{"id":44344,"date":"2019-06-20T23:10:31","date_gmt":"2019-06-20T22:10:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=44344"},"modified":"2019-06-21T22:31:26","modified_gmt":"2019-06-21T21:31:26","slug":"roehrtalbahn-rundbrief-des-vcd-und-der-lokalen-agenda-21-an-die-mitglieder-des-kreistags-und-des-ausschusses-fuer-wirtschaft-struktur-und-tourismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/roehrtalbahn-rundbrief-des-vcd-und-der-lokalen-agenda-21-an-die-mitglieder-des-kreistags-und-des-ausschusses-fuer-wirtschaft-struktur-und-tourismus\/","title":{"rendered":"R\u00f6hrtalbahn: Rundbrief des VCD und der Lokalen Agenda 21 an die Mitglieder des Kreistags und des Ausschusses f\u00fcr Wirtschaft, Struktur und Tourismus"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_44351\" aria-describedby=\"caption-attachment-44351\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/R\u00f6hrtalbahnsteig20180630.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-44351\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/R\u00f6hrtalbahnsteig20180630.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"468\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/R\u00f6hrtalbahnsteig20180630.jpg 1024w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/R\u00f6hrtalbahnsteig20180630-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/R\u00f6hrtalbahnsteig20180630-768x513.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-44351\" class=\"wp-caption-text\">Der bereits fertig gestellte R\u00f6hrtalbahnsteig 4 im Bahnhof Neheim-H\u00fcsten. Dort k\u00f6nnen bereits ab 2025 solch hochmoderne Triebwagen nach Sundern fahren, mit direktem \u00dcbergang aus den Z\u00fcgen der Oberen Ruhrtalbahn. (foto: vcd)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Im folgenden dokumentieren wir eine Stellungnahme des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) HSK und der Arnsberger Agenda 21 zum Antrag der CDU Hochsauerlandkreis die Reaktivierung der R\u00f6hrtalbahn zu stoppen. <\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber den Antrag der CDU wurde hier im Blog berichtet: <a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/nachhilfeunterricht-fuer-die-cdu-im-hochsauerlandkreis-wie-laeuft-die-reaktivierung-einer-schienenstrecke-ab\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Nachhilfeunterricht f\u00fcr die CDU im Hochsauerlandkreis: Wie l\u00e4uft die Reaktivierung einer Schienenstrecke ab?<\/a><\/p>\n<blockquote><p><strong>R\u00f6hrtalbahn: Rundbrief an die Mitglieder des Kreistags und des WST-Ausschusses<\/strong><\/p>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>mit gro\u00dfer Sorge haben wir den j\u00fcngsten Vorsto\u00df zur Stilllegung der R\u00f6hrtalbahn zur Kenntnis genommen. Wir setzen uns nun schon seit fast 20 Jahren f\u00fcr die Reaktivierung des Schienenpersonenverkehrs (SPNV) zwischen Neheim-H\u00fcsten und Sundern ein. Hierf\u00fcr sehen wir sehr gro\u00dfe Chancen in den n\u00e4chsten Jahren. Denn in Politik und Gesellschaft ist die Erkenntnis gereift, dass der Verkehrstr\u00e4ger Schiene gest\u00e4rkt werden muss, da der Verkehrstr\u00e4ger Stra\u00dfe trotz gro\u00dfer baulicher Anstrengungen immer mehr an seine Grenzen kommt. Die Verkehrswende kommt derzeit auf technischer, politischer, st\u00e4dtebaulicher und nicht zuletzt Nutzer-Ebene sowie aus Gr\u00fcnden des Gesundheitsschutzes, Klimawandels und der Lebensqualit\u00e4t immer mehr in Gang. Gleichzeitig sind die finanziellen Grundlagen f\u00fcr den SPNV langfristig von Bund und L\u00e4ndern gesichert. Daher w\u00e4re eine Stilllegung einer Bahnstrecke r\u00fcckw\u00e4rtsgewandt und unzeitgem\u00e4\u00df!<\/p>\n<p>Die Kosten einer Reaktivierung der R\u00f6hrtalbahn wurden im Jahr 2011 gutachterlich abgesch\u00e4tzt, ebenso der volkswirtschaftliche Nutzen dieser Ma\u00dfnahme nachgewiesen. Konsequenterweise wurde die R\u00f6hrtalbahn daraufhin auf Vorschlag der St\u00e4dte Arnsberg und Sundern, des HSK und des Regionalrats in den vordringlichen Bedarf des SPNV-Bedarfsplanes des ZRL aufgenommen.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chster planerischer Schritt muss nun eine detaillierte Untersuchung der Kosten und eine aktualisierte Kosten-Nutzen-Rechnung erfolgen, woraufhin die Aufnahme in den \u00d6PNV-Bedarfsplan des Landes NRW erfolgen wird. Die ZRL-Verbandsversammlung hat die hierf\u00fcr erforderlichen Mittel im April 20119 freigegeben! Nach Abschluss dieser Untersuchungen k\u00f6nnen F\u00f6rdergelder f\u00fcr die notwendigen Bauma\u00dfnahmen an die RLG flie\u00dfen.<\/p>\n<p>Schon ab Mitte der 2020er Jahre k\u00f6nnte nach Angaben des ZRL der Personenverkehr auf der R\u00f6hrtalbahn wieder in Betrieb genommen werden &#8211; und dies alles bei Entlastung der kommunalen Kassen, insbesondere des RLG-Miteigent\u00fcmers HSK!<\/p>\n<p>Die finanzielle Lage des kommunalen Unternehmens RLG &#8211; das ja in weiten Teilen des HSK und des Kreises Soest auch den Busverkehr sicherstellen muss &#8211; w\u00fcrde sich durch die Einnahmen aus den Trassengeb\u00fchren f\u00fcr den Personenverkehr auf der Schiene (ca. 5 &#8211; 6 Euro pro gefahrenem Zug-km auf der R\u00f6hrtalbahn &#8211; dies entspricht etwa 700.000 Euro pro Jahr!) nachhaltig verbessern. Au\u00dferdem g\u00e4be es auch eine beachtliche Wertsteigerung der RLG-eigenen R\u00f6hrtalbahn durch die Investitionen f\u00fcr die Reaktivierung (inklusive Bahnsteige), die komplett aus den Regionalisierungsmitteln des Bundes erfolgen wird!<\/p>\n<p>Die Verbesserung der RLG-Einnahmesituation durch die SPNV-Reaktivierung schafft zudem eine g\u00fcnstigere wirtschaftliche Lage der RLG und\/oder neue Spielr\u00e4ume f\u00fcr den RLG-Busverkehr im HSK.<\/p>\n<p><strong>Kosten entstehen also durch die Reaktivierung f\u00fcr den Kreis nicht, das Gegenteil ist der Fall!<\/strong><\/p>\n<p>Lehnt man dieses Angebot im HSK nun ab (obwohl man sich seit Jahren genau daf\u00fcr eingesetzt hat!), flie\u00dfen diese Investitionsmittel in andere Regionen und verbessern dort den Nahverkehr &#8211; nicht aber in unserer Heimat! <strong>Steuermittel w\u00fcrden dadurch nicht eingespart.<\/strong><\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich d\u00fcrfte die Annahme des Antrags zur Stilllegung der R\u00f6hrtalbahn durch den Kreistag dazu f\u00fchren, der RLG ihre Gesch\u00e4ftsmodell zu entziehen, denn die Strecke m\u00fcsste zur \u00dcbernahme durch andere Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) ausgeschrieben werden.<\/p>\n<p>Das schafft interessante Perspektiven f\u00fcr konkurrierende Bahnunternehmen. Im besten Fall w\u00fcrde dann die R\u00f6hrtalbahn im Besitz eines anderen Bahnunternehmens als der RLG f\u00fcr den Personenverkehr reaktiviert, im schlechten Fall bliebe zun\u00e4chst alles, wie es derzeit ist, und im schlechtesten Fall k\u00f6nnte dieses neue EIU die Trasse und die Filetgrundst\u00fcckee (z. B. Sundern Innenstadt und Hachen mit Bahnh\u00f6fen zentral im Ort, Stemel mit direktem Zugang zum Sorpesee-Radweg) gut vermarkten.<\/p>\n<p>Den Kommunen w\u00e4ren jedoch zun\u00e4chst alle stadtplanerischen M\u00f6glichkeiten entzogeen, diese Fl\u00e4chen gemeinsam mit der RLG zu entwickeln!<\/p>\n<p>F\u00fcr die Errichtung eines Radweges auf der R\u00f6hrtal-Trasse gibt es hingegegen weder einen Bedarf noch ist bislang ansatzweise die H\u00f6he der Kosten bekannt. Wir haben bei einigen Bahntrassenradwegen die Kosten recherchiert und kamen stichprobenhaft auf Kosten von 200.000 bis 300.000 Euro pro km, was f\u00fcr das R\u00f6hrtal einen Betrag von ca. 3 bis 4 Mio. Euro bedeuten w\u00fcrde &#8211; nur f\u00fcr den Bau des Radweges, nicht f\u00fcr den Abbau der Bahnstrecke. Dazu kommen noch die Kosten f\u00fcr die Entsorgung von 14 km Holz-Bahnschwellen (Sonderm\u00fcll Kategorie IV)!<\/p>\n<p>V\u00f6llig unklar ist auch, wer die Tr\u00e4gerschaft eines solchen Radweges \u00fcbernehmen soll. Ist daran gedacht, den Etat des Hochsauerlandkreises hiermit zu belasten?<\/p>\n<p>Da Fahrrad und Bahn sich optimal erg\u00e4nzen, so wie es bei der Oberen Ruhrtalbahn und dem Ruhrtalradweg der Fall ist, sollten sie generell nicht in Konkurrenz zueinander gesetzt werden.<\/p>\n<p>Im R\u00f6hrtal <strong>besteht<\/strong> seit Jahrzehnten ein durchgehender <strong>Radwanderweg<\/strong>, der Bestandteil des Radnetzes NRW (R-Netz, Knotenpunktsystem) ist. Dar\u00fcber hinaus gibt es alternative Wegstrecken auch f\u00fcr Alltagsradler, z. B. von H\u00fcsten durch die gesamte Ortsdurchfahrt M\u00fcschede, von Reigern bis Hachen die B229 stra\u00dfenbegleitend, zwischen Hachen und Stemel sowie neuerdings durch die gesamte Ortsdurchfahrt Stemel bis zum Ortseingang Sundern entlang der L519.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzliche Optimierungen sind konkret in Planung, z. B. im Bereich der Stadt Sundern die Asphaltierung der gesamten Strecke des R-Weges zwischen Sundern und Hachen sowie der Anschluss des Gewerbegebietes &#8222;D\u00fcmpel&#8220; f\u00fcr Alltagsradler.<\/p>\n<p>Ein Radweg auf der R\u00f6hrtalbahntrasse w\u00fcrde zudem an den Kreuzungen mit der Landes- und Bundesstra\u00dfe im R\u00f6hrtal eine Sicherung mit Ampelanlagen erforderlich machen, um Radfahrern &#8211; egal, ob Alltagsradlern oder Familien- oder Gruppenradlern &#8211; \u00fcberhaupt eine \u00dcberquerung der vielbefahrenen Relation B229\/L519 zu erm\u00f6glichen. Dies w\u00fcrde f\u00fcr Kfz und auch f\u00fcr Busse zu zahlreichen Stopps f\u00fchren (nicht nur zweimal pro Stunde, wie bei den Personenz\u00fcgen)!<\/p>\n<p>Keineswegs ist \u00fcbrigens seitens der RLG daran gedacht, nach der Reaktivierung des Schienenpersonenverkehrs den Busverkehr im R\u00f6hrtal komplett einzustellen. Es kommt z. T. sogar zu eine Angebotsausweitung, da das Oberdorf von M\u00fcschede erstmals durch eine neue Stadtbuslinie in einem Halbstundentakt an Neheim und H\u00fcsten angebunden w\u00fcrde &#8211; <strong>zus\u00e4tzlich<\/strong> zum Schienenverkehr auf der R\u00f6hrtalbahn. Dies ist bereits in der Potentialanalyse aus dem Jahr 2011 nachzulesen.<\/p>\n<p>Zudem wurde bei der Modernisierung des Bahnhofs Neheim-H\u00fcsten die R\u00f6hrtalbahn bereits ber\u00fccksichtigt. Denn das Gleis 4 am neuen Mittelbahnsteig ist so konzipiert, dass von dort aus die R\u00f6hrtalbahn starten kann. Damit ist eine wesentliche bauliche Vorleistung bereits erbracht.<\/p>\n<p>Wir appellieren daher an Sie: Blockieren Sie nicht den Weg f\u00fcr eine Reaktivierung der R\u00f6hrtalbahn! Die Vielzahl der derzeitigen Reaktivierungsvorhaben in NRW und bundesweit zweigt, dass wir uns hier in guter Gesellschaft befinden. Bei einem Verzicht auf die Reaktivierung der R\u00f6hrtalbahn w\u00fcrden keine Steuergelder gespart, sondern woanders investiert, nicht aber in unserer Heimat und in unsere RLG. St\u00e4rken Sie den Wirtschaftsstandort HSK!<\/p>\n<p>Nur mit einer starken, gut ausgebauten Bahn und dem darauf ausgerichteten Busverkehr kann der Verkehr im Sauerland umweltvertr\u00e4glicher und f\u00fcr Pendler, Touristen, Sch\u00fcler attraktiver gestaltet und gleichzeitig der Verkehrstr\u00e4ger Stra\u00dfe entlastet werden. <strong>Dies w\u00e4re auch ein guter Beitrag zum Klimaschutz!<\/strong><\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Guido Schulte<br \/>\nVCD Hochsauerland e. V.<\/p>\n<p>Rainer Fischer<br \/>\nLokale Agenda 21<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im folgenden dokumentieren wir eine Stellungnahme des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) HSK und der Arnsberger Agenda 21 zum Antrag der CDU Hochsauerlandkreis die Reaktivierung der R\u00f6hrtalbahn zu stoppen. \u00dcber den Antrag &hellip; <a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/roehrtalbahn-rundbrief-des-vcd-und-der-lokalen-agenda-21-an-die-mitglieder-des-kreistags-und-des-ausschusses-fuer-wirtschaft-struktur-und-tourismus\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eR\u00f6hrtalbahn: Rundbrief des VCD und der Lokalen Agenda 21 an die Mitglieder des Kreistags und des Ausschusses f\u00fcr Wirtschaft, Struktur und Tourismus\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[80,24,618],"tags":[5477,7834,1492,7605],"class_list":["post-44344","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lokales","category-politik","category-verkehr","tag-cdu-hochsauerlandkreis","tag-radweg","tag-rohrtalbahn","tag-verkehrswende"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44344","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44344"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44344\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44344"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44344"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44344"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}