{"id":41394,"date":"2018-06-17T21:35:24","date_gmt":"2018-06-17T20:35:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/?p=41394"},"modified":"2018-06-17T21:35:24","modified_gmt":"2018-06-17T20:35:24","slug":"in-dieser-legislaturperiode-wird-das-wohl-nichts-mehr-mit-der-kita-card","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schiebener.net\/wordpress\/in-dieser-legislaturperiode-wird-das-wohl-nichts-mehr-mit-der-kita-card\/","title":{"rendered":"In dieser Legislaturperiode wird das wohl nichts mehr mit der \u201cKita-Card\u201d"},"content":{"rendered":"<h3>Mutma\u00dfung<\/h3>\n<p><strong>Sitzen die Hauptwidersacher in der Verwaltungsspitze des Hochsauerlandkreises? Wir wissen es nicht. Allerdings k\u00f6nnte man den Eindruck durchaus haben. Jedenfalls wenn man als Zuh\u00f6rer\/in in der letzten Sitzung des Kreisjugendhilfeausschusses am 12. Juni 2018 dabei war.<\/strong><\/p>\n<p><em>(Der Artikel ist heute zuerst <a href=\"http:\/\/sbl-fraktion.de\/?p=8507\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">auf der Website der Sauerl\u00e4nder B\u00fcrgerliste<\/a> erschienen.)<\/em><\/p>\n<p><strong>Chronolgisch<\/strong><br \/>\nDer Ausschussvorsitzende er\u00f6ffnete den Tagesordnungspunkt mit der Bemerkung, dass uns die Diskussion um die Kita-Card schon seit zwei Jahren begleitet.<\/p>\n<p>Richtig! Doch ganz genau genommen verfolgt uns die Frage \u201eKita-Card oder nicht?\u201c schon seit Februar 2014.<\/p>\n<p>Klick:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/sbl-fraktion.de\/?p=3963\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/sbl-fraktion.de\/?p=3963<\/a><\/p>\n<p><strong>Neue Software im Sauerland entwickelt<\/strong><br \/>\nEs folgten Vortrag und Pr\u00e4sentation von Robert Sauerwald von der Fa. Sauerwald IT aus Olsberg. Herr Sauerwald stellte sein Konzept f\u00fcr ein \u201cOnline-Anmeldeverfahren per Software\u201d vor.<\/p>\n<p>Mindestens ein\/e Zuh\u00f6rerin auf der Trib\u00fcne fand das was sie sah und h\u00f6rte sehr interessant und die vorgestellte Software-L\u00f6sung einleuchtend und vielversprechend.<\/p>\n<p>Wie Robert Sauerwald sagte, entwickelt und vertreibt er seit Jahren Verwaltungssoftware.<\/p>\n<p>Er referierte dann \u00fcber die Probleme bei Kita-Anmeldungen der herk\u00f6mmlichen Art, also \u00fcber die ohne den Einsatz von Software. Robert Sauerwald sprach u.a. von Mehrfach-Anmeldungen, die aufgrund des althergebrachten Verfahrens unentdeckt blieben. Der Zugriff auf aktuelle Bestandsdaten w\u00e4re bei dem bisherigen System auch nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Sein Vorschlag: Entwicklung einer einfach gehaltenen Software. Das Personal des HSK bek\u00e4me dann pers\u00f6nliche Zugangsdaten. Verschiedene Schnittstellen m\u00fcssten eingebunden werden, damit die Daten dem HSK zur Verf\u00fcgung stehen. Die Hauptfunktion solle bei der Anmeldung von Kindern liegen. Eltern sollten ihre Kinder auch selbst via Internet anmelden k\u00f6nnen. Das Programm m\u00fcsste einfach zu bedienen sein mit Benutzerrechten f\u00fcr alle die involviert sind. Informationen w\u00e4ren dann aktuell und \u00fcberall verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p><strong>Diskussion<\/strong><br \/>\nEin Mitarbeiter des Kreisjugendamtes \u00e4u\u00dferte, die Probleme seien die Schnittstellen, u.a. die Software der Kitas, wie \u201cKiBiz-Web-Software\u201d, die bereits 49 Kitas angeschafft h\u00e4tten. Die anderen Software-Betreiber verhielten sich da sehr sperrig.<\/p>\n<p>Ein CDU-Kreistagsmitglied bemerkte sinngem\u00e4\u00df, bei unserer l\u00e4ndlichen Struktur sei das Programm nicht notwendig.<\/p>\n<p>Ein Vertreter der Verwaltungsspitze stellte dem Software-Entwickler Robert Sauerwald die Frage, ob er die von ihm gerade beschriebenen Probleme (wie Mehrfachanmeldungen) selbst erarbeitet habe oder ob seine Schilderung auf Infos der Verwaltung beruhten.<\/p>\n<p>Ein Mitarbeiter des Kreisjugendamtes erw\u00e4hnte, dass auch das Jugendamt Sundern an der neuen Software interessiert sei.<\/p>\n<p>Der Vertreter der Verwaltungsspitze betonte, das Anmeldeverfahren ersetze keine Vorsprache der Eltern bei der Kita.<\/p>\n<p>Eine Sachkundige B\u00fcrgerin pflichtete ihm bei und machte deutlich, dass auch sie nicht viel von der Kita-Card. halte. Wie sie sagte zieht sie das pers\u00f6nliche Gespr\u00e4ch mit den Eltern vor. Sie wisse allerdings nicht, wie es auf Seiten der Verwaltung aussehe.<br \/>\n(Ob da ein Missverst\u00e4ndnis seitens der Sachkundigen B\u00fcrgerin besteht, wissen wir nicht. Denn u.E. schlie\u00dft die Online-Anmeldung doch das pers\u00f6nliche Gespr\u00e4ch Eltern\/Kita-Mitarbeiter\/innen nicht aus!?)<\/p>\n<p>Ein Sachkundiger B\u00fcrger erkl\u00e4rte, dass er die Software-L\u00f6sung nur f\u00fcr Ballungsgebiete f\u00fcr sinnvoll hielte. Er \u00e4u\u00dferte auch die Meinung, bei den Eltern w\u00fcrden mit der Kita-Card falsche Erwartungen geweckt. Die Bedarfe k\u00f6nnten mit der Kita-Card nicht besser eingesch\u00e4tzt werden.<br \/>\n(Soweit wir wissen sind Software-L\u00f6sungen bzw. die Kita-Card durchaus auch in l\u00e4ndlichen Gebieten erfolgreich im Einsatz, z.B. in den Bereichen der Jugend\u00e4mter der St\u00e4dte Arnsberg und Menden sowie im Nachbarkreis Soest.)<\/p>\n<p>Robert Sauerwald hob daraufhin erneut hervor, dass mit der Software die Daten zentral verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n<p>Der Ausschussvorsitzende sprach einen weiteren Gesichtspunkt an und sagte, die Verwaltung k\u00f6nne mit der Kita-Card 40 Stunden Arbeit einsparen. (In welchem Zeitraum?)<\/p>\n<p>Ein Kreistagsmitglied von der CDU-Fraktion kam dann auf die gerade in aller Munde befindliche Datenschutzgrundverordnung zu sprechen. Er bef\u00fcrchtet mit Einf\u00fchrung der Software Probleme.<\/p>\n<p>Robert Sauerwald antwortete, er sei kein Jurist und k\u00f6nne daher die Frage nicht klipp und klar beantworten.<\/p>\n<p>Der Vertreter der Verwaltungsspitze sprach erneut Robert Sauerwald direkt an und stellte ihm die Frage, ob er den Verfassern des Antrags auf Einf\u00fchrung der Kita-Card zustimme, die der Verwaltung ja unterstellten \u201chinterw\u00e4ldlerisch\u201d zu sein.<\/p>\n<p>Der Gefragte ging darauf mit keinem Wort ein. Stattdessen erw\u00e4hnte noch einmal den Vorzug durch die Voranmeldung der Eltern.<\/p>\n<p>Daumen runter, das wird nichts mehr<\/p>\n<p><strong>Das Abstimmungsergebnis:<\/strong><br \/>\nMit geradezu \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit stimmten die Mitglieder des Kreisjugendhilfeausschusses \u2013 wie von der Kreisverwaltung gew\u00fcnscht \u2013 in der Sitzung am 12.06.2018 gegen die Einf\u00fchrung der in Olsberg entwickelten Software f\u00fcr die Kita-Card und damit f\u00fcr die Beibehaltung des antiquierten (nicht digitalen) Kita-Anmeldeverfahrens mit all seinen Nachteilen.<\/p>\n<p><strong>\u201eHinterw\u00e4ldlerisch\u201c oder zukunftsweisend?<\/strong><br \/>\nSie beurteilen das sicher selbst!?<\/p>\n<p><strong>Besonders merkw\u00fcrdig:<\/strong><br \/>\nDer Kreistag hat in seiner letzten Sitzung am 16. M\u00fcrz eine \u201cDigitalisierungsstrategie f\u00fcr die Verwaltung des Hochsauerlandkreises\u201d beschlossen. Aber war bedeuten schon solche Konzepte, wenn es an die konkrete Umsetzung geht!?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mutma\u00dfung Sitzen die Hauptwidersacher in der Verwaltungsspitze des Hochsauerlandkreises? Wir wissen es nicht. Allerdings k\u00f6nnte man den Eindruck durchaus haben. 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