{"id":42781,"date":"2018-11-27T20:09:06","date_gmt":"2018-11-27T19:09:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=42781"},"modified":"2018-11-27T20:33:58","modified_gmt":"2018-11-27T19:33:58","slug":"souvenirs-from-hamburg-viele-eindruecke-einige-bilder-und-eine-fette-erkaeltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/souvenirs-from-hamburg-viele-eindruecke-einige-bilder-und-eine-fette-erkaeltung\/","title":{"rendered":"Souvenirs from Hamburg: viele Eindr\u00fccke, einige Bilder und eine fette Erk\u00e4ltung"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_42784\" aria-describedby=\"caption-attachment-42784\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/SpiegelKantine6820181124.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-42784\" src=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/SpiegelKantine6820181124.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"467\" srcset=\"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/SpiegelKantine6820181124.jpg 2048w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/SpiegelKantine6820181124-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/SpiegelKantine6820181124-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/SpiegelKantine6820181124-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-42784\" class=\"wp-caption-text\">Psychedelisch oder die 100 Augen der Schlange Kaa: Verner Pantons Kantine f\u00fcr das SPIEGEL-Verlagsgeb\u00e4ude &#8211; ein Designklassiker der 1960er Jahre. Zum Vergr\u00f6\u00dfern aufs Bild klicken. (foto: zoom)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Mit einem kleinen Schnupfen nach Hamburg gefahren, mit einer gro\u00dfen Erk\u00e4ltung zur\u00fcckgekommen. Der Matratzengruft entkommen, auf dem Wege der Besserung, sortiere ich meine Eindr\u00fccke und Bilder.<\/strong><\/p>\n<p>Das &#8222;Programm&#8220; reichte vom &#8222;Pop und Protest 68&#8220; im Hamburger Museum f\u00fcr Kunst und Gewerbe bis zur Abschiedsvorstellung von Henning Venskes &#8222;Summa Summarum&#8220; auf der Kabarett-B\u00fchne von &#8222;Alma Hoppe&#8220;; vom Bummel \u00fcber den DOM zu Streifz\u00fcgen durch das Karo- und Schanzenviertel. Auf der Suche nach Graffiti lie\u00dfen wir uns durch die Stra\u00dfen von St. Pauli treiben.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem &#8230; ach, das wird jetzt zu viel. Ich belasse es vorerst dabei und berichte \u00fcber etwas Nebens\u00e4chliches: die ehemalige Kantine im SPIEGEL-Verlagsgeb\u00e4ude.<\/p>\n<p><strong>Aus der Beschreibung des Museums auf einer Wandtafel:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>&#8222;1968 beauftragt der SPIEGEL-Verlag den d\u00e4nischen Architekten und Designer Verner Panton mit der Innenausstattung des neuen Verlagsgeb\u00e4udes in Hamburg.<\/p>\n<p>Panton dekliniert die Farbskala des Regenbogens stockwerkweise durch: Konsequent gestaltet er alles einheitlich in jeweils einem Ton &#8211; von der Wandfarbe bis zum Aschenbecher.<\/p>\n<p>Die Reaktion der Mitarbeiter ist gespalten: Die einen sind begeistert von der Modernit\u00e4t der Einrichtung, die andern hadern mit ihrer Umgebung und kreieren immer neue Wortsch\u00f6pfungen f\u00fcr die ungew\u00f6hnliche Raumgestaltung. Im Laufe der Jahre allerdings werden die Farben der Redaktionsr\u00e4ume [im Original &#8222;Reaktionsr\u00e4ume&#8220;] und Konferenzzimmer wei\u00df \u00fcbermalt, einerseits, weil sich der Geschmack \u00e4ndert, andererseits, weil sich so mancher Mitarbeiter nie wirklich mit &#8222;seiner Farbe&#8220; hat anfreunden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Allein die Kantine bleibt vor Eingriffen verschont. Hier wird nur ersetzt, was abgenutzt oder besch\u00e4digt ist.<\/p>\n<p>2008 stellt die Hamburger Denkmalschutzbeh\u00f6rde den Raum als letztes noch verbliebenes Element des Gesamtkunstwerkes unter Denkmalschutz.<\/p>\n<p>2011 &#8211; anl\u00e4sslich des Umzugs des SPIEGEL an die Ericusspitze &#8211; werden Mobiliar, Leuchten, Vorh\u00e4nge, Teppich, Decken- und Wandverkleidung ab &#8211; und als Schenkung im Museum f\u00fcr Kunst und Gewerbe Hamburg wieder aufgebaut.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Wir haben eine Weile in dieser Kantine gesessen und Farben sowie Design auf uns wirken lassen: unruhig, verst\u00f6rend, nerv\u00f6s. Ich frage mich, ob ich es 1968 genauso gef\u00fchlt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Vielleicht nicht, denn &#8211; so meine laienhafte Meinung &#8211; w\u00e4hrend wir heute von Au\u00dfenreizen geflutet werden, war die damalige Zeit &#8222;\u00e4rmer&#8220; an optischen und anderen medialen Reizen. These: was heute absto\u00dfend wirkt, wurde damals aufgesogen. Es war die Zeit als die &#8222;Reizsenke&#8220; sich schlagartig zu f\u00fcllen begann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem kleinen Schnupfen nach Hamburg gefahren, mit einer gro\u00dfen Erk\u00e4ltung zur\u00fcckgekommen. Der Matratzengruft entkommen, auf dem Wege der Besserung, sortiere ich meine Eindr\u00fccke und Bilder. 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