e4chlich von Baumverlusten betroffenen Fl\u00e4chen findet man darin \u00fcblicherweise nicht. Erdbeobachtungssatelliten k\u00f6nnen hier erg\u00e4nzende Daten liefern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Baumverluste in Deutschland sind erheblich h\u00f6her als angenommen. Die Satelliten Sentinel-2 und Landsat-8 machen erstmals Ausma\u00df der Sch\u00e4den sichtbar: Nadelw\u00e4lder in der Mitte Deutschlands sind am st\u00e4rksten betroffen. 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