{"id":50408,"date":"2021-11-08T21:08:04","date_gmt":"2021-11-08T20:08:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=50408"},"modified":"2021-11-08T21:44:15","modified_gmt":"2021-11-08T20:44:15","slug":"friede-den-huetten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/friede-den-huetten\/","title":{"rendered":"Friede den H\u00fctten &#8230;"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/2021103109Luetzerath.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/2021103109Luetzerath-1024x679.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-50409\" width=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/2021103109Luetzerath-1024x679.jpg 1024w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/2021103109Luetzerath-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/2021103109Luetzerath-768x509.jpg 768w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/2021103109Luetzerath-1536x1018.jpg 1536w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/2021103109Luetzerath-1200x795.jpg 1200w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/2021103109Luetzerath.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/a><figcaption>Ob der\/die Autor*in wusste, dass er\/sie B\u00fcchner und Weidig  zitiert? (foto: zoom)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Lang ist es her, dass wir die Flugschrift von Georg B\u00fcchner und Friedrich Ludwig Weidig in der Schule gelesen sowie hoch und runter, kreuz und quer interpretiert haben.<\/strong> <br><br>Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr an Einzelheiten erinnern, aber was blieb, war dieser revolution\u00e4re Hauch, der Widerstand gegen die Obrigkeit.<br><br>Im B\u00fccherregal steht eine Reclam Studienausgabe. Drei\u00dfig Seiten f\u00fcr die zwei Fassungen des Landboten (Juli und November 1834), dazu \u00fcber 160 Seiten Anmerkungen, Materialien, Kommentare, Dokumente, Literaturverzeichnis und Nachwort. Ein Schn\u00e4ppchen f\u00fcr 9.00 DM. <br><br>Ist die Schrift noch aktuell, zumindest metaphorisch? Friede den H\u00fctten! Krieg den Pal\u00e4sten! Nach vielen Jahren einfach noch mal lesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Der Hessische Landbote.<\/strong><br><em>Erste Botschaft.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Darmstadt<\/em>, im Juli 1834.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">&nbsp;&nbsp; <em>Vorbericht.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Blatt soll dem hessischen Lande die Wahrheit melden, aber wer die Wahrheit sagt, wird gehenkt, ja sogar der, welcher die Wahrheit liest, wird durch meineidige Richter vielleicht ge[str]aft. Darum haben die, welchen dies Blatt zukommt, folgendes zu beobachten: <br><br>1) Sie m\u00fcssen das Blatt sorgf\u00e4ltig au\u00dferhalb ihres Hauses vorder Polizei verwahren; <br>2) sie d\u00fcrfen es nur an treue Freunde mittheilen; <br>3) denen, welchen sie nicht trauen, wie sich selbst, d\u00fcrfen sie es nur heimlich hinlegen; 4) w\u00fcrde das Blatt dennoch bei Einem gefunden, der es gelesen hat, so mu\u00df er gestehen, da\u00df er es eben dem Kreisrath habe bringen wollen; <br>5) wer das Blatt nicht gelesen hat, wenn man es bei ihm fin- det, der ist nat\u00fcrlich ohne Schuld.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Friede den H\u00fctten! Krieg den Pall\u00e4sten!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1834 siehet es aus, als w\u00fcrde die Bibel L\u00fcgen gestraft. Es sieht aus, als h\u00e4tte Gott die Bauern und Handwerker am 5ten Tage, und die F\u00fcrsten und Vornehmen am 6ten gemacht, und als h\u00e4tte der Herr zu diesen gesagt: Herrschet \u00fcber alles Gethier, das auf Erden kriecht, und h\u00e4tte die Bauern und B\u00fcrger zum Gew\u00fcrm gez\u00e4hlt. Das Leben der Vornehmen ist ein langer Sonntag, sie wohnen in sch\u00f6nen H\u00e4usern, sie tragen zierliche Kleider, sie haben feiste Gesichter und reden eine eigne Sprache; das Volk aber liegt vor ihnen wie D\u00fcnger auf dem Acker. Der Bauer geht hinter dem Pflug, der Vornehme aber geht hinter ihm und dem Pflug und treibt ihm mit den Ochsen am Pflug, er nimmt das Korn und l\u00e4\u00dft ihm die Stoppeln. Das Leben des Bauern ist ein langer Werktag; Fremde verzehren seine Aecker vor seinen Augen, sein Leib ist eine Schwiele, sein Schwei\u00df ist das Salz auf dem Tische des Vornehmen.<br><br>[&#8230;]<br><br><strong>Alles lesen: <\/strong><br><br><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Der_Hessische_Landbote\" target=\"_blank\">https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Der_Hessische_Landbote<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lang ist es her, dass wir die Flugschrift von Georg B\u00fcchner und Friedrich Ludwig Weidig in der Schule gelesen sowie hoch und runter, kreuz und quer interpretiert haben. 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