{"id":48057,"date":"2021-01-12T10:10:52","date_gmt":"2021-01-12T09:10:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=48057"},"modified":"2021-01-12T10:10:52","modified_gmt":"2021-01-12T09:10:52","slug":"der-opa-von-friedrich-merz-ueber-den-briloner-buergermeister-josef-paul-sauvigny-1875-1967-die-einigung-alles-deutschen-blutes-1933-und-ein-vorlaeuferkapitel-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/der-opa-von-friedrich-merz-ueber-den-briloner-buergermeister-josef-paul-sauvigny-1875-1967-die-einigung-alles-deutschen-blutes-1933-und-ein-vorlaeuferkapitel-de\/","title":{"rendered":"\u201eDer Opa von Friedrich Merz\u201c  <div><small>\u00dcber den Briloner B\u00fcrgermeister Josef Paul Sauvigny (1875-1967), die \u201eEinigung alles deutschen Blutes\u201c 1933 und ein Vorl\u00e4uferkapitel der CDU-Parteigeschichte<\/small><\/div>"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_48062\" aria-describedby=\"caption-attachment-48062\" style=\"width: 657px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-48062 size-full\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/678px-Brilon_alter_Friedhof_Grab_fuer_den_ehemaligen_Buergermeister_Josef_Sauvigny.jpg\" alt=\"\" width=\"657\" height=\"370\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/678px-Brilon_alter_Friedhof_Grab_fuer_den_ehemaligen_Buergermeister_Josef_Sauvigny.jpg 657w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/678px-Brilon_alter_Friedhof_Grab_fuer_den_ehemaligen_Buergermeister_Josef_Sauvigny-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-48062\" class=\"wp-caption-text\"><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Brilon,_alter_Friedhof,_Grab_f%C3%BCr_den_ehemaligen_B%C3%BCrgermeister_Josef_Sauvigny.JPG\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Brilon,_alter_Friedhof,_Grab_f%C3%BCr_den_ehemaligen_B%C3%BCrgermeister_Josef_Sauvigny.JPG<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Der Sauerl\u00e4nder Friedrich Merz hat (wom\u00f6glich gleicherma\u00dfen als \u201eWunschkandidat\u201c von oppositionellen Linken wie auch der Nationalgesonnenen in der CDU) gute Chancen, n\u00e4chster Vorsitzender der christdemokratischen Partei zu werden oder &#8211; wenn die Gr\u00fcnen der Gr\u00fcndergeneration vollst\u00e4ndig von der Bildfl\u00e4che verschwunden sind &#8211; sogar Bundeskanzler.<\/strong><\/p>\n<p><em>(Ein Gastbeitrag von Peter B\u00fcrger, <a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/PDF_pb-Sauvigny_2021-11-01.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier auch als PDF<\/a>)<\/em><\/p>\n<p>Vor nunmehr siebzehn Jahren gab es eine \u00f6ffentliche Debatte, weil Merz seinen \u201erechtskatholischen\u201c Gro\u00dfvater Josef Paul Sauvigny (Briloner B\u00fcrgermeister bis 1937) als bewundernswertes Vorbild bezeichnete und dabei nicht nur aus meiner Sicht sein ignorantes Geschichtsverst\u00e4ndnis regelrecht zur Schau stellte. Er musste etwas zur\u00fcckrudern, nachdem kritische Journalisten (u.a. taz, Die Zeit) einschl\u00e4gige Zeitungsquellen [1] (1933\/1937) und die Entnazifizierungsakte des ger\u00fchmten Ahnen gesichtet hatten. [2]<\/p>\n<p>Viele Millionen Deutsche haben Gro\u00dfv\u00e4ter, die den Nazis zu Diensten standen. Das ist kein pers\u00f6nlicher Makel. Entscheidend bleibt allein die 2004 von Patrik Schwarz gestellte Frage, wie man sich pers\u00f6nlich zu diesen Vorfahren stellt. Der vorliegende Beitrag soll &#8211; quellenbasiert &#8211; aufzeigen, warum vom m\u00f6glicherweise n\u00e4chsten Vorsitzenden der CDU heute eine unmissverst\u00e4ndliche Klarstellung erwartet werden muss, die \u00fcber eine Relativierung von tradierten Familienlegenden deutlich hinausgeht: Der Gro\u00dfvater war nicht nur \u201ekein Vorbild\u201c, sondern bot mit seinem Verhalten als Politiker eines der absto\u00dfenden Beispiele in einem dunklen Vorl\u00e4uferkapitel der CDU-Parteigeschichte.<\/p>\n<p><strong>Licht und Schatten einer katholischen Landschaft<\/strong><\/p>\n<p>Unter den Emails des katholischen Schriftleiters einer Heimatzeitschrift des Sauerlandes finde ich stets den Satz: \u201eDa steht der Feind, der sein Gift in die Wunden eines Volkes tr\u00e4ufelt. Da steht der Feind &#8211; und dar\u00fcber ist kein Zweifel: Dieser Feind steht rechts!\u201c Gesagt hat das im Parlament am 25. Juni 1922 der linkskatholische Reichskanzler Josef Wirth, Mitglied der CDU-Vorl\u00e4uferpartei Zentrum, nach der Ermordung des Demokraten Walter Rathenau.<\/p>\n<p>Die Minderheit jener Christenmenschen, die ab 1933 ob ihrer beharrlichen Weigerung einer Zusammenarbeit mit den Faschisten verfolgt oder gar ermordet worden sind, trat im katholischen Teil des Sauerlandes eindeutig st\u00e4rker in Erscheinung als in den protestantisch gepr\u00e4gten Nachbarlandschaften. Zu diesen katholischen Pazifisten, Kapitalismuskritikern oder Zentrumsleuten habe ich die B\u00fccher \u201eSauerl\u00e4ndische Friedensboten\u201c [3] und \u201eSauerl\u00e4ndische Lebenszeugen\u201c [4] (versehen mit dem Geleitwort eines christdemokratischen Regierungspr\u00e4sidenten) herausgegeben.<\/p>\n<p>Doch diese Vorbilder bildeten eben nur einen denkbar kleinen Kreis, w\u00e4hrend sich die Mehrheit der Leute dem Kurs des III. Reiches f\u00fcgte oder alsbald mit den W\u00f6lfen heulte. Auch im Sauerland wei\u00df das verbliebene schwarze Heimat-Selbstlobkollektiv aufgrund der Verdr\u00e4ngungsgeschichte nur wenig von den Schatten der katholischen Zentrumspartei:<\/p>\n<p>Aus S\u00fcdwestfalen kamen eben nicht nur ehrenwerte \u201ekatholische Antifaschisten\u201c, sondern gleicherma\u00dfen Hitlers Steigb\u00fcgelhalter Franz von Papen vom rechten Zentrumsrand (Werl), die beiden fr\u00fch zu den Deutschnationalen und dann zur NSDAP \u00fcbergelaufenen Politikerbr\u00fcder Ferdinand [5] und Hermann [6] von L\u00fcninck (aus Ostwig nahe Brilon) und der ber\u00fcchtigte katholische Staats-Unrechtler Carl Schmitt (NSDAP-Eintritt 1.5.1933) aus Plettenberg, der sich im Altkreis Brilon mit Gleichgesinnten [7] traf.<\/p>\n<p>In der sozialdemokratischen Zeitschrift \u201eDer wahre Jakob\u201c war 1932 zu lesen: \u201eDer Nationalsozialismus (siehe Hitler \u201aMein Kampf\u2018) w\u00fcnscht Krieg gegen Russland, Krieg gegen Frankreich und Krieg gegen die Randstaaten. &#8211; Nun, das wird kein Krieg, sondern eine Jagd. &#8211; Aber Sie, Herr von Papen, wird man dann fragen, wer die Bestie aus dem K\u00e4fig gelassen!\u201c [8] So klarsichtig urteilten zu diesem Zeitpunkt auch noch viele Zentrumspolitiker.<\/p>\n<p>Unmittelbar nach ihrer Macht\u00fcbernahme hatten die erkl\u00e4rten braunen Weltbrandstifter in katholischen Landschaften wie dem k\u00f6lnischen Sauerland ein Problem &#8211; namentlich in der Kommunalpolitik. An vielen Orten gab es Anfang 1933 noch nicht einmal eine \u201eZelle\u201c der NSDAP. Man musste zun\u00e4chst NS-Staatsdiener vor Ort aus dem vorhandenen Personal rekrutieren und fand erstaunlich viele Wendeh\u00e4lse, die sofort zur Kollaboration bereit waren.<\/p>\n<p>Einige wenige Beispiele [9] seien angef\u00fchrt: Am 12.4.1933 erkl\u00e4rt Heinrich Feldmann im Kreistag des Kreises Meschede, die gesamte Zentrumsfraktion stelle sich geschlossen hinter die \u201enationale Regierung\u201c und sei bereit zur Mitarbeit \u201emit allen ihr zu Gebote stehenden Kr\u00e4ften\u201c. \u00c4hnlich bekundet der Arnsberger Stadtverordnete R\u00f6rig am 25.4.1933: \u201eF\u00fcr uns Zentrumsleute ist es eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, der jetzt gegebenen Ordnung zu dienen.\u201c<\/p>\n<p>Der Arnsberger Propstdechant Joseph B\u00f6mer [10] (1881-1942), als Priester einer der couragiertesten Zentrumspolitiker im Sauerland und bis zum Tod ein kompromissloser Gegner des Hakenkreuzes, hatte sich 1932 als Kreisvorsitzender seiner Partei f\u00fcr den aus Attendorn stammenden Zentrumsmann Rudolf Isphording als neuen B\u00fcrgermeister eingesetzt und musste 1933 mit Bitterkeit feststellen, wie schnell dieser \u00fcber Nacht zu einem Anh\u00e4nger der Nazis geworden war (und nun braune Parolen von sich gab).<\/p>\n<p>Der vormalige Letmather Zentrums-B\u00fcrgermeister Franz P\u00f6ggeler fungierte von 1933 bis zu seinem Tod im Jahr 1942 als B\u00fcrgermeister von R\u00fcthen (1971-1975 Schulort von Friedrich Merz) und wurde postum noch 1977 durch eine P\u00f6ggeler-Stra\u00dfe geehrt. Nach den Forschungen von Dr. Hans-G\u00fcnther Bracht kommt man nicht umhin, P\u00f6ggeler eine erschreckende Mitwirkung am nationalsozialistischen Verfolgungssystem zu bescheinigen. [11]<\/p>\n<p><strong>Der Briloner B\u00fcrgermeister Josef Paul Sauvigny<\/strong><\/p>\n<p>Zu diesem Kreis von Personen, die Zentrumspartei wie Demokratie verrieten und sich 1933 der Macht verkauften, geh\u00f6rte nach Ausweis der bislang bekannten Quellen der Gro\u00dfvater von Friedrich Merz. Josef Paul Sauvigny (1875-1967) stammte aus einer Gutsbesitzerfamilie, von der f\u00fcnf S\u00f6hne am \u201esinnlosen Gemetzel\u201c (Papst Benedikt XV.) des 1. Weltkrieges teilgenommen hatten. Der studierte Jurist (Rechtsanwalt ab 1912) verlegte sich alsbald auf die Politik (1915 zweiter, 1916 erster Beigeordneter in Brilon) und amtierte in seiner Heimatstadt ab dem 17.11.1917 als B\u00fcrgermeister: Er \u201eist k\u00f6nigstreuer Gesinnung und geh\u00f6rt politisch der Centrumspartei an\u201c [12].<\/p>\n<p>Dr. Ottilie Knepper Babilon ordnet den 1929 wiedergew\u00e4hlten B\u00fcrgermeister f\u00fcr die Jahre 1925-1933 einer kommunalpolitischen Listen-Konstruktion zu, welche die Interessen des \u201egehobenen\u201c bzw. besitzenden B\u00fcrgertums vertrat und sich in der Folgezeit als \u201epolitisch sehr anpassungsf\u00e4hig\u201c erwies. [13] Dazu z\u00e4hlte etwa Dr. Josef Gerlach, der 1933 auf Kreisebene f\u00fcr die b\u00fcrgerliche Interessensgruppe und vor Ort f\u00fcr das den \u201ekleinen Leuten\u201c zugewandte Zentrum kandidierte, in der NS-Zeit dann eine Karriere als Kreiswirtschaftsberater machte &#8211; zust\u00e4ndig u.a. f\u00fcr das als \u201eArisierung\u201c bezeichnete Raubunternehmen.<\/p>\n<p><strong>Die sogenannte \u201eVolksgemeinschaft\u201c formiert sich<\/strong><\/p>\n<p>Nach der Macht\u00fcbernahme der Hitler-Partei bleibt nun J.P. Sauvigny ohne weitere Umst\u00e4nde B\u00fcrgermeister von Brilon und leitet dort am 1. Mai 1933 eine Massenversammlung, auf der sich die sogenannte \u201eVolksgemeinschaft\u201c der \u201eMenschen deutschen Blutes\u201c formiert. Die loyale &#8211; vormals schwarze, alsbald eingebr\u00e4unte &#8211; \u201eSauerl\u00e4nder Zeitung\u201c bringt nur seine Rede im Wortlaut-Zitat folgenderma\u00dfen (im Netz auch ein vollst\u00e4ndiger Text des ganzen Berichtes):<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDas neu geformte Deutschland feiert heute seinen ersten Nationalfeiertag. [\u2026] jung und kraftvoll wie die Scharen seiner jugendlichen Tr\u00e4ger, so steht das neue Reich vor uns. Noch brausen die St\u00fcrme der nationalen Revolution \u00fcber es hinweg, diese Fr\u00fchlingsst\u00fcrme, die allen Unrat hinwegfegten, die die Wolken verjagen, die uns bisher die Sonne rauben wollten. Dieser Sturm, der so manchen hart ankommen mag, er wird sich legen, nachdem er die Luft gereinigt hat, von allen giftigen D\u00fcnsten, die sich in Jahren mi\u00dfverstandener Freiheit und ohnm\u00e4chtiger Selbstzerfleischung angesammelt hatten.<\/p>\n<p>Dann erst wird die schwerste Zeit beginnen, die harte, entsagungsschwerste Arbeit des endlichen Wiederaufstieges. Doch w\u00e4hrend bisher sich deutsche Kraft und deutsches Aufbaustreben zerspalten und verbluten am Parteigez\u00e4nk und ewigen F\u00fchrerwechsel [sic], ist es heute ein Wille, der uns eint, eine Kraft, die uns leitet, ein F\u00fchrer, der uns ruft. Vergessend des Parteienhasses von gestern, hat das gro\u00dfe Sammeln begonnen, die Einigung aller Deutschen, deutschen Blutes zur gemeinsamen Tat, deren Sinnbild der heutige Festtag ist. [\u2026]<br \/>\nIm Auftrag der National-Sozialistischen Deutschen Arbeiterpartei hei\u00dfe ich Sie alle auf das herzlichste willkommen. Ich w\u00fcnsche, da\u00df Sie von aller Arbeit ruhend, ihr zur Ehre ein klassenvers\u00f6hnendes, aufbaubereitendes Fest begehen. Ich fordere Sie alle auf, [\u2026] aufzustehen zur gro\u00dfen Tat, vereint mit Hand anzulegen an das gro\u00dfe Befreiungswerk, zu dem wir alle aufgerufen sind, damit deutscher Arbeitswille wieder Raum, deutsche Arbeitsleistung wieder einen Boden findet. Ich bitte Sie sich zu erheben und mit mir einzustimmen in den Ruf: Das arbeitende deutsche Volk, sein ehrw\u00fcrdiger Reichspr\u00e4sident, die Verk\u00f6rperung deutscher Treue, der Kanzler Hitler, sein tatgewordener Aufbauwille, sie leben hoch, hoch, hoch!\u201c [14]<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese deutsche \u201eBluteinigungs-Rede\u201c wider die Weimarer Republik l\u00e4sst sich nun wirklich durch nichts rechtfertigen oder besch\u00f6nigen. Entsprechende fr\u00fche Versuche des Enkels [15] 2004 irritieren in h\u00f6chstem Ma\u00dfe, auch wenn die taz damals einige Abgr\u00fcnde der dokumentierten Ansprache noch gar nicht erschlossen hatte.<\/p>\n<p>Nur zu bald tritt ein, was B\u00fcrgermeister Sauvigny laut Sauerl\u00e4nder Zeitung versprochen hat: Der Kreis Brilon wird von dem befreit, was die Nationalsozialisten unter \u201eUnrat\u201c und \u201egiftigen D\u00fcnsten\u201c verstehen. Es geht um Menschen: Zuerst sollen die &#8211; vor Ort kaum doktrin\u00e4r ausgerichteten, z.T. gar katholischen &#8211; Kommunisten und andere Linke ausgeschaltet werden. [16]<\/p>\n<p>November 1933 wird man dann Schreie von Inhaftierten des Kreisgebietes aus dem Briloner Rathaus h\u00f6ren. An den Misshandlungen sind (angeblich ausw\u00e4rtige) SA-Leute und \u00f6rtliche Nazis beteiligt. Im katholischen Milieu folgt auf das Qu\u00e4len von Marxisten und deren KZ-Einweisung 1933 nur selten eine Solidarisierung. (Der Siegener Pfarrer Wilhelm Ochse [17], der im gleichen Jahr u.a. einen Kommunisten zur fotografischen Dokumentation seiner Folterspuren anh\u00e4lt, geh\u00f6rt zu den echten Ausnahmen.)<\/p>\n<p><strong>Die wirklichen Briloner Vorbilder<\/strong><\/p>\n<p>In den Jahren der Weimarer Republik war Brilon eine \u00fcberregional bedeutsame Hochburg des Friedensbundes deutscher Katholiken (FdK) gewesen, was am besten Sigrid Bl\u00f6meke in ihrer Studie \u201eNur Feiglinge weichen zur\u00fcck\u201c [18] erhellt. Die entschiedenen katholischen Pazifisten erkannten fr\u00fch die v\u00f6lkische, insbesondere antisemitische Gefahr, verlie\u00dfen aber z.T. auch die konfessionelle Einheitspartei nach deren Rechtsschwenk (nebst Aufr\u00fcstungspolitik).<\/p>\n<p>Schon 1931\/32 terrorisierten sauerl\u00e4ndische Nazis insbesondere die Leitgestalt Josef R\u00fcther [19] mit Morddrohungen, Brands\u00e4tzen und Gewehrmunition. Als der Gro\u00dfvater von Friedrich Merz 1933 in Brilon seine \u201edeutsche Bluteinigungsrede\u201c f\u00fcr die neue \u201eVolksgemeinschaft\u201c h\u00e4lt, ist R\u00fcthers Verfolgung schon zur Staatssache geworden. Der zuvor beamtete Gymnasiallehrer erh\u00e4lt nach Bespitzelung durch Sch\u00fcler direkt Anfang 1933 Berufsverbot und lebt w\u00e4hrend der NS-Zeit in dauernder Angst (zuletzt versteckt in einer Waldh\u00fctte). Sein Bruder Theodor, Priester und vormals Zentrumsvorsitzender von Brilon, wird als Lehrer zwangspensioniert.<\/p>\n<p>Andere Friedensbund-Katholiken sind ebenso Repressalien ausgesetzt. Zentrumsmann und Schneidermeister Wilhelm Schieferecke, der seine Werkstatt mit einem j\u00fcdischen Handwerkerkollegen teilt, wird Anfang 1933 aus der Stadtverordnetenversammlung ausgeschlossen. (Das ist ein anderes Schicksal als das des B\u00fcrgermeisters.)<\/p>\n<p>Sein Bruder Anton Schieferecke (1882-1962), w\u00e4hrend der Weimarer Republik nach Zentrums-Austritt u.a. auch Briloner Ortsvorsitzender des demokratischen Reichsbanners, sabotiert 1933 die von Sauvigny geleitete Mai-Volkseinheitsfeier und verliert seinen Sitz im Sparkassenvorstand. Neun M\u00e4nner der SA, welche den B\u00fcrgermeister Sauvigny bald auch zu den Ihrigen z\u00e4hlen wird (s.u.), zerren ihn aus dem Sitzungssaal des Rathauses.<\/p>\n<p>Der Schreinermeisters wird als \u201eJudenbannerf\u00fchrerh\u00e4uptling\u201c gebrandmarkt und sein Gesch\u00e4ft boykottiert, was zu einem schweren Ringen um die Existenz der Familie f\u00fchrt: \u201eEr beteiligte sich w\u00e4hrend der NS-Zeit an keiner Wahl, gr\u00fc\u00dfte nicht mit deutschem Gru\u00df, flaggte nicht oder wenn, dann nur Schwarz-Rot-Gold [&#8230;] oder Wei\u00df-Gelb (Fahne des Papstes).\u201c Aufgrund seines antifaschistischen Verhaltens \u201ewurde Anton Schieferecke wie sein Bruder Wilhelm und wie auch Josef R\u00fcther nach dem gescheiterten Umsturzversuch am 20. Juli 1944 f\u00fcr kurze Zeit inhaftiert.\u201c [20]<\/p>\n<p>Die Beispiele sind keineswegs ersch\u00f6pfend. Im weiteren Briloner Kreisgebiet musste z.B. auch der FdK-Mann Franz Butterwege (1881-1956) als erkl\u00e4rter \u201eJudenfreund\u201c anl\u00e4sslich der Pogrome 1938 zusammen mit seiner Frau Angriffe, wegen \u00f6ffentlichen Streits mit Nazis sodann auch drei Monate lang Gef\u00e4ngnishaft erleiden.<\/p>\n<p>Erst im Kontrastvergleich mit diesen und anderen drangsalierten Katholiken am Ort und im Wissen um fr\u00fche Folteropfer auch unter den Mitgliedern der deutschen Zentrumspartei kann man das Exempel des am Aufbau des NS-Staates beteiligten Briloner B\u00fcrgermeistes (Ex-Zentrum) mit gleichem Taufschein sachgerecht bewerten. Die Verfolgungsschicksale sind untrennbar mit dessen Weg des kommunalpolitischen Machterhaltes verbunden.<\/p>\n<p><strong>Abschied von der Macht im Jahr 1937<\/strong><\/p>\n<p>Eine geschichtswissenschaftliche Forschungsarbeit zu Josef Paul Sauvigny liegt noch nicht vor. Ihn entlastende und r\u00fchmliche Taten aus der NS-Zeit (1933-1945) im Sinne einer durch Quellen belegten \u201eWiderst\u00e4ndigkeit\u201c sind m.W. bislang nicht vorgetragen worden. Wir wissen lediglich, dass ihn die Nazis laut famili\u00e4rer \u00dcberlieferung \u201eangekotzt\u201c haben sollen (was nach 1945 nahezu alle Sauerl\u00e4nder von sich beteuerten).<\/p>\n<p>Gewaltsam aus dem Amt gejagt und um seine Beamtenpension betrogen wurde der Briloner B\u00fcrgermeister jedenfalls nicht. Er war im Zeitraum von 100 Jahren erst das zweite Stadtoberhaupt, dem mehr als nur eine Amtszeit zukam. Im Zeitungsbericht zur Verabschiedung in den Ruhestand am 2. Juli 1937 wird das Gru\u00dfwort des von den Nationalsozialisten eingesetzten Landrats Peter Schramm [21] (NSDAP ab 1932, SS ab 1933) so wiedergegeben:<\/p>\n<blockquote><p>B\u00fcrgermeister J.P. Sauvigny habe \u201enach den schwierigen Zeiten [\u2026] auch den Aufstieg noch miterleben d\u00fcrfen. Nach der Macht\u00fcbernahme habe er sich trotz seines vorger\u00fcckten Alters, entsprechend seiner nationalen Gesinnung sofort eingeschaltet und sein Amt stets im nationalsozialistischen Geiste verwaltet. Das sei sowohl von der Aufsichtsbeh\u00f6rde wie auch von der politischen Leitung durchaus anerkannt worden. Er spreche ihm daf\u00fcr den Dank dieser Stellen aus und w\u00fcnsche ihm noch einen langen Lebensabend in Brilon, als deren [sic] Mitb\u00fcrger er sich auch ferner am \u00f6ffentlichen Leben bet\u00e4tigen werde.\u201c [22]<\/p><\/blockquote>\n<p>Bedroht war der Bezug seiner Beamtenpension, so die seit 17 Jahren im Netz zug\u00e4nglichen (also nicht weggeklagten) Pressemeldungen, erst im Zuge der beiden \u201eEntnazifizierungsverfahren\u201c nach Niederwerfung des deutschen Faschismus. Deren Akten (Hauptstaatsarchiv D\u00fcsseldorf) lie\u00df die taz 2004 ablichten [23]: 1946 gibt J.P. Sauvigny im Fragebogen der Milit\u00e4rregierung an, er sei am 1. Juli 1933 (!) der SA beigetreten, und am 10.12.1947 vermerkt er selbst sein Amt als \u201eOberscharf\u00fchrer der SA Res[erve]\u201c. Weitere Mitgliedschaften: Nationalsozialistische Volkswohlfahrt, NS-Reichskriegerbund und NS-Rechtswahrerbund (ein Unrechtswahrer-Bund).<\/p>\n<p>Als Parteizugeh\u00f6riger der NSDAP selbst, so wei\u00df Sauvigny noch anzugeben, wird er erst ab 1938 &#8211; schon nicht mehr als Stadtoberhaupt &#8211; eingeschrieben. Das spricht nun &#8211; unabh\u00e4ngig vom Eintrittsprozedere &#8211; nicht gerade daf\u00fcr, dass er im Juli 1937 aus seinem Briloner B\u00fcrgermeisteramt irgendwie im Streit mit eben dieser NSDAP ausgeschieden ist.<\/p>\n<p>Die folgenden Wikipedia-Eintragungen [24] zu Ergebnissen der Entnazifizierungs-Verfahren fassen die Angaben aus den in diesem Beitrag angef\u00fchrten Zeitungs-Recherchen (taz u.a.) so zusammen:<\/p>\n<blockquote><p>1947 \u201ein die Kategorie 3 eingestuft. Wegen dieser Einstufung bekam er nur noch 60\u00a0% seiner Pension, und es wurde ihm verboten, \u00f6ffentliche \u00c4mter zu \u00fcbernehmen. Er selbst nannte dies ein \u201aschreiendes Unrecht\u2018; er sagte: \u201aEine pers\u00f6nliche Schuld kommt bei mir nicht in Frage\u2018. Er berief sich darauf, dass die Nazis ihn zwangspensioniert h\u00e4tten. Er sei daher ein Nazigesch\u00e4digter.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Dass NS-Kollaborateure aller Grade sich nach Kriegsende als Opfer vorstellen, ist der Regelfall. Speziell zum Briloner B\u00fcrgermeister teilt Pascal Beucker noch mit: \u201eSauvigny hatte Erfolg mit seiner Rechtfertigungslyrik. In der Berufung wurde er 1948 als \u201aMitl\u00e4ufer\u2018 in die Kategorie vier hinabgestuft, er erhielt wieder seine volle Pension.\u201c [25]<\/p>\n<p>Als historisches Vergleichsmaterial sei auf phantastische Exempel der \u201everbesserten Entnazifizierung\u201c eines antisemitischen Musikpolizisten [26] und einer ebenfalls judenfeindlichen Nazi-Literatin [27] aus dem Sauerland verwiesen. Der zweite Wei\u00dfwaschgang der Entnazifizierung in Eigenregie zeitigte fast immer erstaunliche Ergebnisse.<\/p>\n<p>F\u00fcr seinen Gro\u00dfvater kann Friedrich Merz nicht sprechen oder gar haften. Aber er kann unzweideutig feststellen, dass dieser kein Vorbild war, sondern mit seinem \u00f6ffentlichen Wirken ein absto\u00dfendes Beispiel der Kollaboration mit der menschenfeindlichen, sodann massenm\u00f6rderischen Rechten geboten hat &#8211; ein Mann also, in dessen politische Fu\u00dfstapfen kein Briloner je wieder treten darf.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p>[1] Vgl. erst jetzt ohne K\u00fcrzungen: \u201eHitler, sein tatgewordener Aufbauwille, sie leben hoch, hoch, hoch!\u201c Textdokumentation:<br \/>\nWie sich 1933 in Brilon unter Propagandaworten des katholischen B\u00fcrgermeisters die sogenannte \u201eVolksgemeinschaft\u201c formierte. Blogbeitrag, 08.01.2021. <a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/hitler-sein-tatgewordener-aufbauwille-sie-lebenhoch-hoch-hoch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/hitler-sein-tatgewordener-aufbauwille-sie-lebenhoch-hoch-hoch\/<\/a><\/p>\n<p>[2] Vgl. Martin Teigeler: Merz bejubelt rechten Gro\u00dfvater. In: taz, 16.01.2004. <a href=\"https:\/\/taz.de\/Merz-bejubelt-rechtenGrossvater\/!806584\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/taz.de\/Merz-bejubelt-rechtenGrossvater\/!806584\/<\/a> \/ Patrik Schwarz: Der seltsame Stolz des Friedrich Merz. In: taz, 19.01.2004. <a href=\"https:\/\/taz.de\/!805458\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/taz.de\/!805458\/<\/a> \/ Toralf Staud: \u201eOpa war okay\u201c. In: Zeit Online, 22.01.2004. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2004\/05\/Glosse_Seite_2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.zeit.de\/2004\/05\/Glosse_Seite_2<\/a> \/ Patrik Schwarz: Merz\u2018 Gro\u00dfvater SA- und NSDAP-Mitglied. In: taz, 22.01.2004. <a href=\"https:\/\/taz.de\/!803355\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/taz.de\/!803355\/<\/a> \/ PAT: Friedrich Merz verteidigt Gro\u00dfvaters Ehre. In: taz, 22.01.2004. <a href=\"https:\/\/taz.de\/Friedrich-Merz-verteidigt-Grossvaters-Ehre\/!803973\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/taz.de\/Friedrich-Merz-verteidigt-Grossvaters-Ehre\/!803973\/<\/a> \/ Pascal Beucker: Der Vormerz. In: Jungle World, 28.01.2004. <a href=\"https:\/\/jungle.world\/artikel\/2004\/05\/der-vormerz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/jungle.world\/artikel\/2004\/05\/der-vormerz<\/a><\/p>\n<p>[3] P. B\u00fcrger: Sauerl\u00e4ndische Friedensboten. (=Friedensarbeiter, Antifaschisten und M\u00e4rtyrer des kurk\u00f6lnischen Sauerlandes.<br \/>\nErster Band.) Norderstedt: BoD 2016. \u2013 Vorstellung: <a href=\"https:\/\/www.lebenshaus-alb.de\/magazin\/010277.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.lebenshaus-alb.de\/magazin\/010277.html<\/a><\/p>\n<p>[4] P. B\u00fcrger: Sauerl\u00e4ndische Lebenszeugen. (=Friedensarbeiter, Antifaschisten und M\u00e4rtyrer des kurk\u00f6lnischen Sauerlandes.<br \/>\nZweiter Band.) Norderstedt: BoD 2018. \u2013 Geleitwort im Netz: https:\/\/www.lebenshaus-alb.de\/magazin\/011357.html<\/p>\n<p>[5] Dieser Adelige sp\u00e4ter allerdings voller Reue; vgl. ein Kurzbiogramm:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ferdinand_von_L%C3%BCninck_(Oberpr%C3%A4sident)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ferdinand_von_L%C3%BCninck_(Oberpr%C3%A4sident)<\/a><\/p>\n<p>[6] Vgl. ein Kurzbiogramm: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hermann_von_L%C3%BCninck\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hermann_von_L%C3%BCninck<\/a><\/p>\n<p>[7] \u201eSiedlinghauser Kreis\u201c (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Siedlinghauser_Kreis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Siedlinghauser_Kreis<\/a>).<\/p>\n<p>[8] Abgebildet im Netz auf dieser Seite: <a href=\"https:\/\/oskarstillich.de\/2020\/03\/26\/die-deutschen-aus-unbekannter-sicht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/oskarstillich.de\/2020\/03\/26\/die-deutschen-aus-unbekannter-sicht\/<\/a><\/p>\n<p>[9] Nachweise u.a. im Buch P. B\u00fcrger: Friedenslandschaft Sauerland. Antimilitarismus und Pazifismus in einer katholischen Region. Norderstedt: BoD 2016. Dazu ein Internetdossier: <a href=\"http:\/\/www.sauerlandmundart.de\/pdfs\/daunlots%2077.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.sauerlandmundart.de\/pdfs\/daunlots%2077.pdf<\/a><\/p>\n<p>[10] Vgl. zu ihm auch meinen Aufsatz in \u201edaunlots nr. 78\u201c, S. 167-176:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sauerlandmundart.de\/pdfs\/daunlots%2078.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.sauerlandmundart.de\/pdfs\/daunlots%2078.pdf<\/a><\/p>\n<p>[11] Zuerst Hans-G\u00fcnther Bracht: Zur Problematik von Stra\u00dfenbenennungen. Dargestellt am Beispiel der P\u00f6ggelerstra\u00dfe in R\u00fcthen. In: Heimatbl\u00e4tter \u2013 Beilage zum \u201ePatriot\u201c und zur Geseker Zeitung 95. Jg. (Lippstadt 2015), Folge 4, S. 25-32.<br \/>\nKurzbericht dazu: <a href=\"https:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/nachrichten-aus-soest-lippstadt-moehnesee-und-ruethen\/anwohnerwuenschen-umbenennung-der-poeggelerstrasse-id10429216.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/nachrichten-aus-soest-lippstadt-moehnesee-und-ruethen\/anwohnerwuenschen-umbenennung-der-poeggelerstrasse-id10429216.html<\/a><\/p>\n<p>[12] Angabe nach O. Knepper-Babilon (Zitat nach: Stadtarchiv Brilon C 593). \u2013 Vgl. zu Savigny und seine Familie auch Alfred Bruns: Brilon 18-16-1918. Brilon: Weyers Verlag 1988. (s. Namenregister)<\/p>\n<p>[13] Ottilie Knepper-Babilon \/ Hanneli Kaiser-L\u00f6ffler: Widerstand gegen die Nationalsozialisten im Sauerland. (= Hochsauerland Schriftenreihe Band IV). Brilon: Podszun 2003, S. 104-105, 114-115.<\/p>\n<p>[14] Das Volksfest der nationalen Arbeit in Brilon. In: Sauerl\u00e4nder Zeitung (Unsere Sauerl\u00e4ndische Heimat), Brilon den 3. Mai 1933. [Volltextdokumentation erfasst von Peter B\u00fcrger; nach einem Scan der Zeitungsseite aus dem Stadtarchiv Brilon.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/hitler-sein-tatgewordener-aufbauwille-sie-leben-hoch-hoch-hoch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/hitler-sein-tatgewordener-aufbauwille-sie-leben-hoch-hoch-hoch\/<\/a> ]<\/p>\n<p>[15] Patrik Schwarz: Merz\u2018 Gro\u00dfvater SA- und NSDAP-Mitglied. In: taz, 22.01.2004. <a href=\"https:\/\/taz.de\/!803355\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/taz.de\/!803355\/<\/a><\/p>\n<p>[16] Ottilie Knepper-Babilon \/ Hanneli Kaiser-L\u00f6ffler: Widerstand gegen die Nationalsozialisten im Sauerland. (= Hochsauerland Schriftenreihe Band IV). Brilon: Podszun 2003. (Kapitel zum Altkreis Brilon.)<\/p>\n<p>[17] Vgl. zu ihm Ulrich Wagner: Glaubenszeugnis und Widerstand. Pfarrer Wilhelm Ochse (1878-1969). Siegen: Vorl\u00e4nder 1990. \u2013 Im Netz auch: <a href=\"https:\/\/www.vielfalt-mediathek.de\/data\/hellwig_raimund__siegen_unter_dem_hakenkreuz.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.vielfalt-mediathek.de\/data\/hellwig_raimund__siegen_unter_dem_hakenkreuz.pdf<\/a><\/p>\n<p>[18] Sigrid Bl\u00f6meke: Nur Feiglinge weichen zur\u00fcck. Josef R\u00fcther (1881-1972). Eine biographische Studie zur Geschichte des Linkskatholizismus. Brilon 1992.<\/p>\n<p>[19] Vgl. zum ihm auch den Sonderband \u201edaunlots\u201c Nr. 61 (mit Abbildung eines drastischen Drohbriefes):<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sauerlandmundart.de\/pdfs\/daunlots%2061.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.sauerlandmundart.de\/pdfs\/daunlots%2061.pdf<\/a><\/p>\n<p>[20] Vgl. Ottilie Knepper-Babilon \/ Hanneli Kaiser-L\u00f6ffler: Widerstand gegen die Nationalsozialisten im Sauerland. Brilon 2003, S. 118-119, 135-137.<\/p>\n<p>[21] Knappe \u00dcbersicht zu ihm: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Peter_Schramm_(Verwaltungsjurist)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Peter_Schramm_(Verwaltungsjurist)<\/a><\/p>\n<p>[22] \u201eBrilon, den 2. Juli 1937. B\u00fcrgermeister Sauvigny nahm Abschied\u201c. In: Sauerl\u00e4nder Zeitung (Brilon), 02.07.1937.<br \/>\n[Volltextdokumentation erfasst von Peter B\u00fcrger; nach einem Scan der Zeitungsseite aus dem Stadtarchiv Brilon.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/hitler-sein-tatgewordener-aufbauwille-sie-leben-hoch-hoch-hoch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/hitler-sein-tatgewordener-aufbauwille-sie-leben-hoch-hoch-hoch\/<\/a> ]<\/p>\n<p>[23] Patrik Schwarz: Merz\u2018 Gro\u00dfvater SA- und NSDAP-Mitglied. In: taz, 22.01.2004. <a href=\"https:\/\/taz.de\/!803355\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/taz.de\/!803355\/<\/a><\/p>\n<p>[24] <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Josef_Paul_Sauvigny\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Josef_Paul_Sauvigny<\/a> (Abruf zuletzt 11.01.2021).<\/p>\n<p>[25] Pascal Beucker: Der Vormerz. In: Jungle World, 28.01.2004. <a href=\"https:\/\/jungle.world\/artikel\/2004\/05\/der-vormerz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/jungle.world\/artikel\/2004\/05\/der-vormerz<\/a><\/p>\n<p>[26] Georg Nellius (1891-1952). V\u00f6lkisches und nationalsozialistisches Kulturschaffen, antisemitische Musikpolitik, Entnazifizierung. \u2013 Darstellung und Dokumentation im Rahmen der aktuellen Stra\u00dfennamendebatte. Vorgelegt von Peter B\u00fcrger und Werner Neuhaus in Zusammenarbeit mit Michael Gosmann \/ Stadtarchiv Arnsberg. (= daunlots. internetbeitr\u00e4ge des christine-koch-mundartarchivs am museum eslohe. nr. 69). Eslohe 2014. \u2013 Im Internet auch:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Juden-und-Thomas-Mann-Todfeind-3502577.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Juden-und-Thomas-Mann-Todfeind-3502577.html<\/a><\/p>\n<p>[27] Josefa Berens-Totenohl (1891-1969), nationalsozialistische Erfolgsautorin aus dem Sauerland. \u2013 Forschungsbeitr\u00e4ge von Peter B\u00fcrger, Reinhard Kiefer, Monika L\u00f6cken, Ortrun Niethammer, Ulrich Friedrich Opfermann und Friedrich Schroeder.<br \/>\nHerausgegeben vom Christine Koch-Mundartarchiv in Zusammenarbeit mit dem Kreisheimatbund Olpe. (= daunlots. internetbeitr\u00e4ge des christine-koch-mundartarchivs am museum eslohe. nr. 70). Eslohe 2014.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sauerlandmundart.de\/pdfs\/daunlots%2070.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.sauerlandmundart.de\/pdfs\/daunlots%2070.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Sauerl\u00e4nder Friedrich Merz hat (wom\u00f6glich gleicherma\u00dfen als \u201eWunschkandidat\u201c von oppositionellen Linken wie auch der Nationalgesonnenen in der CDU) gute Chancen, n\u00e4chster Vorsitzender der christdemokratischen Partei zu werden oder &#8211; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/der-opa-von-friedrich-merz-ueber-den-briloner-buergermeister-josef-paul-sauvigny-1875-1967-die-einigung-alles-deutschen-blutes-1933-und-ein-vorlaeuferkapitel-de\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e\u201eDer Opa von Friedrich Merz\u201c  <\/p>\n<div><small>\u00dcber den Briloner B\u00fcrgermeister Josef Paul Sauvigny (1875-1967), die \u201eEinigung alles deutschen Blutes\u201c 1933 und ein Vorl\u00e4uferkapitel der CDU-Parteigeschichte<\/small><\/div>\n<p>\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":18,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[319,80,7507],"tags":[149,8785],"class_list":["post-48057","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-geschichte","category-lokales","category-nationalsozialismus","tag-friedrich-merz","tag-josef-paul-sauvigny"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48057","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/18"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=48057"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48057\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=48057"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=48057"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=48057"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}